Mehr Display, mehr Kontrolle: Unser Eindruck vom AlphaTheta CDJ-3000X
AlphaTheta CDJ-3000X – das neuste DJ-Mediaplayermodell verspricht eine Reihe an Updates, die das Leben in der DJ-Booth einfacher machen sollen.
Wir freuen uns, heute dieses Gerät für euch auf Herz und Nieren zu testen und starten direkt rein.
- Design & Display: 10,1-Zoll-Touchscreen, dezenteres Design, neue Anschlüsse inklusive USB-C.
- Praxis & Jogwheel: Überarbeitetes Jog-Feel-Poti mit größerem Widerstandsbereich, wertige Verarbeitung.
- Neue Features: Hide-Funktion, NFC-Touchpoint für CloudDirectPlay & Streaming, Copy & Paste.
- Klang & Zielgruppe: ESS-DAC für sauberen Sound, richtet sich an Profis, Clubs & Enthusiasten
Inhaltsverzeichnis
- AlphaTheta CDJ-3000X
- Hardfacts zum neuen Flaggschiff DJ-Media-Player
- Der AlphaTheta CDJ-3000X in der Praxis
- Was hinter der „Hide“-Funktion beim AlphaTheta CDJ-3000X steht
- Der NFC-Touchpoint beim AlphaTheta CDJ-3000X
- Ein noch größerer Touchscreen mit Vorzügen
- Hot Cues, Gate Cues und Touch Cues – alles kein Problem mit dem AlphaTheta CDJ-3000X
- Der Klang des neuen DJ-Multimeda-Players
- Wie sich das generelle Auflegen mit dem eventuellen neuen Clubstandard anfühlt
- Was wir uns für den DJ-Multimedia-Player gewünscht hätten
- Die Zielgruppe des AlphaTheta CDJ-3000X
- Der Preis des DJ-Multimedia-Players
Hardfacts zum neuen Flaggschiff DJ-Media-Player
Fremd ist das Gerät nicht, dafür sind die Updates dann doch eher zurückhaltender. Am ehesten fällt das größere Display ins Auge. Hier haben wir einen 10,1 Zoll großen Touchscreen verbaut, der für noch mehr Überblick sorgen soll. Generell ist die Designsprache etwas dezenter und bündiger geworden. So sind beispielsweise die Füße des Gerätes nun ebenfalls schwarz und wirken somit einheitlicher als die silbernen Füße des Vorgängers. Auch der Schriftzug „Pioneer DJ” ist nicht mehr unter dem Jogwheel zu finden. Ja, der Name AlphaTheta kommt auf dem Gerät vor, jedoch nur in Form des Logos auf der Rückseite und dem Schriftzug auf der Seite.
In puncto Anschlüsse gibt es Neuerungen, die das Modell ins aktuelle Zeitalter versetzen. Der SD-Karten-Slot ist Geschichte. Stattdessen gibt es zusätzlich zum bewährten USB-A-Port nun auch einen USB-C-Port für USB-Sticks. Auf der Rückseite befindet sich ebenfalls eine USB-C-Verbindung, keine USB-B-Verbindung mehr.
Mit Abmessungen von 34,46 x 49,04 x 13,01 cm (B x T x H) und einem Gewicht von 6 kg ist der AlphaTheta CDJ-3000X noch einmal größer und ein halbes Kilogramm schwerer als der Vorgänger. Da die meisten Neuerungen extrem praxisnah sind, halten wir uns an dieser Stelle kurz und erläutern euch alles Weitere in den folgenden Abschnitten.
Der AlphaTheta CDJ-3000X in der Praxis
Ausgepackt ist das Gerät wirklich eine Hausnummer. Durch den Screen wirkt der Mediaplayer noch gewaltiger als zuvor. Hier kommt einfach das Gefühl auf, gleich auf die Mainstage zu gehen, selbst wenn er nur in der Wohnung aufgebaut wird.
Verarbeitungstechnisch darf man sagen, dass hier alles passt. Ein paar kleine Änderungen am Design, wie die weiße LED bei den Search- und Track-Search-Buttons, das abgedämpfte Orange der Loop-Buttons und die Aluminiumoberfläche, lassen den AlphaTheta CDJ-3000X gesetzter wirken. Wir finden, dass ihm das wirklich gut steht.
Mit dem überarbeiteten Jog-Feel-Poti kann nach wie vor der Widerstand des Jogwheels angepasst werden, wobei die Bandbreite mit dem neuen Modell größer geworden ist. Das haben wir natürlich direkt mal ausprobiert und ja, es ist eine deutliche Veränderung. Im Light-Modus dreht sich das Jogwheel gefühlt ewig bei einem Backspin, im Heavy-Modus kann man gefühlt millimetergenaue Anpassungen durchführen. Auch hier können wir nur sagen, dass sich das Ganze extrem wertig anfühlt.
Was hinter der „Hide“-Funktion beim AlphaTheta CDJ-3000X steht
Mit dem AlphaTheta CDJ-3000X gibt es nun erstmals eine „Hide“-Funktion. Damit werden Daten wie Songtitel oder Künstlername nicht angezeigt. Wer also auf das Display schielt, um einen laufenden Track zu identifizieren, sollte in Zukunft eher auf Shazam setzen. Diese Funktion ist natürlich optional und wir sind gespannt, wie oft sie Anwendung finden wird. Manchen ist es wahrscheinlich egal, aber es wird sicherlich einige Anwender geben, die ihre Songs gern für sich behalten möchten.
Der NFC-Touchpoint beim AlphaTheta CDJ-3000X
Wo früher die Möglichkeit bestand, eine CD einzulegen, war beim Vorgängermodell nichts mehr davon übrig. Nun haben wir zumindest etwas vorne: einen NFC-Touchpoint. In der rekordbox-App kann man sich bei CloudDirectPlay oder Anbietern wie Beatport Link oder Tidal anmelden und sich beim Gig mit einem Tap im Media-Player einloggen. So hat man sofort Zugriff auf alle seine Playlisten und kann sich ins Abenteuer stürzen. Eine coole Lösung, finden wir.
Wenn man Songs taggt, werden diese im Hintergrund heruntergeladen. Laut AlphaTheta stehen hierfür allerdings nur 16 GB Speicherplatz zur Verfügung.
Man sieht also, dass mit dem AlphaTheta CDJ-3000X zu einem hybriden Mix aus verschiedenen Quellen ermutigt wird. Songs können klassisch vom USB-Stick kommen, aber eben auch via USB-C oder gestreamt werden, einerseits aus der eigenen Sammlung in der Cloud, andererseits direkt von Streaming-Anbietern. Der Nachteil? Wenn der Club über eine Internetverbindung verfügt, zählt die Ausrede, dass der gewünschte Song nicht auf dem USB-Stick ist, nicht mehr. Dafür bieten sich einem hier natürlich eine Vielzahl kreativer Ausdrucksmöglichkeiten und die Möglichkeit, sofort in die neuesten Veröffentlichungen zu schalten.
Die Anmeldung ist in der Praxis extrem einfach und läuft ohne Probleme ab.
Ein noch größerer Touchscreen mit Vorzügen
Die Frage, die sich immer stellt, ist, ob ein noch größerer Bildschirm nötig ist. Diese Entwicklung haben wir ja im letzten Jahrzehnt auch bei Smartphones erlebt. Und auch wenn man anfangs oft den Kopf schüttelt, zeigt sich bei der Verwendung doch häufig, dass es ziemlich angenehm ist, mehr Platz zu haben. Genau das zeichnet sich auch beim AlphaTheta CDJ-3000X ab. Braucht man den Blick auf bis zu 16 Tracks? Absolut nicht. Aber es ist trotzdem super angenehm, so viel im Blick haben zu können. Definitiv.
Eine weitere kleine Neuerung ist, dass nun Copy & Paste möglich ist. Das hat in der Praxis problemlos funktioniert, allerdings haben wir es nur zu Testzwecken ausprobiert.
Was hingegen häufiger zum Einsatz kam, ist das Editieren von Playlists auf dem AlphaTheta CDJ-3000X. Dabei konnten wir die Reihenfolge von Songs in bestehenden Listen problemlos ändern.
Hot Cues, Gate Cues und Touch Cues – alles kein Problem mit dem AlphaTheta CDJ-3000X
Die gute Nachricht vorweg: Die Hot Cues sind extrem responsiv. Selbst James Hype sollte damit zufrieden sein und das neue Modell in seinem Rider anführen.
Praktisch ist auch, dass der Main-Cue-Button unten links zur Betätigung dieser Cue-Position verwendet werden kann, wenn man einen Hot-Cue betätigt, und dass die LED um den Main-Cue-Button nun auch in der Farbe des jeweiligen Hot-Cue leuchtet. Solche kleinen, aber feinen Updates zeichnen den CDJ-3000X aus.
Wenn wir schon beim Main-Cue-Button sind: Es ist ja kein Geheimnis, dass dies einer der Punkte ist, die immer wieder reparaturbedürftig sind. Gut, hier wird von vielen DJs auch ein wenig übertrieben drauf herumgehämmert. Nichtsdestotrotz ist es ein Button, der absolut zur Performance gedacht ist. AlphaTheta gibt an, dass die Cue-Buttons neu aufgesetzt wurden und beim CDJ-3000X von AlphaTheta nun 500.000 Mal mehr bedient werden können als bisher, ohne dass es zu Problemen kommt.
Der Klang des neuen DJ-Multimeda-Players
Was den Sound der AlphaTheta CDJ-3000X angeht, können wir mitteilen, dass, wie auch bei den gut klingenden DJ-Mixern aus dem Hause Pioneer/AlphaTheta, nun auch hier auf einen Digital-zu-Analog-Konverter von ESS Technology gesetzt wird. Zugegeben, wir testen die Player nur auf unseren kleinen KRK-Monitoren und haben leider keine Clubanlage zur Verfügung, aber was wir hören, gefällt uns. Hier stimmt alles.
Wie sich das generelle Auflegen mit dem eventuellen neuen Clubstandard anfühlt
Das Auflegen mit dem AlphaTheta CDJ-3000X macht einfach nur Spaß. Alles fühlt sich wertig an, das große Display ist eine deutliche Verbesserung und die Oberfläche wirkt klar strukturiert, voller Optionen, aber mit genügend Platz, sodass man beim Auflegen keine Sorge hat, aus Versehen etwas Falsches zu bedienen. Tatsächlich haben wir uns dabei ertappt, während des normalen Auflegens immer mal wieder das Jog-Feel anzupassen.
Beim Beatmatchen haben wir es auf Heavy gestellt und wenn dann mal ein Backspin angedacht war, haben wir es auf Light gestellt. Das ging zwar auch beim Vorgänger, aber wir hatten die Einstellung dort eigentlich immer neutral, was ohne Probleme funktionierte. Durch den größeren Bereich des Widerstands macht das Arbeiten hiermit jedoch Spaß und lädt dazu ein, dies mehr in seine Performance mit aufzunehmen.
Was wir uns für den DJ-Multimedia-Player gewünscht hätten
Wir möchten hier noch kurz darauf zu sprechen kommen, was wir von einem neuen Modell erwartet hätten. Ein Blick auf den Hauptkonkurrenten Denon DJ zeigt, dass eine Dual-Layer-Option, mit der man über einen weiteren Cinch-Ausgang noch separat auf ein zweites Track-Deck umschalten kann, wünschenswert wäre. Eventuell ist das aber auch ein zu hochgegriffener Wunsch, auch wenn es technisch sicherlich längst umsetzbar ist. Immerhin hat es bis zu diesem Modell gedauert, bis laufende Tracks vollständig in den Arbeitsspeicher des Gerätes geladen werden und nicht nur ein oft auch wackliger Emergency-4-Bar-Loop. Denon DJ hat diese Funktion seit 2017 integriert.
Ebenso spannend finden wir, dass eine Stem-Funktionalität nirgends erwähnt wurde. Damit könnte sich der Hersteller noch einmal von der Konkurrenz absetzen, denn bisher gibt es keinen Media-Player, der dies unterstützt. Grundsätzlich gibt es nur den Denon DJ Prime 4+, der Stem-Separation on board anbietet. Dazu sei aber auch gesagt, dass dies immer noch ein CDJ-3000 ist und noch nicht die nächste Stufe. In dieser Hinsicht sind wir gespannt, was die Zukunft noch bereithält.
Die Zielgruppe des AlphaTheta CDJ-3000X
Mit diesem Modell richtet sich der Hersteller an alle Profis, Club- und Festivalbetreiber sowie an Kunden mit dem notwendigen Kleingeld, die sich das Bühnenfeeling nach Hause holen möchten.
Der Preis des DJ-Multimedia-Players
Preislich war es bei Pioneer DJ stets deftig und das ändert sich auch mit der Veröffentlichung über AlphaTheta nicht. Der Preis für die Einheit liegt bei 2.799 Euro.




































Mich würde bei sowas ja ein 1 zu 1 Vergleich interessieren, ob man die anderen Konverter heraushört oder ob das einfach nur Marketing-Geschwätz ist, was ich ja stark vermute.
@ollo Oder warum man die Player nie digital betreibt. Die haben doch schon sooo lange den Anschluss dafür, und der Mixer auch…
1) um mind 1000 eur zu teuer
2) nichts anderes, als traktor in einem controller
3) traktor + mixer + kontroller: zukunftssicher :)
@Nicole stimmt.
leider kann Pioneer verlangen, und es kauft trotzdem jemand.
gibt’s nimmer die Budget Linie? 😁
und technics hat nach ewigen 500€ für den 1210er mk2 das Modell einfach gekillt und das neue kostet 1000€.
die lamboedition is leicht billiger.
vielleicht doch nur wenige verkauft ..🤣
@Numitron 🤣🤣🤣🤣 👍👍👍
@Numitron Schön, dass du die Lambo Edition erwähnst… Hätte ich fast vergessen 😂
@luap hehe.
ich gestehe, ich hätte gerne einen davon 😃😃
Danke fürs Vorstellen von dem Teil und den Test, ist ja entsprechend kurz ausgefalle, nicht viel Neues, außer größeres Display und so ähnliche Sachen aber die Sachen die schon jeder Controller kann sind nicht dabei z.B. Thema Stemps. Vielleicht kommt das ja in späteren Versionen.
Mir drängelt sich so der Vergleich zum iPhone auf haha.