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Test: Alto Professional Stealth Wireless, Funkübertragungssystem


Kabellos auf der Bühne

Alto Professional Stealth Wireless zur drahtlosen Übertragung für Aktivboxen

Alto Professional Stealth Wireless: drahtlose Übertragung für Aktivboxen

 

„Leinen los …“

Uneingeschränkte Bewegungsfreiheit auf der Bühne ist für Sänger wie für Instrumentalisten eine feine Sache, Drahtlos-Systeme machen es möglich. Es gibt auch schon die Möglichkeit, Signale zu Lautsprecherboxen zu schicken und dabei auf Kabel zu verzichten. Alto Stealth ist ein Wireless-System für Lautsprecherboxen. Und das bietet eine andere Art von Freiheit: die Drahtlose Signalübertragung zu Aktivboxen mit einer Reichweite von bis zu 60 Metern. Das Alto-System kann einfach und ohne besondere Vorkenntnisse in Funktechnik überall nachgerüstet werden. Zudem arbeitet es in einem Frequenzbereich, der auch über 2016 hinaus anmeldefrei und kostenlos zu betreiben ist.

Das Alto Professional Stealth Wireless besteht aus drei Komponenten: dem Zweikanal Sender für Stereo-Übertragung und zwei Mono-Empfangseinheiten zur Montage an den Lautsprecherboxen. Die Stromversorgung aller drei Bestandteile erfolgt über identische Steckernetzteile. Gesendet wird im UHF-Band (863 bis 865 MHz) mit 16 frei wählbaren Frequenzen. Die Signalübertragung ist neben Stereo auch in Mono möglich. Das ist dann sinnvoll, wenn die Lautsprecher beispielsweise in verschiedenen Räumen aufgestellt werden sollen oder Delay-Lines, auch mit zusätzlichen Alto Stealth Empfangseinheiten (separat erhältlich), betrieben werden sollen.

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    nocchio

    … es ist also kein „Minus“, dass das Ding nicht den kompletten hörbaren Frequenzbereich überträgt? Bei 50 Hz – 17 kHz fehlt oben und unten doch schon ne Menge…

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      p.ludl AHU

      Hallo nocchio.
      Dass man das System nicht unbedingt zum Betrieb von Subwoofern einsetzen sollte, habe ich ja geschrieben. Und ich denke, das wäre auch nicht der Einsatzbereich für diese Sendeanlage.
      Was den oberen Frequenzbereich betrifft, hier ein Ausschnitt aus einer Untersuchung:
      (..) Interessant bei dieser Betrachtung ist auch, dass das Gehör des Menschen einem natürlichen Verschleiß unterworfen ist. Je älter desto eingeschränkter die Hörfähigkeit des Menschen für hohe Frequenzen.

      Beispielsweise kann bereits ein 20 jähriger Mensch nicht mehr so hohe Frequenzen wahrnehmen als beispielsweise ein 10 jähriger Mensch. Untersuchungen haben ergeben, dass die Hörfähigkeit für hohe Frequenzen ab einem Alter von etwa 30 Jahren kontinuierlich abnimmt. Ein 50 jähriger Mensch hört dann noch Frequenzen bis etwa 12.000 Hz, ein 60 jähriger Mensch dagegen hört nur noch Frequenzen bis etwa 10.000 Hz. (..)

      Ein anderes Institut sagt:
      (..) Man kann hieraus sehr gut den großen Frequenzbereich des menschlichen Hörens von ca. 16 – 16.000 Hz erkennen. (..)

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    Joergos

    Leider wurde ohne Gäste/Personen im Raum getestet. Denn dann verändert sich das Verhalten des Systems gravierend. Ich hatte 4 Sets bestellt und alle eingehend (auch auf versch. Frequenzen!) getestet: Schon eine Strecke von 3-10 Metern wird bei 10-15 zwischen Sender und Empfänger tanzenden Leuten zum Problem und verursacht sporadische, jedoch permant wiederkehrende Aussetzer :-(

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      TobyB AHU

      Hallo Joergos,

      bist du dir sicher alle Störquellen vorher abgeklopft zu haben? Wie war die Aufstellposition von Tx/Rx? So wie du schreibst, würde ich auf einen stärkeren wandernden Sender tippen. Und bei UHF hat man schnell Stress mit Einstreuungen und Überlagerungen.

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        Joergos

        Leider ja. Bei 4 Set’s immer das gleiche. Ohne Personen im Raum sind 50 Meter plus 1 Wand kein Problem. Aber 10 Leute können eine Strecke von nur 6-8 Metern stören. Leider auch nicht nur meine Erfahrung, siehe z.B. T.mann Rezensionen und ich kann nicht davon ausgehen, dass von den 10 Gästen einer ne Monacor Funke in der Hose stecken hat ;-) Zumindest nicht auf mehreren VA’s dieser Art.

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          TobyB AHU

          Hallo Joergos,

          ich habe mir mal die Sende und Empfangsdaten der Alto gegeben und gerechnet. Unter optimalen Bedingungen sollte das alles kein Problem sein. Was beim UHF Band generell Problematisch ist sind Einstreuungen und Überlagerungen. Um dein Problem nachzuvollziehen muss man eine Ausleuchtungsmessung machen, erstmal nackig um zu gucken, was schon an Grundrauschen im UHF Band da ist. Als zweites leerer Raum mit Funke und schliesslich mit Funke und Leuten. Hört sich jetzt erstmal weithergeholt an. Ich erachte das allerdings für sinnvoll. Zukünftig wirds noch chaotischer, da sich die Elektroakustiker, TK Provider und die Bundesnetzagentur um das 700Mhz Band schön streiten… Kein Problem wäre da nicht die Geschichte mit den Oberwellen und Überlagerungen ;-)

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            Joergos

            Hallo TobyFB, klingt interessant, klingt logisch und irgendwann in meiner Ausbildung bei der Telekom (war in den 90ern) auch schon mal was davon gehört ;-)

            Ich dachte auch schon dran, mal die Störquellen ohne eingeschalteten Alto Sender zu erfassen, einfach weil es mich interessiert. Was Wifi betrifft: da gibts ja mittlerweile schöne Apps wo man die Belegung (/Übefüllung) des Bandes ganz nett angezeigt bekommt.

            Gäbe es denn ein „Gerät“ wo ich den Frequenzbereich von 863-865MHz. quasi scannen und mir grafisch anzeigen lassen kann? Ich bin mir fast sicher, dass durch anliegen eines Störsignals die interne Squelch-Regelung des Alto das Signal dann einfach gegen 0 drückt um wenigstens kein Rauschen oder Kratzen abzugeben, denn DAS kam noch nie raus. Aber mit Unterbrechungen, ähnlichem einem Wackelkontakt, kann ich auf Dauer auch nicht leben ;-)

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              TobyB AHU

              Hallo Joergos,

              ich bin von dem anderen Verein, den Gelben mit dem Hörnchen :-D Hab u.a. bei den Siemens Funkern von NF bis HF gelernt. Wie dem auch sei, es gibt Geräte dieses hier z.B. IMG Stage Line RF-EXPLORER. Kostet eine Kleinigkeit, ist aber nützlich. Wir messen grundsätzlich auch erstmal alles aus bevor irgendwas verbaut wird. Das Verhalten mit dem Squelsh kann ich mir gut vorstellen. Wir benutzen den IMG Line Analyzer hier auch, wenn wir bei einer ersten Begehung Funkmasten im näheren Umkreis sehen. Seit dem nicht mehr die Gelben Messwagen unterwegs sind, wird an HF Sendeanlagen ganz gerne mal geschlampt und nach der Abnahme die Sendeleistung grenzwertig gefahren. Und wenn es nach Bitkom geht mögen sich Beschaller eh auf andere Bänder verziehen. Was ich als „Schwachsinn“ erachte. In Afrika, Indien macht es Sinn das 700 Mhz Band freizugeben und für LTE und 4G/5G zu nutzen, in Deutschland oder Europa nicht. Und dummerweise kommen auf die Veranstalter erhebliche Kosten zu.

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Alto Stealth

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