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Test: Alto Stealth Wireless MK2 Audioübertragungssystem

Weg mit den Lautsprecherkabeln

29. September 2022
Test: Alto Stealth Wireless MK2

Das Alto Stealth Wireless MKII Audioübertragungssystem basiert auf einer 2-Kanal UHF-Funkverbindung zwischen Mischpult und Aktivlautsprecher(n)

Das Alto Stealth Wireless MK2 Audioübertragungssystem verspricht kabelloses Vergnügen, nicht für Sänger und Sängerinnen, sondern als 2-Kanal UHF-Funkverbindung zwischen Mischpult und Aktivlautsprecher(n). Es handelt sich um eine drahtlose Lösung, die bei Sichtverbindung bis zu 61 m Verkabelung ersetzen soll. Als Preis für die drahtlose Freiheit gibt das Musikhaus Thomann derzeit 469,- Euro an. Damit unterscheidet sich das Angebot klar von Mitnahmeartikeln wie in diesem Zusammenhang auf AMAZONA.de bereits vorgestellten Bluetooth-Übertragern. Anders ausgedrückt: Für knapp 500,- Euro muss schon was kommen …

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Konzept Alto Stealth Wireless MK2

Die Idee hinter Lösungen wie dem Alto Stealth Wireless MK2? Betagten Aktivlautsprechern oder Lautsprecher-/Endstufen-Kombinationen „Funkgene“ implantieren zu können, ohne dass dabei die Audioqualität wesentlich beeinträchtigt wird.

Im Optimalfall funktioniert so ein System durch Wände, Böden und Decken und bietet von daher eine Flexibilität, die konventionelle, kabelgebundene Systeme übertrifft. Dadurch kann der Aufbau schnell und flexibel von der Hand gehen oder auch unterschiedliche Räume beschallt werden, ohne dass (manchmal auch optisch) störende Kabel verlegt werden müssen.

Funktionen: Alto Stealth Wireless MK2 Audioübertragungssystem

Wie von anderen Funksystemen bekannt, handelt es sich um eine Sendeeinheit als Tischgerät mit den Maßen 180 x 99 x 35 mm, eine Rack-Montage ist nicht vorgesehen. Zum Sender gehören zwei Empfänger, die von der Größe etwa herkömmlichen Beltpacks von Mikrofon-Sendeanlagen entsprechen (um eine Größenvorstellung zu bekommen).

Test: Alto Stealth Wireless MK2 Audioübertragungssystem

Rückseite des Alto Stealth MK2 Senders: symmetrische Eingänge und Buchse für das externe Netzteil (die Antennen sind abnehmbar, bei den beiden Empfängern hingegen fest montiert)

Der Alto Stealth Wireless MKII Sender arbeitet in Europa im anmelde- und gebührenfreien UHF-Spektrum zwischen 863 und 865 MHz (die Allgemeinzuteilung ist befristet bis 2028). Dieser Bereich, vielfach als ISM-Band (Industrial, Scientific and Medical) bezeichnet, ist ein SRD-Band (Short Range Device). Im Vergleich zu anderen Bereichen im Funkfrequenzspektrum, die mit 50 mW arbeiten, gilt hier eine Beschränkung der Sendeleistung auf 10 mW. Das reicht für viele Anwendungen im Amateur- und Hobby-Bereich, wenngleich auch die mit 2 MHz geringe Bandbreite im Hinterkopf behalten werden sollte. Die Bundesnetzagentur weist auf die Schwachstellen im Dokument zur Allgemeinzuteilung hin: „Es besteht kein Schutz vor Beeinträchtigungen durch andere bestimmungsgemäße Frequenznutzungen. Insbesondere sind bei gemeinschaftlicher Frequenznutzung gegenseitige Beeinträchtigungen nicht auszuschließen und hinzunehmen.“ Vom Hersteller wird die maximal erreichbare Entfernung bei „Sichtkontakt“ zwischen Sender und Empfänger mit 61 m angegeben. Der Frequenzgang wird von Alto Professional mit 50 Hz – 17 kHz (±3 dB) angegeben (dazu später mehr im Praxisteil und bei den Audio-Messungen).

Test: Alto Stealth Wireless MK2 Audioübertragungssystem

Übersichtlich gestaltete Bedienung beim Sender – hervorhebenswert ist das gut lesbare Display (auch bei den Empfängern)

Das Alto System kann im Mono- oder Stereobetrieb genutzt werden. Beispielsweise, um im Monobetrieb eine einzelne Lautsprecherbox oder eben zwei Boxen, mit jeweils unterschiedlichen UHF-Kanälen, zu versorgen. Zwei XLR-/Klinkeneingänge am Sender ermöglichen beispielsweise die Verbindung mit Mischpulten oder anderen Signalquellen. Das Alto Professional Stealth Wireless MK2 enthält einen Dual-Kanal Sender mit zwei abnehmbaren Antennen. Der vorderseitige, auch bei Tageslicht gut lesbare LCD-Bildschirm zeigt Informationen wie RF-Frequenz (RF = engl. radio frequency, entspricht hier HF), Kanalnummer und den Audio-Signalpegel für jeden Kanal separat an. Die Volume-Funktion erlaubt eine Verstärkung oder Abschwächung des anliegenden Audiosignals. Offen bleibt allerdings, wie stark sich diese Funktion auswirkt (auch in den technischen Daten findet sich kein Hinweis dazu). In der maximalen Verstärkung im Sender gab es am Empfänger in Abhängigkeit zum Signal manchmal wahrnehmbare Verzerrungen – eine optische Übersteuerungskontrolle beim Übertragen von Audiosignalen ist nicht vorgesehen. Um den optimalen Volume-Wert am Sender einstellen zu können, sind also Fingerspitzengefühl und ein aufmerksames Gehör gefragt.

Test: Alto Stealth Wireless MK2 Audioübertragungssystem

Mit dem Alto Stealth Wireless MK2 Audioübertragungssystem lassen sich auch betagte Aktivlautsprecher (hier eine HK Audio CA152) drahtlos ansteuern

Jedes System umfasst neben dem Sender zwei Empfänger in flachen Kunststoffgehäusen und je einer schwenkbaren, einklappbaren, aber nicht abnehmbaren Antenne. Die Gehäuse lassen sich per Klettband direkt an einer Aktivbox befestigen, alternativ besteht die Möglichkeit, eine extra dafür vorgesehene Auslassung zur Montage an Flugpunkten zu verwenden. Jede Empfängereinheit besitzt einen symmetrischen 6,35 mm TRS-Ausgang, um das Signal an aktive Lautsprecher oder eine Verstärker-/Lautsprecherkombination zu senden. Passende 30 cm lange Kabel 6,35 mm TRS-zu-XLR Kabel sind im Lieferumfang enthalten. An den Sendern hilft eine Scan-Funktion beim Auffinden der „richtigen Frequenz“, während die in drei Intensitäten einstellbare „Squelch“-Rauschsperre etwaigen Störgeräuschen zu Leibe rücken soll. Zudem kann über L/R festgelegt werden, welche Seite der Empfänger im Stereobetrieb übertragen soll. Frequenz und Kanal, der Pegel des drahtlos übertragenden Audiosignals, die Squelch-Intensität als auch L/R im Stereobetrieb werden über das – wie schon beim Sender – gut lesbare Display dargestellt. Die Bedienung geht einfach von der Hand, letztendlich auch aufgrund der überschaubaren Anzahl einzustellender Parameter.

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Ich kann dich nicht sehen – Aussetzer ohne Sichtkontakt

Bei kabellosen Audioübertragungssystemen gibt es zwei Kriterien, die über Daumen hoch oder runter entscheiden: Welche Reichweite lässt sich störungsfrei erzielen und wie ist die Audioqualität? Alto gibt gut 60 m Reichweite bei „Sichtkontakt“ an. „Sichtkontakt“ ist dabei ein Schlüsselwort. Tatsächlich konnte ich im Freifeld eine Distanz von knapp 55 m ohne Signalabbrüche erreichen. Nur ist das Freifeld nicht die Veranstaltungspraxis. Entsprechend nahm ich das Alto Stealth Wireless MK2 mit auf ein Event zur Party-/DJ-Beschallung. Die Idee war, das Mischpult zusammen mit dem Alto Sender aus optischen Gründen etwas 10 m seitlich von den Aktivlautsprechern aufzubauen. Sichtkontakt war gegeben, das Stereosignal aus dem Mischpult wurde mit dem Sender verbunden, an den Empfängern ein Frequenzscan durchgeführt und der Sender darauf abgestimmt. Zum Einsatz kamen zwei Mackie SRM450 Aktivboxen, die das von den Empfängern überlieferte Audiosignal wiedergaben. Zumindest beim Soundcheck. Aber sobald das Publikum bei diesem Event zahlreich eintraf, gab es erste Aussetzer, weil das Laufpublikum immer mal wieder den „Sichtkontakt“ unterbrach. Da half kein erneuter Frequenz-Scan, kein manuell durchgeführter Kanalwechsel. Erst als ich den Sender mit einem speziellen Stativ, das ich sonst für Overheads einsetze, auf 2,50 m luftige Höhe brachte und die Empfänger oben auf die Aktivboxen in etwa 2 m Höhe stellte, war die Übertragung störungsfrei möglich. Das hatte ich mir anders vorgestellt, denn diese Arbeitsweise mit Stativen und Sichtkontakt erinnerte mich an die Audioübertragung via Bluetooth. Der Rest der Veranstaltung verlief durch die Audioübertragung in „luftiger Höhe“ reibungslos. Die Audioqualität war für mein Empfinden untadelig (was später durch Audiomessungen überprüft werden sollte).

Test: Alto Stealth Wireless MK2 Audioübertragungssystem

Drum prüfe, wer sich ewig bindet: Messungen mit dem NTi Audio MR-PRO als Quelle für die Testsignale

Etwas anderes ist mir noch aufgefallen. Warum bieten die Empfänger keinen Batterie-Betrieb? Bei den hier um Einsatz kommenden Mackie SRM450 Aktivlautsprechern ist das kein Thema, da sie mit 230 Volt Netzspannung versorgt werden müssen. Aber einige hier auch auf AMAZONA.de vorgestellte Aktivlautsprecher wie etwa die HK Audio PREMIUM PRO MOVE 8 Aktivbox arbeiten wahlweise mit ihrem internem Akku und könnten mit einem drahtlosen Audioübertragungssystem, das ebenfalls auf Batteriespannung zugreift, tatsächlich unabhängig von Steckdosen und Zuleitungen positioniert werden. Beispielsweise, um schnell mal die Boxen von Bühne 1 zu Bühne 2 wandern zu lassen, ohne dass Netzkabel, Kabeltrommeln und Audiokabel eingesetzt werden müssen. In diesem Punkt muss das Alto Stealth Wireless MK2 passen.

Messungen: Alto Stealth Wireless MK2 Audioübertragungssystem

„Detailreich“, „ausgewogen“ und „durchsetzungsstark“ sind gerne genutzte Schablonen zur Umschreibung subjektiv-ästhetischer Klangwahrnehmungen. Eben diese sind einer Vielzahl unterschiedlich gewichteter Variablen unterworfen und – das ist ihre bekannte Schwachstelle – meist nicht verlässlich reproduzierbar. Denn Klang und seine Bewertung bleiben, trotz aller Versuche zur Objektivierung, eine sinnliche, situationsbezogene Wahrnehmung. Insofern ist es in vielen Situationen hilfreich, dem subjektiven Klangempfinden eine Audiomessung gegenüberzustellen. Beim Alto Professional Stealth Wireless MK2 Audioübertragungssystem ist dies einfach umzusetzen. Zunächst wird ein Testsignal (hier: Weißes Rauschen) per Kabel in ein Roland Super UA-S10 Audiointerface übertragen (Wandlung bei 24 Bit/44,1 kHz), um in Steinbergs Audioanalyse-Software Wavelab in der Spectral-Analyse dargestellt zu werden.

Messungen mit Weißem Rauschen als Testsignal, per Audiokabel übertragen aus dem NTi Audio MR-Pro Minirator

Der darauffolgende Durchlauf führt das Testsignal via Kabelverbindung in den Alto Professional Stealth Wireless MKII Sender, dann per UHF-Funk zum Empfänger, per Kabelverbindung in das Audiointerface und abschließend in die Analyse-Software. Die Bedingungen der Funkübertragung sind optimal (Sichtkontakt, 2 m Entfernung zwischen Sender und Empfänger), denn im Fokus steht hier die maximal mögliche Audioqualität bei der UHF-Funkübertragung. Im Vergleich zum Originalsignal setzt ab etwa 340 Hz hin zu den hohen Frequenzen ein dezenter Roll-off ein, der bei etwa 17 kHz deutlich an Intensität gewinnt, was zum seitens Alto Professional angegebenen Frequenzgang (50 Hz – 17 kHz; ±3 dB) durchaus passt.

Zweiter Durchgang: identisches Testsignal, aber übertragen mit dem Alto Stealth Wireless MK2 (ein dezent einsetzender Roll-off in Richtung der hohen Frequenzen ist sichtbar)

Interessant ist, dass der Roll-off deutlicher ausfällt, wenn im Alto Stealth Wireless MK2 Sender das Volume maximal aufgedreht wird (Stufe 10). Zusammengefasst: Insgesamt geht die Audioqualität bei der UHF-Übertragung trotz der festgestellten Abweichung im Vergleich zum per Kabelverbindung übertragenen Testsignal in Ordnung, denn: Gehört habe ich die Unterschiede nicht, was wiederum an meinem durch das intensive Audioleben beanspruchten Gehör liegen kann.

Für wen?

Gute Frage – die habe ich mir während dieses Tests mehrfach gestellt. Überzeugt hat mich die UHF-Verbindung theoretisch schon, nur in der Praxis nicht. Zu umständlich ist das Prozedere, da der Sichtkontakt zwischen Sender und Empfänger zumindest in der hier beschriebenen Praxisanwendung unerlässlich ist. Dann ziehe ich doch lieber gleich zwei Kabel und habe eine verlässliche Signalverbindung ohne zwingenden Sichtkontakt. Vielleicht auch ein Grund, warum Neutrik den ehemals vielversprechenden Ansatz mit dem „Xirium Pro“-System nicht mehr weiterverfolgte. Neutrik versprach digitale Datenübertragung ohne Datenkompression bei hoher Klangqualität (unkomprimierte Audioübertragung 24 Bit/48 kHz). Übrigens nicht im UHF-Band, stattdessen im 5-GHz-Bereich. Was aber auch nicht verhindern konnte, dass der Vertrieb von Xirium Pro in Europa, den USA und Canada eingestellt wurde.

Eine Anmerkung noch zum Schluss: Ein paar Unstimmigkeiten in der Bedienungsanleitung ließen mich via E-Mail den Kontakt zum Support beim deutschen Vertrieb inMusic aufnehmen – die Antwort lässt bis zum Zeitpunkt des Schreibens dieser Zeilen auf sich warten. Vielleicht fehlte es am „Sichtkontakt“ zwischen Sender und Empfänger.

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Fazit

Reizvolle Idee, die das Alto Stealth Wireless MK2 Audioübertragungssystem rein von den technischen Daten her gut umsetzt. Wäre da nicht der – zumindest in diesem Praxistest – maßgebliche „Sichtkontakt“ zwischen Sender und Empfänger, ohne den das drahtlos übertragene Audiosignal schnell zum Ärgernis gerät. Da es im Veranstaltungsbereich bezüglich der Audioübertragung bereits genug Möglichkeiten gibt, warum etwas nicht so funktioniert, wie es im Optimalfall laufen sollte, wäre eine weitere Baustelle in der Audiokette für mich wenig „zielführend“. Anders gesagt: Welche günstige Alternative zum Alto Stealth Wireless MKII Audioübertragungssystem kann ich empfehlen? Kabel! Und wer trotzdem der genannten Kritik mit „drahtloser Verbindung“ bei der Audioübertragung liebäugelt, könnte meines Erachtens mit deutlich günstigeren Bluetooth-Helfern wie dem Alto Bluetooth Total 2 (49,- Euro) oder dem Bluetooth Ultimate (79,- Euro) „experimentieren“.

Plus

  • anmelde- und gebührenfreies UHF-Spektrum (863 und 865 MHz)
  • einfache Bedienung
  • Funktion (Audio- und Übertragungsqualität) bei Sichtkontakt
  • gut lesbares Display

Minus

  • Beschränkung der Sendeleistung auf 10 mW
  • mit 2 MHz geringe Bandbreite
  • kein Batteriebetrieb der Empfänger möglich
  • Sichtkontakt zwischen Sender und Empfänger für störungsfreien Betrieb erforderlich
  • im Vergleich zu Ausstattung und Leistung deutlicher Verkaufspreis

Preis

  • 469,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    CDRowell

    Kabel sind aus meiner Erfahrung besonders bei der Fehlersuche besser zu handhaben. 😇 Wenn bei dem Live-Event die Strahlungen auf allen Frequenzen durch das Publikum unerwünscht sind?😮 Ja was bleibt dann noch?🤯 – Stille ist bei Menschenansammlungen wenig unterhaltsam.💀
    Also, ich greife gerne zum Altbewährten.🤩

    • Profilbild
      Christoph Rocholl RED

      Es gibt ja eine Menge Bereiche, in denen Wireless-Verbindungen wirklich „Mehrwert“ bringen. Was wäre die schöne neue & smarte Welt ohne WLAN und/oder Bluetooth? 😇 Aber Audioübertragung? Bin gespannt, ob sich hier auch Leser oder Leserinnen mit positiven Erfahrungen zu Wort melden.

      • Profilbild
        CDRowell

        Hallo Christoph,

        danke für Deine Rückmeldung.😍 Manchmal muss es doch in iregendeine Richtung laufen, bevor sich ein Diskurs ergibt.😬 Ob nun die eine oder andere Richtung als die „Richtig“ erweist, kann sich erst mit genauer Zielsetzung ergeben.😇 Mein Kommentar bezog sich selbstverständlich „nur“ auf MEINE Bedürfnisse, wobei es NIEMALS einer grundsätzlichen Abwehr zur wireless Audio anspruch erhoben hätte.😀 Nun gut.👍 Also ja, auch ich habe „wireless“ gefahren…🧡 Und ja, es ist es Wert zu überprüfen, ob diese Thematik zum Setup passt.😎
        Dankend für deine offene Rückmeldung und mit guten Wünschen für weitere erfolgreiche Events, verbleibe ich in Demut vor der (für viele) wenig nachvollziehbaren Technik… 🎸🍻🤟 Und, ja danke für diese Thematik…

    • Profilbild
      Kutscher

      Das ist prinzipiell richtig. Manchmal ist es je nach Veranstaltung und Location ein totaler Krampf Positionen zu verkabeln. Vor allem wenn es sicher sein soll und schön aussehen soll.
      Da bin ich aber auch schon ganz schön Firmenevent geschädigt in Foyes und co.
      Und wenn es deutlich mehr Kabel werden, wird es nicht immer einfacher, und alles möchte beachriftet werden.

      Da war die Lösung Ein Klein&Hummel mit Funkstrecke und SKP-Aufstecksender nutzen echt ein total Zeitersparnis, und hatLautsprwcherpositionen erst möglich gemacht die mit Kabeln nicht realisierbar wären.
      Kommt aber immer auf erprobte Mittel unter einschätzenbaren Umgebungen an.

      Daher würde ich nicht alles verteufeln was neu ist.
      Und manchmal braucht man einen Echtwelt Test.

      In einer Veranstaltungshalle die mit WLan nur so zugepflasterrt war, konnte ein Team ihre Videofunkstrecke für 4000€ nicht mehr einsetzen.
      Andererseits habe ich im Theater schon mehrmals eine Videofunkstrecke für hängende Projektoren genutzt, das hat den Auf und Abbau aller Gewerke spürbar beschleunigt. Und Funktioniert hat es auch Safe, jedenfalls für Hintergründe, da die Funkstrecke nicht Latenzfrei war.

      • Profilbild
        Christoph Rocholl RED

        Darauf habe ich gewartet – positive Erfahrungen bezüglich der kabellosen Audioübertragung. Finde ich gut. Es geht mir nicht darum, eine Technologie oder ein Produkt niederzumachen. Aber in der im Test beschriebenen Anwendung war das Ergebnis eben „mau“ 😕. Meinst du die Sennheiser SKP? Verstehe das mit dem Klein & Hummel nicht so richtig. Wie sah denn die Audiostrecke aus? Gibt es Hardware, die du empfehlen kannst? 👍
        Videofunkstrecke für gehängte/geflogene Projektoren kann ich mir vorstellen, da ist auch kein „störendes“ Publikum im Weg und meist sogar Sichtkontakt gegeben.

  2. Profilbild
    Nvelope

    Hallo Christoph, nach der doch m.M.n. irreführender Überschrift (‚Lautsprecherkabel sind die Kabel zwischen Verstärker und Boxen … also in ihrem Kern-Durchmesser angepasste Kabel, die die anstehende Leistung über die geplante Distanz zu transportieren haben‘ – so lernte ich vor fast 50 Jahren … während Aktivboxen mittels ‚balanced XLR‘ angeschlossen werden, wie sie ja auch für Mikrofone etc. verwendet werden) lese ich in Deinem Test, dass das Gerät zwar etwas taugt, aber auch nicht ganz billig und vor allem nicht zwingend störungsfrei ist.

    Der Schluss, ein Gerät deswegen nicht unbedingt zu empfehlen, sondern – wegen wünschenswerter Absenz einer (ggf. weiteren) Unsicherheit im System – auf die langjährig bewährte Lösung der Kabelverbindung zwischen Mixer und Aktivbox zurückzugreifen, ist ein gutes Fazit.
    Zumal Aktivboxen mittels solcher Übertragungssysteme ja immer noch von einem Kabel abhängen – dem der Stromversorgung über die (im Idealfall: nächste) Steckdose.

    Ich liebe Bewährtes und bin stets offen für neue Entwicklungen – doch nicht jede von der Industrie entwickelte und Händlern angebotene Lösung reißt mich vom Hocker; Betriebs- & Störungssicherheit sind bei Veranstaltungen ja hohe Werte – und Professionalität der Anlage und deren Bediener sollte über Versuchen stehen, neues Equipment zu testen und ggf. innerhalb der Veranstaltung dann dessen Schwächen zu erleben.

    • Profilbild
      Christoph Rocholl RED

      Moin – richtige Anmerkung zur Überschrift – sollte seitens der AMAZONA-Redaktion wohl für Aufmerksamkeit 😲 sorgen. Nochmal zum Inhalt – gerade wegen der möglichen „Fallstricke“ bei so einer Anwendung, wäre ein kundenorientierter Support meiner Meinung nach wichtig. Und ebenso eine darauf abgestimmte Bedienungsanleitung.

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