Digital und durchdacht: Das Alto TMD 16 mit Touchfadern
Digitale Mischpulte sind schon lange nicht mehr nur riesigen Live-Produktionen vorbehalten, sondern auch im kompakten Format halten sie zunehmend Einzug in Proberäume und kleinere Veranstaltungsorte. Mit dem Alto TMD 16 hat Alto Professional genau hierfür ein Produkt vorgestellt, das sich zwischen klassischem Mischpultgefühl und moderner Digitaltechnik verorten lässt. Ob dieses Konzept in der Praxis aufgeht und für wen sich das Alto TMD 16 eignet, zeigt der folgende Testbericht.
- Intuitive Bedienung: Touchfader, Display und Encoder ermöglichen schnellen Zugriff ohne Menü-Tiefe.
- Solide Klangbearbeitung: Kompressor, EQ und Effekte decken typische Anforderungen im Alltag ab.
- Limitierte Flexibilität: Kein Multitrack-USB-Recording und nur drei Aux-Wege für Monitormischungen.
- Guter Gegenwert: Für 569,- Euro ein praxisnahes Digitalpult.
Inhaltsverzeichnis
Ein Blick auf das Alto TMD 16
Bevor es klanglich und praktisch zur Sache geht, lohnt sich wie immer ein genauer Blick auf das Alto TMD 16. Dabei fällt sofort auf, dass das Pult klassische Mischpultlogik mit moderner digitaler Steuerung kombiniert und dabei sehr übersichtlich wirkt.
Äußeres
Gehäuse und Verarbeitung
Das Alto TMD 16 besitzt ein stabiles Metallgehäuse und macht insgesamt einen robusten Eindruck. Nichts wirkt klapprig oder instabil, was gerade mit Blick auf einen möglichen mobilen Einsatz wichtig ist. Das Pult ist angenehm kompakt, sodass es auch auf kleineren Arbeitsflächen problemlos Platz findet. Gleichzeitig sorgt das Gewicht dafür, dass das Alto TMD 16 sicher auf dem Tisch steht und nicht verrutscht.
Bedienoberfläche
Im Zentrum der Bedienoberfläche befindet sich ein sieben Zoll großes, mattes Farb-Display, das Pegelanzeigen, Kanalzüge und Einstellparameter übersichtlich darstellt. Daneben befinden sich zehn Endlosregler mit Druckfunktion, über die sich die im Bildschirm angezeigten Parameter einstellen lassen, sowie sieben Tasten unter dem Display für weitere Funktionen. Spannend ist, dass die Lautstärkeregelung über Touchfader mit LED-Anzeige erfolgt, die je nach gewählter Bank unterschiedliche Kanäle oder Ausgänge steuern. Ergänzt wird das Ganze durch Taster für die Kanalwahl, Solo, Mute und den Layer-Wechsel.
Anschlüsse
Die Rückseite des Alto TMD 16 ist recht dicht bestückt und bietet eine Vielzahl an Anschlussmöglichkeiten: Die Eingangskanäle 1 bis 8 sind als Kombibuchsen ausgeführt und eignen sich damit für Mikrofone und Line-Signale. Die Kanäle 9 bis 12 verfügen über symmetrische Klinkeneingänge für Stereoquellen, weitere Stereo-Signale lassen sich per Cinch-Anschlüsse über eine 3,5-mm-Klinke oder per Bluetooth einspeisen. Außerdem ist ein RJ45-Anschluss verbaut, über den sich das Mischpult per App fernsteuern lässt.
Für die Ausgänge stehen symmetrische XLR-Buchsen für Main, vier Subgruppen, drei Aux-Wege und einen separaten Effekt-Ausgang zur Verfügung. Hinzu kommen symmetrische Monitor-Ausgänge im großen Klinkenformat sowie ein Kopfhörerausgang auf der Vorderseite des Mischpults. Für die Verbindung mit einem Computer sind sowohl ein USB-B- als auch ein USB-C-Anschluss vorhanden. Hierüber kann sowohl Musik auf den Stereo-Kanal 15/16 zugespielt als auch die Stereo-Summe des Mischpults in einer DAW mitgeschnitten werden. Ein zusätzlicher USB-A-Anschluss auf der Vorderseite dient der Stromversorgung externer Geräte, wie beispielsweise eines Handys.
Technisches
Routing und Ausgänge
Das Routing des Alto TMD 16 erlaubt es, jeden Eingangskanal flexibel auf den Main-Ausgang, auf zwei Subgruppen oder auf die drei Aux-Wege zu senden. Zusätzlich stehen ein Effekt-Bus und ein Stereo-Monitor-Ausgang zur Verfügung. Die Subgruppen liegen im Stereo-Format, die Aux-Ausgänge im Mono-Format an. Dadurch eignet sich das Mischpult sowohl für simple Stereo-Setups als auch für Anwendungen mit Monitorwegen oder getrennten Lautsprecherzonen.
Dynamik und Klangbearbeitung
Der Kanalzug jedes Eingangskanals beginnt mit einem Gain. Darauf folgt bei allen Mono-Kanälen ein Kompressor, dessen Threshold und Ratio über einen Encoder neben dem Display detailliert angepasst werden können. Pro Kanal gehört außerdem ein durchstimmbarer 3-Band-Equalizer zum Kanalzug. Zusätzlich steht ein schaltbares Lowcut-Filter für 80 oder 100 Hz zur Verfügung. Für die Ausgänge bietet das Mischpult neben einem Kompressor jeweils einen 7-Band-Equalizer, der sich optimal zur Anpassung an die Raumakustik oder die PA nutzen lässt.
Effekte
Die interne Effektsektion ist mit verschiedenen Hall-, Delay- und Chorus-Effekten ausgestattet, von denen jeweils einer ausgewählt und dem FX-Bus zugewiesen werden kann. Der Effekt-Bus lässt sich zudem per XLR abgreifen und über ein optional anschließbares Pedal (6,35-mm-Anschluss) ein- und ausschalten.
Szenen
Besonders praktisch beim Alto TMD 16: Ohne ein kompliziertes Untermenü lassen sich Szenen abspeichern und aufrufen. Dazu genügt ein Klick auf den präsenten Einstellungs-Button mittig unter dem Display und sofort werden die neun verfügbaren Szenen angezeigt.
USB und Bluetooth
Über die integrierten USB-Schnittstellen (USB-B und USB-C) kann das Alto TMD 16 als Audiointerface genutzt werden, wobei die Audioübertragung mit 16 Bit/48 kHz erfolgt. Zusätzlich ermöglicht der integrierte Bluetooth-Empfänger auf dem Stereo-Kanal 13/14 das drahtlose Zuspielen von Musik, beispielsweise von Handys oder Tablets.
Das Alto TMD 16 in der Praxis
Nach dem Blick auf Aufbau und Ausstattung des Mischpults zeigt sich erst im Praxistest, wie gut sich das Alto TMD 16 tatsächlich bedienen lässt. Dafür kam das Pult bei einer kleinen Session mit einem Gesangsmikrofon, einer mikrofonierten Cajon und einem E-Piano zum Einsatz. Ziel war es, eine typische Live-Situation abzubilden, um die Bedienung unter realistischen Bedingungen zu beurteilen.
Einrichtung und erster Eindruck
Das Einrichten des Mischpults ist faktisch gar nicht nötig, denn sofort nach dem Einschalten stehen alle Funktionen übersichtlich zur Verfügung und das Display zeigt direkt die Ein- und Ausgangskanäle an. Besonders praktisch und auch für Analogpult-Liebhaber vorteilhaft ist, dass die Beschriftung der Anschlüsse und die Struktur der Kanalbänke logisch aufgebaut sind.
Gesangsmikrofon, Cajon und E-Piano lassen sich ohne Umwege anschließen und sind sofort dem entsprechenden Eingangskanal zugewiesen, ein Routing für die Verbindung des physischen Eingangs mit dem digitalen Kanalzug ist beim Alto TMD 16 nicht erforderlich. Besonders positiv fällt auf, dass man jederzeit auf dem Display sieht, was im Signalweg passiert, sofern kein Kanal per Select-Taste ausgewählt ist. Was allerdings auch auffällt und störend sein kann: Die Kanäle können nicht beschriftet oder mit einem Symbol versehen werden.
Arbeiten mit Mikrofon und Cajon
Die Gain-Regelung lässt sich beim Gesangsmikrofon sehr gut einstellen und auch das Einstellen des Kompressors funktioniert dank der Anzeigen im Display sehr intuitiv. Bei der mikrofonierten Cajon erweist sich vor allem der Equalizer mit seinen komplett durchstimmbaren drei Bändern als nützlich. Hilfreich ist hierfür auch der Kopfhöreranschluss, über den Problemfrequenzen einfacher rausgehört werden können.
Einsatz des E-Pianos
Das E-Piano wird im Test als Stereoquelle auf den Eingängen 9/10 angeschlossen und auch hier hilft der Equalizer dabei, den Klang optimal dem Mix anzupassen. Was mir dabei jedoch fehlt – und das betrifft alle Stereo-Eingänge – ist ein Kompressor im Kanalzug. Um mein E-Piano ohne externe Geräte komprimieren zu können, muss ich den Umweg gehen, den Stereo-Kanal nicht auf die Summe, sondern auf die Subgruppe 1/2 zu routen, diese wie gewünscht zu komprimieren und sie anschließend auf den Summen-Ausgang zu leiten.
Bedienung im laufenden Betrieb
Im laufenden Betrieb zeigt sich, dass das Bedienkonzept des Mischpults gut durchdacht ist: Die Touchfader reagieren zuverlässig und ermöglichen sehr präzise Lautstärkeänderungen. Zwar fehlt das haptische Feedback klassischer (Motor-) Fader, dafür bleibt die Oberfläche übersichtlich und reagiert auch beim Umschalten der Layer schnell.
Die Touchfader lassen sich nicht durch versehentliches Drücken auf eine beliebige Stelle im Touch-Bereich verstellen, stattdessen muss der angezeigte LED-Punkt gedrückt werden, um ihn zu verschieben. Für meinen Geschmack könnte dieser allerdings größer oder als durchgehender Balken angezeigt werden, um einen noch besseren Überblick zu erhalten. Dank der sehr übersichtlichen Kombination aus Display, Encodern und Tastern entwickelt man aber recht schnell einen soliden Workflow auf dem Alto TMD 16.
Effekte
Die internen Effekte lassen sich direkt im Effekt-Bus sehr unkompliziert auswählen und anpassen. Dass hier für die gesamte Szene nur ein Effekt ausgewählt werden kann, ist nicht weiter tragisch, denn es stehen auch zwei Kombi-Effekte aus Reverb und Delay zur Verfügung. Die Effekte klingen meiner Meinung nach in Ordnung und erfüllen ihren Zweck, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Für Delay-Effekte steht schräg unter dem Display eine Taste zum Eintappen des Tempos zur Verfügung.
Monitoring
Auch das Monitoring funktioniert sehr zuverlässig. Allerdings kann die Zuweisung der Kanäle auf die Monitor-Wege nicht per klassischem Sends-on-Fader vorgenommen werden, sondern muss über die einzelnen Eingangskanäle erfolgen. Da beim Alto TMD 16 ohnehin nicht viele Ein- und Ausgänge zur Verfügung stehen und sich das Mischpult daher beispielsweise eher an kleine Bands richtet, ist das kein großes Drama.
Anwendungsbeispiele für das Alto TMD 16
Proberaum und kleine Bands
Im Proberaum bietet das Alto TMD 16 wie gesagt eine übersichtliche Lösung für kleine Bands: Mehrere Mikrofone und Instrumente lassen sich sauber mischen und über die drei Aux-Wege auf Monitore verteilen. Die Möglichkeit, Einstellungen zu speichern, ist im Proberaumalltag besonders praktisch. Einschränkend wirkt hier jedoch je nach Bandgröße die Anzahl der verfügbaren Aux-Wege, denn bei vielen individuellen Monitormischungen kann das schnell an Grenzen stoßen. Für kleinere Setups bleibt das Alto TMD 16 jedoch gut nutzbar.
Schule und Seminarraum
Auch in Schulen, Kirchen sowie Seminar- oder Konferenzräumen kann das Pult seine Stärken durch einfache Bedienung und flexible Anschlussmöglichkeiten ausspielen. Sprachmikrofone, drahtlose Zuspieler per Bluetooth und externe Geräte wie beispielsweise Laptops oder Tablets lassen sich problemlos integrieren. Speicherbare Szenen helfen dabei, schnell zwischen den benötigten Nutzungsszenarien umzuschalten.
Home- und Projektstudio
Auch im Homestudio kann das Alto TMD 16 eingesetzt werden, denn hier lassen sich Mikrofone und Instrumente gleichzeitig anschließen und direkt im Mischpult bearbeiten. Die speicherbaren Szenen sind hilfreich, um wiederkehrende Aufnahmesituationen schnell abzurufen. Eine wichtige Einschränkung zeigt sich jedoch beim Einsatz als Audiointerface: Das Alto TMD 16 überträgt über USB nur das Summen-Signal, einzelne Kanäle lassen sich also nicht separat in einer DAW aufnehmen.
Alternativen zum Alto TMD 16
Behringer X Air XR18
Das Behringer X Air XR18 richtet sich in erster Linie an Anwender, die vollständig auf eine externe Steuerung per Tablet oder Computer setzen möchten. Im Vergleich zum Alto TMD 16 verzichtet es komplett auf eine eigene Bedienoberfläche mit Display und Fadern, bietet dafür aber ein umfangreiches Multitrack-USB-Interface und sehr flexible Routing-Möglichkeiten.
Soundcraft Ui16
Das Soundcraft Ui16 setzt ebenfalls auf eine Steuerung über Tablet, Smartphone oder Computer – allerdings nicht per App, sondern Browser-basiert. Ähnlich wie beim Behringer X Air XR18 gibt es keine physische Mischpultoberfläche. Das Soundcraft Ui16 punktet vor allem mit guter Klangqualität und wird häufig für mobile Anwendungen genutzt.
Presonus StudioLive AR16c
Das Presonus StudioLive AR16c kombiniert analoge Bedienung mit digitaler Signalverarbeitung. Es verfügt über klassische Fader und Drehregler und eignet sich daher besonders für Anwender, die ein analoges Layout bevorzugen. Im Vergleich zum Alto TMD 16 kann es als Multitrack-USB-Interface dienen.










































Also wenn die Sache mit den Touchfadern gut funktioniert und das auch auf Jahre hin, ist das ne super Idee, die ich so bei keinem „normalen“ Mischpult gesehen habe. Denn Motofader sind doch das, was Mischpulte teuer macht. Mit den Touchfadern hast du direkt beim Umschalten ein visuelles Feedback. Wobei der Leucht-Streifen wirklich durchgehen sollte – von ganz unten bis zur derzeitigen „Reglerposition“.
@dr noetigenfallz Dass Motorfader digitale Mischpulte teuer machen, stimmt nicht so ganz. Ein 5er Satz Motorfader für das Behringer X32 kostet für Endkunden bei Thomann 39€. Für den Hersteller sind die also deutlich günstiger. Ein billiger ALPS-Nachbau liegt für Endkunden bei rund 6€, ein ALPS-Original für Endkunden bei 18€. In solchen günstigen Pulten werden in der Regel keine ALPS-Fader montiert, sondern eben wie bei Behringer günstigere Alternativen. Mal zum Nachrechnen: ein Behringer X-Touch Controller kostet 298€ und besitzt neun Motor-Fader, acht Farbdisplays, zahlreiche Encoder mit LED-Ringen usw. Ob Touch-Fader also wirklich den Ausschlag geben, sei mal so dahingestellt.
@Markus Galla Ich habe mich schon immer gefragt, was ein Digitalpult eigentlich so viel teurer macht als ein gutes Analogpult. Vielleicht kann man das mal in einem Artikel thematisieren. Vielleicht gibt’s aber auch schon einen dazu und ich hab ihn nicht gefunden. 🤷♂️ Is mööchlich. 😇
@Markus Galla Ein P+G Motorfadermodul komplett, also Fader, Motor, Hallsensoren, LPS, ESS, ss, und Kappe, anschlussfertig, wie es zb bei richtigen Mischpulten spezifiert ist, kostet als Ersatzteil ab 300EUR, fuer die Hersteller ca 60EUR, für Kleinserien 100EUR. Auch heute noch.
Es gibt einen Grund warum ein 5 teiliger Behringer Reperatursatz so prominent verkauft wird…
Und das getestete Alto Gerät….nur für Hobby, und da gibt’s viel besseres…
Fader ohne haptisches Feedback…lol.
Die Folie über dem Wischbereich wackelt jetzt schon im Video….Wertigkeit eines Einwegfeuerzeuges.
@MusicChest Diese Marken-Fader würde eben niemand in diesen Preisklassen verbauen. Übrigens funktionieren nach all den Jahren meine Behringer Motor-Fader immer noch.
Auch in deutlich teureren Digitalmischpulten sind auch keine 60€-Fader drin. Da musst du schon in die Preisregionen gehen, über die wir nicht mehr berichten, weil es dafür keine Leserschaft gibt.
Wir reden hier von Mischpulten in einer Preisklasse von 500 bis vielleicht 5000 Euro maximal, wobei sich die meisten digitalen Mischpulte in der Region 1000 Euro bis 2500 Euro finden dürften.
@Markus Galla Ich wollte nur erklären, woher die Information stammt, dass motorisierte Fader ein Mischpult teuer machen.
Und ja, wenn man diese kleinen, oft nicht einmal berührungssensitiven Helferlein richtig und mit Gefühl behandelt, können sie recht lange leben. Es gibt Kollegen, sogar bekannte Tonmeister, die, ob ihrer „Fleischhauer-Pratzen“, selbst ein P+G Modul in unter 6 Monaten verbrauchen.
@Markus Galla so ich auch der Meinung bin.
Sagen wir, also es kann mir eine Sache das wert sein.
Ich bezahle auch gern 10.000,00 für ein RecordingPult
Nur ich muss eben auch überzeugt sein. Aber fachlicher
so aber auch Erfahrung egal von wem ist für mich wichtig und unbezahlbar
Sieht nach gutem Ansatz aus, das Gerät, das aber – je nachdem, welche konkrete Anwendung ich für mich durchdenke – schnell zu knapp wird. Für das Instrumentarium meiner alten Band hätten die Monokanäle, obwohl sehr schön in Kombiform verfügbar, nicht ausgereicht. Und spätestens ab einer Womit-auch-immer-Bestückung für mehr Leuts als nur für mich selber ist das Fehlen einer Kanalbeschriftung nah am K.O.-Kriterium. Den Compressor würde ich in den Stereokanälen, da die Monos einen haben, ebenfalls vermissen. Richtig gut finde ich die Touchfader und das Bedienungskonzept, das Panel lacht mich geradezu einladend an: Ich kapiere schon auf einen Blick, wie was gemeint ist (was ich durchaus nicht gewohnt bin). Aber auch hier: Ja, warum sind die Leuchtpunkte keine durchgehenden Streifen? Und nur die Summe aufgenommen kriegen ist auch irgendwie zu nostalgisch für solch ein modernes Dingens! Aber schöner Test, danke!
Das ist doch mal eine Innovation, die die teuren Motorfader einspart. Sehr pfiffig.
Ich finde das eigentlich ein ganz cooles Pult. Beinahe alle aufgebotenen Minuskriterien gelten überwiegend auch für die Mitbewerber von Soundcraft und Behringer. Im Vergleich zum in die Jahre gekommenen Soundcraft UI16 bekommt man mit dem Alto zum quasi gleichen Preis eigentlich das attraktivere Package.
Also im Prinzip finde ich so kompakte Teile in Digital nicht schlecht, aber mich haben immer die wenigen Anschlüsse hinten und die Doppelbelegungen der Kanäle abgeschreckt.
Aber Alto ist richtig gut, ist ja der selbe Stall wie Akai und Moog, habe selber das Alto 2404 mit USB .
Ist natürlich nicht direkt vergleichbar, aber ich schätze den direkten Zugang sehr. Man klickt eh schon genug auf anderem Zeug rum.
@kiro7 Ich komme ebenfalls vom Arbeiten mit vielen Analogmixern her und genieße bei diesen (egal welcher Größe) jedesmal den für mich sehr wichtigen Vorteil der absoluten Übersicht über alle Kanäle und Einstellungen.
Bei diesen ‚touch‘-Fadern hier im Stil eines ‚Ribbon Controllers‘ weiß ich noch nicht, ob ich sowas akzeptieren könnte – das müsste ich ausprobieren, aber gleich mehrere Fader zusammen (mit gespreizten Fingern) … das geht hier ungleich schwerer und sicher auch ungenauer!
Ein klares No-go für dieses Gerät ist für mich die Fader-Anzeige über nur einen lausg-kleinen ‚Punkt‘ an der Seite des Fader-Touchfeldes !!! Wo also bei “richtigen“ Fadern ein deutlich größerer und eben auch haptsch nutzbarer Reglerknopf steht und dessen Position sowohl auch aus einer gewissen Ferne erkennbar ist . . . ist hier ein “LED-ähnliches Pünktchen von geschätzten 2 x 2 mm sichtbar – das ist eine Fehlkonstruktion einer visuellen Anzeige, die ich für verheerend halte.
Zuallermindest wäre eine wirklich helle (!) und horizontale Linie über die g a n z e Breite des Touchfeldes notwendig – oder gleich das auch von anderen Kommentatoren geforderten beleuchtete Feld von der Position ‚Null‘ bis zum Niveau der eingestellten Lautstärke (ähnlich der LED-Kette der Aussteuerungsanzeige).
Allein diese ‚Pünktchen‘-Anzeige ist für mich ein klares Killerkriterium, dieses Gerät auch nur in Erwägung zu ziehen!
dass der mischer professionellen ansprüchen nicht genügt, wird aus den unter ‚minus‘ gelisteten punkten schnell klar. für mich aber der showstopper: touch strips in einer live-situation. gefühlvoll nachpegeln, auch mit zwei oder drei reglern gleichzeitig? viel spaß!
@mdesign „…dafür bleibt die Oberfläche übersichtlich und reagiert auch beim Umschalten der Layer schnell…“
DAS soll übersichtlicher sein als das normale Motorfader-Layout?
Und Motorfader sind recht fix…
wie man sagt schmucklos, okay🙁
Die Fadersection ist nicht angewinkelt?
Wird die Panoramaposition auch durch LED angezeigt?
Sonst ein antesten wert
lieber Gruß an Euch🙂
Danke für den Test und das Vorstellen. Viele hier in den Kommentaren angeführte Negativpunkte kann ich gar nicht nachvollziehen. Einzig der kleine Punkt für die Faderposition, ist vielleicht bei Tageslicht nicht sehr optimal. Trotzdem würde ich bei dem Gerät, lieber eines der anderen vorgeschlagenen bevorzugen.
Die Fader sind schon interessant. Dass man diesen (zu kleinen) Punkt verschieben muss, um nicht zu krasse Lautstärkesprünge zu verursachen ist schon klug, da wurde gut mitgedacht. Die Fader sind wohl auch halbwegs staub- und wasserdicht, das könnte für Unfälle mit Getränken oder den Außeneinsatz interessant sein, wenn man dass auch bei den anderen Elementen hinbekommt. Preislich kann man sich wohl nicht beklagen. Schade, dass kein Multitrackrekording möglich ist. Ein größeres Modell würde bestimmt Abnehmer finden.
Größter Konkurrent dürfte wohl Zooms Livetrack-Serie sein, da gibt es zwar keine Motorfader, der Rest ist aber wie ein Digitalpult aufgebaut und man kann multitrack-rekorden. Und Preislich ähnlich, in der L12 Version ohne Next sogar im Ausverkauf sehr viel günstiger.
Ganz spannendes Pult, das viel Hoffnung auf weitere Entwicklungen macht.
Dazu eine Frage an die Cracks, hier: Ich suche eine Mischpult bei dem ich im Live-Einsatz, die Faderveränderungen vorgeben und dann starten kann. Ich möchte z.B. irgendwelche Sounds im Hintergrund erst unhörbar laufen lassen und dann vorgeben, dass die in etwa einer Minute langsam auf 80% Lautstärke regeln. Und auch einen Fadeout starten kann, der z.B. in 20 Sekunden auf 30% geht, ohne dass ich da noch was machen muss. Alles aber live einstellbar, nicht vorab programmierbar. Ansonsten muss das Pult (oder was es denn auch immer ist, aber Hardware, keine Software) nichts mehr können, ausser Lautstärken anpassen. Gibt es so was?
@liquid orange habe ich nicht alles verstanden … okay
aber es liest sich so wie sehr interessant.
und da nehme ich Dich mal bei der Hand
und nimm mich mal mit bei der Frage😜
An die Specialisten und Experten hier…🙂
Sicher, wie ich denke kann man wenn schon
LED visuel die Volume anzeigt es via Update auch
auf das Panorama zu lenken ist. Das wäre so
für mich jedenfalls consequent und auch logisch
@Viertelnote , wieviel Geld möchtest du ausgeben. 😉 Ich würde meinen das ein Behringer X32 oder Wing automatisch faden können. Allerdings macht Liquid einen Denkfehler, MIDI MTC. woher weiss das Pult wann es faden soll. Beim Radio mach das der Sprecher, der drückt die Sprechtaste, das „Musiksignal“ wird geduckt, nach dem loslassen wird wieder eingeblendet. Attack, Level, Release des Duckers/Voice Over kann man einstellen. Kompressor, kurzes Attack…laaaaanges Release und das Eingangssignal in den Sidechain. Threshold auf etwas über 0, Ratio unendlich.
@TobyB nun, so ich meine wenn mir eine Sache das wert ist
bin ich bereit dafür zu bezahlen, Limit setzen. klar.
Wenn ich überzeugt werde und auch selber bin dann
ist das perfect. So soll man das mir aber vorführen ausgiebig nicht nur
30min und da sind Verkäufer oft genervt.🙂 Haben nicht immer die Zeit da
ich nicht die einzige bin die was möchte aber eine Vorführung zum Genießen
ist wunderschön🧡und so kaufe ich dann mit kleinen Deal okay😉
Online senden laßen nur um zu testen … hm, manchmal geht es da nicht anders
aber ist anderes Thema
@Viertelnote , es gibt für jedes Budget eine Lösung. Was ich sagen wollte nicht jeder hat das Budget und den Platz für ne Super SSL Konsole mit Automatisierung. Aber aus dieser Begrenzung entsteht die Kreativität. Man muss sich mich seinen Möglichkeiten auseinander setzen. Darum gehts.
@TobyB da haben wir uns btw. misverstanden.
Wollte damit nicht sagen kann mir alles sofort
leisten😉so ich denke ich weiß was du meinst.
ja, Du hast absolut recht jedes Budjet hat eine Lösung
und an Grenzen so zu kommen fordert heraus noch kreativer zu werden oder denken. Und oft sieht man da auch das Mischpult
vor lauter Fader nicht🙂
@Viertelnote Habe es unten etwas präzisiert. Ich könnte mir gut vorstellen, dass auch andere die Experimente Musik machen so was nutzen könnten. Oder sogar schon tun, aber wie?
@liquid orange , meine beiden Tascam DM4800(hat Motorfader) können das. Aber(!) Das wird immer vorab aufgezeichnet und kann dann bei Bedarf aufgerufen werden. Was immer mit laufen muss ist MIDI-MTC/SMPTE-EBU, sonst laufen die Loops nicht synchron zur Automatisierung. Wenn ich mag kann ich auch den Mix fast komplett automatisieren. Andere ca. 70 kg leichtere Variante, Roland MX-1. Auch diesen kann man via MIDI CC automatisieren. Ich nehme dazu gerne den TORAIZ SQUID. Aber auch hier muss konfiguriert und vorbereitet werden. Auch hier brauchst du wieder MIDI und eine Clock. Variante 2, Mainstage ersetzt den SQUID, Mainstage kriegt eine Clock, rennt los und startet entsprechend die Fades via MIDI, wenn der Timecode erreicht ist. Ohne MIDI Automatisierung wirst du nicht weit kommen. Variante 3 die AKAI FORCE kann auch Clips, Tracks ein und ausblenden.
@TobyB Besten Dank für die Antworten und Tipps. Da sind coole Sachen drin, gehen aber bereits viel zu weit. Im Prinzip reicht mir ein reines „Fader-System“, das nur die Lautstätke nach Vorgabe anpassen kann. Allerdings nicht vorprogrammiert sondern intuitiv, während dem experimentieren. Das wäre ungefährt so:
Synth1 spielt eine Drone-Linie, Synth2 hat ein Sequenz am laufen, die aber.noch auf Lautstärke 0 ist, Synth3 ist zum spielen der „Melodie“. Ich kann jetzt beim „Fader-System“ für Synth2 mit einem Regler 30 Sekunden Verzögerung einstellen, dann 20 Sekunden Fader-Zeit sowie 80% Lautstärke. Nach 30 Sekunden wird der Synth2 in 20 Sekunden auf 80% gefahren. Während ich auf Synth3 am dudeln bin. Und das sollte für jeden Synth so sein.
Im Prinzip also ein Gerät mit mehreren Ein- und Ausgängen, bei jedem Gerät kann man Verzögerung, Fader-Zeit und Laustärke einstellen. Das wäre es schon.
@liquid orange okay … so ich das richtig verstehe
Du meinst Hyperdraw in partiel analog btw. full analog
also Fader gehen nach oben / unten aber so eben
kein Monitor + Maus + Software sondern
zum griefen nah?
@liquid orange , also auch da gibts was im Fundus. Variante 4 setzt einen Envelope Follower voraus, der eine CV ausgibt. Mit der gehts dann zb auf einen CV Prozessor BARP2600, Dort brauchen wir den LAG Teil und ggf. den CV Inverter. Die CV gehen weiter in zB Behringer System 100 Modul 130 Dual VCA. Initial Gain bestimmt den Start Pegel. Die mit LAG behandelte CV das ein und ausschwingen, Pegel. Filtermodulieren mit Behringer 121. Das Audiosignal am Envelope Follower triggert die Mimik. Legst einen Basslauf drauf wird es eher rythmisch, Pad mit langer Attackzeit eher ein gemütliches Fade In Out. Wenn du abblenden möchstest invertierst einfach die CV. Variante 5: mit dem Modul 297 von Behringer ergänzen. Portamento CV/Mixer. Wenn man keinen Envelope Follower hat, kann man das auch anpassen und mit einem LFO, Modul 173, 297 und 130/121 patchen.
Ansonsten gibt es auch Eurorack Mixer Module mit CV Steuerung, inklusive Mute. Dein Problem wird die Zeit sein, du möchtest es asynchron. Also musst du mit dem Finger den Trigger starten, das die Zeit losrennt.
@TobyB okay… KabelSado🙂…
@Viertelnote , LOL. Ne Old Skool. Mixe über einen VCA zu automatisieren oder dynamischer zu gestalten ist nix neues. Ebenso aus Audiosignalen eine CV zu generieren. 😇 Bonusvariante: Man nehme ein Keyboard welches CV ausgeben kann und steuere die oben genannte Mimik mit CV/Gate. Taste gedrückt Sound1 blendet ein, Taste loslassen, Sound1 blendet aus, Sound2 blendet ein. KabelSado… Tztz.
@TobyB neu nicht aber, so ich denke complex, braucht
so kein Drehbuch aber wer das kann und das
performt dann kann ich nur sagen…wow🙂
und dann eben sind wir wieder bei dem KabelS…
@TobyB Vielen Dank, spannender – wenn auch nicht einfach umzusetzender – Ansatz. Aber gerade solche Sachen lösen ja wieder etwas Kreativität aus :-)
Ich muss mir mal mehr Gedanken mit den CVs machen und diese etwas „missbrauchen“…
@liquid orange missbrauchen … so laß es auch knallen😉