Test: Ampeg Liquifier und Opto Comp, Effektgeräte

10. Juli 2018

Analoges Besteck für Bassisten

Ampeg Liquifier und Opto Comp title

Nachdem die legendäre Bassverstärkermarke Ampeg mit ihren beiden vor einem knappen Jahr veröffentlichten Pedalen im Test bei uns nicht vollumfänglich überzeugen konnten, wagt der US-amerikanische Hersteller nun den nächsten Anlauf: mit identischen Verkaufspreisen (99,- Euro) und farblich aufgepeppter Optik werden nun Ampeg Liquifier und Opto Comp auf den heiß umkämpften Markt geworfen, wobei es sich, wie die Produktbezeichnungen erahnen lassen, um einen Chorus sowie einen Kompressor handelt.Ampeg Liquifier und Opto Comp 1

Ampeg Liquifier und Opto Comp 2

Ampeg betritt hier Neuland, waren die vorherigen Effekte doch im Bereich Preamp und Verzerrer angesiedelt. Man darf gespannt sein, wie sich die beiden Neulinge im Test behaupten.

Ampeg Liquifier und Opto Comp – Facts & Features

Hier gibt es eigentlich keine Überraschungen, die beiden Stompboxes kommen im bewährten Design: ein stabiles Metallgehäuse mit abgerundeten Ecken, dem Fußschalter, drei Regler für die Beeinflussung der jeweiligen Parameter und zwei verschiedenfarbigen LEDs, wobei die eine Ampeg-typisch violett leuchtet und den Betriebsstatus anzeigt (ein/aus) und die Zweite, grün leuchtende beim Einstellen bestimmter Effektparameter hilfreich ist, hierzu später mehr!

Die Anschlüsse der  monophonen Geräte beschränken sich auf Ein- und Ausgang im Klinkenformat sowie den Anschluss für das optional zu erwerbende Netzteil. Ein Batteriebetrieb ist möglich, wenn auch nur mühsam. Dafür müssen die 4 Schrauben am Boden der Geräte gelöst werden, um an das Innere zu gelangen, wo sich Halterung und Anschluss für den 9-Volt-Block befinden. Okay … statt umweltschädlicher Batterien sollte man sowieso Netzteile benutzen, trotzdem ist das sehr umständlich und sorgt nicht gerade für Pluspunkte beim Tester. Es gibt schließlich auch Akkus und gerade die recht geringe Stromaufnahme analoger Schaltungen im Vergleich zu digitaler Technik lässt den Batteriebetrieb eigentlich recht attraktiv erscheinen, erspart dieser doch das eine oder andere Kabel auf der Bühne.

Ampeg Liquifier und Opto Comp 3

Schön hingegen ist die Tatsache, dass man sich dazu durchgerungen hat, die beiden Treter optisch vom bisher bei Ampeg gültigen „schwarzes Gehäuse, weiße Schrift“-Design zu lösen. Ampeg wartet mit einer weißen Gehäusefarbe beim Opto Comp und einer metallic-violetten beim Liquifier auf. Die Lackierungen sind sorgfältig aufgebracht, wie überhaupt die gesamte Verarbeitung vollauf zu überzeugen weis! Die schwarzen Potiknöpfe mit weißer Positionsmarkierung fügen sich geschmackvoll in die Optik der Geräte ein, die Beschriftung ist beim Ampeg Liquifier in Weiß und beim Ampeg Opto Comp in Schwarz gehalten und somit in beiden Fällen sehr gut erkennbar.

Ampeg Liquifier und Opto Comp – Bedienelemente

Betrachten wir nun Regler und Anzeigen der beiden Bodentreter im  Einzelnen.

Der Ampeg Opto Comp Kompressor ist durch die Regler „Compression“, „Release“ und „Output Level“ regelbar. Bei „Compression“ dürfte es sich um eine Kombination aus den typischen Kompressorparametern „Threshold“, der den Schwellenwert, ab dem der Kompressionseffekt einsetzt, bestimmt sowie „Ratio“, die Intensität der Kompression handeln. Diese Kombination beider Parameter macht einen Kompressor deutlich einfacher und intuitiver bedienbar, lässt dabei die meisten in der Praxis relevanten Einstellungen zu und ist daher bei vielen Bodentretern und auch Multieffektgeräten so zu finden.

„Release“ steuert den Zeitraum, in dem der Effekt seine Wirkung entfaltet. Längere Release-Zeiten sorgen für ein verlängertes Sustain, kürzere für einen eher pumpenden Effekt. Mit „Output Level“ passt man dann das komprimierte Signal in der Lautstärke an.

Die grüne LED leuchtet immer, wenn das Signal komprimiert wird und bietet damit eine wertvolle Hilfe beim Einstellen von „Compression“ und „Release“ an.

Ebenfalls drei Regler, hier mit „Rate“, „Depth“ und „Effect Level“ bezeichnet, stehen dem User des Ampeg Liquifier Analog Chorus zur Verfügung. „Rate“ regelt die Geschwindigkeit, „Depth“ die Intensität des Choruseffekts, während mit dem „Effect Level“ das Verhältnis zwischen unbearbeitetem Sound („Dry“) und Effektsignal („Wet“) eingestellt wird. Die grüne LED flackert hier im Tempo des mit „Rate“ eingestellten Wertes.

Ampeg Liquifier und Opto Comp 4

Als Besonderheit wartet das Choruspedal mit einer sogenannten „Dual Chorus Engine“ auf. Das bedeutet, dass zwei Chorusschaltungen gleichzeitig aktiv sind, von denen eine in der Phase gedreht ist. Das soll für einen besonders intensiven Choruseffekt sorgen.

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