Test: Ampeg SCR-DI, Bass DI-Box mit Overdrive

26. Mai 2015

Ampegs neue, Eier legende Wollmilchsau?

Ampeg und Bass-Equipment gehen zusammen wie Rock und Roll, um mal gleich eine Plattitüde rauszuhauen! Trotzdem werde ich instinktiv zum kritischen Stirnrunzeln verdonnert, wenn die Vorbewerbung für ein neues Tool recht vollmundig ausfällt. Egal, Ampeg bewirbt sich schließlich selbst und schmückt sich nicht mit fremden Federn. Die Sounds, die der Ampeg SCR-DI produziert, sind Ampeg Legenden geschuldet, dazu kombiniert wurde eine Scrambler-Einheit, die das Signal, ganz im Stile der SVT-Philosophie, weich anzerrt. Die Summe der Möglichkeiten, die das Pedal offeriert, scheinen immens. Infolgedessen muss natürlich dazu ein Amazona-Test her!

Ampeg_Intro

— Ampeg SCR-DI —

Die Idee zum Ampeg SCR-DI

Das Konzept sieht vor, einen vollwertigen 1,2 kg leichten, kompakten und robust verarbeiteten Preamp vor sich zu haben, der Ampeg typische Sounds bietet. Diese können symmetrisch als DI-XLR, als Line-Out mit schaltbarem Ground-Lift sowie als unsymmetrisches Line-Out-Signal ausgegeben werden. Externe Geräte können per Klinke und Miniklinke angeschlossen werden, gleichzeitig besitzt das Pedal einen Kopfhörerausgang mit Miniklinken-Stecker. Die Bereiche Studio, Live und Üben sind somit alle auf sehr engem Platz vereint und machen den „SCR-DI Kasten“ für all diese Anwendungsbereiche sehr interessant!

Signalfluss

Die Eingangs-Klinkenbuchse kann gleichermaßen aktive und passive Bässe verwerten. Der Ampeg SCR-DI hat im inneren einen -15 dB Pad Jumper, den man bei Bedarf auch nutzen kann. Das wäre interessant, wenn man ständig Bässe benutzt, die aktiv ausgelegt sind und mit entsprechend Boost im EQ genutzt werden.

Gleich neben der Eingangsbuchse findet sich die Thru-Buchse. Diese ist ebenfalls als Klinkenbuchse ausgelegt. Dort kann ein Stimmgerät oder ein externes Effektgerät angeschlossen werden, dessen Return man per Aux-In wieder in das Ampeg Pedal zurückführen kann.

Die Thru-Buchse gibt sinnvollerweise immer nur das trockene Signal weiter. Direkt neben der Klinken Aux-In-Buchse findet sich zusätzlich eine Kleinklinken Aux-In-Buchse, die beispielsweise einen iPod, einen CD-Player oder ein Handy in das Pedal einspeisen können. Das ist ideal zum Üben. Sehr erfreulich ist, dass man die Aux-In Lautstärke per Drehregler stufenlos einstellen kann. Weiter gedacht kann ein Bassist, der mit einer externen Soundquelle, wie etwa einem Laptop live arbeitet, beide Signale mischen und dann symmetriert per DI-Out an die PA ausgeben. Das ist eine feine Sache, oftmals hat man diese Möglichkeit bei den handelsüblichen Pedalen erst gar nicht.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    MidiDino  AHU

    Manchmal bauen Hersteller fatastische kleine Boxen, die sich nicht nur für Gitarristen / Bassisten eignen, sondern auch im (Projekt-)Studio. Der Klang der Ampeg SRC-DI gefällt mir persönlich sehr gut, herzlichen Dank für die Audios!

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