AMAZONA.de

Test: Analogue Solutions EKG, Sequencer


Ein groovendes Elektro-Kardio-Gramm

Ab ins Rack

Mit einer Breite von 38 Teileinheiten nimmt Analogue Solutions EKG beinahe die Hälfte eines regulären Modulrahmens ein. Die beträgt beim gängigen 19“-Format nämlich 84 Teileinheiten pro Einbauzeile. Bei der Breite und Aufteilung der EKG-Frontplatte muss man aber klar sagen, dass sich das Modul wirklich bequem bedienen lässt. Einzig der Schalter für die Range ist zwischen zwei Buchsen bzw. dann gesteckten Kabeln etwas ungünstig gewählt.


Mit nur 25 Millimetern ist das Modul sehr flach und lässt sich somit auch in Skiff-Rahmen oder ähnlich platzsparende Gehäuse einsetzen. Bei Einbau fällt unser Blick auf die grafisch „designte“ Platine, die dann jedoch zum Glück im Dunkel des Systems verschwindet.

Vorsicht ist beim Anschluss an den Systembus geboten. Im Widerspruch zur allgemein verbreiteten, aber nirgends festgeschriebenen Sitte, dass die farbige Ader des Flachbandkabels zum Systembus stets nach untern zeigt, ist sie beim Analogue Solutions EKG oben. Schließt man das Modul an, wie man es sonst gewohnt ist, kann das zu Schäden führen. Analogue Solutions hat zwar einen Warnhinweis am EKG-Karton angebracht, jedoch auf der Unterseite, wo ich ihn mehr zufällig entdeckt habe. So etwas kann leicht ins Auge gehen.

Funktionsweise

Mit den Fadern werden ganz simpel die Werte eingestellt. Dabei kann mit einem Schalter die Range global umgeschaltet werden. Im kleineren Bereich beträgt der Umfang rund zwei Oktaven, somit eignet sich diese Position besser für Notenwerte, die hier genauer anvisiert werden können. Der andere Modus geht über den vollen Bereich, was sich etwa für die Modulation von Filtern anbietet oder wenn die Tonhöhe keine große Rolle spielt.
Der momentan aktuelle Step wird mit einer im Fader integrierten LED angezeigt, die angenehm unaufdringlich in der Helligkeit sind.

Da selbst mit der kleinen Range sich Noten nur bedingt genau einstellen lassen, empfiehlt es sich, einen Quantizer hinter den CV-Ausgang zu schalten. Das lohnt sich vor allem, wenn man EKG live einsetzen möchte.

Soll eine Sequenz von Hand präzise eingestellt werden, lässt man die externe Clock, die EKG benötigt, zunächst aus. Mit dem Step-Taster kann man sich dann Schritt für Schritt durch die Sequenz arbeiten und so in aller Ruhe die Notenwerte mit den Fadern so gut wie möglich justieren.

< 1 2 3 4 5 >

Klangbeispiele

  1. Profilbild
    Son of MooG AHU

    Da meine Sequencer alle vom Akai RhythmWolf getaktet werden, habe ich mit den erwähnten Einschränkungen kein Problem. Dadurch wird ja auch sein recht günstiger Preis ermöglicht. Die einfache Struktur mit Mode-Select pro Step ist eine geniale Art, Bewegung in Sequenzen zu bringen. Wie beim Arpeggiator des Juno-6 ist seine Simplizität sein Vorteil. Man kann ihn ja noch mit Ratcheting-Controller etc. nachrüsten ( mit Branches holte ich den Zufall ins Spiel…)

    • Profilbild
      TobyB RED

      Hej,

      was ich an diesem Sequencer vermisse, was aber dem Konzept geschuldet ist, die Fähigkeit Sequencen zu transponieren, was für mich der Grund war, den Oberkorn hier her zu stellen. Zwar grenzt EKG so vom Eurokorn ab. Ich erachte das Transponieren jedoch als wichtig.

      • Profilbild
        Son of MooG AHU

        Transponieren ist mir auch wichtig, aber dafür gibt’s ja Quantizer wie Doepfers A-156, der ja gleich zwei Sequencer ansteuern kann. Auf diese Art kann ich meinen Pittsburgh 8-Step Sequencer gleich mitversorgen, wenn der mal nicht für Modulationen verwendet wird. Dazu gibt’s noch ein A-160 Clock Divider und A-160-5 Ratchting Controller sowie ein A-180-2 Multiple und ich habe immer noch Platz für zwei weitere Module, während der Eurokorn ein ganzes 84HP-Case füllt. Ein Vorteil dieses Systems ist, dass es über die Zeit gewachsen ist, wodurch ich jede Komponente besser kennen lernen konnte…

        • Profilbild
          swellkoerper ••••

          Der Pittsburgh ist auch mein liebster, wegen der Add- und Hold Eingänge. Schön simpel, aber mit mit einem zweiten Sequenzer und ein paar Clock-Tools nach Belieben endlos komplex..

        • Profilbild
          TobyB RED

          Hallo Son,

          das stimmt natürlich :-) Der Vergleich mit Eurokorn und Oberkorn hinkt natürlich, da letztere ganz andere Funktionalitäten mitbringen. Ich habe auch noch nicht alle Tricks des Oberkorn verinnerlicht. Der Vorteil deines Setups ist erstmal der modulare Aufbau. Ich bin dann da doch eher der hier noch ein Synth und dort noch einen Sequencertyp. :-)

          • Profilbild
            Son of MooG AHU

            Zu den erwähnten Modulen kommt noch ein MFB-Step64, der über MIDI den Synth-Lite 2 antreibt und über CV/Gate weitere Synths/Module, sowie ein Mother-32 und ein MicroBrute, alle slaved zum RhythmWolf, der manchmal auch vom Tascam DP-32 getaktet wird. Obwohl ich selten alle zusammen rattern lasse, habe ich gerne alle zur Verfügung, und alle können von einem Keyboard aus transponiert werden. Hat sich über die Jahre aufgebaut…

Kommentar erstellen Kommentar erstellen Leser-Story erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.

Über den Autor

Bewertung

Analogue Solutions EKG

Bewertung: 4 Sterne Bewertung des Autors
Leserbewertung: 4
Jetzt anmelden und dieses Produkt bewerten.

AMAZONA.de Charts

Aktion