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Test: Analogue Solutions EKG, Sequencer


Ein groovendes Elektro-Kardio-Gramm

Antrieb

Analogue Solutions EKG benötigt ein externes Clock-Signal, um loslaufen zu können. Dieses Signal sorgt neben dem Tempo gleichzeitig auch für Start und Stop. Ein entsprechend fähiger Master-Sequencer oder Clock-Generator muss also im System vorhanden sein.

Auf mich wirken Sequencer ohne eigene Clock, Start und Stop immer unkomplett. Natürlich ist ein Teil eines Modularsystems stets auf die Interaktion mit anderen Modulen ausgelegt, doch gerade für kleine Systeme oder Einsteiger wird hier eine Hürde aufgestellt, die nicht unbedingt sein müsste.


Ein LFO reicht technisch gesehen auch aus, jedoch läuft EKG dann permanent. Hierbei kann man den Sequencer jedoch zum Modulator umfunktionieren. Schaltet man einen Slew Limiter hinter den CV-Ausgang lassen sich mit den Fadern weiche Verläufe erzielen, die sich durch die freie Einstellbarkeit der Fader von normalen, periodischen LFOs unterscheiden.

Neben dem bereits erwähnten Reset-Eingang gibt es noch den Eingang Tempo ½. Liegt hier ein konstante Spannung, also kein Trigger, von 5 Volt an, läuft EKG im halben Tempo. Fällt die Spannung unter 5 Volt, läuft EKG wieder mit dem normalen Clock-Tempo. Bei rhythmisiertem Einsatz, optimalerweise mit Werten von einem anderen Sequencer, kann hierüber die Melodie gezielt aufgebrochen werden.

Klang

Analoge Sequencer lassen sich oft auch als Klangquellen verwenden. Hierfür schickt man anstelle eines normalen Clock-Signals das Rechteck eines VCOs in den Sequencer. Der läuft nun natürlich im Audiobereich. Mit den Fadern des EKG kann nun eine eigene Schwingungsform erzeugt werden. Das ist nicht mit additiver Synthese oder den Zugriegel einer Orgel zu verwechseln, vielmehr kann man acht sequenzierte Werte innerhalb einer Amplitude bestimmen. Wenn man fleißig die Fader hoch und runter schiebt, klingt es manchmal nach PWM, mitunter auch wie ein modulierter Formant. Die Mode-Drehschalter wirken sich hierbei natürlich auch aus, allerdings führt das meist zu einer Verfremdung der Tonhöhe. Auf alle Fälle macht das Spaß und ist ein netter Nebeneffekt des Moduls.

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    Son of MooG AHU

    Da meine Sequencer alle vom Akai RhythmWolf getaktet werden, habe ich mit den erwähnten Einschränkungen kein Problem. Dadurch wird ja auch sein recht günstiger Preis ermöglicht. Die einfache Struktur mit Mode-Select pro Step ist eine geniale Art, Bewegung in Sequenzen zu bringen. Wie beim Arpeggiator des Juno-6 ist seine Simplizität sein Vorteil. Man kann ihn ja noch mit Ratcheting-Controller etc. nachrüsten ( mit Branches holte ich den Zufall ins Spiel…)

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      TobyB RED

      Hej,

      was ich an diesem Sequencer vermisse, was aber dem Konzept geschuldet ist, die Fähigkeit Sequencen zu transponieren, was für mich der Grund war, den Oberkorn hier her zu stellen. Zwar grenzt EKG so vom Eurokorn ab. Ich erachte das Transponieren jedoch als wichtig.

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        Son of MooG AHU

        Transponieren ist mir auch wichtig, aber dafür gibt’s ja Quantizer wie Doepfers A-156, der ja gleich zwei Sequencer ansteuern kann. Auf diese Art kann ich meinen Pittsburgh 8-Step Sequencer gleich mitversorgen, wenn der mal nicht für Modulationen verwendet wird. Dazu gibt’s noch ein A-160 Clock Divider und A-160-5 Ratchting Controller sowie ein A-180-2 Multiple und ich habe immer noch Platz für zwei weitere Module, während der Eurokorn ein ganzes 84HP-Case füllt. Ein Vorteil dieses Systems ist, dass es über die Zeit gewachsen ist, wodurch ich jede Komponente besser kennen lernen konnte…

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          swellkoerper ••••

          Der Pittsburgh ist auch mein liebster, wegen der Add- und Hold Eingänge. Schön simpel, aber mit mit einem zweiten Sequenzer und ein paar Clock-Tools nach Belieben endlos komplex..

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          TobyB RED

          Hallo Son,

          das stimmt natürlich :-) Der Vergleich mit Eurokorn und Oberkorn hinkt natürlich, da letztere ganz andere Funktionalitäten mitbringen. Ich habe auch noch nicht alle Tricks des Oberkorn verinnerlicht. Der Vorteil deines Setups ist erstmal der modulare Aufbau. Ich bin dann da doch eher der hier noch ein Synth und dort noch einen Sequencertyp. :-)

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            Son of MooG AHU

            Zu den erwähnten Modulen kommt noch ein MFB-Step64, der über MIDI den Synth-Lite 2 antreibt und über CV/Gate weitere Synths/Module, sowie ein Mother-32 und ein MicroBrute, alle slaved zum RhythmWolf, der manchmal auch vom Tascam DP-32 getaktet wird. Obwohl ich selten alle zusammen rattern lasse, habe ich gerne alle zur Verfügung, und alle können von einem Keyboard aus transponiert werden. Hat sich über die Jahre aufgebaut…

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Analogue Solutions EKG

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