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Test: Analogue Solutions Oberkorn 3, Hardware Sequencer


Voll überzeugt: Oberkorn 3

Oberkorn 3 Full

Musikelektronik aus UK ist und war immer sehr speziell. Vermutlich liegt es an den Daleks, dem Doctor und dem Radiophonic Workshop der BBC. So und nicht anders verhält es sich mit der dritten Ausgabe des Oberkorn Sequencers. Grundsolide verbaut ohne Schnörkel, klare Struktur und das Wesentliche immer in Reichweite. Einfach in der Bedienung, aber wirksam im Ergebnis.

Das ist die TARDIS Oberkorn 3 in Kurzform. Und wer den Doctor kennt, der weiß, er geht den Dingen auf den Grund und fällt eher spät und manchmal auch kein Urteil.

Der Oberkorn 3 im Studioeinsatz

Der Oberkorn 3 im Studioeinsatz

Der Analogue Solutions Oberkorn 3 ist ein 3-kanaliger analoger Stepsequencer mit einigen Extras und einem simplen Bedienkonzept. Bevor sich das allerdings erschließt, ist hier definitiv ein Blick in das englische Handbuch nötig! Die Nomenklatur ist zwar für einfache Sequenzen gedacht, aber die Spezialfunktionen und Tricks unserer Oberkorn Mk3 TARDIS wollen gekonnt gespielt werden und da kommen wir mit Trial and Error nicht weit. Alternativ helfen auch die YouTube Tutorials, hier zu finden.

Bevor wir uns die Bedienung ansehen, geht es an den Aufbau, hier finden wir eine Wandwarze im UK-Steckformat und einen passenden Adapter und Universalstecker für die Strom- und Spannungsversorgung. Alles montieren und verbinden. Fertig – gut – los. Für erste einfache Patchings finden wir 3 mal 3,5 mm Patchkabel. Unser erstes Szenario bleibt komplett analog, das heißt, irgendwo brauche ich jetzt einen Impuls zum Triggern. Hier hilft uns der EHX Clockworks. CV/Gate werden mit dem System 1m verbunden und wir starten unsere erste Sequenz. Als CV/Gate-Spannungen werden Hz/V und V/Oct unterstützt.
Wer unbedingt einen S-Trigger benötigt, kann sich dieses Extra kostenpflichtig in den Oberkorn3 einbauen lassen.

Oberkorn Back

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    pmm AHU

    Hallo Toby,

    Sehr feiner Test! Danke. Einziger Nachteil, Neugierde geweckt, aber weder Platz noch Finanzierung vorhanden.

    Peter

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      TobyB RED

      Hallo Peter,

      dankeschön :-) Ich lege den Oberkorn3 auch erstmal nach hinten, auf die Liste. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich nicht zu nerdig geschrieben habe. Das Problem, die Bedienungsanleitung ist sehr technisch gehalten und methodisch inkonsistent. Im Vergleich helfen die Youtube Videos von Tom und den Oberkorn3 „Celebrities“ viel weiter. Insbesondere die binäre Stepkontrolle in Verbindung mit der Miditriggerung hat es in sich. Es sind die kleinen Details die am Oberkorn3 überzeugen. Ich kann es in den Hörbeispielen nur andeuten. Der Oberkorn ist sicher sehr britisch, hat sich aber das Best Buy hart erarbeitet.

  2. Profilbild
    Gul Dukat

    Schöner Test ! Ich habe mich nur gewundert, weil der Mk3 ja schon ein paar Jahre auf dem Markt ist? Stimme aber zu, mit der Bed.Anleitung alleine wird es schwierig. Aber es ist ein toller Sequencer, der einfach Spass macht!

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      Tyrell RED

      Schlimm genug, dass es im deutschsprachigen Raum bis heute keinen Online-Test dazu gibt :-) Also lieber spät als nie, oder? :-)

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        Findus

        Das schätze ich an amazona besonders! Toll wäre somit auch ein Testbericht zum MIDI-Saxophone Controller Syntophone von Softwind Instruments. Die Firma ist 2016 an der Frankfurter Messe vertreten. Am besten gleich einen Saxophonisten mitnehmen. Der Hammer von der NAMM-Show 2016: http://youtu.be/sDc5c3fQ2BA

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        Findus

        Ach ja, und dann wäre da auch noch der Xpression Performance Synthesizer der deutschen Firma DynaSample ???

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      TobyB RED

      Hallo Gul,

      Danke. Tom weiss das es mit der Anleitung schwierig ist. Ich hatte ihm da rüber gesprochen. Da ich einige Passagen in der Bedienungsanleitung, erst nach dem sehen der Tutorials verstanden habe. Ich weiß auch nicht warum sich noch keiner an den Oberkorn3 getraut hat. Von daher hat Peter recht. Denn hat man die TARDIS verstanden will man sie nicht mehr hergeben.

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    Pflosi

    Danke für den Bericht! Da hat jemand aber eine gitarrenzentrierte (falsche) Perspektive auf Tremolo und Vibrato ;)

    Bzgl. der Gatelänge: sehr komische Sache. Soweit ich sehe, hat es auch keinen CV Eingang für die Gatelänge – denn sonst könnte man einfach einen weiteren Sequenzertrack dafür benutzen (CV des entsprechenden Tracks auf die Gatelänge routen, 1:1 parallel geclockt zum „Master“ Track). Frage: reproduziert der Sequenzer die Gatelänge des Eingangssignals, wenn man einen analogen Trigger als Masterclock benutzt? Dann könnte man nämlich einen VCO (im LFO Modus) benutzen und einfach die Pulsbreite desselben modulieren…

    LG

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      TobyB RED

      Hallo Florin,

      Ich weiss das da ein Unterschied zwischen Tremolo und Vibrato besteht ;-) Der Weg wie ich da hinkomme machts. Die Gatelänge lässt sich von aussen einstellen oder du opferst eine CV. Ich finde es zunächt ungewöhnlich die Gatelänge so einzustellen, macht aber Sinn, CV 1 steuert den Pitch, CV 2 das Filter(am System 1m den LFO oder ENV) und CV3 die Gatelänge. Der Oberkorn ist da flexibel. Ob es nun wie von dir beschrieben funktioniert, wäre auszuprobieren, ich denke aber das es geht. Grüße ToB

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        Pflosi

        Ah, danke für die Antwort! Mein erster „Patch“ ist also schon intern vorverkabelt :)

        Interessant wäre eben noch der Test, ob die Pulsebreite einer externen Clock weiter durchgegeben wird… Aber soweit ich verstanden hab, musstest Du das gute Stück ja schon wieder zurück schicken… :(

        Gruss!

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          TobyB RED

          Hallo Pflosi,

          ich habe Tom angeschrieben, die Bedienungsanleitung sagt ja. Es ist aber sehr unglücklich formuliert. Und beim Oberkorn2 ging es. Warten wir einfach mal auf Antwort. :-) Mein Patch war nur ein Vorschlag, ich hatte das praktisch ausprobiert und mit verschiedenen Pattern probiert. Einfach aber wirkungsvoll, insbesondere wenn der Filter und Pitch unterschiedliche Patternlängen haben.

          Grüße ToB

  4. Profilbild
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      TobyB RED

      Hallo Marko,
      Danke, :)
      da Autovergleiche unter Synthexperten grade In sind… Dein Doepfer Dark Time ist wie ein konkrekter BMW. Und der Oberkorn3 ist wie ein Aston Martin. Beide fahren aber der eine wird rechtsgelenkt, der andere links. ;-) Also kein Grund das der Dark Time sich klein fühlen muss.

  5. Profilbild
    dilux AHU

    wow, ich glaube der oberkorn würde mich echt überfordern! ich finde hier ist aber auch zuviel mathematik im spiel, mich würde das eher behindern denn fördern. ich hatte mal eine zeit lang das vergnügen mit einem sam-16 zu arbeiten, da habe ich überhaupt keine bedienungsanleitung gebraucht!
    achja, kein midi out? das sollte bei dem preis eigentlich möglich sein.

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      TobyB RED

      Hallo Dilux,

      ich denke du würdest damit klar kommen, der Oberkorn3 erlernt sich an Hand der Tutorials sehr gut und sehr einfach. Die Mathematik kann man lernen, das ist nicht schwierig. Im einfachsten Fall hilft hier farbkodiertes Patchen. Ich habe mit 1:1 angefangen. Dann kann man das über eine Notenfolge auflösen. Der Rest ist dann ein Bit rechts rotieren oder ein Bit links. Und hier helfen einem die Farben. Die Frage warum der Oberkorn3 keinen Midi Out hat, beantwortest du dir indirekt, die binäre Step und Transportsteuerung. Der Oberkorn ist ein kompromissloses Gerät, würde der Oberkorn das was er an Midi-Noten entgegen nimmt und verarbeitet so wieder ausgeben müssen, hätte das Kompromisse bedeutet. Wer das unbedingt benötigt kann es über die Midi-Trigger abgreifen, benötigt aber ein CV/Gate to Midi Interface.

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    Pinoccio

    Ich verstehe das mit den unterschiedlichen Patternlängen nicht:

    „Ich möchte, dass Pattern A nur 8 Noten lang ist, während Pattern B/C 16 Noten lang sind. Also verbinde ich Gate Out Y mit dem Reset A.“

    So wie ich das verstehe gibt es keinen Eingang Reset A am Oberkorn.
    Man kann nur Gate Out Y mit Positioning ->1 verbinden. Das setzt aber den gesamten Sequenzer zurück auf Step 1. Alle drei Sequenzer-Spuren A,B und C haben dadurch die gleiche Länge.

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      TobyB RED

      Hallo,

      nicht gut ausgedrückt. Im Prinzip kannst du ihn direkt auf Step 1,2,4,8 springen lassen. Und das für alle 3 Känale. Der Eingang heisst Positioning ->1, oder b0-b3.

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        Pinoccio

        Verstehe ich nicht.
        Was hat das Positioning b0-b3 mit unterschiedlichen Längen der 3 Sequenzerspuren zu tun.
        Einen Eingang Reset A gibt es nicht am Oberkorn!
        Somit sind unterschiedliche Längen der Sequenzerspuren gar nicht möglich!
        Und die 3 Sequenzerspuren laufen immer parallel!

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          TobyB RED

          Hallo creuzberger,

          wir schreiben aneinander vorbei. Also bitte noch mal auf Anfang. :-)

          Die Schrittlängenkontrolle funktioniert für alle 3 Kanäle gleichzeitig.

          Möchtest Du ein 8 Schritt langes Pattern erzeugen, musst du bei Schritt 9 Gate auf X stellen und von Gate Out X nach ->1 ein Kabel patchen. Dann wird zu Schritt 1 gesprungen(nicht zurückgesetzt).

          Möchtest du direkt auf die Steps 1,2,4,8 springen verbindest du Gate Out mit Positinierung b0(1),b1(2),b2(4),b3(8). Der Gate Regler muss in der Entsprechenden Stellung stehen.

          In einem Tutorial kann man das gut sehen.

          https://www.youtube.com/watch?v=8RkfhDzgc9Y&index=3&list=PLC43D671DC510A326

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    Andreaz Vogel

    Das ist ja wirklich mal ein echtes Männerding, wenn man davon ausgeht, dass Männer lieber basteln und frickeln anstatt zu musizieren.
    Zuallererst: Ich find es toll, dass das Ding Möglichkeiten bietet, die wahrscheinlich nur eine geringe Anzahl an Benutzern wirklich benötigt/benutzt. Das macht die Landschaft einfach vielfältiger.
    Ich persönlich könnte mit dem Ding exakt nix anfangen, denn auch hier ist es (so wie ich es sehe) wieder mal nicht möglich, einen einzelnen Step im laufenden Betrieb zu muten und danach direkt wieder live zu schalten. Aus meiner Sicht eine der Minimalanforderungen an einen Hardware-Sequenzer, aber das kann der MAQ16 ja auch nicht.
    Wenn jemand mit so einer Dose einen wirklich guten Song macht: Super.
    Wenn wieder nur „Tracks“ erstellt werden, bei denen sich schier endlose Sequenzen Stück für Stück entwickeln: Auch OK, manchmal kann man ja nachts nicht schlafen, und dann ist es besser, so ein Genudel zu fabrizieren, statt durch leere Straßen zu streifen und Igel vom Bordstein zu schubsen.
    Mein Fazit: Technisch ein dolles Ding, ob es sich sinnvoll und akzentesetzend musikalisch sinnvoll einsetzen lässt bleibt abzuwarten.
    Vielleicht steht ja auch dem nächsten Album von Schiller „Dieses Album wäre ohne den Oberkorn3 nicht möglich gewesen.“ Dann wissen wir, dass es wohl nicht geklappt hat :)

    • Profilbild
      TobyB RED

      Hallo Andreaz,

      das schöne ist du kannst, musst aber nicht basteln. einfach die Miditrigger 1:1 mit Positioning verbinden und die CV/Gate aufs Gear und den Rest mit Midi angesteuern. Geht auch. Du kannst einen Einzelnen Step muten, das Gate für jeden Step ist auschaltbar. Falls ich dich richtig verstanden habe, also eine 1/16 Pause? Ich denke sequencend Sounds sind das Salz in der Suppe elektronisch erzeugter Musik. Ich hatte zum Oberkorn eine CD mit Musik nur auf Analogue Solutions Gear erzeugt bekommen. Man kann schon musikalisch sinnvolles damit umsetzen. Grüße

  8. Profilbild
    Green Dino ••••

    Irgendwie bringt mich ein ausgeschaltetes System 1m immer wieder zum Rätseln was für ein Ding das denn eigentlich ist^^ Fast 30 sek gebraucht lol – Danke für den Test :)

    • Profilbild
      TobyB RED

      Hallo Green Dino,

      aus sieht es halt unscheinbar aus das System 1m. Aber spätestens wenn die Diskolichter angehen weisste was geht ;-) Ich hab fast 30 Minuten gebraucht, bis ich die CV/Gate Steuerung vom S1m zur Zusammenarbeit mit dem Oberkorn überreden konnte.

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Bewertung

Analogue Solutions Oberkorn 3

Bewertung: 6 Sterne Bewertung des Autors
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