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Test: Analogue Solutions, Telemark-K, Analogsynthesizer

22. Dezember 2012

Telemark-K

Wer hätte geglaubt, dass wir je noch mal in die Situation kommen, eine echte Auswahl an monophonen Analogsynthesizern mit Tastatur, wohlgemerkt Neugeräte, zu haben. Diese Spezies schien doch längst ausgestorben zu sein. Bei den nicht eben wenigen Monosynths, die uns seit Mitte der 90er Jahre wieder beglücken, waren bislang Rack- und Desktop-Bauweisen vorherrschend. Aber mit der Zeit wurde der Ruf nach Keyboards immer lauter und nun haben wir den Salat oder besser gesagt, die Qual der Wahl.

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Analogue Solutions ist der wohl umtriebigste englische Hersteller im analogen Sektor. Synthesizer, Module und Sequencer werden in erfrischender Frequenz von Entwickler Tom Carpenter auf den Markt gebracht. Die Geräte sind dabei immer etwas eigenwillig, nicht immer wünschenswert gut verarbeitet und haben manchmal nur eine kurze Produktionsdauer. Manchmal aber scheint der Kundenzuspruch groß genug zu sein, dass ein Gerät immer wieder neu aufgelegt und überarbeitet wird. So zum Beispiel der vom Oberheim SEM inspirierte Synthesizer Semblance. Nach der ersten Pultversion gab den großen Semblance 4Voice, dann Semblance V2 und die patchfähige Version Telemark. Jetzt ist Telemark-K als Keyboard mit ein paar erweiterten Funktionen erhältlich.

Hardware

Ausgehend von der großzügig bemessenen Oberfläche des Telemark ist auch das Keyboard mit seinen massiven Holzseitenteilen ziemlich wuchtig und entsprechend schwer geraten. In der Mitte des Bedienfeldes liegen alle Regler und Funktionen wie beim Semblance, rechts davon das ebenso große Telemark-Patchfeld. Linkerhand befinden sich Pitch- und Mod-Wheel oberhalb des Keyboards (find ich nicht so schick, persönlich ziehe ich Räder links neben der Tastatur allerdings vor) und oben ein Display für die Systemeinstellungen und MIDI-Funktionen. Die 37er Tastatur hat einen angenehmen Widerstand und spielt sich sehr gut, kein Vergleich zu den Klappertasten billiger MIDI-Keyboards. Sie erzeugt Velocity, jedoch keinen Aftertouch. Leider gibt es keine verschiedenen Velocity-Kennlinien, womit man die Tastatur an die eigene Spielweise hätte anpassen können.

MIDI- sowie CV/Gate-I/O inklusive Wandlung

MIDI- sowie CV/Gate-I/O inklusive Wandlung

Telemark-K kann für externes Equipment sowohl als MIDI- als auch CV/Gate-Keyboard verwendet werden. Für diesen Zweck ist im Gegensatz zu den Semblance/Telemark-Modulen auf der Rückseite eine Sektion mit analogen Anschlüssen als Ein- und Ausgänge mit 6,3 mm Klinken vorhanden. Die CV/Gate-Ausgänge sind überdies parallel dazu als Miniklinken zum Verbinden mit beispielsweise einem Eurorack Modularsystem vorhanden.

Klangbeispiele
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