Test: Antelope Audio Zen Studio, USB-Audiointerface

6. März 2015

Roter Renner

Die Firma Antelope ist bisher vorwiegend mit hochwertigen AD/DAWandlern und Clock-Generatoren in Erscheinung getreten. Mit dem Antelope Audio Zen Studio erscheint nun ein USB-Audiointerface, das sich etwas von der Masse abhebt. Wie gut das Erstlingswerk geglückt ist, soll der folgende Test zeigen.

Lieferumfang

Im Karton liegt gut verpackt das Zen Studio. Sofort fallen die ungewöhnlichen Abmessungen auf, das Gehäuse  ist 42 cm breit, 1 HE hoch und ca. 15 cm tief. Auf der linken Seite ist ein stabiler Tragegriff aus Metall eingearbeitet, der mit den 2 kg Eigengewicht sicher nicht überfordert ist.

Der Ferrari unter den Interfaces?

Der Ferrari unter den Interfaces?

Das Gehäuse selbst besteht auch aus Metall und macht einen wertigen Eindruck. Schick ist die Signalfarbe Rot, in der das Blech lackiert ist. Mit dabei ist ein USB-Kabel und ein externes Netzteil. Ein verschraubbarer Stecker verhindert hier das Rausrutschen. Garantiekarte und Kurzanleitung runden das Paket ab. Ich hätte eigentlich erwartet, noch ein paar anschraubbare Rackohren zu finden, um das Interface auf 19″-Format zu bringen, aber Fehlanzeige. So ganz erschließt es sich für mich nicht, warum Antelope auf diese Option verzichtet, es gibt zwar eine passende Tasche zu kaufen, im sicheren Rack wäre das Teil aber besser aufgehoben. Alternativ wird eine Rackwanne angeboten, die dann 2 HE Platz benötigt.

Die Rack-Option

Die Rack-Option

Forum
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    swellkoerper  AHU

    Vielen Dank für den gut geschriebenen Test!
    Meines Wissens hatte der Orion-Wandler von Antelope auch schon eine USB-Schnittstelle. Auch vermisse ich bei Audio-Interface-Tests oft Angaben zur Roundtrip-Latency und CPU-Last – für mich neben dem Sound die wichtigste Eigenschaft eines Interfaces, weil sie viel über die Treiberqualität aussagt.
    Das Teil an sich ist schon komisch – heisst „Studio“, verzichtet aber wg. der Mobilität auf Rackohren. Die Wanne ist ja wohl ein Witz.

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    Claudia

    Der Test hat mich verwundert,denn bei diesem Preissegment dürfte die Treiberpanne nicht passieren . . .
    Meistens zieht wohl der elitäre Spruch Das Teil Ist teuer,dann muss es gut sein.Schliesslich ist es nach medizinischer,NASA und Militärnorm
    entwickelt und gebaut worden !! :-)

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    Franz Walsch  AHU

    Das Gerät mag so recht in keine Kategorie passen. Man kann es mobil nicht »Standalone« nutzen. Ins Rack passt es nur wenn man die an der Schmalseite (!) angebrachten Buchsen für ADAT nicht nutzt. Auch halbfertige Software geht gar nicht und ist eine Blamage bei dem Ruf der Fa. und dem ausgerufenen Preis. Da finde ich mit dem RME Fireface 802 eine bessere Lösung – das gesparte Geld reicht dann auch für reichlich roten Lack aus dem Baumarkt.

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      Armin Bauer  RED

      Antelope kolportiert zwar bei jeder Erwähnung dieser Einschränkung die 192 kHz, sie gilt aber generell, auch bei niedrigeren Auflösungen.

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    Onkel Sigi  RED

    Sieht zwar todschick aus, aber für 2000.- Mücken sollte das Teil auch Softwaremäßig nicht nur so mäßig laufen. Ich frage mich schon, was sich der Hersteller dabei denkt.

    Musikalische Grüße vom Onkel Sigi

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    Armin Bauer  RED

    Danke erst Mal für eure Beteiligung.
    Ich habe im Test darauf hin gewiesen, dass die Probleme in meiner Konfiguration iMac mit OSX 10.8.5 auftraten, kann durchaus sein, dass es in anderen Konfigurationen/Plattformen geschmeidiger läuft.
    Wenn ein Test nicht ganz optimal ausfällt wird von unserer Seite aus natürlich auch der Hersteller kontaktiert. Dass sie auf der Software-Seite noch etwas nachbessern müssen, ist dem Hersteller klar, wir können also wenigstens von dieser Seite aus auf baldige Besserung hoffen.
    Ob sich das Gerät dem potentiellen Käufer
    strukturell erschließt, muss Jeder für sich entscheiden.

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      a.e.neumann  

      “Ich habe im Test darauf hin gewiesen, dass die Probleme in meiner Konfiguration iMac mit OSX 10.8.5 auftraten, kann durchaus sein, dass es in anderen Konfigurationen/Plattformen geschmeidiger läuft.”

      Nope. Läuft auch unter OS X 10.9.5 (MBP, 16 GB RAM, 2.3 GHz i7) nicht besser.

      Schliesse mich Franz Walsch + Onkel Sigi an: software inakzeptabel. Da software unabdingbar => gesamtpaket inkzeptabel.

      RME zeigt vorbildlich, wie man das richtig macht, spielt zudem — bei ähnlichem preis — in einer ganz anderen liga.

      Thumbs down.

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    richard  AHU

    Puh nicht nur bei dem Preis wären das K.O Kriterien; „Nur mit Software zu bedienen und die funktioniert noch nicht mal gut“

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    dr noetigenfallz  

    Ich hatte den ZEN gekauft, aber wieder zurück gesandt. Der Sound ist wirklich top. Und für die Menge an guten Preamps ist der Preis theoretisch auch gut. Ich hab´s auf Windows 7 getestet. Bis auf die Tatsache, dass das Gerät nach dem Update erst mal nicht mehr funktionierte (da half der Support richtig gut und ich habs hinbekommen), lief es okay, aber die Latenz war auch nicht der Hammer. Das K.O. Kriterium war für mich die fast vollkommene Abwesenheit von Bedienelementen. Das ZEN geht entweder über die Maus zu bedienen oder über den einen Regler am Gerät (plus Druckknopf). Bei so vielen Ein- und Ausgängen furchtbar umständlich. Und wenn es mal richtig übersteuert, braucht man gefühlt Minuten, um zurück zu regeln. Separate Regler für die Preamps, Gesamtlautstärke und Kopfhörer müssten da schon sein.

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    Octagen

    Zen Studio rockt bei uns von Tag1 ohne Probleme. Mac OSX10.8.5 Das umbenennen der einzelnen Kanäle geht durch einfaches Klicken im Routing Menü. Da kann man alles beschriften. Funzt toll. Wir haben spass damit . Sound ist megaaa

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      Armin Bauer  RED

      Hallo Octagen,

      danke für die Erläuterung. Wäre ich nie darauf gekommen, dass ich die Beschriftung des Mixers im Routing Menü vornehmen muss.

      Übrigens, ist ja nur eine Vermutung, es sollte eigentlich Usus sein, dass sich Repräsentanten einer Firma auch als solche zu erkennen geben :-)
      Falls ich falsch liege, berichtige mich.

      Gruß
      Armin

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