Test: Apogee Mic+, USB-Mikrofon

Im Nahbereich sollte man bei Sprachaufnahmen sich aber unbedingt einen Pop-Schutz besorgen, das MiC Plus ist da schon sehr empfindlich. Umso unverständlicher, dass der Hersteller da weder einen mitliefert noch einen passenden anbietet. Ich habe mich dann mit einem der größeren Bauart beholfen – sieht zwar nicht schön aus, funktioniert aber auch. Also Apogee – da bitte unbedingt nachbessern, ein Stück Schaumstoff kostet nicht die Welt. (Das Rode NT-USB zum Beispiel bringt sogar einen nützlich-stylishen, anschraubbaren Popschutz mit – so wird das gemacht). Zudem fehlt – wie auch schon beim 96k – ein Hochpass/Trittschallfilter; ok, gehört auch nicht unbedingt zur Grundausstattung, aber wäre schön gewesen. Das sollte man dann jedenfalls schon bei der Aufstellung des Mikrofons berücksichtigen.

Die Konkurrenz des Apogee Mic+

Das Angebot an USB-Mikros ist mittlerweile recht groß. Vor allem, wenn man nicht zwingend alle drei Plattformen (Windows, MacOS, iOS) bedienen muss, hat man die Qual der Wahl. Das Rode NT-USB (2014, 129 Euro) kostet knapp die Hälfte, klingt gut, kommt allerdings nur mit einem 16/48er Interface und braucht für iOS das Apple Camera Connection Kit. Das USB-Großmembran-Mikrofon „Sennheiser MK4 Digital“ (2017, 373 Euro) ist für Windows, MacOS und iOS gleichermaßen geeignet, läuft mit der Apogee PureDigital-Technologie bis rauf auf 24/96, klingt fantastisch, hat aber keinen Kopfhörerausgang und kostet gut 100 Euro mehr. Rund 80 Euro preiswerter dagegen ist das „IK Multimedia iRig Mic Studio“ (2015, 155 Euro), ebenfalls für Windows, MacOS, iOS plus Android geeignet, mit Kopfhörerausgang und Vorverstärker – letzterer allerdings nur mit 24/48.

Fazit

Bessere Kompatibilität zu allen Plattformen, bessere Verarbeitung, noch etwas besserer Klang und endlich auch ein Kopfhörerausgang: Alles gute Gründe auch für MiC 96k-Besitzer, wieder mal nachzurüsten. Auch in den Details – wie dem jetzt digitalen und deutlich besser zu bedienenden Gain-Regler – kann das MiC Plus punkten. Ein paar Kleinigkeiten hätte man zwar noch besser machen können, aber die befinden sich alle auf eher unbedeutenden Nebenschauplätzen wie Ausstattung oder Dokumentation. Und um die Eingangsfrage zu beantworten: Ja, Apogee ist auch weiterhin auf dem richtigen Weg.

Plus

  • Kopfhörerausgang mit Blend-Regler
  • guter Klang
  • für Windows, MacOS und iOS gleichermaßen
  • kleines Dreibeinstativ wird mitgeliefert
  • stabile, sehr kompakte Bauweise

Minus

  • kurze Kabel
  • kein Handbuch

Preis

  • Ladenpreis: 233,- Euro
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