Test: Apple Logic Ultrabeat

Modulationen

Ultrabeat bietet ein ziemlich ausgefuchstes Konzept zur Modulation der einzelnen Klangparameter. So gibt es stets ein Modulationsziel, das moduliert wird und einen Ausgangspunkt dieser Modulation (die Modulationsquelle), sowie nach Wunsch auch eine zweite Modulationsquelle, die die Intensität der ersten Modulationsquelle regelt.Beispiel gefällig? Cutoff wird zum Beispiel von Envelope 1 moduliert, während Velocity die Intensität dieser Modulation regelt.
Als Modulationsquellen zur Verfügung stehen übrigens zwei LFOs, vier Hüllkurven sowie vier frei zuweisbare MIDI-Controller.

Step-Sequenzer

Ultrabeats Step-Sequenzer ist einem klassischen Step-Sequenzer, wie man ihn a us vielen Drumcomputern und Groove-Boxen kennt, nachempfunden. Er verfügt über 24 Pattern mit je 32 Steps. Pro Step können 25 Sounds in Ultrabeat angesteuert werden und bei Bedarf darüber nahezu jeder Klangparameter verändert werden.Per MIDI-Noten aus dem Logic-Arrange Fenster kann man übrigens zwischen den einzelnen Patterns umschalten. Ist dieser sogenannte Pattern-Mode aktiviert, lassen sich die einzelnen Pattern über eine angeschlossenen MIDI-Tastatur abspielen und stoppen, wobei man für jedes einzelne Pattern festlegen kann, wie es getriggert wird: ob z.B. nur einmal oder aber solange bis man es stoppt bzw. ein anderes Pattern gestartet wird.
Praxis
Obwohl sich Ultrabeat über weite Strecken selbst erklärt und sehr intuitiv zu bedienen ist, lohnt sich ein Blick ins Handbuch. Vor allem wenn man selbst Hand an Sounds legen will und den integrierten Step-Sequenzer voll ausreizen möchte.
Ultrabeat ist bisher der aufwendigste Drum-Synthesizer, der mir untergekommen ist. Dadurch ist er aber auch sehr flexibel und mächtig was das Umsetzen eigener Soundvorstellungen angeht.
Allein die Möglichkeit, jeden der 24 Einzelsounds von Grund auf zu designen, die vielen Modulations-Möglichkeiten und die wirklich gut klingenden Filter, sind schon sehr beeindruckend. Ein weiterer hoher Spaßfaktor beim Beats-programmieren stellt der integrierten Sequenzer dar.
Klar, kann man das Gleiche auch in den anderen Logic-Editoren erledigen und hat dabei sogar noch mehr Editiermöglichkeiten, aber in diesem Fall macht die Einschränkung auf weniger Parameter auch den Reiz der Sache aus. Funktionierende und groovende Beats entstehen quasi durch zufälliges Rumklicken und ohne dass man groß darüber nachdenkt, was genau man da eigentlich gerade macht.

Um Ihnen nun einen Eindruck zu vermitteln wie Ultrabeat denn nun klingt, anbei wie gewohnt einige Hörbeispiele bestehend aus den Presets und mitgelieferten Patterns. Viel Spaß.

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Fazit

Wie bereits angedeutet, so ist auch Ultrabeat ein recht umfangreiches Instrument mit einer wahren Parameterflut. Hat man sich da aber erst mal durchgekämpft, wird man mit einem wunderbaren Instrument belohnt. Allein die mitgelieferten Kits nebst zugehörigem Presets bieten schon reichlich Material und Inspiration für eigene Tracks. Der Focus hierbei wird sicherlich im Bereich der elektronischen Musik liegen. Wer naturecht klingende Drums sucht, wird anderswo sicher glücklicher und auch fündig werden. Alle Beatbastler und Soundtüftler werden hell begeistert sein. Und für alle, die sich bisher wenig mit dem selber erstellen von Sounds befasst haben, liefert die Bedienungsanleitung ein ausführliches Tutorial über das Erstellen von Drumsounds mit Ultrabeat.Alles in allem bleibt also zu vermerken, dass auch Ultrabeat ein weiteres Argument für Logic 7 ist, dem man nur schwer wird widerstehen können.

Plus/Minus

++ Sounds/Konzept

Preis

Logic Pro 7 1039 Euro (Vollversion)Logic Pro 7 Update 319 Euro (ab Logic Gold 6)
Hersteller/Vertrieb
www.apple.com/de

Klangbeispiele
Forum

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