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Test: Arrel Audio ER-100, ER-110, ER-130, Eurorack-Module


Vom Mastering-Studio ins Modularsystem

Irgendwie war es zu erwarten: Die Hersteller von Studiogeräten entdecken Eurorack. Modularbauweise ist nichts Neues für Studiogeräte. Jahrzehntelang wurden Rundfunk-Mischpulte und ganze Sendeanlagen nur aus Modulen aufgebaut. In den 90er Jahren kamen die API 500er-Serie Module auf: ein Racksystem, das ähnlich wie Eurorack standardisierte Stromversorgung und Gehäusedimensionen anbietet. Die Module sind jedoch gänzlich auf hochwertige Audiosignalverarbeitung ausgerichtet, sind typischerweise für Stereosignale gedacht – und sie sind üblicherweise sehr kostspielig.
In dieser Branche ist Arrel Audio aus Italien zwar kein großer Player, aber durchaus renommiert.

Seit einiger Zeit gibt es drei Module von Arrel im Eurorack-Format: den ER-100 Stereo Summing Mixer, den ER-110 Stereo Parametric Equalizer und die ER-130 VC MID-Side Unit. Die Module hat Arrel nicht neu entwickelt. Sie existieren als 19-Geräte oder API-500 Module bereits im Portfolio der Römer.

Die Module

Der ER-100 mischt 8 Monokanäle auf eine Stereosumme. Pro Kanal gibt es Panorama, Volume und einen Solotaster.

Der 8in2-Mischer ER-100

Die Summe hat getrennte Master-Regler. In der Stereosumme findet man einen zuschaltbaren Insert. Außerdem kann man ein externes Stereosignal 1:1 in die Stereosumme einspeisen – ohne Pegelregler. Zum Abhören gibt es eine separate Monitorsumme, die nach den Master-Regler abgezweigt wird. Ein Vorhören der Stereosumme ist nicht möglich – auf der Bühne wäre das essentiell. Zwei zehnstellige LED-VU-Meter zeigen den Pegel der Stereosumme, aber leider nicht die Kanalpegel, wenn man auf Solo geht. Bis auf den Kopfhöreranschluss des Monitors sind alle Anschlüsse als 3,5 mm Klinken ausgeführt. Der Ausgang der Stereosumme ist Trafo-symmetriert.

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    Kyotonic AHU

    „… wir haben es in Modularsystemen eher selten mit einem Mix aus Monosignalen und Stereosignalen zu tun, die dann unterschiedlich behandelt werden können.“
    Ja, das war früher mal so. :)
    „Der EQ ist sicher eine feine Sache und bringt demjenigen etwas, der seine Musik komplett innerhalb des Modularsystems erarbeitet.“
    Da hast du ja die Kurve gekriegt.
    Das soll es tatsächlich geben und ich prophezeie das die modulare „DAW“ bald sehr häufig eingesetzt wird.
    Wir haben es hier ja mit „Kunst“ zu tun und ein Modularsystem ist eine ziemlich einzigartige Konstruktion, die nachdem alle Strippen gezogen sind zerstört ist. Ein destruktives Element erhöht die Spannung im kreativen Prozess ungemein. :) Ich finde die Arrel-Tools klasse und trotz des Preises wird hier eindrucksvoll gezeigt was Herr Doepfer mit seinem Modular-Revival losgetreten hat. Die Minuspunkte unterliegen m.M.n. klar dem produktiven Wert. Bleibt der Preis aber da werden wir in Zukunft noch andere Module sehen die die 1000€ knacken.
    Vielleicht ist das alles aber zu weit gedacht und die Jungs bei Arrel wollten nur die Eurorack-Plattform als weitere Alternative nutzen.

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    swellkoerper ••••

    „Am besten gefällt mir die Mid/Side-Unit. Diese Funktion gab es bisher in der Form nur in reinen Studiogeräten.“ Das stimmt so nicht. Es gibt ein paar Kleinsthersteller, die die Funktion stand-alone bieten. Ansonsten reicht jedes Modul mit Sum/Difference- und z.B. ein Mixer mit Polarizer-Funktion. Bei mir erledigen das ein Intellijel uMod und Doepfer Matrix Mixer. Kosten zusammen etwa 300€! Der Mastering-Einsatz der M/S-Technik im Modularkontext ist wirklich nur der Anfang, man kann hier prinzipiell spannungsgesteuert jede Art von Monosignalen in Stereo kodieren (Pedaleffekte, Einzelausgänge von Filtern, Oszillatoren, VCA-gesteuerte Stereophonie etc. etc.) Das ist mir im Test etwas zu kurz gekommen.

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      Kyotonic AHU

      Hmmm. Höhere Audiobearbeitung ist für mich immer noch etwas schwer verdaulich. Das was mit einem Mutable Warps und einem gesplittetem Monosignal anstellen kann ist ebenfalls sehr interessant und ebenfalls Stereo wenn ich es am Out und Aux abgefangen habe. Was Ringmodulator, AM, Komparator und Inverter konkret machen war mir bisher egal, Hauptsache es klang gut. Zeit das zu ändern und ein etwas besseres Verständnis dafür zu bekommen. ;)

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    Son of MooG AHU

    Ich finde jede Bereicherung im Eurorack gut, auch wenn’s mir persönlich zu teuer ist. Kein System ist wie ein anderes, was der schier unüberschaubaren Menge an Anbietern zu danken ist, da sollte für Extrem-Audiophile auch etwas zu finden sein.

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    iggy_pop AHU

    Ich habe eher den Eindruck, daß diese Module auf eine Klientel abzielen, der das API-Lunchboxformat als Basis für modular aufgebaute Audioracks schlicht zu teuer ist — da bietet Eurorack soviel mehr an vergleichsweise preiswerten Optionen, mit denen sich ein kleines Kampfset zusammenstellen läßt.

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    Florian Anwander RED

    Marco Re von Arrel Audio hat mich kontaktiert und ein paar Punkte angemerkt. Ich leite sie gerne hier unverändert weiter. Da es die Länge eines Kommentars übersteigen würde, verteile ich das auf zwei Beiträge:
    „[…] told me about your review about the ER-100. Si I read and translated from german……Here some clarifications that should be disseminated:

    1. The current consumption of ARREL modules is low and it is absolutely compatible with the Euro-rack power supplies in terms of current as stated in the technical specifications. The typical current absorption on the +12 is about 100 mA (no headphone used) and 160 mA (headphone at maximum level) and on the -12 VDC 60 mA.
    2. The consideration on the completely black pot for the pan pot is true…… but it is not a not a problem because we will use flexible plastic colored caps to be inserted on the potentiometer shaft. You have to take into account that in a so compact mixer it was impossible to use traditional knobs for the pan pot, our target was the maximum compactness. As the plastic caps will be available I will send you.
    […gleich gehts weiter…]]

    • Profilbild
      Florian Anwander RED

      […und hier die Fortsetzung…]
      „3. Regarding the need of high quality audio in Euro-rack it is a matter of opinion…… our idea is to give to the artist all the tools to obtain out of their Euro-rack system maximum fidelity and maximum reliable Left and Right channels to be directly connected to the PA system (small/medium gigs with the absence of a traditional sound engineer), without the use of an external mixer. For this reason we added two high quality line output transformers so you can do whatever you want (unbalance).

      4. Regarding the missing aux sends it is not clear to me your point of view. In this form factor is completely impossible to add an auxiliary bus. It is an extremely compact mixer.

      5. The aux in is conceived in the traditional way, you disconnect the monitor bus from the summing bus and you hear on the monitor the aux in, it is useful when you record or useful if during live gigs, you want to hear in the headphones an auxiliary input that could be the output of another Euro-rack system.

      6. Moreover the two transformers are step up (1:2) so the out in the ER-100 is 6 dB over the the maximum out level of the eurorack systems (limited by the low PO of +-12v). This fact could be important in digital recording.

      There is also a FAQ on th eER-100:
      http://www.....age=ER-100
      selecting the FAQ tab

      Marco Re“

      • Profilbild
        Florian Anwander RED

        Kurzer Kommentar zum 1. Punkt: Offensichtlich hatten Arrel die Unterseiten auf Ihrer Webseite per Kopie von einer anderen Unterseite erstellt, und dabei übersehen, die von der kopierten Seite stammenden Stromverbrauchswerte zu korrigieren. Das haben sie inzwischen korrigiert.

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