Test: ART Headamp 4 Pro, Kopfhörerverstärker

Auf der Vorderseite fällt zunächst die XLR-Buchse auf, über die man ein Mikrofon in den Headamp einführen kann. Phantomspeisung liegt auf dieser Buchse stets an, wobei der Hersteller betont, dass man ohne Probleme auch dynamische Mikros daran betreiben kann. Neben dem Power On/Off bietet der ART fünf kleine Potis zum Regeln der Lautstärke der Kopfhöreranschlüsse, ein sechstes passt die Lautstärke des Talkbacks an.

Direkt oberhalb der Potis befinden sich einige Taster, die zum Routen von Signalen dienen. So kann man beispielsweise das Talkback-Mikrofon auf jeden Kanal einzeln routen. Die Taster sind dabei so lange aktiv wie sie gedrückt werden und senken das ansonsten anliegende Signal kurzzeitig stark ab. Damit man alle Kopfhörer auch ohne Vier-Finger-Gedrücke mit dem Talkback-Signal versorgen kann, gibt es zusätzlich noch den Talk All-Taster. Dieser routet das Talkback-Mikro auf alle Ausgänge gleichermaßen. Den gleichen Aufbau gibt es noch mal für die Listen-Taster, dazu gleich mehr.

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Praxis

Klanglich gibt es beim Headamp 4 Pro nichts zu bemängeln. Die Kopfhörerausgänge haben ordentlich Reserven und der Klang ist schön druckvoll und klar. Die Taster und Lautstärkeregler arbeiten ohne jegliche Störgeräusche, kein Kratzen, sehr gut. Während des Tests arbeitete der ART völlig entspannt und unaufgeregt, er erledigt einfach seine Arbeit. Einzig die sehr enge Positionierung der Potis zueinander empfand ich während des Testbetriebs als störend, die Handhabung ist aber sehr einfach.

Wie bereits erwähnt, verfügt der Headamp 4 Pro über fünf Ausgänge, die mit Out 1-4 und Listen Out bezeichnet sind. Während die Ausgänge 1-4 stets entweder das Signal des Main In oder des zugehörigen Aux In führen, ist der Listen Out eine Art Master Out. Entweder führt er ebenfalls das am Main In / Listen In anliegende Signal oder man selektiert mit Hilfe der vier Listen-Taster die Einzelkanäle 1-4 die somit auf den Listen Out geroutet werden. So kann man über den Listen Out einen Mix der Einzelkanäle abhören. Allerdings lässt sich der Mix nicht regulieren, d.h. die Potis der einzelnen Ausgänge dienen nur zum Regeln der Kopfhörerlautstärke, nicht zum Beeinflussen des Anteils was an den Listen-Out geschickt wird. Wieviel Signal von jedem Aux In dem Listen Out hinzu gemischt wird, hängt also nur von der Eingangslautstärke ab. Der Gesamtpegel des Listen Out lässt sich natürlich wieder regeln.

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Forum
  1. Profilbild
    kiro7  

    Vielen Dank für den gut zu lesenden Test!

    Ich bräuchte auch einen Neuen, meinen Ohren zuliebe kaufe ich aber keinen Kopfhörerverstärker ohne (regelbaren) Limiter mehr.

    Da ist das Angebot sehr sehr rar (warum eigentlich?). Hast du einen Tip? LG!

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