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Test: Arturia AudioFuse, USB-Audiointerface


Alu-Blockkraftwerk zum Anhören

Auf den internationalen Messen der letzten Jahre war das Arturia AudioFuse (ja richtig, „das“ AudioFuse, so die offizielle Sprachregelung bei Arturia) ein Dauerthema. Seit 2015 schon gab es immer wieder Berichte, Gerüchte und Liefertermine. Bevor Arturias kleine Wunderkiste aber endgültig in der Kategorie „Vaporware“ verschwand, ist es nun – ohne große Vorankündigung – doch noch erschienen.

Das AudioFuse gibt es in drei verschiedenen Farben

Das Arturia AudioFuse ist ein USB 2.0-Audiointerface für Windows PC, Linux, Mac, Android und iOS, das sowohl für den mobilen als auch für stationären Einsatz im Studio gedacht ist und mit einer – besonders für seine Größe – geradezu erstaunlichen Anschlussvielfalt kommt.

Nun denkt man bei „Arturia“ zuerst einmal an die Software. Instrumente – und da vor allem an die erstklassigen Emulationen klassischer Synthesizer, an die Hardware-Synthesizer aus der Brute-Reihe und an die Step- und Lab-Controller. Aber ein Audiointerface? Ja, können die das denn überhaupt? Das finden wir gleich heraus.

Ausgepackt

Das Auge isst ja bekanntlich mit – und das kommt schon bei der hochwertigen Verpackung der AudioFuse auf seine Kosten. Der weiße Würfel aus massiven Karton, dazu ein Deckel mit Magnetverschluss: Derartiges kenne ich eigentlich nur von Smartphones aus der oberen Preisklasse.

Auch die Verpackung gefällt

In Schaumstoff gebettet (ja, so viel Poesie sei an dieser Stelle dann doch gestattet) das Interface, darunter ein quadratisches Handbüchlein (je ca. 45 Seiten für Englisch, Französisch und Japanisch, Deutsch gibt es als PDF-Download obendrauf) und eine Scheckkarte mit der Seriennummer und einem mysteriösen Unlock-Code. Muss ich das Gerät etwa erst noch „freischalten“? Nein, nicht wirklich.

Unter dem Schaumstoff finde ich dann noch das Netzteil (Schade: Ein „Klotz“. Gut: Mit vier austauschbaren Steckeraufsätzen – falls ich das AudioFuse mal mit auf Reisen nehmen möchte), zwei Stereo-Miniklinke auf MIDI-Adapter, ein individuelles Zertifikat inklusive Messwerten für die beiden Mikrofonvorverstärker mit DiscretePRO-Technologie (ja, jedes einzelne Gerät wird vor dem Versand ausgemessen) und ein USB-Kabel der spezielleren Art: Auf der einen Seite 2x Typ A, auf der anderen Typ A plus Typ Micro-B. So werden im Bus-Powered Betrieb zum Beispiel beide Typ-A-Stecker benötigt, zum anderen kann ich beim mobilen Android/iOS-Betrieb gleichzeitig noch eine Powerbank anschließen – durchdacht und praxisnah.

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  1. Profilbild
    Marco Korda

    Hallo Mathias,
    vielen Dank für den sehr ausführlichen Artikel für dieses hoch interessante Gerät. Die Features sind wirklich beachtlich, v. a. bei der Größe. Für portable Lösungen ideal, wie ich finde.
    Einzig die Infos zu Systemlast, Latenzen, Sample-Raten usw. haben mir doch gefehlt. Klar, das ist auch vom System abhängig, aber so ein bisschen Richtwert, wie sich das verhält und wie man das einstellt wäre ganz gut gewesen. Vielleicht kannst Du das noch berichten??? Vielen Dank jedenfalls!

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      Paul Tunyogi-Csapo ••

      Ich meine auf YT in Videos gehört zu haben das die Gesamtlatenz, sprich in / out bei ca 10ms liegt, also für leicht veraltetes USB 2.0 ist es ok, wobei Direct-monitoring auch möglich ist.
      Passt einigermaßen, allerdings muss man bei Arturia sagen das sie im Softwarebereich ewig lange brauchen bis etwas zuverlässig läuft, aber vielleicht sehe nur ich das so.

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        m.steinwachs RED

        Ja, die ca. 10 ms kann ich ungefähr bestätigen. Wobei da vielleicht auch noch mehr herauszuholen ist, ich hab da nicht groß rumgebastelt. Ein paar ms mehr oder weniger finde ich in dem Bereich eh nicht dramatisch.

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      m.steinwachs RED

      Jep, wie im Test schon geschrieben, finde ich diese Lösung auch eher „geht-so-geil“. Passt auch überhaupt nicht zum ansonsten durchdachten guten Design. Im stationären Betrieb war das ok, mobil hab ich den Micro-USB-Anschluss jetzt nicht einem Härtestest unterzogen.

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    Chick Sangria ••••

    Ja, ob die Platzersparnis durch Micro USB und 3,5mm-MIDI-Buchsen wirklich so sinnvoll für den Live-Einsatz ist? Und wo legt man den Deckel hin, wenn das Interface fest am Platz steht?

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    Triple-U

    Moin, ich hatte das Gerät auch mal kurz, habe es dann aber wieder zurückgeschickt. Die USB-Buchse ist da leider die Achilles-Ferse. Wenn man das Audiofuse mal ohne Netzteil betreiben will, müsste man mit den äußert lauten Knallgeräuschen auf den Studiomonitoren oder in den Kopfhörern leben können, die entstehen, wenn der Stecker mal ein kleines bisschen wackelt. Und das tut er anscheinend ausreichend. Mit Netzteil schien es meines Erachtens stabiler zu laufen. Aber ich dachte, man könnte das Gerät auch mobil benutzen. Tja, dem ist dann wohl nicht so :/

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      Chick Sangria ••••

      Das klingt ja schrecklich. Knallen bei Ein- und Ausschalten ist für mich ein sofortiges Ausschlusskriterium bei Interfaces. Dass man da nicht ein Relais einbauen kann. So sad!

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        Triple-U

        Doch, Relais sind eingebaut, das hört man beim normalen Einschalten. Leider haben die dann im entscheidenden Moment nicht eingegriffen. Weiß nicht, ob das vielleicht irgendwie durch ein Firmwareupdate behoben werden kann. Aber dafür (darauf zu warten) hat mir dann die (Rückgabegarantie-)Zeit und Lust gefehlt.

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      m.steinwachs RED

      Hm – der Stecker sitzt – wie im Test geschrieben – tatsächlich etwas wacklig, geknallt hatte im Test dann aber nichts (das hätte ich sonst ja vermerkt). Ist vielleicht auch von Gerät zu Gerät verschieden.

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    amazonaman AHU

    Kann mir jemand sagen wie man ein Android Handy an das Ding anschließen soll, und wie hoch ist dann die Latenz gerade bei Android, und kann ich den Midi Anschluss auch bei Android nutzen und Adat? Aufnahmen machen? Ich habe noch nie was gescheites auf Android gefunden das Musik produzieren würde.

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Arturia AudioFuse

Bewertung: 5 Sterne Bewertung des Autors
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