Test: Arturia Beatstep Step-Sequencer & Controller

In letzter Zeit gibt es doch immer mal ein paar Überraschungen am Peripherie-Markt für CV/Gate-Liebhaber, der Arturia Beatstep ist sicher eine davon.

Beatstep Cover

Einfache Controller sind nicht immer einfach nur „Controller“. Außerdem sind nun auch kleinere Hersteller wie Arturia dazu in der Lage, innovativen Produkten zu interessanten Preisen anzubieten. Auch im Falle des Arturia Beatstep bleibt man preislich zweistellig, aber das Gebotene wäre sicher auch deutlich mehr wert.

Zwischenzeitlich hat Arturia auch eine Pro-Variante auf den markt gebracht, der AMAZONA.de bereits drei Tests gewidmet hat:

Zurück zum kleinen Bruder:

Ansichten zum Arturia Beatstep

Der kleine Arturia Beatstep ist solide gebaut und etwas schwerer als vermutet, damit das Gerät nicht wegrutscht. Es erhält dadurch einen höheren subjektiven Wertigkeitsbegriff. Die Bedienelemente selbst sind dennoch stabiler als der Durchschnitt und generell besser in der Klasse bis 99,- Euro. Die Abmessungen sind an der Breite eines 13“-Laptops orientiert.

Ausgestattet ist der Arturia Beatstep mit 16 Endlosreglern, die in der Fachsprache gern und präzise als Encoder bezeichnet werden, dazu passend 16 Pads, die nicht nur auf Anschlagdynamik, sondern auch auf Druck reagieren. Zur Steuerung aller Funktionen sind links davon acht Taster angeordnet, die fast alle auch farblich beleuchtet sind. Die Farbe gibt auch Auskunft über den Betriebszustand. Der große Knopf ist für die Steuerung des Controllers, insbesondere für den Bereich des Sequencings gedacht. Er kann aber auch als MIDI-Controller frei zugewiesen werden.

anschlüsse besser
An der linken Seite findet sich die Minibuchse für USB, eine Klinkenbuchse für MIDI Out und zwei Miniklinken-Ausgänge besonderer Art, nämlich CV und Gate für die Steuerung analoger Synthesizer. Die MIDI-Mini-Klinkenbuchse ist der Bauhöhe von MIDI-Buchsen geschuldet und wird über einen mitgelieferten Adapter auf einen MIDI-Anschluss übersetzt. Man findet dieser Art Umsetzungen immer mehr, da die Geräte im Durchschnitt zu flach sind um Standard-USB- oder MIDI-Buchsen aufnehmen zu können.

Bewertung der Beatstep Bedienelemente

Dass die Dynamik der Pads angesprochen werden muss, liegt an der unausgewogenen Abstimmung einiger Pads und Tastaturen anderer Hersteller, die mit sanft zu nennendem Anschlag bereits den gesamten Dynamikbereich von 0 bis 127 durchlaufen haben und damit für ein feinfühliges Spiel nicht in Frage kommen. Dieser Aspekt sollte stets der erste sein beim Prüfen von Controllern.

Obwohl es nicht so wirkt, haben wir es hier mit einem 99,- Euro Gerät zu tun. Die Pads lassen ein wohldosiertes Spiel zu, sowohl für die Dynamik als auch die Druckempfindlichkeit. Diese entspricht dem polyphonen Aftertouch. Nicht zu verwechseln ist dieser mit dem vom monophonen Aftertouch zu unterscheidenden Poly Pressure und wirkt für jedes Pad individuell. Der Klangerzeuger muss diesen dementsprechend unterstützen. Dies hat nebenbei auch bei innovativeren Herstellern (CME und KMI) für Klaviaturen mit Poly-Pressure gesorgt. Das alte Patent dafür wird nach wie vor von Emu als Rechtsnachfolger Ensoniqs gehalten, jedoch kaum verbaut. Deshalb ist sehr zu begrüßen, dass nun verstärkt wieder solche Möglichkeiten angeboten werden.

Die Endlos-Encoder rangieren im guten Mittelfeld. Sie haben eine leichte Rastung. Diese ist für den Einsatz mit Plug-ins und DAWs nicht weiter entscheidend. Aber die zweite Funktion des Beatstep als Sequencer macht die Rastung notwendig. Daran lässt sich erfühlen, wie viele Halbtöne pro Step eingestellt werden. Der „Klick“ ist nicht ganz so präzise und muss daher eher gemächlich gedreht werden.

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Funktion des Arturia Beatstep

Die Controller-Funktionen zu den 17 Reglern und 16 Pads können über einen Editor zugewiesen werden. Sie enthalten auch hoch auflösende NRPN-Controller-Kaskaden, jedoch keine MIDI-SysEx-Befehle. Alle Standards werden geboten inklusive Programmwechselbefehle. Die Pads können auch als „Toggle“-Taster programmiert werden. Das bedeutet, dass sie in dem Moment des Antippens jeweils auf an oder aus umschalten und in diesem Zustand bis zur erneuten Betätigung bleiben. Damit sind alle üblichen Funktionen eines Controllers vorhanden, die auch die Steuerung von Synthesizern möglich machen, die Standard-MIDI-Controller „verstehen“. Dies alles betrifft die Controller-Betriebsart.

editor beatstep

Sie wird durch rote Beleuchtung der Pads und des roten Cntrl/Seq-Tasters angezeigt. Wenn es rot gibt, gibt es auch blau …

Die Betriebsart „Sequencer“

Die 16 Pads des Arturia Beatstep stehen bereit, um eine Note an der entsprechenden Stelle zu spielen. Denn nun ist der Beatstep ein 16-Schritt Step-Sequencer. Die dynamischen Eigenschaften sind dann jedoch nicht relevant. Dies wäre vielleicht eine gute Idee für ein Gerät mit mehr als 2 analogen Steuerausgängen. Der passende Notenwert wird im oberen Bereich mit den Endlos-Encodern eingestellt. Start und Stop sind im Controller-Modus für die DAW-Steuerung gedacht. Im Sequencer-Modus ist die Funktion selbsterklärend und synchron zum Computer-Tempo. Nicht nur dies ist möglich, die Laufgeschwindigkeit und Richtung kann relativ dazu unterschiedlich sein. Dies kann am Gerät direkt eingestellt werden. Man braucht dazu keine Software oder Editor. Dazu gehören Noten-Skalen und die schon erwähnte relative Geschwindigkeit zum Haupttempo. Im laufenden Betrieb kann auch die Laufbetriebsart geändert werden. Darunter sind die von Arpeggiatoren bekannten Wechselrichtungsbetriebsart und Zufallssprünge zu Vorwärts- oder Rückwärtslauf vorgesehen. Für 16 Sequenzen und damit verbundenen Einstellungen ist Platz im Gerät selbst. Diese können mit den Sequenz-Daten in den Editor gesichert und verwaltet und in Notenschrift verändert werden. Im Editor kann die Gate-Länge global für alle Steps und der Swing-Faktor vorgegeben werden. Ebenso ist auch eine kürzere Sequenz mit weniger als 16 Schritten möglich. Ungewöhnliche Tonskalen und Tonfolgen können über den User-Speicher im Editor gebastelt werden. Der größte Knopf auf dem Gerät ist für das Tempo und mit dem Shift-Taster für die Gesamt-Transposition zuständig.

Insgesamt kann man sehr einfach damit arbeiten und einfache Sequenzen schnell aus dem Hut zaubern. Da auch der MIDI-Kanal zu den am Gerät einstellbaren Funktionen zählt, kann der Beatstep auch für kleine „Jams“ herhalten. Er kann iPads via USB, Analogsynthesizer per CV/Gate und MIDI-Geräte steuern.

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Der Sequencer läuft auch ohne Computer

Der Clou des Arturia Beatstep ist zweifelsohne, dass ein einfaches externes Netzteil reicht und kein Rechner angeschlossen sein muss, um Spielspaß zu haben. Der Strom aus einem iPad reicht ebenfalls aus. Das MIDI-Interface und der analoge Anschluss geben im Controller-Modus wie auch im Sequencer-Modus die gewünschten Sequenz-Daten aus.

Um den Umgang zu schildern, nehmen wir mal ein Beispiel aus der Praxis. Sagen wir einmal, man hat einen der kleinen Moog Synthesizer ohne Tastatur. Der Besitzer hat gerade die Bühne betreten und startet den Beatstep-Sequencer. Jetzt werden langsam erst ein, dann weitere Step-Taster gesetzt und der Moog spielt die entsprechende Sequenz. Davor braucht man noch einen Bass, der dynamisch gespielt werden soll über die Pads. Dazu schaltet der Musiker einfach in den Controller-Modus um und spielt die Pads entsprechend.

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Die 16 Knöpfe werden zusätzlich die verborgenen Parameter des Moogs steuern, denn die Flankensteilheit und ein paar andere Dinge sind beim Phatty nur über ein kompliziertes Menü zu erreichen. Dafür hat man sich im Beatstep zuvor ein Set gebaut, um auch diese Phatty-Parameter gleichzeitig erreichen zu könne.

Steuert man z.B. die Hüllkurve des Phatty, hat man noch Platz auf der linken Seite, die Filter-Parameter mit Umschaltung der Flankensteilheit unterzubringen, weil der Song an einer Stelle ein wenig obertonreichere Sounds gebrauchen kann und dazu der LFO schneller gemacht werden soll und gleichzeitig die Wirkung erhöht werden soll. Das geht mit den Endlos-Encodern sehr gut, obwohl der Moog die entsprechende Möglichkeit aufgrund seines Interfaces nicht bietet. Nun beginnt der nächste Song. Das ist eine weitere Sequenz aus dem Step-Sequencer. Sie wird innerhalb des Stücks noch mit ein paar handgespielten Noten ergänzt, während einige Steps aus der Sequenz genommen werden.

Es spielen nur noch zwei bis drei Steps. Während der Sequencer läuft, kann der Musiker den Controller-Modus aufrufen und über die Pads die fehlende spontane Bassline dynamisch spielen oder ergänzen, ohne den Sequencer anhalten zu müssen. Ein angeschlossenes iPad soll dazu auf die Druckstärke reagieren und den Bass ein wenig ergänzen. Das kann der „Animoog“, denn er reagiert sogar auf Poly-Pressure-Daten aus dem Beatstep. Er spielt die gleiche Figur, aber durch den Druck ändert sich der Sound individuell pro Taste. Die Einlage ist für einen Moment polyphon eingespielt. Und es gibt es noch eine weitere Option …

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Mit dem Beatstep live unterwegs?

Auch ein analoges Modulsystem, das gar kein MIDI hat, könnte den Bass aus dem Beispiel. Das könnte auch ein altes Roland System 100m sein, das mehr als die üblichen 5 Volt benötigt, um die Hüllkurven auslösen zu können. Arturia gibt die maximale Spannung für das Gate mit 8 Volt an. Diese reichen oft aus. In einigen Einzelfällen wäre es allerdings möglich, dass ein kleiner Aufholverstärker benötigt wird, um jeden erdenklichen klassischen Analogsynthesizer damit zu betreiben. Der Test mit dem 100m klappte jedoch und somit ist ein solches System ohne weitere Hardware einfach integriert. Wichtig ist nur, dass der Analog-Synthesizer einen normalen Spannungstrigger versteht und ebenso mit dem sehr gängigen Volt-pro-Oktave-Spannungs-Prinzip klar kommt. Ein Yamaha CS-Synthesizer oder ein Korg MS-20 könnte hiermit deshalb nicht tonal korrekt gesteuert werden und ein Minimoog würde mangels Kurzschluss-Trigger seine Hüllkurven möglicherweise nicht auslösen ohne eine sehr einfache aber notwendige Hilfsschaltung dazu.

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Heute übliche Geräte werden jedoch alle funktionieren, außer der MS20 Mini. Ihm müsste man die Steuerkabel direkt in den Tonhöheneingang sowie dem „inoffiziellen“ Triggereingang der Hüllkurven stecken, um jedoch keine tonal korrekten Ergebnisse zu bekommen. Aber per MIDI wäre er korrekt „in Tune“. Da die Tonhöhen aus der CV-Buchse gemäß der Volt-pro-Oktave Ansteuerung Halbtöne quantisiert, sind keine kontinuierlichen Steuerspannungen möglich. Es gibt auch keinen „Modulations-Sequencer“-Modus, in denen Controller-Werte zu den MIDI-Notenwerten hinzu gebracht werden könnten.

Ebenso ist das mit der Dynamik, die im Sequencer-Modus außen vor bleibt – sicher wollte man damit die Konsistenz der Bedienung einfach halten. Dies ist sicherlich dem niedrigen Preis geschuldet. Ob sich eine „Pro-Version“ lohnen und was diese kosten würde, ist schwer zu schätzen. Der Spannungsbereich innerhalb einer Sequenz muss ebenfalls innerhalb 3 Oktaven agieren. Man kann jedoch die komplette Sequenz insgesamt transponieren, die dann das Doppelte als jene 3 Oktaven umfasst.

detail leucht

Was der Beatstep noch besser machen könnte

Der Beatstep hat sein eigenes Tempo. Er ist nicht zu irgendeinem Analog-Gerät per Trigger synchronisierbar. Mehrere Beatsteps könnten deshalb ohne Rechner nicht synchronisiert werden. Dafür benötigt man den Computer wegen des USB-Sync-Signals. Er kann Master oder Slave sein. So ließen sich auch mehrere Beatsteps unterschiedlich schnell und mit verschiedenen Sequenzen einsetzen. Aber sie müssen dann auch am Rechner mit einer Host-Sequencer-Software angeschlossen sein. Zu begrüßen ist, dass das Gerät sowohl MIDI- als auch CV/Gate-Anschlüssen anbietet und so sind diese zusammen mit der Sequencer-Funktion das besondere Merkmal an dem Arturia-Gerät. Für den Preis von 99,- Euro bekommt man keinen analogen Lauflicht-Hardwaresequencer, außer man lötet ihn selbst zusammen und weiß, was man tut.

Grenzen anderer Art stellt die maximale Anzahl von 16 Steps dar und generell der Spannungsbereich innerhalb einer Sequenz für analoge wie digitale Synthesizer von 3 Oktaven. Wer nach Haaren in der Suppe sucht, könnte ein bis zwei weitere CV-Anschlüsse für die Umsetzung von Dynamik vermissen. Auch dies wäre jedoch ein Luxusruf in eine leere Liste von Konkurrenten.

Forum
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    AMAZONA Archiv

    Danke für diesen schönen Bericht über das nette kleine Herlferlein.
    Ich habe seit einigen Wochen zwei Beatsteps hier im Einsatz, und ich bin von den Dingern wirklich begeistert.
    Die Verarbeitung ist einwandfrei (einzig das Plastefurnier an der Buchsenseite steht etwas über und wird vielleicht daher irgendwann mal ausfransen oder sich ablösen), und in der Tat macht das spontane Herumspielen via Stepsequenzer eine Menge Freude.
    Bei dem Preis ist das Ding meiner Meinung nach ein Must-have. Einzig eine Stand-alone-Synchronisierung würde ich mir wünschen, da (wie auch im Artikel angesprochen) ich das Ding ohne Rechner nur als MIDI-Master fahren kann. Eine Miniklinke mit MIDI-In wäre großartig gewesen.
    Wer also mit dem kleinen Besteck (Drumcomputer, Groovebox, etc. + weiteren Synth zur Ansteuerung durch den Beatstep) ein wenig rumjammen mag, hat hier ein nette Tool. Durch den direkten und intuitiven Zugriff auf die meisten Sequenzer-Parameter (Laufrichtung, Schrittlänge, Notenlänge) kommt man flott ins zeitvergessende Spielen. Einzig die Transponierung der Sequenz am Beatstep selbst wäre noch ein nettes i-Tüpfelchen gewesen.
    Ideen für eine von Michael visionierte Pro-Version sind sicherlich im Dutzend vorhanden, doch gerade die (sequenzertechnische) Reduziertheit des Geräts gepaart mit dem günstigen Preis macht das Gerät meines Erachtens als Mitnahmeartikel mit nachhaltigem Spaßfaktor so besonders.
    Gutes Gerät.

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    ahs

    ist es denn möglich, einen fliter über cv out zu steuern – also stufenlos, mit dem sequencer ?

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      moogulator  RED

      nein, wie erwähnt nur quantisiert nutzbar – wer damit klar kommt kann das allerdings in den Filter Eingang stecken oder FM Intensität oder sowas.

      Dies ist kein Mod-Sequencer.

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    TobyB  RED

    Hallo Mick,

    Daumenhoch, ich hatte den Beatstepper noch gar nicht auf dem Schirm. Da uhu ist das GAS recht stark ausgeprägt und ich fürchte die Korg Nanopads folgen der Nano Control in den Ruhestand. Mit USB, CV ergeben sich sehr interessante Möglichkeiten :-)

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      AMAZONA Archiv

      Ganz genau so siehts bei mir aus; nanoPad und NnanoKontrol haben schon seit langem nicht mehr das Licht gesehen.
      Zumal die Verarbeitung in beiderlei Hinsicht deutlichst für Arturia spricht.
      Ich hoffe mal, dass das auch für die Zukunft gilt, denn das nanoPad 1 durfte ich schon mal durch Obduktion und vorsichtigem Ablösen der Kontakte reanimieren. Da funzte nach einem Jahr kein einziges Pad mehr….
      Aber youtube sei Dank, dort gibt es ja auch für solche Probleme Anleitungen.

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        TobyB  RED

        Hallo AndreaZ,

        falls du wie ich Hornhaut an den Fingern hast, machen wir beim spielen was falsch und die Nanopads verabschieden sich angepilzt in die Altersruhe ;-) Das Nanopad 1 hat bei mir nach 12 Wochen gezickt, Nanopad 2 geht noch, da ich eh ein Freund von Dual Use bin, werd ich mit den Beatstep zu legen, ich bin mal gespannt auf den Beatstep

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      TobyB  RED

      Hallo Ahs,

      dafür gibts andere ebenso komfortable Alternativen, Doepfer Dark Link, EHX hat hier ebenso etliches im Programm, Softwareseitig ginge das mit Motu Volta, Expert Sleeperz Silent Way und so weiter. Alles mehr oder minder in eine DAW zu integrieren.

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          TobyB  RED

          Hallo ahs,

          bitte, ich hatte noch dieses Ding von KMI Sinn, komm aber grad nicht auf den Namen, hat auch einen CV out, kostet aber mehr. Aber vielleicht spendiert Arturia uns mal dieses Feature?…

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          ent

          howdy ;) Ich hab´den Test noch nicht gelesen und bin hier schon hängengeblieben … Knapper Hinweis: wenn es Dein Ziel ist, hüllkurvenähnliches Verhalten aus gestuften Schritten zu erhalten …. ist das ein alter Hut, der auch ganz ohne CPU auskommt und (gut für Dich) einen überschaubaren – aber eben zusätzlichen – Schaltungsaufwand erfordert. — In medias res: Lag processing wäre da das Stichwort [und sicher haben die Teutonen, Schweden und Japaner etc. auch einen Begriff im Sortiment … für das gleiten von einem (Spannungs)Sollwert zum nächsten]. Ohne mich all zu weit aus dem Fenster zu hängen: bei begrenztem Präzisionsanspruch sollte eine DIY-Lösung von anfängerkompatiblem Umfang realisierbar sein. Und wahrscheinlich gibt es auch was „von der Stange“, das man schlicht zwischen cv-out und dem Modulationsziel stöpselt. — Btw. würde ich mal schauen, was Du selbst einem arduino o.ä. „beibringen“ kannst – ggf. kannst Du auf dem Weg Deinen EG maßschneidern, auf den Punkt nach Wunsch. (Was anderes ist der hier diskutierte Apparat hier ja schließlich auch nicht.)

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    Aerocity  

    Ich kann damit aber nur ein Gerät zeitgleich steuern oder? Kenne mich mit Hardware kaum aus bin aber immer mehr daran interessiert, für die wichtigsten Sachen, ein dediziertes Gerät zu haben.

    VST´s kann ich ja vermutlich über USB steuern und dann auch zwischen verschiedenen Spuren wechseln oder?

    Lohnt sich so ein Gerät überhaupt wenn man schon diverse Sequencer hat wie das maxforlvie Device M-185 (Roland) oder den in Push integrierten Step Sequencer nutzen kann? Wie seht ihr das?

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      Filterpad  AHU

      Moin: Ich kenne jetzt weder dein Studio noch deine Musik. Aber ich bin der Meinung das diverse Controllercenter nur bedingt eine Mouse ersetzen. Daher denke ich, dass du nicht unbedingt einen Hardwaresequenzer bräuchtest, so mal du einen Softwaresequenzer besitzt. Mit Hardwarecontrollern versucht man HW mit SW zu kombinieren um die ollé PC-Mouse zu ersetzen bzw. um den Softwarefirmen Konkurrenz zu bieten , aber am Ende muss man so-wie-so immer zur Mouse greifen. Was ich dir allerdings sehr empfehle ist ein vernünftiges (MIDI-) Keyboard bzw. kaufe dir gleich einen HW-Synthesizer, dann hast du einen coolen Synth und ein MIDI-Key in einem.^^

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      moogulator  RED

      du kannst gleichzeitig analog, USB und MIDI raus schicken, so gesehen 3 verschiedene Teile steuern, da jede Taste einen anderen MIDI Kanal nutzen könnte – dennoch ist das nicht total unabhängig sondern manches einfach identisch zB Analog und MIDI bzw USB. Und man kann nicht sagen, dass bestimmte Signale NICHT an CV weiter gegeben werden sollen.

      Es wäre aber denkbar, das per Softwareupdate der Firmware zu tun.

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    Aerocity  

    Bisher habe ich das Keyboard Roland A-800, Push, Virus B, Elektron Maschinedrum und als Abhöre hab ich die Neumann KH-120 hier stehen. Vor allem in diesem Jahr hab ich immer wieder gemerkt das das Mausschubsen nicht mein Ding ist und ich meine Tracks lieber jammen will. Da gefallen mir so Setups wie von Minilogue oder Mathew Jonson falls dir die etwas sagen. Da ich mir die ganze Hardware nicht direkt kaufen kann versuche ich mein Setup sinnvoll zu erweitern und nach und nach sinnvolle Controller zu kaufen die bestimmte Funktionen übernehmen.

    Ich denke tatsächlich darüber nach mir den Prophet 8 mit Keyboard oder evt. einen kleinen Analogen Monosynth (Vermona Mono Lancet) zuzulegen. Bin aber momentan nicht sicher ob ich weiter auf Masterkeyboard und Desktopsynths setze oder doch etwas „komplettes“ möchte da ich seit ein paar Monaten auch in einer Band spiele. Bräuchte dann wegen mangelnder Inputs auch wohl eine neue Soundkarte die wird dann auch wieder 500€ kosten. Naja das sind so Dinge mit denen ich mich momentan beschäftige ^^

    Mir ist der Beatstep schon vor dem Artikel hier ins Auge gesprungen jedoch hab ich von einem richtigen Studio Setup nicht soviel Plan und die Erfahrungswerte fehlen mir auch. Mir fällt es schwer zu beurteilen ob mir das Gerät wirklich einen Mehrwert bringt wenn sich mein Homestudio in die Richtung entwickelt die ich mir vorstelle.

    Ich beschäftige mich halt erst jetzt mit so Dingen wie „Was ist ein CV-Gate“ oder das ich den Virus ja tatsächlich Multimembral spielen kann ^^ Ich kann mir momentan nicht vorstellen was ich mit dem Beatstep sonst machen würde außer den Virus oder einen Softsynth anzusteuern. Interessant fände ich wohl wenn ich mit dem Beatstep alle meine Spuren in Live sequencen könnte indem ich am Beatstep lediglich einen anderen Midi Kanal auswähle oder in Live eine andere Spur auswähle.

    Ich habe einfach keinen Bock meine Midi Noten mit der Maus zu setzen ;) Ich will spielen und Spaß haben! Jedes mal auf den Bildschirm gucken oder den Sequencer stoppen holt mich aus meinem Flow und raubt mir den Spaß.

    Ich stelle mir das eher so vor das ich hier ein paar Drums einspiele, mit Synth X einen Bass schraube. Weiter gehts ich brauche ein Pad und und höre zu, wie ich stundenlang das Filter auf und zugehen lasse ;) Naja Sequencen, Leads etc. brauche ich natürlich auch noch aber möglichst ohne eine Maus anzufassen.

    Synths ziehen mich auf jeden Fall mehr und mehr an aber das Thema ist echt noch in den Kinderschuhen

    Die Entscheidungen kann mir natürlich keiner abnehmen aber hatte dennoch Lust was zu schreiben ;-)

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      Filterpad  AHU

      Also was ein CV/Gate ist, da bin ich auch gerade dabei herauszufinden, für was man das braucht. So viel ich bisher weis, macht das nur Sinn, wenn man einen analogen Synth hat ohne Tastatur, den kann man dann mit einer Tastatur, die eben einen CV-Anschluss besitzt, anschlagdynamisch spielen. Übrigens! Ein Synthesizer ist nicht schwer zu bedienen. Ich würde nur kein analoges Modularsystem kaufen, sondern einen ganz normalen Tasten-Synthesizer wie z.B. von Arturia (Minibrute) Clavia (Nord-Lead Serie) oder ähnliches. Also nach etwa einem Jahr kennst du das Ding in und auswendig – garantiert! Ebenso haben diese Synthis alle MIDI, damit kannst du dann deine VST-Plug-Ins am Rechner live spielen und mit den Potis (nicht beim Minibrute aber bei den Roland und Clavia Synthis) kannst du die Regler der Plug-Ins in Echtzeit steuern. Mein Erfahrungsbericht über den NI MASSIVE VST erklärt das ganz genau.^^ (siehe Profil) Wenn du eine Beatmaschine mit mehreren Spuren möchtest, um mehr „Hardwarefeeling“ zu bekommen, anstatt den Rechner zu bedienen (Quasi ein kleines Hardware-Produktionsstudio), dann wäre evtl. eine Groovebox für dich etwas, wie z.B. die Roland ‚MC-909‘. :-) Check it out! http://www.....nd-mc-909/

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        TobyB  RED

        Hallo Filterpad,

        die MC 909 ist ein bischen schwer für ne Groovebox ;-) Die kann schon noch ein bischen mehr. SRX Boards und so..Für Jemanden der anfängt mit HW zu musizieren ist die schon etwas teuer für um die 700€ und dann gebraucht. Zum anderen renn mal los und versuche mal Smart Media Karten zu kaufen, die der Slot frisst. ;-) Das sollte man vorher wissen.

        Grüsse

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      TobyB  RED

      Hallo Aerocity,

      der Mick aka Moogulator hat da ein Wiki, http://www.....hp/CV_Gate , hier findest du die wichtigsten Begriffe und Techniken erläutert, wenn man den Rechner als Plattform zum musizieren verlässt, gibt es ein paar Stolpersteine die man kennen sollte. grade wenn man analog und oder mit Midi unterwegs ist. Kurzgesagt kannst du mit CV/Gate und dem Beatstep von der DAW und dem Controller analoge Synths mit CV/Gate in steuern. Möglich wären Pitch, LFO, Filter Cut Off etc. der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt. Ich setze z.b. Filter und ModulationsFX ein, welche ich mit CV/Gate steuere. Oder ich steuere die Monotribe an. Ob man nun mit Modularen, Analogen Synths oder was hybridem oder digitalem anfängt ist primär die Frage wie mache ich Musik und was sind meine möglichen Werkzeuge. Das kann man nicht pauschal beantworten. Wenn du in einer Band spielst ist das sicher auch die Frage, was hier praktikabel ist.

      Grüsse

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        Filterpad  AHU

        Moin Toby, kannst du das mit dem CV/Gate noch etwas genauer erklären sprich, für wen kommt das infrage und welchen Vorteil hat man dadurch im Vergleich, als wie wenn man es nicht hat. Wie steuerst du damit die Monotribe? Wie muss man sich das bautechnisch und funktionell vorstellen? Gruß FP.

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          moogulator  RED

          „Vorteil“ von CV ist sogar, dass es sehr schnell & direkt arbeitet gegenüber MIDI oder „Computerzeug“.

          Bei den kleinen Teilen, die sonst kaum oder gar kein MIDI haben wäre es eher die Frage DAS es geht. ZB haben die Volcas eine Analoge Weiterreichung der Clock und ähnliches. Am bequemsten ist natürlich ein USB – damit hat man faktisch MIDI in/out bzw. mindestens CV und Gate Kabel gestelckt (insgesamt 4 für rein und raus sowie für alles was die Controller machen ,sinnbildlich gesehen, so der Synth diese versteht)

          ist also immer schwer zu vergleichen, da ist der Computer also oft schnell im Vorteil ;)

  6. Profilbild
    TobyB  RED

    Moin FP,

    damit das klappt muss die Monotribe das OS 2.1 haben, du brauchst das Special Korgkabel oder Adapterkabel um die Monotribe z.b. an den Dark Link zu koppeln. Markus hat hier bei Amazona dazu schon was geschrieben.

    http://www.....troller/3/

    Über den Darklink und Midi steuert dann ein Midi Signal die Tribe, hier die Tonhöhe und Dauer.

    Vorteil ich muss die Monotribe nur im OS updaten, wenn ich keine mit OS2.1 habe.

    Ebenso ich kann die Noten aus der DAW kommen lassen und Knöpfe drehen, oder was auch immer.

    Für wen kommt das in Frage? Für alle denen der Sound aus der DAW zu glatt ist, die Analoge und andere Erzeuger im Mischbetrieb einsetzen.

    Liess mal beim Artikel nach, Markus bringt das gut auf den Punkt.

  7. Profilbild
    René Preuß

    Hallo moogulator ..ich möchte meinen Virus ansteuern im multimode für Live. Kann man einzelne midispuren am beatstep stummschalten zB. Die bassdrum midispur vom Virus Sodas ich einen Song bauen kann . Und hat der beatstep ein externe anschluß für Strom oder muß da die USB Schnittstelle herhalten.

    • Profilbild
      moogulator  RED

      es gibt ja eigentlich nur eine „Spur“, bzw so viele Drums wie Pads, die einfach auf irgendeinen MIDI Kanal gemappt sind, dh – das was du vor hast wird nicht klappen, du hast eigentlich nur eine „Sequence Line“ .. und die anderen Ausgaben sind ,wie oben beschrieben, eigentlich eher zusätzlich da aber haben keine eigene „Spur“, .. Der Beatstep ist eigentlich ein Controller der nebenbei für 99€ einen Sequencer mitführt.. that’s all.

  8. Profilbild
    WOK  

    Mal ’ne Frage: es wird im Download Manual von Arturia nicht explizit beschrieben: kann man die Encoder auf „relativ“ stellen, so dass keine absoluten CC-Werte sondern der Änderungs-„Ticker“ gesendet wird, um so z.B. die Fader einer DAW ohne Sprünge zu steuern (Reaper)?
    Den MCU Modus scheint das Teil ja nicht zu haben, um so z.B. die Pads für Mute oder Solo (mit Rückmeldung über LED) zu nutzen?
    Hat das schon mal jemand dafür eingesetzt und wie sieht es z.B. mit „weiterschalten“ für mehr als 8 oder 16 Tracks aus?

  9. Profilbild
    kritik  

    als drum und synth controller begrenzt nutzbar
    1.kein oktave schalter.
    2.regler werte pro drehung ein 5tel eines normalen reglers.
    daher keine sweeps etc möglich.
    3.software umständlich
    presets nur speicherbar wenn apps aus sind
    4.regler gerastert.

  10. Profilbild
    kritik  

    5.transport funktion für apps nutzlos
    weil der interne sequenzer mit startet
    und in der app natürlich töne spielt.

  11. Profilbild
    kritik  

    diese knob acceleration sache ist sowieso quatsch
    keine regelmässigen und abschätzbaren
    drehwerte bei denen mann bestimmte bewegungungen wie rytmen lernt und wiederholt
    auserdem muss man bei einem complett creshendi von 0 -127 linear 4 mal dazwischen anhalten weil die finger sich nicht 4 mal rumdrehen können

  12. Profilbild
    kritik  

    noch schlimmer
    diese encoder sind keine endlosregler
    bei mir verursachen bei soundwechsel sämtliche encoder die typischen parammetersprünge
    wie bei normalen billig controllern

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