Test: Arturia Jupiter-8V

Die Oszillatoren sind synchronisierbar und per Regler stufenlos cross-modulierbar. Die Pulsweitenmodulation kann durch den LFO 1, Hüllkurve 1 oder manuell gesteuert werden. Der zweite LFO liegt als großer weißer Taster links unten neben dem Pitchbend vor und erlaubt per Druck die Modulation der VCOs und VCFs.

Die Intensität ist hier stufenlos über Slider regelbar. Links neben der Tastatur befinden sich weitere interessante Spielhilfen. Hier können VCO 1 und 2 und VCF getrennt voneinander auf den Pitchbendregler geroutet werden. Die Intensität ist regelbar. Ein Hochpassfilter und ein nachgeschaltetes Tiefpassfilter mit 12/24dB Flankensteilheit und regelbarer Resonanz dienen der weiteren Klangformung. Abschließend stehen zwei Hüllkurven zur Auswahl, wobei ENV 2 fest mit den VCAs verbunden ist. ENV 1 ist in der Polarität umkehrbar. Beide Hüllkurven bieten eine Key Follow Schaltung an. Die Filter lassen sich wahlweise auf eine der beiden vorhandenen Hüllkurven schalten.

Bildschirmfoto 2014-05-07 um 20.54.10

Eine Besonderheit ist die Aufteilung der Stimmenressourcen in Split- und Dualsounds. Bei Splitsounds werden die Stimmen auf die untere und auf die obere Splithälfte verteilt. Dualsounds ergeben sich aus zwei unterschiedlichen Patches, die gleichzeitig spielbar sind.

In der Spielart Solo stehen je zwei Oszillatoren zur Verfügung, Unisono benutzt bei monophonem Spiel so viele Stimmen, wie im oberen Menübereich unter Unisono freigegeben werden. Bei mehrstimmigem Spiel werden die Oszillatoren entsprechend verteilt. Dies erlaubt bei Bedarf fette Solosounds. Poly bietet normalen Betrieb mit bis zu 32 Stimmen.

Im Gegensatz zum Original lässt sich die Klangerzeugung um mehrere Oktaven rauf und runter transponieren. Wichtig ist der Panel Mode, denn er schaltet zwischen dem Lower und dem Upper Sound um. Es kann vorkommen, dass man sich im falschen Layer befindet und sich wundert, warum sich ein Sound nicht editieren lässt.

Klangbeispiele
Forum
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    AMAZONA Archiv

    Ich mag den Sound des Jupiter 8V gern und er bringt etwas vom Roland-Analog-Klang in den Rechner.
    Ärgerlich, aber eigentlich bei Arturia nicht verwunderlich, sind einige vorhandene Bugs. Der nervigste ist, dass das Mastertuning um ca. 12 Cents zu hoch ist – zumindest bei der OSX Version, die ich nutze. Ist das beim PC etwa anders oder warum schreibt das niemand in die Reviews?

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    I used to have a JP8 hardware, sold it 2 years ago and was pretty impressed hearing its signature sound in vsti nowadays… I know I'm getting old ;-)

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    AMAZONA Archiv

    Ich finde man muss auch mitbewerten, dass dieses Plugin überdurchschnittlich CPU-hungrig ist und bei richtig polyphonem Spiel, zB. bei Flächen, fast einen Rechner allein für sich in Anspruch nimmt. Andere vergleichbar gut klingende Plugins können das mit teilweise deutlich weniger CPU-Last. Daher finde ich die Bewertung durchaus gerechtfertigt. Und…ich habe mal einen Jupiter8 nur für eine halbe Stunde gespielt. Das Plugin klingt teilweise schon deutlich anders. Damit meine ich nicht schlecht, aber wenn man schon Werbung mit einer realistischen Emulation macht, dann bitte soll es auch so klingen. Ansonsten: Punktabzug.
    Björn

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    Ein prima Test, und ein gutes Fazit . Der JP8 ist sicher
    ein gut aussehender weiterer subtraktiver virtueller Synth. Wenn er nicht von Aruria käme, würde er wahrscheinlich wesentlich stärker kritisiert, weist er doch in höheren Lagen noch hörbares Aliasing auf und verbraucht auch viel CPU Power, zum Teil über Gebühr. Wer glaubt mit der schönen Artria GUI auch den Klang des Originals mitzukaufen für knapp 200 Euro , glaubt sicher auch gerne an den Weihnachtsmann ;-) Ich finde übrigens, dass der Arturia einen tollen Einstiegssyntesizer für Anfänger darstellt, die bisher nur auf Presets gebaut haben.

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    Ich hab irgendwie den Eindruck die Zeit der VST-Plugs neigt sich dem Ende zu. Irgendwie klingen die Plugs alle gleich. So nen richtigen Unterschied zwischen einer Minimoogemulation und dem hier beschriebenen Jupiter kann ich nicht vernehmen. Klar. Wo soll er auch herkommen. Sägezahn, Rechteck, Sinus und Puls, nen Filter und zwei ADSR-Hüllkurven und ein paar Effekte. Fertig.

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    Zur CPU Last des Jupiter-8V gibt es folgende Aussage von Arturia: Die eigentliche TAE Engine des Jupiter-8V dürfte tatsächlich weniger CPU-Last erzeugen als die älteren Arturia Synths, da diese Engine ständig optimiert wird. Ein "einfacher" Jupiter-8V Sound ohne Galaxy, Sequenzer und vor allem ohne Insert-FX verbraucht weniger CPU als z.B. ein Minimoog V.

    Also: Ja, das Plug-In braucht einiges an CPU-Leistung. Das gleiche gilt für alle bisher erschienen Arturia Synths, aber auch für fast alle anderen aktuellen Software-Synthesizer.

    Positive Ausreisser bilden hier (leider) zurzeit die Ausnahme.

    Grüße

    Fr@nk

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    Zur klanglichen Nähe zum Original möchte ich folgendes erwähnen:
    Es gibt hier interessanterweise sehr unterschiedliche Aussagen, auch von sehr kompetenter Seite. Die einen attestieren eine deutliche Nähe zum Original, andere weisen auf deutliche Unterschiede hin. Offensichtlich klingen auch die originalen Hardware Synths sehr unterschiedlich.

    Ein recht bekannter Autor hat neulich seinen Test, nach Hörvergleichen mit Arturias Jupiter-8 in Grenoble, komplett umgeschrieben. Demnach klang das Plug-In zwar nicht so wie dessen eigener Synthesizer, war jedoch sehr nah an dem Jupiter-8 vor Ort, nach dem Arturia das Plug-in emuliert hat.

    In der Regel bezieht sich jedoch die Kritik weniger auf den Grundsound, als eher auf Unterschiede in der Crossmodulation.

    Viele Grüße

    Fr@nk

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    @Piet
    zum Teil hast Du Recht. Es handelt sich in erster Linie um Subraktive Synthese.
    Jedoch hat ein Moog, ein Prophet oder ein Jupiter grundsätzlich
    einen anderen Klangcharakter.
    Zum einen liegt es am Filter, zum anderen an den Modulations-Möglichkeiten.

    Persönlich bin ich von Arturia´s JP8-V sehr überzeugt.
    Für mich mit das beste PlugIn von Arturia (neben dem ARP2600).
    Hatte beide Hardware-Jupiter (JP8 und JP6) schon in meiner Sammlung
    und kann dem Arturia JP8-V eine gute Emulation bescheinigen.
    Auch wenn selbstverständlich das Original doch noch eine andere
    und vor allem eigene Liga ist.
    Ein Jupiter-8 wird immer eine Jupiter8 bleiben, da hilft auch keine Emulation.
    Ebenso beim Matrix-12, der wird immer als Hardware seinen eigenen Charakter haben.
    Auch wenn er vielleicht eines Tages als Software-Emulation erscheint …..

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    @Piet: Die Zeit der Emulationen in der von Arturia angebotenen Form ist leider noch nicht vorbei.
    @All: Die Testbewertung ist absolut nachvollziehbar, die Bedienung der Arturia-Plug-Ins eine Zumutung.
    Was den Sound betrifft: Ich finde, der JP8 klingt wirklich gut und anders als die anderen Arturia-Emulationen.
    Die Systemlast ist ebenfalls eine Zumutung, das können andere (z. B. U-he) viel besser. @Tomeso: Meinen Prophet-V habe ich gleich wieder verkauft, da das Plug-In unter Mac OS 10.4 und Logic (AU) nicht richtig funktionierte und ständig Overload erzeugte. Schade, dass es für Software kein Rückgaberecht gibt.

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    Als Autor des Artikels möchte ich nochmal Stellung beziehen zu der Systemlast des Jupiter-8V. Auf meinem Testrechner, Core2Duo E6600 mit 2GB RAM kann ich mehrere Instanzen des PlugIns bei hoher Polyphonie zu spielen, ohne das ich an die Grenzen der CPU Last stoße. Natürlich erfordert TAE hohe Systemressourcen, aber wenn moderne Software eingesetzt wird, muss die Hardware angemessen sein. Das ist in allen Multimedia-Anwendungen so. Gruß Gerhardt

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    Besonders überzeugend fand ich bis jetzt keine der Emulationen von Arturia. Selbst beim Minimoog hat mich der Minimonsta von Gforce mehr überzeugt.
    Beim Jupiter ging es mir ähnlich. Entweder liegt es daran das man einfach analoge Geräte schlecht in eine digitale Domain transferieren kann oder es liegt an dem Unvermögen der Entwickler auch mal neue Wege mit alter Technik zu gehen…

    Diese Analog-Emulationen haben wohl langsam ihren Zenit erreicht. Jetzt wirds langsam mal Zeit mit dem KnowHow Synth für heute zu bauen :)

    Bei den Arturia Emulationen blieb und bleibt zumindest meine Geldböse bis jetzt stecken. Sowohl Soundmässig als auch von den Features und der Bedienung nicht überzeugend für das Jahr 2007.

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    AMAZONA Archiv

    Schrott ! \r\nViel zu kleine Knöpfe, bzw. nicht auch heutige 1920x Displays anpassbare Oberfläche, unglaubliche Systemlast und klingt wie aus dem Schuhkarton.\r\nEcht mal Arturia, habt ihr noch Ohren ? Mag sein daß sich das alles im überkomprimierten Schranzgedudel vermischt, aber ich bin gerne bereit Euch ein paar Klangbeispiele meines Jupiter 8 zu schicken. Bei dem Preis sollte man heute neben den Spielereien doch etwas mehr Klang bekommen. Bin sehr aufs Origin gespannt…

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    kenanalog

    Ich habe vor einigen Wochen den OP-X PRO-II von Sonic Projects erworben. Interessanterweise emuliert dieser Synth die typischen Jupiter-8 Sounds weitaus überzeugender als der Jupiter 8V, obwohl konzeptionell als Oberheim-Klon ausgelegt. Es gibt sogar eine entsprechende Bank.

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      AMAZONA Archiv

      Interesannt. Genau das hab ich mir auch gedacht. Der OP-X klingt viel voluminöser. Es sieht wohl so aus als könnten die Schweizer besser Programmieren als die Franzosen

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