Kompakter Controller mit Touchstrips
Mit dem MicroLab Mk3 hat der französische Hersteller Arturia kürzlich die dritte Generation seines kompakten USB-Controller-Keyboards vorgestellt. Für viele Nutzer könnte der Controller vor allem deshalb interessant sein, weil er trotz seiner kompakten Maße über ein paar gute Features und eine gut spielbare Tastatur verfügt. Schauen wir einmal, was das Arturia MicroLab Mk3 so zu bieten hat.
Kurz & knapp
- Kompaktheit & Mobilität: Sehr leicht und handlich – ideal für unterwegs
- Spielgefühl & Tastatur: Gute anschlagsdynamische Tasten mit solidem Spielgefühl trotz kompakter Maße.
- Bedienung & Steuerung: Kaum Controller-Funktionen – nur vier Buttons und zwei Touchstrips, keine Drehregler oder Fader.
- Software-Bundle: Inklusive Analog Lab Intro mit über 500 Sounds und Ableton Live Lite – gutes Gesamtpaket für Einsteiger.
- Fazit & Empfehlung: Top für Einsteiger – für mehr Controller-Funktionen lieber zum nächst höheren Modell greifen
Inhaltsverzeichnis
Aufbau des Arturia MicroLab Mk3
Das MicroLab Mk3 ist Arturias kleinstes Controller-Keyboard und misst gerade einmal 406 x 125 x 39,3 mm. Das Gewicht liegt bei sehr moderaten 615 g, was bedeutet, dass man das Keyboard jederzeit und überall mitnehmen kann, es aber dennoch – zumindest im Hinblick auf andere solch kleine Controller – über ausreichend Gewicht verfügt, dass es sich nicht gleich beim ersten Windstoß (oder vollem Tastaturanschlag) von dannen macht.
Es scheint, als ob das MicroLab ein perfekter Partner für das kleine Recording-Setup, den Jam im Park oder auf der Couch sowie für Produzenten und DJs ist, die viel Zeit auf Reisen und in Hotels verbringen und lediglich ein kleines Einspielkeyboard für den Laptop benötigen.
Die Ausstattung des Arturia MicroLab Mk3 ist überschaubar und alle Funktionen sind schnell erklärt. Fader, Drehregler oder Encoder gibt es bei diesem USB-MIDI-Keyboard nicht, lediglich vier Soft-Buttons zieren die Bedienoberfläche. Direkt unterhalb dieser Buttons hat Arturia zwei Touchstrips platziert, die 5,2 cm lang sind und werksseitig für die Parameter Pitchbend und Modulation vorgesehen sind. Diese lassen sich sauber bedienen und erlauben eine gute Kontrolle und Steuerung von Parametern.
Optisch setzt Arturia das aktuelle Design seiner Controller-Keyboards beim MicroLab Mk3 fort. Das Gehäuse besteht komplett aus Kunststoff und ist gut verarbeitet. Die Ecken sind sauber abgerundet, das Gerät liegt gut in der Hand und lässt keinen Anlass zur Kritik. Auch wenn die seitlichen Leisten in Holzoptik nur aufgeklebt sind, verpassen sie dem MicroLab Mk3 einen schicken Look.
Erhältlich ist das MicroLab Mk3 in den Farben Schwarz und Weiß. Preislich gibt es keinen Unterschied und auch funktional unterscheiden sich die beiden Varianten nicht voneinander.
Auch wenn ich das Fazit mit dem folgenden Absatz vielleicht etwas vorwegnehme, sollte mit Blick auf die Ausstattung des Arturia MicroLab Mk3 recht schnell klar werden, um es was bei diesem Controller-Keyboard geht – und vor allem, um was nicht!
Denn ohne Fader, Drehregler und Buttons zum Triggern von Funktionen sieht es beim MicroLab Mk3 Controller-mäßig recht mau aus. Wer seine DAW mit Spuren, Mixer sowie Software-Instrumenten und Effekt-Plug-ins steuern möchte, wird mit diesem Controller sicherlich nicht glücklich. Dafür fehlt es ihm einfach an Steuerungsmöglichkeiten.
Wer allerdings ein kompaktes MIDI-Keyboard zum Einspielen von Melodien, Patterns und kleinen Akkordsequenzen (dazu gleich noch weitere Informationen) sucht, sollte sich das Arturia MicroLab Mk3 ruhig einmal näher anschauen, denn im (mobilen) Produktionsalltag lässt es sich sehr gut einsetzen.
Tastatur des Arturia MicroLab Mk3
Auch wenn das Arturia die Tastatur des MicroLab Mk3 als „Slim Keybed“ bezeichnet, finde ich die 25 Tasten des Controllers gar nicht so mini. Klar, eine vollwertige, normal große Tastatur ist das nicht, aber die Maße der Tasten belaufen sich auf 8,8 x 1,9 cm (weiß) bzw. 5,5 x 0,9 cm (schwarz), das ist schon etwas größer als eine Miniaturausführung.
Spielen lassen sich die anschlagsdynamischen Tasten gut. Der Tastenwiderstand ist gut spürbar, grundsätzlich sind die Tasten aber recht leicht gewichtet. Ein wenig mehr Widerstand hätte ich entsprechend nicht schlecht gefunden. Insgesamt bietet Arturia hier aber eine gute Tastatur, auch wenn die Tastatur ohne Aftertouch auskommen muss. Das ist in dieser Preisklasse aber nicht verwunderlich.
Anschlüsse
Wie auch die Bedienelemente, sind die Anschlüsse des Arturia MicroLab Mk3 schnell abgehandelt. Lediglich eine USB-C-Buchse, ein Kensington-Lock sowie eine mit „Control“ betitelte Buchse im 6,3 mm Klinkenformat zieren die Rückseite des Keyboards.
Entsprechend wird das MicroLab über USB mit Strom versorgt und über die USB-C-Buchse werden auch alle sämtlichen Controller-Daten transferiert. An der Control-Buchse lässt sich sowohl ein Sustain- als auch ein Expression-Pedal anschließen.
Lieferumfang inklusive Analog Lab Intro
Dass Arturia neben seinen vielfältigen Hardware-Produkten auch allerhand Software-Instrumente und Effekte im Portfolio hat, ist weithin bekannt. Am bekanntesten ist vermutlich die Host-Software Analog Lab, die seit vielen Jahren zum festen Bestandteil und Lieferumfang der Arturia Controller-Keyboards gehört.
Im Laufe der Jahre gab es einige Namenswechsel und auch Änderungen hinsichtlich des mitgelieferten Contents. Mit dem Arturia MicroLab Mk3 liefert der Hersteller Analog Lab Intro aus, die kleinste Version von Analog Lab, die aber immerhin eine 28 Software-Instrumente umfassende Auswahl von Arturias V-Collection bietet. Über 500 Sounds, von Vintage-Keyboards und Synthesizern bis hin zu modernen Electro-Klängen, bekommt man beim Kauf des MicroLab Mk3 dazu. Nicht nur für Einsteiger ist das ein schönes Paket.
Für die Installation von Analog Lab Intro wird eine Seriennummer benötigt, die Käufer des Controllers auf einem kleinen Pappkärtchen im Karton des Keyboards finden. Nach dem Herunterladen und der Installation des Arturia Software Managers lässt sich der Code dort eingeben und die Software kann installiert werden.
Da das Arturia MicroLab Mk3 wie beschrieben nur über vier Soft-Buttons sowie zwei Touchstrips verfügt, beschränkt sich der Einsatz als Controller für Analog Lab auf das Umschalten von Sound-Presets und der Kategorie. Die Tastenkombination Shift plus Oct+/Oct- führt entsprechend dazu, dass man in der Analog Lab Intro Software schrittweisevon einem auf das nächste Preset wechseln kann, mit Shift und dem rechten Touchstrip „wischt“ man durch die einzelnen Presets und mit Shift und Bedienung des linken Touchstrips wandert man durch die Sound-Kategorien.
Neben dem einfachen Spielen von Sounds bietet Analog Lab auch die Möglichkeit, die Sounds mit Effekten zu versehen und zu editieren. Allerdings nicht vom Controller aus, sondern lediglich mit Computermaus und Tastatur. Software-seitig ist beispielsweise auch ein Split möglich, so dass man grundsätzlich auch zwei Sounds parallel spielen kann.
Neben der Software Analog Lab Intro gehört auch die DAW Ableton Live Lite sowie ein USB-Kabel zum Lieferumfang des Controllers dazu.
Einsatz des USB-MIDI-Controllers
Abgesehen von Analog Lab Intro lässt sich das Arturia MicroLab Mk3 auch als klassischer MIDI-Controller zum Einspielen von Melodien oder Akkorden nutzen. An meinem Mac wurde das Keyboard nach Anschluss an den USB-Port sofort erkannt.
Wer die Einstellungen des Controllers bearbeiten möchte, benötigt hierfür das kostenfreie Arturia MIDI Control Center. Hier lassen sich die im folgenden Bild ersichtlichen Einstellungen vornehmen:
Im Rahmen des Tests hat das Arturia MicroLab Mk3 sehr gut funktioniert und es gab keinerlei Anstoß für Kritik. Über die Oct-Tasten lässt sich die Tastatur des Controllers oktavieren, mit Hilfe des Hold-Buttons lassen sich gedrückte Tasten wie bei einem Sustain-Pedal verlängern.
Eine Zusatzfunktion bietet das Arturia MicroLab Mk3 mit seinem Chord-Mode. Einfach Shift und Hold gemeinsam drücken, danach auf der Tastatur einen beliebigen Akkord spielen und schon lässt sich dieser Akkord chromatisch über die komplette Tastatur spielen. Für ungeübte Nutzer eine einfache Möglichkeit auch komplexe Akkorde zu spielen, für Pianisten und Keyboarder eher eine kleine Spielerei.
Alternativen zum Arturia MicroLab Mk3
Die meisten Hersteller von Controller-Keyboards bieten im Rahmen ihres Produktportfolios ebenfalls kleine und kompakte MIDI-Keyboards an. So bietet AKAI beispielsweise das LPK Mini Mk2 an, das preislich auf dem Niveau des MicroLab Mk3 liegt und sogar mit einem Arpeggiator ausgestattet ist. Allerdings sind die Tasten des LPK-Controllers etwas kleiner als die des MicroLab:
Auch das Swissonic Minikey 25 könnte als Alternative zum Arturia in Betracht gezogen werden, bietet es doch neben einem Arpeggiator auch eine integrierte Bluetooth-Schnittstelle. Aber auch hier sind die Tasten etwas kleiner als beim MicroLab Mk3:












































Nun ja, ich bleib da lieber weiterhin bei meinem guten alten MINILAB mkII. Das ist auch sehr kompackt und tut noch seinen Dienst. Ok, aktuell ist das MINILAB mk3 das kostet allerdings rund 40€ mehr. Dafür bekommt man auch entsprechend mehr Kontroller. Das Swisonic hat einen Joystick. Das krieg ich aber auch selber hin. Ein Tensey(Microcontroller) und einen oder Gleich mehrere Analog Joysticks,ein Gehäuse mit der 3D-Drucker gestrickt und ein bischen Programmieren. Fertig! Ein bisschen Basteln macht doch Spaß und man bekommt exact das was man sich so vorstellt.Bin schon am Planen. Auch als ergänzung zum MicroLab Mk3 möglich.