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Test: Arturia MiniFuse 2 OTG, USB-Audiointerface

Einsteiger-Interface für Content Creator

13. März 2026
arturia minifuse 2 otg interface

Test: Arturia MiniFuse 2 OTG, USB-Audiointerface

Das französische Unternehmen Arturia hat seine Palette an MiniFuse-Audiointerfaces um ein weiteres Modell erweitert. Nach den drei Modellen MiniFuse 1, MiniFuse 2 (beide 2021) und MiniFuse 4 (2022)  folgt nun das MiniFuse 2 OTG, das aber keine verbesserte Ausgabe des OTG-losen MiniFuse 2 ist, sondern mit seiner On-the-Go (OTG)-Technologie eine andere Zielgruppe im Blick hat. Waren das bei MiniFuse 2 noch die Musiker, sind es hier die Content Creator und Podcaster, die auch mobil Inhalte erstellen möchten/müssen. Was das Arturia MiniFuse 2 OTG bietet und warum Musiker damit jedoch ein bißchen weniger Freude haben werden, das klären wir jetzt mal.

Kurz & knapp

Was ist es? Arturia MiniFuse 2 OTG, 2-Kanal-USB-C-Audiointerface mit zusätzlichem OTG-Port für Smartphone- und Tablet-Integration.

  • OTG & Loopback: Zusätzlicher OTG-USB-C-Port und sechs virtuelle Loopback-Kanäle ermöglichen flexible Streaming- und Recording-Setups.
  • Mobil einsetzbar: Standalone-Modus und Stromversorgung per Powerbank machen das Interface ideal für Content Creator unterwegs.
  • Software-Paket: Sehr umfangreiches Bundle inklusive DAWs, Plug-ins und Podcast-Software – stark für diese Preisklasse.
  • Messwerte & Praxis: Solide Audioqualität mit gutem Frequenzgang, Dynamikumfang praxisnah gemessen bei rund 93 dB.
  • Einschränkung: Kein MIDI I/O mehr – Musiker mit 5-Pol-MIDI-Bedarf greifen besser zum MiniFuse 2 ohne OTG.
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Arturia MiniFuse 2 OTG

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Arturia MiniFuse 2 OTG

Das ist das Arturia MiniFuse 2 OTG / Technische Daten

Das Arturia MiniFuse 2 OTG ist ein 2-Kanal USB-Audiointerface (max. 24 Bit / 192 kHz) mit USB-C-Anschluss, das noch zwei weitere Kanäle über den OTG-Port sowie sechs virtuelle Loopback-Kanäle bereitstellt. Den Verstärkungsbereich der Eingangskanäle gibt der Hersteller mit 56 dB an, den Dynamikumfang mit 110 dB. Dass wir dann in unserer Messung auf geringere Werte kommen, ist nicht weiter verwunderlich (siehe Grafik Messergebnisse). Die Hersteller messen recht unterschiedlich: mal unter Laborbedingungen, mal auch Ein- und Ausgänge getrennt – und manche sogar an Messpunkten auf der Platine. In unserem Alltagstest, den wir zukünftig – soweit möglich – bei allen kommenden Test von Audiointerfaces durchführen wollen, messen wir dagegen praxisnah und einheitlich die Kombination aus In- und Output, indem wir im Loop-Verfahren Ein- und Ausgang miteinander verbinden. Damit wollen wir die Möglichkeit schaffen, Audiointerfaces direkt miteinander vergleichen zu können.

Arturia MiniFuse 2 OTG

Die von uns gemessenen rund 93 dB Dynamikumfang weichen da schon nicht unerheblich von den gemeldeten 110 dB ab, sind aber für ein Einsteiger-Interface noch ganz ok. Der Frequenzgang ist dafür erstklassig, der Stereo-Crosstalk nicht überragend, aber ebenfalls in Ordnung. Gerade bei recht kompakten Interfaces mit ihren eng verbauten Komponenten kann es schon mal mehr zum Übersprechen der Kanäle kommen.

Arturia MiniFuse 2 OTG

Lieferumfang und Verpackung

Die Verpackung des Arturia MiniFuse 2 OTG unterscheidet sich auf den ersten Blick kaum von der ihres Vorgängers. Lediglich das dünn gedruckte „OTG“ und der geänderte Zusatz „Flexible dual audio interface“ (statt „Compact USB audio interface“) verraten den neuen Inhalt. Der steckt jetzt in einem umweltfreundlichen braunen Karton, der allerdings in eine weiße, bunt bedruckten Schiebehülle im Arturia-Design verpackt wurde. Und auch von der Plastiktüte für das Interface wollten sich die Franzosen nicht trennen, wozu auch immer die nun gut sein soll.

Wer nun meint, so etwas gehört nicht in einen Testbericht: Bei geschätzten 80 bis 150 Millionen Tonnen Plastik in den Weltmeeren ist jede Plastiktüte weniger ein Schritt in die richtige Richtung. Weshalb ich auch weiterhin darauf hinweisen werde. Mit in der Verpackung befinden sich außerdem zwei USB-Kabel (weiß, mit Stoffummantelung) USB A auf USB C und USB C auf USB C, jeweils 1 m lang.

Das mitgelieferte, umfangreiche MiniFuse-Software-Paket ist gegenüber dem der älteren MiniFuse-Interfaces noch einmal gewachsen. Mit dabei sind wie gehabt die hauseigenen, sehr guten Effekte Delay TAPE-201, Reverb PLATE-140, Chorus JUN-6 und Pre 1973 sowie das Analog Lab Intro, die allesamt über das Arturia Software Center installiert werden können.

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Außerdem gibt es noch Guitar Rig 6 LE, Ableton Live Lite 11 sowie je drei Freimonate bei Auto-Tune Unlimited und Splice Creator. Neu hinzu gekommen sind Cubase LE, der iZotope Voice Enhancement Assistant und ein Jahresabo für den Podcaster-Audio-Editor Hindenburg Journalist Pro (das sonst 144,- Euro kostet).

Arturia MiniFuse 2 OTG

Installation des Arturia MiniFuse 2 OTG

Die Installation des Arturia MiniFuse 2 OTG erfolgt über eine Website, die den Nutzer Schritt für Schritt durch den Prozess führt. Erst das Interface registrieren, dann das MiniFuse Control Center und den Treiber herunterladen, wobei ein Video hilfreich zur Seite steht. Dann Control Center starten (das leider nur die Sprachen Englisch sowie Chinesisch vereinfacht und traditionell beherrscht – eine etwas seltsame Auswahl bei einem französischen Hersteller) und das MiniFuse 2 OTG anschließen, fertig.

Im Test meldete das Center merkwürdigerweise „Driver Installation failed“ und auch ein „Try Again“ änderte daran nichts. Also die Meldung weggeklickt und nachgeschaut: Nö, alles da, alles funktioniert, das MiniFuse 2 OTG ist in Windows eingetragen, auch den Treiber finde ich. Irgendwann verschwand diese Meldung auch wieder.

Dafür nicht das ständige Popup im Control Center, ich möge doch bitte das Interface registrieren (was ich schon längst erledigt hatte), um in den Genuss der Goodies zu kommen. Da ist also noch ein wenig der Wurm drin.

Arturia MiniFuse 2 OTG

Die Anschlüsse des Arturia MiniFuse 2 OTG

Unterschiede zwischen MiniFuse 2 & MiniFuse 2 OTG

Der Unterschied zwischen den beiden 2er-Modellen wird beim Blick auf die Anschlüsse auf der Rückseite deutlich. Die OTG-Version besitzt einen zweiten USB-C-Eingang, beschriftet mit „OTG“ (On the Go) und einem Smartphone-Symbol. Den kann ich nicht nur nutzen, um über mein Smartphone oder das iPad Musik, Sprache oder einen Telefonat in den Mix zu spielen, sondern auch den Mix an das Smartphone oder Tablet zu schicken, um ihn zum Beispiel in die Welt zu streamen. Das darüber angeschlossene Gerät wird dabei zwar nicht aufgeladen, gibt aber immerhin selbst auch keinen Strom an das Interface ab.

Der andere USB-C-Anschluss ist wie gehabt mit einem Computersymbol gekennzeichnet, darüber hinaus aber auch mit einem „Blitz“. So kann ich darüber bei einem mobilen Einsatz auch ein Powerpack anschließen, um das MiniFuse 2 OTG, um es mit Strom zu versorgen. Ziemlich clever: Wenn das Arturia MiniFuse 2 OTG erkennt, dass über diesen USB-C-Anschluss zwar Strom, aber keine Daten fließen, schaltet es automatisch in den Standalone-Modus um. Hier werden die Signale der Analog-Eingänge direkt an den OTG-Anschluss weitergeleitet. Außerdem wird das Monitorsignal für Kopfhörer und Lautsprecher zu einem Monosignal summiert.

Und schließlich ist auch der USB-A-Hub erhalten geblieben, der für den Anschluss von Laufwerken, Hardware-Controllern oder Dongles gedacht ist, deren Signale an den Computer weitergeleitet werden. Hier ist zu beachten, dass dieser Hub maximal 200 mA abliefert. Geräte mit einer höheren Leistungsaufnahme sollten daher direkt an den Computer oder an einen separaten Hub mit eigener Stromversorgung angeschlossen werden.

Für den zusätzlichen USB-C-Anschluss mussten aber leider die beiden 5-Pol-MIDI-Buchsen weichen. Musiker, die darauf angewiesen sind, bleiben also zwangsläufig  beim „alten“ MiniFuse 2. Weiterhin vorhanden sind dagegen die beiden Main-Ausgänge (große Klinke) und das Kensington Lock.

Arturia MiniFuse 2 OTG

Die Frontseite des Arturia MiniFuse 2 OTG

Die Bedienelemente des MiniFuse 2 OTG auf der Frontseite sind – bis auf eine Ausnahme – identisch mit denen des MiniFuse 2: zwei Kombobuchsen mit dem typischen eckigen Gain-Regler und Hi-Z-Taster, eine sechsgliedrige Pegelanzeige für einen Eingang- oder Ausgangs-Stream (kann im Control Center festgelegt werden) und die +48 V, die leider immer noch nur auf beide Eingangskanäle gleichzeitig geschaltet werden können, ein Mikrofon-Mix ist da nicht möglich.

Mittig der große Gain-Regler für den Stereoausgang, daneben ein kleinerer, um Input und USB stufenlos miteinander zu mischen sowie der Kopfhörereingang (große Klinke), ebenfalls mit Gain-Regler. Der einzige Unterschied ist, dass der Taster unter dem Input/USB-Mix-Regler nun nicht mehr mit Direct/Mono bezeichnet ist, sondern mit OTG/Computer. Hier wird also jetzt zwischen dem Signal, das am neuen On-the-go-Eingang auf der Rückseite anliegt und dem Signal, das über USB aus dem Rechner kommt, umgeschaltet. Das bezieht sich aber nur darauf, welches der beiden Signale ich an die Monitorausgänge des MiniFuse 2 OTG schicke. Es ist – ungeachtet der Tasterstellung – durchaus möglich, beide Signale im Mix zu verarbeiten, wenn ich im Control Center die richtigen Weichen stelle.

Die Kennlinien der Drehregler sind beleuchtet und gut ablesbar, die der beiden Gain-Regler fungieren gar als Pegelanzeige für die Eingänge. Leuchten sie rot, drehen wir ein Stück zurück. Die Hi-Z-Taster leuchten bei Betätigung blau auf, der für die +48 V rot, da ist Verwechslung ausgeschlossen. So ist die Frontseite extrem übersichtlich und das Regelwerk dank der ungewöhnlich eckigen Regler auch ohne Gummierung angenehm griffig. Gut gemacht.

Loopback-Vielfalt im Control Center

Das MiniFuse Control Center ist die Software-Zentrale auf dem PC. Erwähnenswert ist, dass ich das Fenster stufenlos skalieren kann, so dass es auch im mobilen Einsatz auf dem Notebook immer gut ables- und bedienbar ist.

Hier werden mir zum einen sämtliche Eingänge mit jeweils eigener Pegelanzeige angezeigt. Die beiden physikalischen Eingänge auf der Vorderseite (1+2), der OTG-Eingang auf der Rückseite (3+4) sowie gleich drei Loopback-Pärchen (5+6, 7+8, 9+10). Kleiner Haken: Die Preamps der Eingänge 1+2 lassen sich nur am Gerät selbst regeln und nicht in der Software. So muss ich zwischen Hardware und Software wechseln. Bei anderen Interfaces von mir, etwa beim Focusrite Scarlett mit der Focusrite 2 Control, ist das besser gelöst.

Arturia MiniFuse 2 OTG

Arturia MiniFuse 2 OTG Mixer

In der Recording- und Wiedergabe-Software erscheint das Arturia MiniFuse 2 OTG als Interface mit 12 Eingängen und 12 Ausgängen. Mit diesen sechs Stereo-Paaren kann ich das Audiosignal zu und von mehreren Apps weiterleiten. „Software Loopback Solution“ (SLS) nennt Arturia diese Technik.

In der Praxis könnte das zum Beispiel so aussehen: zwei Mikrofone an den Kombo-Buchsen, über OTG ein Zuspiel von einem Smartphone, Loopback 5+6 liefert ein Audiosignal einer Video-Software, Loopback 7+8 das einer Konferenz-Software und Loopback 9+10 das Signal aus der DAW.

Verwaltet wird alles über den Output-Bereich des Control Centers. Hier finden sich vier Sub-Tabs für vier verschiedene, veränder- und speicherbare Mixe. Jeder kann mit einem anderen Satz von Eingängen belegt werden.

  • Monitor & Phones: Das ist das Signal, das an den Stereoausgang und an den Kopfhörer geschickt wird. Außerdem wird es an die Loopback-Ausgänge 9+10 weitergeleitet. So kann ich beispielsweise die beiden Mikrofoneingänge via Loopback 9+10 an eine DAW schicken und dort aufzeichnen.
  • Mix OTG: Wird – wie der Name schon vermuten lässt – an den OTG-Anschluss gesendet, um es z. B. zu streamen. Auch hier wird das Signal noch an einen Loopback weitergeleitet.
  • Mix 5/6 und Mix 7/8: Schickt das Signal an virtuelle Ausgangskanäle, etwa um es mit Apps aufzuzeichnen.

Arturia MiniFuse 2 OTG

Bei jedem der Mixe sind Ein- und Ausgang 1+2 und OTG 3+4 fest vorgegeben, die Loopback-Kanäle lassen sich frei hinzufügen und wieder entfernen. Alle Ausgangskanäle sind mit Pegelanzeigen und Mute-Button ausgerüstet und lassen sich namentlich kennzeichnen, das sorgt für Übersicht. Trotzdem muss man sich da erst einmal ein wenig reinfinden, unbedingt intuitiv ist das nicht.

Ein Blick in die Signalfluss-Diagramme im umfangreichen PDF-Handbuch hilft zwar weiter, dürfte aber  weniger Technikerfahrene trotzdem anfangs etwas überfordern. Das ist eben der Preis für die vielen Möglichkeiten. Das erinnert ein wenig an eine Modelleisenbahn: Welche Weichen muss ich stellen, damit die Züge ins Ziel kommen und unterwegs nicht kollidieren? Bei einem einfachen Kreis kein Problem, mit mehreren Zügen und Zielen (hier: Loopbacks, Kanälen und Ausgängen) wird es schon komplizierter.

Arturia MiniFuse 2 OTG

Der Arturia MiniFuse 2 OTG Praxistest

Dann spielen wir mal einige der versprochenen Szenarien durch. Besonders interessant ist der OTG-Anschluss. Also das MiniFuse 2 OTG an den Windows-PC und mein Android-Smartphone an die OTG-Buchse, um von dort etwas zuzuspielen. Das kommt auch glasklar aus dem Kopfhörer, kein Vergleich mit den sonst üblichen USB-2-Audio/TRRS-Behelfsaktionen.

Und auch auf umgekehrten Weg gibt es keine Probleme: Ich schicke das Signal aus dem OTG-Mix an das Smartphone, um es dort zu verarbeiten. Im Test hatte ich das der Einfachheit halber mit der Motiv Audio Recording-App gemacht. Die hat das MiniFuse direkt erkannt und von „Internes Mikrofon“ auf „MiniFuse 2 OTG“ umgeschaltet. Aber das funktioniert natürlich auch mit Streaming-Apps wie Streamlabs Mobile u. a.

Und wie sieht es aus, wenn ich Signale von PC und Smartphone gleichzeitig im Mix haben möchte? Funktioniert auch. Ich bastele mir dazu einen Mix in Loopback 5+6. Das Signal vom Rechner landet auf Output 1+2, das OTG-Signal auf OTG 3+4. Da beide Kanäle eigene Regler im Output haben, kann ich das nach Belieben mischen. Das Ergebnis schicke ich an meine Recording-Software, in der ich Loopback 5+6 als Aufnahmekanäle ausgewählt habe. Ist der OTG-Taster gedrückt, höre ich im Mix ausschließlich das OTG-Signal, steht der auf PC, laufen beide. Man muss da halt ein wenig rumprobieren und sich seinen gefundenen Mix für die Zukunft abspeichern.

Und wie sieht es mobil aus? Ich koppele das MiniFuse 2 OTG vom PC ab (das Interface schaltet automatisch in den Standalone-Modus) und stecke eine Powerbank in den PC-USB-C-Anschluss. Die reicht auch, um +48 V für mein Mikrofon zu aktivieren. Das Signal landet jetzt automatisch auf dem an OTG angeschlossenen Smartphone und kann da aufgezeichnet/gestreamt werden. Zwar hat im Test die Recording-Software dieses Mal nicht das MiniFuse als Eingang angezeigt, funktioniert hat es aber trotzdem.

Zum Schluss teste ich noch die Qualität der analogen Eingänge, jetzt wieder am PC. Rode Broadcaster an Eingang 1, +48 V aufgeschaltet und mal eben ein paar Sätze aus unseren News eingelesen:

 

Klingt doch gut, kann man so senden.

Fehlt noch der Instrumenten (Hi-Z)-Eingang. Den teste ich mit meiner alten E-Gitarre, die nur bei diesen Gelegenheiten zum Einsatz kommt (wie man an meinem Geklampfe hört). Auch hier: alles gut, sehr klar und gut aufgelöst.

Arturia MiniFuse 2 OTG

Alternativen

Als vergleichbare Alternative fällt sofort das ESI Neva OTG ein, das – wie der Name schon sagt – ebenfalls mit einem OTG-USB ausgerüstet ist. Hier ist der Preamp mit nur 50 dB aber recht schwach auf der Brust, auch fehlt ein dritter USB-Anschluss wie beim MiniFuse 2 OTG. Zudem ist die Zahl der Loopback-Kanäle geringer und auch die Bedienbarkeit etwas schlechter (keine dedizierte Pegelanzeige, Taster nicht beleuchtet, schlecht ablesbare Kennlinien, teilweise kryptisches Handbuch).

Mit 144,- Euro ist das im März 2025 erschienene Interface aktuell 30,- Euro günstiger als das MiniFuse 2 OTG. Die sollte man aber schon noch übrig haben, liefert das Arturia Interface doch dafür einen deutlichen Mehrwert plus sehr viel mehr Software-Beifang.

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Klangbeispiele
Fazit

Das Arturia MiniFuse 2 OTG hat besonders für Content Creator und Streamer eine Menge zu bieten: Neben dem zusätzlichen OTG-Eingang für Smartphone und Tablet sind da besonders die vielen Loopback-Möglichkeiten und die mobilen Einsatzmöglichkeiten zu nennen. Das Control Center ist dabei ein hilfreiches Schaltwerk, auch wenn man sich da erst einmal ein wenig einarbeiten muss. Obendrauf gibt es auch noch ein – besonders für diese Preisklasse – überaus umfangreiches und nützliches Software-Paket. Nur schade, dass für die OTG-Funktionalität wohl aus Platzgründen der MIDI I/O gestrichen wurde. Wer den nicht missen möchte, muss zum Arturia MiniFuse 2 greifen, das ja auch weiterhin angeboten wird.

Plus

  • OTG/USB-C-Anschluss für Smartphone oder Tablet
  • mobiler Standalone-Modus via Powerbank
  • sehr gutes und großes Software-Paket
  • ordentlicher Klang
  • Control Center mit umfangreichen Schaltmöglichkeiten

Minus

  • MIDI wurde gestrichen
  • Preamps nicht per Software regelbar

Preis

  • 174,- Euro
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Über den Autor
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m.steinwachs RED

In jungen Jahren noch Keyboarder in diversen Bands von Punk bis Funk, schwenkte ich Anfang der 1990er Jahre auf die Komposition und Produktion von Musik/FX für Videogames um (das war lukrativer) und war dabei zwischen 1990 und 2008 an über 50 Games beteiligt (Thalion, Psygnosis, Blue Byte u.a. - https://www.gamecheck.guru/musik). Augenblicklich arbeite ich in meinem Studio an einem Remake meiner alten Thalion-Tracks (https://soundcloud.com/audiotexturat/sets/work-in-progress). Nebenher damals ...

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    bluebell AHU

    Die Plastiktüte dürfte das Interface in feuchten, kalten Lagern, Containern und LKW wirksam schützen.

    Abgesehen davon sind wir hierzulande vorbildlich beim Mülltrennen. Dass es in Indien und Asien Flüsse voller Plastikmüll gibt, ist jetzt nicht auch noch unsere Schuld.
    Wir sind schon schuld an der Erderwärmung (so man 1890 mit den Messungen beginnt und nicht in Mittelalter, sonst sind wir an der Erdabkühlung schuld).

    Irgendwann muss es auch mal gut sein 😄

    • Profilbild
      m.steinwachs RED

      @bluebell Ohne jetzt hier eine längere Diskussion über die Vermüllung der Meere starten zu wollen: Es sind die Industriestaaten (auch Deutschland), die Millionen von Tonnen an Müll in Dritte-Welt-Länder exportieren. 2024 exportierte Deutschland 732.000 Tonnen an (zuvor sorgsam getrennten) Plastikmüll, davon allein 200.000 Tonnen nach Malaysia, Indonesien und Vietnam. Wo es dann erst auf wilden Müllkippen und dann in den Flüssen landet. Heißt: Es ist erst dann gut, wenn es wirklich gut ist. Und daran können wir alle mitarbeiten.

      • Profilbild
        Fnord

        @m.steinwachs Ich will Ihnen nicht gänzlich widersprechen, doch die Verursacher des Globalen Müllproblem sind nicht ausschließlich in den Industriestaaten zu suchen. Der Umgang mit Plastikmüll, also Entsorgung, wegwerfen Verhalten oder verbrennen ohne Abluftfilter ist gerade in Entwicklungsländern ein größeres Problem, als der Import von Müll zu „Recycling zwecken“

        • Profilbild
          Gereon Gwosdek RED

          @Fnord Das Thema ist definitiv wichtig, hier soll es aber bitte in erster Linie um das Interface gehen. Gerade für mobile oder Streaming-Anwendungen scheint es ja echt ein solides Gerät zu sein.

  2. Profilbild
    Dizzy

    Sobald ein MiniFuse 4 OTG rauskommt, werde ich schwach 😊

    Als Interface für Gig Performer / Mainstage – und dann noch mit der Möglichkeit, IPad oder IPhone einfach einzubinden – wäre das auch für live klasse! Dazu sind aber mindestens 4 Outputs (oder 6 Outs) nötig – mal sehen, ob so etwas kommt. Ein MiniFuse 4 wäre als Grundlage ja schon da!

  3. Mehr anzeigen
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