37 Tasten auf kleinem Raum
Seit vielen Jahren gehören die MIDI-Controller-Keyboards von Arturia zum festen Setup von Tonstudios und Live-Keyboardern. Dabei versorgt der französische Hersteller seine Kunden mit regelmäßigen Updates und von Zeit zu Zeit gibt es abseits der klassischen schwarzen/weißen Gehäusefarben auch limitierte Versionen von MiniLab, KeyStep etc. zu kaufen – sei es in den Farben Orange, Babyblau, Zartrosa oder Champagner. Neben dem seit vielen Jahren erhältlichen MiniLab mit 25 Tasten ist seit Kurzem das Arturia MiniLab 37 im Handel erhältlich und dieses haben wir für euch getestet.
Was ist es? Arturia MiniLab 37 ist ein kompaktes MIDI-Controllerkeyboard mit 37 anschlagdynamischen Slim-Keys und umfangreicher Software-Ausstattung.
- Konnektivität: Das Keyboard verfügt über USB-C für Stromversorgung und Daten sowie einen MIDI-DIN-Ausgang und einen Control-Eingang für Sustain/Expression-Pedale.
- Bedienelemente: Acht anschlag- und druckempfindliche RGB-Pads, acht zuweisbare Encoder, vier Fader und zwei Touch-Sensoren für Pitchbend und Modulation sind vorhanden.
- Software-Integration: Drei Arbeitsmodi ermöglichen die automatische Konfiguration für Arturia Analog Lab, unterstützte DAWs und individuelle Setups mit bis zu fünf speicherbaren Presets.
- Tastatur: Die 37 anschlagdynamischen Slim-Keys des MiniLab 37 ermöglichen zweihändiges Spielen, jedoch ohne Aftertouch.
- Zusatzfunktionen: Ein Arpeggiator mit sechs Abspielrichtungen und ein Chord-Modus für das Spielen von Akkorden mit einem Finger sind integriert.
- Schwächen: Im Gegensatz zu anderen Arturia-Keyboards dieser Größe wie dem KeyStep 37 mk2 oder AstroLab 37 bietet das MiniLab 37 keinen Aftertouch.
Inhaltsverzeichnis
Arturia MiniLab 37
Als Ergänzung zu den bestehenden MiniLab- und KeyLab-Serien bietet Arturia seit Kurzem das MiniLab 37 an. Hierbei handelt es sich um einen kompakten Keyboard-Controller mit MIDI- und USB-Anschlüssen, über die sowohl die DAW im Computer (samt Software-Synthesizer) als auch externe MIDI-Hardware gespielt und gesteuert werden kann.
Mit den Maßen 503 x 183 x 50 mm und einem Gewicht von 1,17 kg gehört das MiniLab 37 definitiv in die Gewichtsklasse „kompakt“ und „leicht“, sodass sich der Controller ohne Probleme transportieren und mit zum Auftritt nehmen lässt. Erhältlich ist das Arturia MiniLab 37 in den Farben Schwarz und Weiß.
Ausgeliefert wird das Arturia MiniLab 37 mit einem USB-Kabel, worüber das Keyboard sowohl Daten transferiert als auch mit Strom versorgt wird.
Wie bei Arturia üblich, bekommen Käufer ein großes Software-Paket mit dazu, das neben Ableton Live Lite die hauseigene Software Analog Lab Intro, UVIs Model D (Software-Piano) und das Native Instruments Komplete 15 Select Bundle enthält.
Ausstattung und Verarbeitung
Hinsichtlich der Ausstattung bietet das Arturia MiniLab 37 die gleichen Features wie der kleinere Bruder MiniLab 3. Bis auf den größeren Tastaturumfang gibt es also keinerlei funktionale Unterschiede, Arturia hat die einzelnen Bedienelemente lediglich anders angeordnet. Während die acht Pads beim MiniLab 3 in einer horizontalen Linie oberhalb der 25 Tasten liegen, hat man sie beim MiniLab 37 in einer 2×4-Kombination angeordnet und insgesamt alle Bedienelemente auf die erweiterte Gehäusebreite verteilt.
Der neueste Arturia-Controller verfügt über acht anschlag- und druckempfindliche Pads mit RGB-Beleuchtung, acht zuweisbare Encoder, vier 30-mm-Fader sowie zwei 5 cm lange Touch-Sensoren für Pitchbend und Modulation. Hinzu gesellen sich Buttons für Oktavierung und Transposition, ein OLED-Display mit zugehörigem Encoder sowie Shift- und Hold-Button, über die weitergehende Funktionen aufgerufen und gesteuert werden können.
Die Verarbeitung des MiniLab 37 gibt keinen Anlass zur Kritik. Das aus Kunststoff gefertigte Gehäuse ist sauber verarbeitet, die Bedienelemente liegen gut in der Hand und die Touch-Strips reagieren ordentlich. Vor allem die Drehregler bieten einen soliden Drehwiderstand, hier hat man richtig etwas in der Hand.
Wie bereits erwähnt, ist das Controller-Keyboard in den zwei Farben Schwarz und Weiß erhältlich. Beide Versionen verfügen über abgesetzte Streifen in einer Holzoptik. Funktional wie auch preislich gibt es keinen Unterschied zwischen den beiden Varianten.
Tastatur und Anschlüsse
Im Gegensatz zum MiniLab 3 verfügt das MiniLab 37 – der Name verrät es bereits – über 37 anschlagdynamische Slim-Keys. Diese lassen sich trotz des geringen Formfaktors sehr gut spielen und reagieren präzise auf meine Finger. Während man mit 25 Tasten lediglich einzelne Melodien oder Akkorde spielen kann, reichen 37 Tasten bereits für die ersten zweihändigen Patterns und Stücke aus.
Mit einem Tastaturumfang von 37 Tasten bietet Arturia bereits das KeyStep 37 mk2 sowie das AstroLab 37 an. Während die Tastaturen dieser beiden Keyboards über Aftertouch verfügen und auch funktional deutlich mehr zu bieten haben als das MiniLab 37, ändert sich bei der MiniLab-Serie in diesem Punkt nichts, d. h. das Arturia MiniLab 37 muss wie sein kleinerer Bruder ohne Aftertouch auskommen. Wer darauf nicht verzichten und gleichzeitig bei Arturia bleiben möchte, muss also ein wenig tiefer in die Tasche greifen. Da bietet sich dann das KeyStep 37 mk2 an.
Die Anschlüsse des Arturia MiniLab 37 sind schnell abgehandelt. Neben einem USB-C-Port, der für Stromversorgung und Datentransfer im USB-Modus zuständig ist, bietet der Keyboard-Controller erfreulicherweise einen MIDI-DIN-Ausgang, sodass man das MiniLab auch in Verbindung mit MIDI-Hardware nutzen kann.
Dazu gesellen sich eine Control-Buchse, an die wahlweise ein Sustain/Expression-Pedal oder ein Footswitch-Controller angeschlossen werden kann, sowie ein Kensington-Lock.
Wie setzt man das MIDI-Keyboard ein?
Nach dem Anschluss des Keyboards per USB-Kabel an den Computer wird es von der DAW automatisch erkannt und ist direkt einsatzbereit. Die verschiedenen Hardware-Bedienelemente können entweder innerhalb einer DAW über die „MIDI-Learn“-Funktion zugewiesen oder über Arturias kostenloses MIDI-Control-Center programmiert werden. Die Software, die für macOS und Windows erhältlich ist, erlaubt bspw. die Belegung von Fadern, Pads und Drehreglern mit individuellen MIDI-CC-Kommandos. Darüber hinaus kann über das MIDI-Control-Center auch die Firmware des MiniLab 37 aktualisiert werden.
Betrachtet man die acht Pads des Controllers, fallen sofort die aufgedruckten Beschriftungen auf, denn neben ihrer eigentlichen Funktion, also dem Spielen von Drum-Sounds oder generell dem Triggern von Samples, sind die Pads alle mit einer Zweitfunktion ausgestattet. Diese lassen sich durch gleichzeitiges Drücken der Shift-Taste und des jeweiligen Pads aufrufen. Für eine bessere Orientierung sind die Pads dabei farblich gekennzeichnet.
Während die drei Pads in der oberen Reihe links für die Steuerung des Arpeggiators zuständig sind, werden die restlichen fünf Pads als Transportkontrolle genutzt, d. h. hiermit lassen sich die Funktionen Play, Stop, Record, Tap (Tempo) und Cycle (Loop) steuern.
Grundsätzlich bietet das Arturia MiniLab 37 drei unterschiedliche Arbeitsmodi. Der erste wird automatisch aktiviert, sobald das Keyboard eine Verbindung zu Arturias Analog-Lab-Software erkennt. In diesem Modus sind sämtliche Bedienelemente ohne weiteres Zutun auf die Software abgestimmt.
Bei Analog Lab Intro handelt es sich um eine Host-Software, die Arturia mit einer Art „Best of V-Collection“ ausgestattet hat und entsprechend 500 ausgewählte Sounds bietet, die von 28 verschiedenen Software-Synthesizern und virtuellen Keyboards aus Arturias großem Sound-Portfolio stammen. Über das MiniLab 37 lässt sich die Software steuern, Sounds auswählen und diverse Parameter editieren. Dazu gibt es einen intuitiven Browser zum Auffinden passender Klänge, eine Effektsektion und einen Concert-Mode zur Verwendung bei Live-Performances.
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Der zweite Modus ist für die Arbeit mit DAWs vorgesehen. Wird eine unterstützte DAW verwendet, erkennt das MiniLab diese automatisch und wechselt in den entsprechenden Modus. Auch hier sind dann die wichtigsten Funktionen bereits den Bedienelementen zugewiesen. Zu den unterstützten DAWs gehören aktuell Ableton Live, Logic Pro, Cubase, FL Studio, Bitwig, Reason, Studio One, Pro Tools und Digital Performer.
Bei DAWs, die nicht offiziell unterstützt werden, müssen die Bedienelemente des Arturia MiniLab 37 manuell zugewiesen und konfiguriert werden.
Der dritte Arbeitsmodus ist für individuelle Setups gedacht. Wer das MiniLab 37 beispielsweise regelmäßig mit einem bestimmten Software-Synthesizer oder einem Hardware-Sampler nutzt, kann das Keyboard gezielt darauf abstimmen. Dafür lassen sich intern bis zu fünf eigene Presets speichern. Die Konfiguration dieser Presets erfolgt ebenfalls über das MIDI-Control-Center. Sind sie einmal eingerichtet, können die gespeicherten Presets direkt am Keyboard ausgewählt und durchgeschaltet werden.
Arpeggiator und Chord-Mode
Arpeggiatoren und Chord-Modi gehören mittlerweile ja zur festen Ausstattung von Keyboard-Controllern. Auch das MiniLab 37 bietet beide Funktionen, die im Alltag sehr gut als Inspirationsquelle oder zum Ausprobieren von Ideen genutzt werden können.
Der Arpeggiator des MiniLab 37 bietet insgesamt sechs verschiedene Abspielrichtungen: Up, Down, Inc(lusive), Exc(lusive), Rand(om) und Order. Darüber hinaus lassen sich zahlreiche weitere Parameter anpassen. Dazu gehören die Notenwerte von 1/4 bis 1/32 einschließlich triolischer Varianten sowie Swing, Gate, der Oktavumfang und das Tempo. Synchronisieren lässt sich der Arpeggiator mit der internen oder einer externen Clock.
Auch beim Chord-Modus bietet das Controller-Keyboard unterschiedliche Optionen. So lassen sich sowohl fixe als auch eigene Akkorde über die Tasten des MiniLab 37 spielen – wohlgemerkt mit Hilfe eines einzelnen Fingers. Die einzelnen Töne des gewünschten Akkords lassen sich in einem Aufnahmemodus entweder gleichzeitig oder nacheinander einspielen. Anschließend genügt dann ein einziger Finger, um den gespeicherten Akkord chromatisch über die gesamte Tastatur abzurufen.
Alternativen
Als Alternative zum MiniLab 37 bieten sich das Novation Launchkey 37 MK4 oder das bereits länger erhältliche iRig Keys 2 Pro von IK Multimedia an, wobei ich das MiniLab 37 hinsichtlich der Tastatur vor den beiden sehe. Dazu bietet das MiniLab mit Chord-Mode und Arpeggiator mehr Funktionen.












































vielen dank für test!🙂
ist schwehr. man hat 3 oktaven und
controller pads arpeggiator chord mode.
arturia keystep m2 nur 2,5 oktave.
controller fader pads sie fehlen.
aber cv holen sie wieder auf.
preis ist auch niedriger.
man braucht controller okay dann nimmt man minilab.
interesanter ist keystep. für inspiration.stepsequencer.
ich denke
die tasten sind build quality / Verarbeitungsqualität
gleich.