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Test: Arturia SparkLE, Hybrid Drum Machine

Klangerzeugung

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TAE – True Analog Emulation ist eine von Arturia entwickelte Technologie, um bekannte Analog-Synthesizer in ihrem originalen Klangcharakter zu emulieren, z.B. den Yamaha CS-80 oder Roland Jupiter-8 und Oberheim SEM. Im Fall Spark sind es dann Rolands Klassiker TR-808/909, Linndrum und andere Geräte namhafter Hersteller der Vergangenheit.

Physical Modeling ist ein Verfahren, bei dem ein akustisches Instrument in seine DNA zerlegt und in einem mathematischen Modell abgebildet wird. Somit können die jeweiligen physikalischen Eigenschaften im Modell als Parameter frei verändert werden. Kong Drum Designer in Reason bietet bei der PM-Synthese noch mehr Möglichkeiten der physikalischen Modulation, dafür aber nur bei  Bass Drum, Snare und Tom.

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Sample Playback ist bei einer modernen Drum Machine wie Brot und Butter. SparkLE bietet hier ein 8 Multilayer Sample Playback mit 5 Play Modi wie Velocity, Stack, Random, Threshold, Circular. Zudem bietet SparkLE 8 Choke Gruppen. Dies dient dazu, bei langen Samples einen Cut des vorher gespielten Samples beim Anspielen des anderen Samples durchzuführen, da es sich oft nicht gut anhört, wenn beide Samples ihre volle Länge spielen.

Library

SparkLE bietet eine üppig ausgestatte Library, bestehend aus 120 Kits und 1600 Samples aus den Kategorien Vintage Drum Machines, Electronic Kits und Akustik Kits.

Nicht mitgezählt sind die Instrumente der TAE und Physical Modelling Synthese. Bei den Samples bedient sich Arturia bei namhaften Sample Library Produzenten.

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Zusätzlich können Expansion Packs für die Bereiche Dub-Step und Hip-Hop erworben werden. Über ein Afrika Expansion Pack, würde ich mich freuen. SparkLE spornt mich aber auch an, meine alten EMU Librarys auszugraben und in Spark zu importieren. Da habe ich noch schöne afrikanische Udu Drums.

Durch die Möglichkeit der TAE und Physical Modeling Klangerzeugung lädt SparkLE gerade dazu ein, an eigenen Drum Sounds zu schrauben und die Überschüttung an Sample Librarys heutzutage mal außer acht zu lassen. Natürlich geht meiner Meinung nach, wenn wir über 808 und 909 sprechen, nichts über eine Library von Goldbaby.

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Ein Kit besteht aus 16 Instrumenten. Hier würde ich mich freuen, die Möglichkeit zu haben, ein Instrument als externen Slot zu zuweisen, um ein externes Instrument wie z.B. den Moog Minitaur in das Set einzubinden und über Pitch/Tune via Hardware anzutriggern.

Die Samples des aktuellen Kits lassen sich durch Drücken der Instr.-Taste und Drehen des Jog Dails mit anderen Samples aus der Kategorie ersetzen und als neues Kit speichern.

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Beim Erstellen von neuen Librarys besteht die Möglichkeit, eigene Samples via Drag&Drop in das Sample-Fenster zu bewegen. Natürlich können Kits aus einer Mischung von TAE Synthese, Physical Modeling und Samples bestehen. Die Factory Samples sind leider nicht alphabetisch geordnet. Es können auch per Drag&Drop Samples aus einem bestehenden Kit in ein anderes Kit getauscht werden. Hier wünsche ich mir, dass ich eine direkte Pre-Listen-Funktion der Samples habe. Vielleicht kommt letzteres in einem der nächsten Updates. Ich werde dieses mal an die Jungs von Arturia weiterleiten. Zum Abschluss können eigene Kit Icon Bilder geladen werden. Da beim schnellen Durchlauf, Bilder schneller als Namen zugeordnet werden.

Studio Ansicht

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Library Ansicht

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In der Library-Ansicht habe ich die Möglichkeit, entweder ein MIDI- oder REX-Loop-File zu importieren oder das selektierte Pattern als MIDI- oder Audio-File zu exportieren. Entweder auf den Schreibtisch oder unter Einbindung in eine DAW direkt wie z.B. bei Ableton in einen Slot in der Session-Ansicht.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    zuchero

    Hi,
    mich interessiert noch ob Sparkle in Verbindung mit einer DAW auch bidirektional funktioniert und damit komplett in eine DAW integriert werden kann.
    Beispielsweise ziehe ich ein Midipattern von Spark in die DAW. Kann ich jetzt im Key Editor meiner DAW Noten, Werte, etc. ändern und diese Änderungen werden auch in Spark übernommen?

    Danke für den Test!

    • Profilbild
      tomeso  

      Hi,

      es gibt hierbei verschiedene Arbeitsweisen.
      a) Pattern in SparkLE einspielen und auch dort belassen, bzw. editieren.
      b) Pattern in SparkLE einspielen, per Drag and Drop in die DAW ziehen und dann dort weiterarbeiten (Pattern in SparkLE deaktiviert)
      c) Pattern in SparkLE einspielen, per Drag and Drop in die DAW ziehen, dort bearbeiten und dann per Drag and Drop in SparkLE zurückziehen.

      Gruß
      Frank

  2. Profilbild
    boboter

    Vielen Dank für den Test. Die Kiste scheint ja nicht schlecht für unterwegs zu sein. Bin immer noch irritiert, wie wenige Hardware Step Sequencer es mit Computer-Anbindung gibt.

    Ich hätte da noch ein paar Fragen, die du mir vielleicht beantworten kannst:

    1. Ist es möglich, (mit Hardware oder Software) einzelne Steps in der Zeit zu verschieben? Also beispielsweise jede dritte Snare etwas später erklingen zu lassen.

    2. Kann man einzelne Spuren/Instrumente per Drag&Drop auf eine DAW Spur ziehen? Maschine hat glaube ich so eine Funktion. Bzw.: Wie lassen sich Patterns am einfachsten in der DAW weiter bearbeiten?

    3. Du hast ja die Goldbaby Drums erwähnt. Lassen die sich importieren oder hast du die Wavs per Hand hinzugefügt?

    4. Wie kommt dein Macbook Air mit Spark + DAW klar? Hat es ausreichend Power für ausgefeiltere Produktionen oder ist muss man sich mit dem „Skizzieren“ von Tracks begnügen?

    Vielen Dank und Grüße

    • Profilbild
      tomeso  

      Hi boboter,

      zu Deinen Fragen:
      1) im Sequenzer gibt es einen Shift Parameter, der einzelne Events in der Zeit verschiebt.
      2) Drag and Drop geht für ganze Pattern als MIDI- oder Audiofile. Einzelne Spuren kann man als MIDI-File im Seuqenzer exportieren.
      3) Samplelibrarys von Drittanbietern würde man in diesem Fall wohl per Drag and Drop importieren.
      4) Alle aktuellen Rechner sollten ausreichen.

      Gruß

      Frank

      • Profilbild
        boboter

        Hey Frank,

        vielen Dank für die Antworten.
        Dann werde ich das Gerät wohl mal ausprobieren.
        Die Macbook Air-Kombi klingt nach einer ziemlich perfekten Lösung, wenn man auf Achse ist.

        BTW
        Kann man den Shift-Parameter zufällig auch per Midi ansteuern?

        • Profilbild
          tomeso  

          Der Shift-Parameter ist Teil der Sequenzerspur bzw. des Events einer Spur, von daher ist er nicht per MIDI steuerbar. Ich kann mir auch nicht vorstellen wie sowas in der Praxis aussehen sollte.

    • Profilbild
      Dirk Sandoz  AHU

      Hi Boboter,

      Wie Frank schon beantwortet hat, ist zum versetzen der Instrumente in den Pattern der Shift Parameter verantwortlich. Ich habe von der Goldbaby die Waves importiert. Da SparkLE 8 Sample Layer pro Instrument bietet,
      besteht da die Möglichtkeit schön zu experimentieren. Ein Macbook Air aus 2011 mit einem i5 hat überhaupt keine Probleme. Selbst ein Core Duo 2 aus 2010 schafft dieses. SparkLE ist auch überhaupt nicht Performance hungrig. Selbst wenn ich auf allen Kanälen EQ + Kompressor lege und auf den Aux + Master bewegt sich in der Performance Anzeige so gut wie nichts.

      • Profilbild
        Tyrell  RED 111

        Hallo Dirk, Gratulation zum Einstieg bei AMAZONA.de. Toller Test. Ich werde mir demnächst ganz sicher auch einen SparkLE zulegen :-).

  3. Profilbild
    Atomicosix  

    Die Arturia Spark Produkte sind wirklich interessant vorallem weil sie eine Shuffle-Funktion bieten (für Funky Beats). Mit so einem Controller kann man bestimmt eine tolle Peformance machen. Ich werde mir woll auch einen kaufen.

  4. Profilbild
    Christian Zschäbitz

    die Idee und die Umsetzung vom SparkLE sind wirklich super. Ich habe das Teil jetzt seit knap zwei Monaten im Einsatz. Allerdings gibt es ein riesen Manko: die Software!!! Das Programm hängt sich ständig auf, stürzt ab, verursacht Fehler, speichert öfters mal nicht ab (was besonders ärgerlich ist, wenn man mehrere Stunden gearbeitet hat und beim nächsten Laden ist der Pattern plötzlich leer!) Wenn man sich im Arturia-Forum ein wenig umschaut, stellt man fest, dass es sehr vielen Leuten so geht wie mir.

    Ich traue mir gar nicht damit bei einem offiziellen Auftritt zu spielen. Man muss ja ständig Angst haben, dass jeden Moment wieder irgend ein Fehler auftritt. Das ist ärgerlich. Ich hoffe Arturia bekommt das bald mal auf die Reihe… Ansonsten ist das Teil echt super. Wenn die Software endlich stabil läuft hat man da ein echtes Flagschiff, was ordentlich Sound macht und vor allem Spaß in der Bedienung bietet.

    • Profilbild
      Dirk Sandoz  AHU

      Hmmm auf welchen System bist Du ? PC oder Mac. Also beim Spark habe ich wirklich keine Abstürze. Alles auf dem neusten Stand.

      • Profilbild
        Christian Zschäbitz

        ich hab Win 8.1, 3,2Ghz quadcore und 8 Gb RAM. Als DAW hab ich Ableton Live 9. Egal ob als Plugin oder als Standalone – ich hab ständig Probleme. Wenn das Programm mal ordentlich läuft, ist es echt super. Ich möchte es nicht mehr missen. Aber es bereitet mir auch jede Menge Kopfschmerzen.

        Wie gesagt, im entsprechnden Forum von Arturia liest man das Gleiche. Da sind auch jede Menge Mac-User, die ähnliche Probleme schildern… Im Schnitt habe ich etwa alle 2 Stunden einen Systemabsturz zu verzeichnen…

        • Profilbild
          Christian Zschäbitz

          Also ich muss jetzt doch meine schlechte Bewertung zurück ziehen.
          Ich weiß nicht woran es liegt – habe keinerlei Einstellungen verändert – aber seit einigen Tagen habe ich nicht einen einzigen Absturz mehr zu vermelden. Hin und wieder kommt die Software ein bisschen ins „stolpern“, aber zumindest läuft das Programm durch und stürzt nicht mehr ab. Von vereinzelten Notenhängern mal abgesehen kann ich mir so durchaus vorstellen den kleinen Kasten beim nächsten Auftritt auszupacken. :-)

  5. Profilbild
    HerrFrey  

    So was wie eine Track-Shift-Funktion vermisse ich sehr. Das könnte ganz einfach funktionieren: Select gedrückt halten, Instrumentpad auswählen und dann mit den Pattern-Length Tasten die Noten dieser Spur jeweils um einen (oder halben) Step nach links oder rechts verschieben.

    Genauso fehlt mir die Funktion, dass man z. B. einen Step gedrückt hält und die entsprechende Note von der Velocity ändern kann. Gerade das fände ich auch sehr wichtig, um intuitiv mit dem Controller arbeiten zu können. Soweit ich das verstanden habe, muss man in solchen Fällen leider doch wieder Maus und Monitor bemühen. Ich finde, dann hat man als Entwickler einer Hybrid-Lösung was falsch gemacht.

    Alternativ gerne auch eine Funktion wie bei der 909: beim ersten Step drücken halbe Velocity, beim zweiten Drücken die volle und erst der dritte Drücker löscht die Note wieder.

    Wenn man Spark in eine DAW einbindet, ist der Volume-Knopf überflüssig. Entweder man macht auch eine PAD-Kombi, um einzelne Mixerchannel lauter oder leiser zu machen oder, was mir fast noch lieber wäre: man legt dann dort die Shuffle-Funktion drauf.

    Also das Controller-Handling finde ich bei solchen Workflow-Kleinigkeiten schon noch stark ausbaufähig, da ist NI Maschine besser durchdacht. Aber was den Grundsound der Spark2-Software betrifft, bin ich sehr, sehr zufrieden. Der klingt einfach toll und lebendig.

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