Arturia V-Collection 11 - werden die Karten neu gemischt?
Die Arturia V Collection 11 Pro zählt zu den umfangreichsten Sammlungen virtueller Klangerzeuger und richtet sich an Produzenten, Sounddesigner und Synth-Fans gleichermaßen. Mit 45 Software-Synthesizern, darunter viele legendäre Vintage-Emulationen, bietet sie eine beeindruckende Klangvielfalt. Dieses Update der Arturia V Collection 11 bringt sieben neue Instrumente und zahlreiche funktionale Verbesserungen.
Kurz & knapp
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- Riesiger Umfang: Die V Collection 11 enthält 45 Instrumente, darunter sieben Neuzugänge – von Vintage-Emulation bis Augmented-Klangdesign.
- Klanglich top: Jedes Plug-in überzeugt mit hoher Soundqualität, die Emulationen sind praxisnah erweitert.
- Benutzerfreundlich: Überarbeitete GUIs, umfangreiche Advanced-Bereiche und MPE-Support machen die Arbeit effizienter.
- Preislich fair: 699,- Euro für Neueinsteiger bzw. 199,- Euro fürs Update – ein attraktives Angebot bei durchschnittlich 28,50 Euro pro Plug-in.
- Mit kleinen Lücken: Pigments fehlt weiterhin und Drumcomputer als Ergänzung wären ein sinnvoller nächster Schritt.
Inhaltsverzeichnis
Arturia V Collection 11
Das jährliche Update der Arturia V Collection – der mittlerweile bei Weitem umfangreichsten Kollektion virtueller Instrumente auf dem Markt – kann man schon als Tradition bezeichnen. Die im Laufe des Jahres präsentierten Plug-ins werden in den Pool der V Collection aufgenommen, so manches Plug-in wird überarbeitet, meist kommt ein bisher unveröffentlichtes Plug-in als zusätzlicher Kaufanreiz hinzu.
So hat sich über die Jahre die V Collection zu einer Sammlung von sage und schreibe 45 virtuellen Synthesizern und Instrumenten erweitert. Enthalten sind Simulationen analoger, digitaler und hybrider Klassiker, die Augmented Librarys, aber auch Instrumente, die mit den ursprünglichen Entwicklern neu umgesetzt wurden – wie etwa das Synclavier V.
Grafisch sehr gelungen werden die Plug-ins der Arturia V Collection 11 auf der Arturia-Homepage im Stil von Sammelkarten dargestellt. Die sieben neuen „Karten“ der Saison 2025 sind:
- JUP-8000 V: eine Emulation des rein digitalen, virtuell-analogen Synthesizers JP-8000 von Roland mit dem Supersaw-Oszillator
- Pure Lo-Fi: ein virtuelles Instrument mit einer Kombination aus Synthese, Sampling sowie analoger und digitaler Nachbearbeitung
- Synthx V: eine Emulation des legendären Elka Synthex
- MiniBrute V: eine Emulation des monophonen, analogen Synthesizers aus eigenem Hause
- Augmented Yangtze: Samples traditioneller chinesischer Instrumente in frei überblendbarer Kombination mit modernen synthetischen Klangtexturen
- Augmented Mallets: Samples von Marimbas, Vibraphon, Celesta und Röhrenglocken in frei überblendbarer Kombination mit Synthesizerklängen
- SEM V: eine Emulation des legendären Oberheim-Synthesizer-Moduls
Weiterhin wurden die Plug-ins Augmented Strings, Grand Piano, Voices, Brass und Woodwinds überarbeitet. Leider weiterhin nicht Bestandteil der Arturia V Collection bleibt Pigments, der separat erworben werden muss.
Ein kurzes Wort zur Installation: Hierfür muss das Arturia Software Center installiert werden, über das die Software heruntergeladen und am Rechner aktiviert werden kann. Erfreulich ist, dass die Software fünfmal aktiviert werden kann – sie lässt sich also auf bis zu fünf Rechnern parallel betreiben.
Schauen wir uns also die neuen Klangerzeuger der Arturia V Collection 11 im Detail an:
Roland JUP-8000 V
Der Roland JP-8000 erschien 1997 und war der erste virtuell-analoge Synthesizer aus dem Hause Roland – eine späte Reaktion auf die Konkurrenz von Nord Lead und Access Virus. Der achtstimmig polyphone Synthesizer wurde als digitale Rekreation des Jupiter-8 vermarktet, was er klanglich jedoch nicht erreichte. Dennoch war der JP-8000 ein hervorragend klingender Synthesizer, der vor allem in der Trance-Szene – nicht zuletzt aufgrund der neuen Supersaw-Schwingungsform – sehr beliebt war. Wer mehr über das Original erfahren möchte, dem empfehle ich den Testbericht von Peter Grandl im Rahmen der „Vintage Digital“-Reihe auf AMAZONA.de.
Der JUP-8000 V ist – wie bei Arturia üblich – klanglich wie optisch keine reine 1:1-Kopie des Originals. Er ist so nah dran wie möglich, aber angepasst oder abgeändert, wo aus Sicht der Designer Beschränkungen vorlagen. Beim Original waren lediglich Chorus und Delay vorhanden, der JUP-8000 V glänzt hier mit 18 Effekten in Studioqualität. Auch aufgebohrt wurde der Arpeggiator zum Multi-Arp mit 4-Part-Patterns, das Real-Time-Phrasing des Originals wurde zu einem vollständigen Sequencer mit Piano-Roll erweitert. Zusätzlich zu den Modulationsmöglichkeiten des Originals wurden drei Modulations-Slots ergänzt und neue Modulationsquellen hinzugefügt – auch Modulationen über MPE-Controller sind beim JUP-8000 V möglich.
Die Bedienoberfläche orientiert sich stark am Roland JP-8000, ist aber nicht identisch. Die einzelnen Synthesebaustein-Gruppen wurden anders angeordnet. Die Oszillator-1-Sektion bietet wie beim Original unter anderem die legendäre Supersaw, den Triangle-Modulation-Oszillator sowie den Feedback-Oszillator und ist im Funktionsumfang identisch, wurde jedoch um ein Display mit Schwingungsformdarstellung ergänzt. Oszillator 2 bietet – wie beim Original – Rechteck mit Pulsbreitenmodulation sowie Dreieck und Sägezahn. Auch die Oszillator-Common-Funktion mit zweistufiger Modulations-Hüllkurve, Sync und Cross-Modulation entspricht dem Original, wurde jedoch unterhalb der Oszillator-1-Sektion angeordnet.
Das Filter mit 12 oder 24 dB Flankensteilheit kann als Low-, High- und Bandpassfilter betrieben werden und verfügt – ebenso wie die AMP-Sektion – über eine feste ADSR-Hüllkurve. Die Modulationsintensitäten der Modulationsquellen LFO, Envelope und Key Follow beim Filter sowie LFO beim Amp wurden jeweils um einen dedizierten Regler für die Modulationsquelle Anschlagsdynamik erweitert. Beim Filter ergänzt wurde außerdem ein Blend-Regler für die Intensität der Filterung von OSC1 und OSC2.
In der Effektsektion hinzugekommen sind ein Trance-Gate und ein Reverb, im Gegensatz zum Original sind die wesentlichen Effektparameter jedoch nicht direkt am Main-Panel editierbar. Insgesamt ist die Gestaltung der Bedienoberfläche sehr gelungen – die vom Original abweichende Anordnung der Synthesebausteine erscheint aus meiner Sicht deutlich logischer und strukturierter.
Zu den erweiterten Funktionen des Plug-ins gelangt man über einen Druck auf den „Advanced“-Button im rechten oberen Bereich der Toolbar. Hier ändert sich die Formensprache vom Fotorealismus zu einer grafisch flachen und dezenten Bedienoberfläche im Stil von Arturia Pigments.
Im erweiterten Bereich befinden sich ein ausgefuchster vierspuriger Arpeggiator, die Effektsektion, tiefergehende Synthesefunktionen, der Voice-Modulator, ein Random-Modulator, ein Modulation-Sequencer, weiterführende Einstellmöglichkeiten für MIDI-Modulatoren sowie die Möglichkeit, Macros zu erstellen. All diese Funktionen im Detail zu beschreiben, würde den Rahmen eines Gesamttests der Arturia V Collection 11 bei Weitem sprengen.
Der Arturia JUP-8000 V bietet definitiv den Klangcharakter des Originals und geht mit seinen ergänzenden Synthesemöglichkeiten weit darüber hinaus. Er ist ein virtuell-analoger Synthesizer am Puls der Zeit. Wer den Sound des Originals oder eines Access Virus mochte, wird mit dem JUP-8000 V glücklich werden – zudem ist er eine gelungene Ergänzung im Sounduniversum der Arturia V Collection 11.
Pure Lo-Fi
Einen gänzlich anderen Ansatz bietet Pure Lo-Fi. Dabei handelt es sich nicht um die Nachbildung eines Hardware-Synthesizers, sondern um ein eigenständiges virtuelles Instrument, das Samples mit Synthesefunktionen verbindet. Gesampelt wurden Vintage-Synthesizer, Sampler und akustische Instrumente. Den Samples wurde anschließend mithilfe analoger Bandmaschinen und Vintage-Sampler die entsprechende Lo-Fi-Patina verliehen.
Das User-Interface von Pure Lo-Fi ist gelungen und versprüht den Charme aktueller Hardware-Lo-Fi-Sampler. Besonders gelungen ist der optische Gag mit den animierten 3½-Zoll-Disketten, die die jeweilige „Coloration“ des Sounds anzeigen. Zur Auswahl stehen sechs Modes: Golden Age, Velvet Frost, Vintage Glow, Dim Memories, Cathodic Tube und Fuzzy Line.
Neben den animierten Disketten unübersehbar ist der große Lo-Fi Amount-Drehregler, mit dem der Grad des Lo-Fi-Effekts eingestellt werden kann. Entsprechend dem Signalpfad des Plug-ins befinden sich mittig die Klangquellen und das analoge Filter samt jeweils vierstufiger Hüllkurve für Amp und Filter. Unter den Klangbausteinen befindet sich eine Tastatur, die an Hardware von Teenage Engineering oder Sonicware erinnert, sowie Regler für die Effekte.
Die Engine von Pure Lo-Fi arbeitet mit zwei identischen Engine-Slots, in die folgende Sound-Engines eingesetzt werden können:
- Realistic Instrument: Multisamples von akustischen Instrumenten und Synthesizern
- Creative Sampler: Bis zu fünf Samples mit anpassbaren Playback-Modes, Trimmpunkten und Loop-Punkten, es können auch eigene Schwingungsformen geladen werden
- Lo-Fi Oszillator: Einfache und komplexe Schwingungsformen, virtuell-analog oder als Wavetable
Jede dieser Engines verfügt über einen Browser, über den sich die Einzelsounds auswählen lassen. Während der Lo-Fi-Prozessor den Klang über die Simulation eines analogen Tonbandgerätes mit Parametern wie Drive, Wear, Tone, Wobble, Speaker und Vintage in Richtung Lo-Fi manipuliert, bestimmt bei den Engines der Hardware-Mode den Klangcharakter. Emuliert wird hier das Verhalten diverser Vintage-Sampler wie Fairlight CMI, E-muEmulator II, Casio SK-1, E-mu SP-1200, Akai S900 und Akai MPC60 – aber auch bewusst destruktive Modi wie Deteriorate, Damage und Crush.
Neben den drei Sound-Engines steht in Pure Lo-Fi auch eine Noise-Engine zur Verfügung, die zwei Modi bietet:
- Texture: Geräuschkomponenten wie Wind, Regen, Plattenknistern etc., die als Loops abgespielt und unter die Sound-Engines gelegt werden können
- Transient: One-Shots, die den Attack der Sounds unterstreichen – etwa Drum-Hits, Percussion und andere kurze Samples
Auch in die Noise Engine können – wie beim Creative Sampler – eigene Samples geladen werden.
Die drei Klangkomponenten Engine 1, Engine 2 und Noise können anschließend durch ein Filter mit den Charakteristika Clean oder Analog in den Modes Highpass, Lowpass, Bandpass oder Notch geschickt werden. Die Flankensteilheit kann dabei 12, 24 oder 36 dB betragen. Regelbar sind neben Filter-Cutoff und Resonance auch der Anteil der Modulation durch die Filterhüllkurve. Als dritte Filtercharakteristik kann ein Lo-Fi-Filter angewählt werden, das dem gleichnamigen Filter aus Pigments 6 entspricht.
Wie bei Arturia üblich, können in einer Advanced View die Parameter tiefergehend bearbeitet und weitere Funktionen aufgerufen werden. So lassen sich in den Hüllkurven Breakpoints hinzufügen, Effekte wählen, editieren und routen sowie Modulatoren wie Envelopes, Funktionsgeneratoren, Random-Generatoren, Voice-Modulatoren und Modulations-Sequencer hinzufügen. Die Modulatoren lassen sich per Drag-and-Drop den Modulationszielen zuordnen – sowohl für Synthese- als auch für Effektparameter.
Klanglich ist Pure Lo-Fi eine gelungene Ergänzung zum bisherigen Sound-Universum der Arturia V Collection – ein rundum gelungenes Plug-in mit charaktervollem Sound.
Die nächsten beiden Trümpfe in der Arturia V Collection 11 sind keine Premieren, sondern bereits veröffentlichte und auf AMAZONA.de getestete Plug-ins. Daher wird an dieser Stelle nicht näher auf sie eingegangen, sondern auf die entsprechenden Tests verwiesen.
Mini-Brute V
Die Plug-in-Version des Arturia Hardware-Synthesizers MiniBrute wurde hier getestet.
Synthx V
Im 4. Quartal 2024 wurde Arturias Emulation des legendären Elka Synthex Synthesizers veröffentlicht. Dieses Plug-in wurde ebenso bereits auf AMAZONA ausführlich getestet, den Testbericht findet ihr hier.
SEM V3
Das letzte Plug-in, das ich im Rahmen dieses Tests besprechen möchte, ist genau genommen kein Neuzugang. Die Emulation von Tom Oberheims legendärem SEM-Modul geht nämlich bereits in die dritte Runde, erstmals kam das Plug-in 2014 auf den Markt. Das Original hingegen erschien bereits 1974 und war einer der ersten – wenn nicht überhaupt der erste – Desktop-Synthesizer. Beliebt war der SEM, der als Konkurrent zum Minimoog und ARP 2600 auf den Markt kam, wegen seiner mischbaren Schwingungsformen mit Pulsbreitenmodulation und vor allem wegen des legendären 12-dB-Filters, das sich stufenlos von Highpass zu Lowpass regeln ließ und den weichen, warmen und dennoch kraftvollen Oberheim-Sound formte.
Das Hauptbedienfenster ist weitestgehend identisch mit der Bedienoberfläche des Originals – ergänzt um den links befindlichen zusätzlichen Suboszillator und eine detailliertere LFO-Kontrolle sowie rechts um Drive- und Pan-Regler und einen Vintage-Regler. Im unteren Bereich ergänzt wurden ein virtuelles Keyboard und ein Multi-Arpeggiator. Den oberen Abschluss bildet – wie üblich – die Statuszeile mit dem Patch-Anwahlbereich und dem Zugang zu Einstellungen sowie dem Advanced Panel.
Bei der Regelung der Oszillatoren orientiert sich Arturia am SEM-Modul von 2010, das getrennte Regler für Frequenz und Feintuning enthält. Bei der Wahl der Modulationsquelle stehen – im Gegensatz zum Original – beide Hüllkurven und der LFO zur Verfügung. Wie beim Original findet die Auswahl bzw. Überblendung der Schwingungsformen in der Filtersektion statt. Statt der externen, zumischbaren Soundquelle des originalen SEM kann hier ein Suboszillator oder Noise zugemischt werden.
Die Oszillatoren können hardgesynct werden und als Ergänzung zur originalen Hardware ist auch eine Unison-Funktion verfügbar. Der Arturia SEM V ist nämlich bis zu achtstimmig polyphon spielbar – oder alternativ im Unison-Modus mit bis zu 16 Oszillatoren für nur eine Stimme, die gegeneinander verstimmt und gespreadet werden können – für extrem fette und breite Klänge.
Das Filter wurde exakt dem SEM-Filter nachempfunden: mit 12 dB Flankensteilheit und frei regelbarem Bereich von Highpass – Notch – Lowpass, zusätzlich steht ein schaltbarer Bandpass zur Verfügung.
Der LFO wurde gegenüber der ursprünglichen Sinusschwingungsform samt Rate-Regler erweitert: um die Steuerung der Intensität über das Modulationsrad, einen Reset bei Tastenanschlag sowie die Synchronisation mit verschiedenen Notenwerten relativ zum Songtempo.
Die Hüllkurven sind – wie beim Original – dreistufig (ADS). Kurve 1 ist fix dem VCA zugewiesen, kann aber auch der Oszillatorfrequenz, der Pulsbreite oder der Filterfrequenz zugewiesen werden. Die Hüllkurve lässt sich frei einem oder mehreren dieser Ziele zuordnen.
Unter dem Lautstärkeregler befindet sich ein Drive-Regler, der eine Übersteuerung im Filterschaltkreis unabhängig von der Tonhöhe erzeugt. Wie bei vielen anderen Arturia Plug-ins wird durch Druck auf das Arturia-Logo ein Bereich mit sogenannten Dispersion-Reglern eingeblendet, die ständige Variationen von Pitch, Filter, Hüllkurvenverhalten usw. proportional über den Vintage-Regler erzeugen – und so einen lebendigeren Sound mit mehr Vintage-Charakter ermöglichen.
Über den entsprechenden Punkt in der Kopfzeile klappt man den Advanced-Bereich auf, der optisch und im Aufbau dem entsprechenden Bereich des JUP-8000 V sehr ähnlich ist, vom Funktionsumfang her jedoch nicht identisch. Wie beim JUP-8000 V finden sich hier der Multi-Arpeggiator, Effekte und Funktionen wie zusätzliche ADSR-Hüllkurven und Voice-Modulatoren. Aufgrund dieser Erweiterungen ist mit dem Arturia SEM V3 wesentlich mehr möglich als mit dem Original – und der Grundsound überzeugt, wie die Presets eindrucksvoll beweisen. Oberheim-typische Bässe, Lead-, Brass- und Flächensounds (dank maximal achtfacher Polyphonie) sprudeln nur so aus dem Plug-in hervor.
Zusammenfassung
Insgesamt 45 Instrumente bei sieben Neuzugängen umfasst die Arturia V Collection 11. Vergleichbar ist das – rein vom Umfang her – wohl am ehesten mit Native Instruments Komplete, wobei dort der Schwerpunkt inzwischen stärker auf samplebasierten Librarys und Instrumenten liegt und Klassiker wie FM7 oder Absynth leider nicht weiter gepflegt werden. Anders bei Arturia: Das jährliche Update der Sammlung bietet stets eine Mischung aus Neuzugängen, der sehr gelungenen Augmented-Serie, neu veröffentlichten Synthesizer-Plug-ins sowie überarbeiteten Versionen bereits bekannter Instrumente.
Augmented Mallets und Augmented Yangtze liefern feine Sounds für Klangtüftler und Score-Produzenten, der JUP-8000 V ist ein hochqualitativer VA-Synthesizer, Pure Lo-Fi eine willkommene Ergänzung der Soundpalette und musikalisch sehr gut einsetzbar, Synthx V eine überzeugende Emulation des Klassikers von Mario Maggi, MiniBrute V eine gelungene Umsetzung der firmeneigenen Hardware – und SEM V3 eine ebenso stimmige Emulation des Klassikers mit deutlichem klanglichem Fortschritt gegenüber dem Vorgänger.

Augmented Mallets und Augmented Yangtze bieten eine gelungene Mischung aus Samples und synthetischen Klängen.
Der Preis der Arturia V Collection 11 für Neueinsteiger von 699,- Euro für 45 Plug-ins ist mehr als fair. Ob man 199,- Euro für das Update von der V Collection X investieren möchte, wird davon abhängen, ob man alle sieben darin enthaltenen Neuzugänge wirklich benötigt. Andererseits sind 28,50 Euro pro Plug-in sehr günstig – und im Vergleich zum Einzelpreis von 149,- Euro ist das Update natürlich preislich clever positioniert. Ergänzend wurden ja auch die übrigen Plug-ins der Augmented-Serie überarbeitet.
Gute Nachrichten auch für Besitzer des Arturia Astrolab: Ein System-Update, das die neuen Plug-ins der V Collection 11 auf der Hardware spielbar macht, wurde für Juli 2025 angekündigt. Besitzer der Arturia V Collection 11 haben dann den Vorteil, die Sounds im Astrolab vollständig editieren zu können.
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Tipp für Arturia V Collection Einsteiger
Arturia bietet für Interessenten eine Starter-Edition an, die nur zehn Software-Instrumente umfasst, darunter einige Klassiker der V Collection wie:
- Analog Lab Intro
- Augmented Grand Piano
- Augmented Strings
- DX7 V
- Jun-6 V
- MiniFreak V
- Mini V
- Prophet V
- Pure LoFi
- Stage-73 V
Jedes Jahr startet Arturia außerdem eine große Upgrade- und Sonderpreisaktion, meistens rund um den Black Friday und Halloween. Wer es nicht abwarten kann, findet den günstigsten Preis für die Arturia V Collection 11 derzeit bei Thomann.









































Die Qualität der meisten Klangerzeuger hat Arturia in den letzten Jahren enorm gesteigert. Trotzdem habe ich dieses Update (vorerst) mal ausgelassen. Man kommt ja mit dem ausprobieren und einarbeiten gar nicht mehr hinterher. Ganz zu schweigen vom Musikmachen …
@fitzgeraldo Dem kann ich voll zustimmen!
Qualitativ sind inzwischen richtige Schätze in der V-Collection enthalten. Durch die inzwischen sehr große Anzahl an Instrumenten, die sich in ihrer Bedienung und ihrem Aufbau stark unterscheiden, gibt es viel zu entdecken, was zum experimentieren einlädt. Aber ich sehe wie du genau hier das Problem: Das eigentliche Musikmachen wird dadurch eher minimiert als gefördert. Nur mit einer ordentlichen Portion Selbstdisziplin kommt man neben dem Herumklicken durch die (sehr schön gestalteten) GUIs noch zum Spielen.
By the way: Mir würde es ausreichen, wenn es alle zwei Jahre eine neue Version gäbe. Leider zwingt einen das Preismodell fast schon dazu, jedes Upgrade mitzumachen, zumindest am Jahresende, wenn es nochmal ordentlich Rabatt gibt…
Alles in allem halte ich die Arturia V-Collection aber nach wie vor für ein tolles Produkt, welches (in Kombination mit der FX-Collection) fast alle meine Wünsche abdeckt. 😊
Das hätte eine KI nicht besser herbeiphantasieren können :)
Die Kunst liegt in der Enthaltsamkeit! Ich habe jetzt 90% meiner VSTi aus dem PlugIn Ordner geschmissen, jetzt sind es nur noch 129 Stück!😁
nee, im ernst, wenn da noch Libaries und Sampler wie Kontakt, Halion, Omnisphere usw. dazu kommen…wer hört sich da denn noch durch!?
Darum tendiere ich auch wieder mehr zur Hardware…ich als Hobbymusiker, muss aber auch nicht liefern!
Arturia wirkt aber immer einfallsloser, den JP-8000 als Emulation ist eher überflüssig, selbst die Hardware kann mit heutigen PlugIns nicht mithalten.
Ein Spark-Controller MK2 mit Steueroptionen für Arturia-Vintage-Drums, das wäre mal ein Hammer!
Aber vielleicht gibt es ja einen Nichtangriffspack mit D16 und Roland 😉
@Mick Einen neuen Spark-Controller bräuchte ich eigentlich gar nicht. Mein alter ist noch tadellos. Mir würde es schon reichen, wenn Spark als Software-Drummer mal an heutige Standards angepasst werden würde. Da war ja schon sehr viel Gutes enthalten …
@fitzgeraldo Absolut. Mein kleiner Spark-Controller ist massiv und schaut wie neu aus.
Ich habe den Arturia Support angeschrieben, weil ich Probleme mit Spark auf einem aktuellen System habe. Dort scheint es aber weder einen Plan für ein Update, noch für eine Weiterführung der m.E. sehr guten Drum-Line zu geben. Leider!
@LeHubs Leider verschenktes Potential seitens Arturia
@fitzgeraldo …“Mein alter ist noch tadellos“…
Meiner auch und würde gerne wieder mehr benutzt werden.
Stimme dir zu.
Ich werde mich mal mit dem Spark Midi Mode in Verbindung mit einem anderen Drum Plugin auseinander setzen.
@Mick „den JP-8000 als Emulation ist eher überflüssig“
Au contraire! Ja, wenn man den JP-8000 als das nimmt, womit er seinerzeit beworben wurde, nämlich als Ersatz für die alten analogen Synthesizer. Das können heute Plugins deutlich besser als es der JP-8000 je konnte. Aber wenn man den JP-8000 als das sucht, womit er selbst dann eigentlich berühmt wurde, nämlich als DIE Trance-Sound-Schleuder schlechthin, dann macht das Plugin wieder Sinn. Denn auch die damalige Hardware wird mit dem Alter nicht besser (so leidet sie u.a. an einem berüchtigten Kondensator-Sterben).
@amyristom Eigentlich schlau von Arturia, weil qualitativ hochwertige Mitbewerber mit dem typischen Saw-Sound gibt es nicht gerade wenig. Somal der Arturia JP nicht ganz identisch klingt wie das Original, was natürlich die Mitbewerber auch nicht tun, ohne dass ich jetzt explizite Vergleiche hätte. Aber beim Arturia JP weiß jeder wofür er eingesetzt wird bzw. werden soll. Voraussetzung: man ist Fan von Trance der End90er. Als Analogersatz ist er sicherlich Quatsch, wie auch schon das original Teil JP-8000. Selbst für diesen Zweck gibt es mittlerweile bessere Softwaresynthesizer, natürlich auch aus eigenem Hause (Arturia), Cherry Audio, NI oder U-he. Selbst Synapse Audio hat den meiner Ansicht nach besten JP-Ersatz alias Dune und einer der besten als „Analogersatz“ namens – the Legend. Nicht günstig, aber seelig!
@Filterpad „Als Analogersatz ist er sicherlich Quatsch, wie auch schon das original Teil JP-8000.“
Gerade über den JP-8000 würde ich das nicht sagen- die vielen Regler machen als Hardware wirklich Sinn.
Das ist haptisch schon schön…
MEINER ist dummerweise seit kurzem defekt, aber mit ewas Glück ist das nur der Trafo, dem Geruch nach.
@mort76 Jo, ich meinte ausschließlich den Klang. Aber willkommen im Club: Meiner ist auch vor ca. 2-3 Jahren unreparabel kaputt gegangen und als Hardware-Ersatz steht seitdem der Moog hier. Als direkten Soundersatz dient der Dune VST. Der klingt schon sehr danach und funktioniert supi.
@Filterpad Was war bei deinem JP denn die Todesursache?
@mort76 Das Mainboard war defekt. Laut Elektriker und Musikfachgeschäft unreparabel. Ich hätte natürlich einen weiteren kaufen können und aus zwei – einen machen. Das war es mir aber nicht wert. Das Arturia Teil würde ich mir ohne wenn und aber kaufen. Aber ich habe schon Software-Mitbewerber und tatsächlich nichts bislang von Arturia: Keine Hardware, keine Software und daher keinen Account. Ich bin dbzgl. eher jemand der dort kauft, wo er schon Produkte besitzt. Der Behringer JT-4000 klingt gar nicht schlecht, aber ich hab’s nicht so mit zigarettenschachtelgroßen Minisynthis. xD Tatsache ist aber, dass der Arturia JP als einzigster die geile Original Optik hat. Vom Sound her hätte ich genug Alternativen. Sogar Native Instruments bedient sich inzwischen durch das „Utopia“ VST an dem Klang. Wenn auch eher schlecht als recht.
@Filterpad Ja…selbst, einen passenden Trafo zu finden, machte eine stundenlange Recherche nötig, und Originalteile sind nichtmehr zu finden. Aber Trafos sind zumindest problemlos gegen neue austauschbar.
Würdest du den JP verkaufen? Wenns nicht am Trafo liegt, würde ICH nämlich gerne die „aus zwei mach eins“-Methode probieren…
@mort76 Tut mir echt leid, aber den habe ich tatsächlich schon vercheckt. Leider an einen etwas unseriösen Gringo.
@Filterpad Schade…aber ich habe ja noch die Chance, daß es wirklich nur am Trafo liegt, und sonst nichts beschädigt ist.
Ich warte noch auf den Versand aus Belgien für ein kompatibles Exemplar…
Ich habe das Update auch erst mal ausgelassen, da es bei Release der 11er für einzelne enthaltene Instrumente der 10er Version ebenfalls kostenlose Updates gab.
Version 10 ist bereits so ausgereift und umfangreich, so dass mir das 199 € -Update auf Version 11 keinen entsprechenden Mehrwert bieten konnte.
@unifaun Genauso ist dieses Mal auch meine Taktik – vielleicht ändert sich das in der Cyberweek dann noch spontan 😂
Die Updates der Augmented Serie hat man für die Instrumente, die man bereits besitzt, ja auch ohne das Upgrade auf 11 erhalten.
In Analog Lab Pro sind außerdem einige der neuen Instrumente (JUP-8000 V, Mini Brute V etc.) dabei, aber entsprechend mit eingeschränkten Editiermöglichkeiten (Makros sind vollständig funktionsfähig, das Instrument selbst kann man aber natürlich nicht öffnen).
Für mich reicht das erstmal voll aus und rechtfertig erstmal kein Upgrade 😊
Warum, möchtest du dir die 45 enthaltenen Instrument als Hardware kaufen? 😊
So pauschal kann man das meiner Meinung nicht sagen, da die Soundqualität inzwischen schon top ist – zugegebener Weise fehlt mehr für viele Hardware-Originale aber auch der Vergleich 🤣
Vielleicht habe ich deine Aussage aber auch missinterpretiert.
schon richtig, aber einen digitalen Synthesizer zu digitalisieren, nur wegen der damals up to daten SuperSaw!?
Das kann inzwischen ja jeder Softsynth aus der Hose heraus. Ich hatte den JP-8000 ca. 10 Jahre lang und er konnte, mit Dune, Zebra, Massive und selbst guter Freeware, nicht mehr mithalten. Pro war eigentlich nur noch Optik und Haptik. Immer noch der schönste Synthesizer von Roland finde ich.
Bei aller Liebe ist dieser Kommentar anmaßend. Minimoog V ist bei manchen Patches von Original wenn man diese Patches am Original nachbaut so gut wie nicht zu unterscheiden, das CP 70 -V ist großartig, und auch dieses habe ich im Original besessen und verkauft, weil die virtuellen Nachbauten von Native Instruments, Arturia und Spectrasonics ebenbürtig klingen und im Handling deutlich flexibler sind. Das Synclavier V würde in Zusammenarbeit mit den Synclavier Entwickler umgesetzt und ist schlicht großartig. Natürlich ersetzt das nicht das haptische Erlebnis ein Original zu spielen, aber vom klanglichen Ergebnis und den Produktionstechnischen Vorteilen kann von Selbsttäuschung keine Rede sein.
@toneup ist die äußerung, du seiest anmaßend, nicht auch eine explizit vorgetragene meinung?
Info only: Update von 9 auf 11 = 349€
Au revoir madam et monsieur 🦄