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Test: Audient ORIA Mini & Sonarworks SoundID Reference

Einmal messen, dann vergessen

9. Januar 2026
Audient Oria Mini SoundID Reference Lautsprecher Korrektursystem Aufmacher

Test: Audient ORIA Mini & Sonarworks SoundID Reference Lautsprecherkorrektur

Audient ORIA Mini & Sonarworks SoundID Reference Room Correction Software lautet die komplette Produktbezeichnung unseres heutigen Testkandidaten. Wie diese lange Bezeichnung mit dem kaufmännischen „und“ schon vermuten lässt, handelt es sich genauer gesagt um zwei Produkte, von denen eines altbekannt ist. Wir haben uns das Duo einmal näher angeschaut.

Kurz & knapp
Was ist es? Audient ORIA Mini & Sonarworks SoundID Reference, Raumkorrektur-Set für Studiomonitore – Kombination aus Hardware-DSP und Software zur Klangoptimierung.
  • Hardware & Software: Kombination aus DSP-Hardware und SoundID Reference Software für präzise Raumkorrektur.
  • Bedienung: Einfache Einrichtung, Steuerung per Desktop-Software und iPad-App, aber keine Audioübertragung via USB.
  • Anschlüsse: Keine XLR-Anschlüsse und kein Kopfhörerausgang, nur TRS-Klinken und S/PDIF.
  • Preis-Leistung: Im Vergleich zur Konkurrenz relativ teuer, besonders für Besitzer der Software-Lizenz.
  • Bewertung: Gute Klangkorrektur und Software, aber Einschränkungen bei Anschlüssen und Flexibilität – Gesamturteil: befriedigend.


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Audient ORIA Mini & Sonarworks SoundID Reference

Sonarworks SoundID Reference Room Correction Software

Beginnen wir mit dem zweiten Teil des Gespanns: der Sonarworks SoundID Reference Room Correction Software. Diese Software wurde von uns schon ausgiebig getestet und es ist vermutlich alles dazu gesagt, was gesagt werden muss. Getestet hat die Software damals Markus Schröder. Ich verweise deshalb an dieser Stelle auf seinen Testbericht.

Sonarworks SoundID Reference Software für Audient ORIA Mini

Hier noch einmal das Wichtigste zu Sonarworks SoundID Reference in Kürze:

  • Frequenzgangkorrektur von Lautsprechern und Kopfhörer
  • mitgeliefertes kalibriertes Messmikrofon (auch einzeln erhältlich)
  • Messung von vielen verschiedenen Messpunkten und anschließender Mittelung des Ergebnis zur Errechnung einer Korrekturkurve
  • User-Anpassung der Korrekturkurve möglich, ebenso das Einstellen von Wet/Dry-Verhältnissen zur sanften Überblendung des Originalfrequenzgangs an die Korrektur
  • über 280 verschiedene Kopfhörer-Korrekturdaten im Lieferumfang
  • Korrekturfilter: Mixed und Linear Phase, Zero Latency
  • Einbindung der Korrektur ins System möglich
  • Windows ab Version 10 (64 Bit), macOS ab 10.14 (64 Bit)

Audient ORIA Mini Hardware

Audient Oria Mini Hardware mit Sonarworks SoundID Reference Messmikrofon

Audient Oria Mini Hardware mit Sonarworks SoundID Reference Messmikrofon

Der interessante Teil des Bundles ist die Audient ORIA Mini Hardware. Hier handelt es sich im Wesentlichen um einen DSP, der die durch Sonarworks SoundID Reference errechnete Korrekturkurve auf das Eingangssignal anwendet. Auf diese Weise muss nicht die Computer CPU die Korrektur errechnen, sondern das übernimmt der DSP in der Audient Oria Mini Hardware. Schauen wir uns diese einmal genauer an:

  • 2 analoge Eingänge
  • 1 digitaler Eingang (S/PDIF)
  • 3 analoge Ausgänge (Main L/R, Subwoofer)
  • 32 Bit/96 kHz Wandler, 44,1 – 96 kHz möglich
  • USB-C-Anschluss für Steuerung und Stromversorgung
  • Bedienelemente: Profile-Button zur Anwahl der vier Speicherplätze für Frequenzgang-Profile
  • 4 LEDs für Preset-Anzeige
  • Signal-LED, Peak-LED

Audiowerte bei Nutzung des S/PDIF-Eingangs

  • Dynamik: 127 dBA
  • THD+N (-1 dBFS): 0,0002 %/-113 dB
  • Frequenzgang: 20 Hz – 48 kHz bei 96 kHz (±0,1 dB)

Audiowerte bei Nutzung der analogen Eingänge

  • Dynamik: 122,5 dBA
  • THD+N (-1 dBFS): 0,0005 %/-105 dB
  • Frequenzgang: 20 Hz – 40 kHz bei 96 kHz (±0,2 dB)

Wir ihr sehen könnt, ist die Hardware simpel gestrickt. Bedienelemente gibt es bis auf den Profile-Button keine. Allerdings steckt deutlich mehr in der kleinen Kiste, als man aufgrund des Äußeren meinen mag. Die volle Power des Audient Oria Mini lässt sich über die zugehörige ORIA Control Software für PC/macOS und Oria Remote Control App für iPadOS abrufen, doch dazu später mehr.

Bei der Audient ORIA Mini Hardware handelt es sich nicht um ein Audiointerface, was bedeutet, dass es keinen Signalfluss vom Audient ORIA Mini in den Computer und zurück gibt. Der USB-C-Anschluss dient wirklich nur der Steuerung und Stromversorgung, Audio wird nicht übertragen. Sehr schade.

Anschluss

Die Audient ORIA Mini Hardware wird zwischen das Audiointerface und die Monitorlautsprecher, bei passiven Lautsprechern zwischen Audiointerface und Endstufe geschaltet. Da die Ein- und Ausgänge als TRS-Klinkenbuchsen ausgeführt sind, werden eventuell noch passende Kabel benötigt, sollten das Audiointerface, die Studiomonitore oder die Endstufe XLR Ein- und Ausgänge besitzen. Für die Stromversorgung und Steuerung wird nun noch der USB-C-Anschluss mit dem USB-Anschluss des Computers verbunden. Ein USB-C-Kabel liegt bei.

Ersteinrichtung

Messung mit SoundID Reference

Nun gilt es zunächst, mit der SoundID Reference Software ein Profil zu erstellen, das dann später per ORIA Desktop Control Software auf die Audient ORIA Mini Hardware gespielt werden kann. Hierzu folgt man den Anweisungen in der SoundID Reference Software.

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Sonarworks SoundID Reference Einrichtung Messung

Erster Schritt: Geführte Messung an mehreren Messpunkten im Raum

Messung erfolgreich, weiter geht’s

Wovon man schweigend ausgeht, ist, dass für die Messung mit dem beiliegenden Messmikrofon ein Audiointerface mit einem hochwertigen Wandler und Mikrofonvorverstärker zur Verfügung steht. Mit diesem wird das Messmikrofon verkabelt, die Phantomspeisung eingeschaltet, der entsprechende Eingang in SoundID Reference ausgewählt sowie der Ausgang zu den Studiomonitoren. Nach der Durchführung der Messung wird diese für die Audient Oria Mini Hardware exportiert und in die ORIA Desktop Control Software importiert.

Sonarworks SoundID Reference Software Export der Messkurve

Export der Korrekturkurve für externe Hardware

Eine Besonderheit gibt es bei 2.1 Systemen, also bei Abhören mit ergänzendem Subwoofer. Hier muss vor der Messung mit SoundID Reference zunächst in der Oria Desktop Control Software die Crossover-Frequenz korrekt eingestellt werden.

Export für Audient ORIA Mini

Direkter Import in die ORIA Control Software

Messungen mit anderer Software und weitere Funktionen

Es ist nicht zwingend notwendig, die Sonarworks SoundID Reference Software zur Frequenzgangmessung zu nutzen. Wer möchte, nutzt dazu einfach das kostenlose Room EQ Wizard (REW) oder eine andere Software, wie zum Beispiel SMAART.

Die Audient ORIA Mini Hardware bringt nämlich einen eigenen parametrischen 6-Band-EQ zuzüglich High- und Low-Shelf, insgesamt also 8 Bänder. Der Vorteil von Sonarworks SoundID Reference sind 18 statt 8 EQ-Bänder. Ob man diese allerdings wirklich für die Korrektur benötigt, sei mal so dahingestellt.

Für die Ausgänge stehen zusätzlich ein fein aufgelöster Trim-Regler (0,1 dB Auflösung), ein Delay (0 bis 75 ms, ±0,01 ms) sowie eine Frequenzweiche mit regelbarer Crossover-Frequenz für einen eventuell angeschlossenen Subwoofer zur Verfügung.

Global lassen sich außerdem noch eine DIM-Funktion, eine Dämpfung des Subwoofer-Kanals sowie ein globales Delay einstellen, das z. B. genutzt werden kann, um das Audiosignal zu einem Video zu synchronisieren.

Außerdem finden wir eine vollständige Monitor-Control-Sektion mit Funktionen wie Mute, Dim, Mono und Polarity zum Überprüfen der korrekten Polarität der Speaker. Selbstverständlich lässt sich auch die Gesamtlautstärke des Systems regeln.

In der ORIA Desktop Control Software können außerdem Profile mit unterschiedlichen Einstellungen angelegt werden. Vier davon sind jeweils aktiv (Favourite Profiles) und dann auch an der Hardware verfügbar. Die Software erlaubt allerdings auch das Anlegen weiterer Profile (Non-Favourite Profiles).

Wer ein iPad besitzt, kann außerdem in Verbindung mit der Desktop-Software die zugehörige Remote Control App verbinden. Auch ein Elgato Streamdeck lässt sich einbinden und konfigurieren, um einige Funktionen aus der Software fernzusteuern. Sehr gut.

Praxis

Die Einrichtung ist in einer guten halben Stunde erledigt. Wie von Sonarworks SoundID Reference gewohnt, führt die Software durch den kompletten Messvorgang. Viel mehr, als das Messmikrofon gemäß den Vorgaben der Software zu positionieren, hat man nicht zu tun. Im Anschluss exportiert man das fertige Profil und importiert es in Oria Control. SoundID Reference wird nun nicht mehr benötigt, danach haben wir es eigentlich mit einem „Set & Forget“-System zu tun.

Audient ORIA Mini Oria Control Software

Das fertige Messergebnis in ORIA Control

Die Audient ORIA Mini Hardware bleibt im Signalweg eingeschaltet. Wer möchte, nutzt die Monitoring-Sektion oder schaltet beim Mixing zwischen verschiedenen Profilen um.

Audient ORIA Mini DSP Hardware im Praxiseinsatz

SoundID Reference ist der bequemste Weg, um ein Profil zu erstellen. Natürlich kann man auch jede andere Software nutzen und dann die Ergebnisse so gut es geht manuell mit dem EQ von ORIA Control nachbilden.

Allerdings gibt es einen großen Haken, nutzt man die SoundID Reference Profile: Der interne EQ wird gesperrt, sobald man ein solches Profil importiert. Das hat vermutlich mit der höheren Auflösung der SoundID Reference Profile zu tun. Auch einen Wet/Dry-Regler wie in der SoundID Reference Software gibt es nicht, was sehr schade ist. Möchte man Anpassungen vornehmen, gelingt das laut Bedienungsanleitung nur in SoundID Reference und über einen neuen Import in die ORIA Desktop Control Software. Allerdings kann man das Profil auch „entsperren“. Welche Auswirkungen Änderungen dann allerdings haben, lässt sich nicht beurteilen.

Audient ORIA Mini ORIA Control Software mit eigenem EQ

ORIA Control Software mit eigenem EQ, hier im Light Mode anstelle des Dark Modes

Ein weiterer Nachteil ist die zusätzliche Wandlung durch das Zwischenschalten der Audient ORIA Mini Hardware. Zwar lässt sich die Eingangswandlung durch das Nutzen des S/PDIF-Eingangs umgehen, aber nicht jedes Audiointerface verfügt über einen solchen Ausgang. Hier bleibt dann nur der Weg über die zusätzliche Wandlung. Leider schweigt sich die Bedienungsanleitung zum Thema Latenz aus, die dann unweigerlich der Latenz des Audiointerfaces hinzugerechnet werden muss.

Ungünstig ist auch, dass man einen S/PDIF-Ausgang „vergessen“ hat. Besitzer von Studiomonitoren mit S/PDIF-Eingang müssen also ebenfalls eine zusätzliche Wandlung hinnehmen. Dazu gehören viele beliebte Monitore der 500,- bis 800,- Euro Klasse wie die Neumann KH 120 II, die neuen EVE Audio EXO 25 sowie 28 oder diverse Monitore von Genelec. Und sogar die sehr günstigen Monkey Banana Turbo 5 in der 300,- Euro Klasse bieten S/PDIF-Eingänge.

Audient ORIA Mini DSP Hardware im Praxiseinsatz

Auch das Fehlen einer Interface-Funktion, zumindest in Form einer Audioübertragung per USB-C in die Audient ORIA Mini Hardware, wird schmerzlich vermisst. Was in meinen Augen in Anbetracht der Preisklasse ärgerlich ist, ist das Fehlen eines Kopfhörerausgangs. Warum? Weil SoundID Reference Profile für sehr viele Kopfhörermodelle mitbringt, die aufgrund des fehlenden Kopfhöreranschlusses aber nicht mit der Audient ORIA Mini Hardware genutzt werden können, es sei denn, man würde einen Kopfhörerverstärker an die Ausgänge anschließen. Umständlich und unnötig.

Unverständlich ist auch der Preis für all diejenigen, die bereits eine Sonarworks SoundID Reference Software Lizenz besitzen: Die Hardware und das SoundID Reference Add-on schlagen mit satten 388,- Euro zu Buche. Die Ersparnis im Vergleich zum 403,- Euro teuren Set ist deutlich zu gering, um den Kauf zu rechtfertigen.

Alternativen

Der größte Konkurrent kostet deutlich weniger und ist seit Jahren am Markt etabliert:

IK Multimedia ARC Studio inklusive ARC X Software

IK Multimedia ARC Studio dürfte das Vorbild des Audient ORIA Mini gewesen sein und bringt einige deutliche Vorteile mit sich: Allen voran XLR-Ein- und Ausgänge. Die mitgelieferte ARC X Software ist sehr mächtig und kann wie SoundID Reference auch ohne Hardware verwendet werden. Der größte Vorteil liegt im niedrigen Preis von 259,- Euro. IK Multimedia nennt außerdem auf der Internetseite die Latenzen, die durch die DSP-Hardware je nach Filtertyp entstehen. Das Spektrum reicht von 1,4 ms (Natural Phase) bis 42 ms (Linear Phase).

Genelec GLM Set

Besitzer von Genelec Monitoren mit DSP greifen besser zum rund 300,- Euro teuren Genelec GLM Set, das direkt auf den DSP der Monitore zugreift und die Korrektur auf diesem errechnet. Außerdem sind hiermit auch mehrkanalige Setups bis hin zu 3D-Sound möglich.

Room EQ Wizard Software plus EQ Plug-in oder DSP

Eine sehr günstige Lösung ist das Nutzen der kostenlosen und sehr mächtigen Software Room EQ Wizard (REW). Diese ermöglicht es, den Klang im Raum sehr exakt zu messen, Aussagen zu akustischen Optimierungen und deren Wirkungsgrad zu treffen und sogar die Ergebnisse an diverse Geräte mit DSP zu übertragen. Eine vollständige Liste an DSPs findet man im Benutzerhandbuch der Software. Auch das Übertragen in diverse Plug-ins ist möglich. So kann man die Korrektur im Masterkanal der DAW vornehmen. Wie bei anderen Software-Lösungen muss man dann nur daran denken, das Plug-in beim Bouncing zu deaktivieren.

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Fazit

Audient ORIA Mini & SoundID Reference bilden ein komplettes Set für die Klangkorrektur von Studiomonitoren. Wie sehr das neue Produkt an IK Multimedia ARC Studio mit ARC X Software angelehnt ist, bleibt dem aufmerksamen Leser bestimmt nicht verborgen. Umso mehr verwundert der aktuell recht hohe Verkaufspreis von 403,- Euro im Vergleich zum deutlich günstigeren ARC Studio mit ARC X. Wie schwer die genannten Nachteile wiegen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Hier kommt es sicherlich auch auf die Vorlieben bezüglich der mitgelieferten Software an. Sonarworks SoundID Reference gehört seit vielen Jahren zum Standard für Lautsprecher- und Kopfhörer-Frequenzgangkorrekturen.

Das System verrichtet als solches einen guten Job. Allerdings dürfen die Nachteile nicht verschwiegen werden, die für den einen oder anderen Interessenten mehr oder weniger schwer wiegen werden. Mich persönlich stören die TRS-Ein- und Ausgänge anstelle von XLR und auch das Fehlen eines digitalen Ausgangs ist für mich ein Gegenargument, sollten Studiomonitore mit S/PDIF-Eingängen vorhanden sein.

Plus

  • Klang
  • digitaler S/PDIF-Eingang
  • Control-Software
  • Elgato Streamdeck Anbindung
  • iPad Remote-Software

Minus

  • keine XLR-Anschlüsse
  • kein Kopfhörerausgang
  • kein USB-Audioeingang
  • kein digitaler Ausgang

Preis

  • 403,- Euro
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Audient ORIA Mini & SoundID Reference
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Audient ORIA Mini Add-on Bundle Bisher keine Kundenbewertung verfügbar
Forum
  1. Profilbild
    Sangeet

    Das mit dem fehlenden Kopfhörer Anschluss is wirklich scheisse.
    Aber Sound und Latenz sind vom feinsten. Ich nutze Sonarworks schon arg lang. Ohne machts keinen Spaß. Läuft bei mir mit einem Temblor Sub und KH120.
    Wie ich meinen Kopfhörer nun in mein Setup integrieren kann weiß ich noch gar nicht so richtig….

  2. Profilbild
    Viertelnote AHU

    vielen Dank für den informativen Testbericht.
    Sehr technisch und nicht einfach zu lesen.
    (Aber das ist dein Job)

    freundlichst netter Gruß🙂

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      @Viertelnote Wenn du mit Sonarworks noch nicht vertraut bist, lohnt es sich, zunächst den verlinkten Testbericht dazu zu lesen. Die Handhabung der Software ist nicht sonderlich schwer, weil gut durch den Messvorgang geführt wird. Danach wird es dann verständlicher. Man spielt dann das Korrektur-File nur noch auf das Oria und das war’s auch schon. Wenn du Fragen hast, gerne her damit.

      • Profilbild
        Viertelnote AHU

        @Markus Galla Vielen lieben Dank!🙂
        PS: Fragen werd ich sicherlich haben.

        Aber erst Pflicht dann Kür. (also meine Pflicht..gg)

        lg

  3. Profilbild
    swellkoerper AHU

    Ein digitaler Audioausgang würde die Notwendigkeit nach sich ziehen, die Wordclock-Synchronisierung von der Quelle über das Oria bis zu den Monitoren sicherzustellen. Das würde das Produkt konzeptionell und preislich in eine ganz andere Liga hieven. Der Bedarf dafür ist so gut wie nicht existent, aus dem Kopf fällt mir nur die Dynaudio-Core Serie ein, die mit BNC Wordclock Eingängen ausgestattet sind. Also kann man davon ausgehen, dass die Hausaufgaben hier gemacht wurden und der Ausgang nicht „vergessen“ wurde.

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      @swellkoerper Die meisten Monitore mit digitalen Inputs haben S/PDIF. Die synchronisieren sich auf die Quelle. Natürlich musst du die Wordclock mit übertragen. Das war aber in den 90ern und Anfang der 2000er der Normalfall. Da standen hier ADATs, Computer mit ADAT Interface, Tascam Digitalpult, DAT Recorder, MiniDisc und mehr. Hat super funktioniert, solange man das Produkt mit der stabilsten Wordclock als Master genutzt hat. Später hatte ich dann einen Synchronizer von Alesis mit Wordclock Generator, der Master war.

      Digitaleingänge sind heute keine Seltenheit bei Aktivmonitoren mehr und viele Audio Interfaces haben S/PDIF Ausgänge. Warum sollte ich dann ein Gerät dazwischen schalten sollen, das zu einer Kette von Wandlungen führt: D/A —> A/D —> D/A —> Monitore, obwohl man eigentlich auf der digitalen Ebene hätte bleiben können.

      • Profilbild
        swellkoerper AHU

        @Markus Galla Alles richtig, Markus. Was du beschreibst, sind Setups bestehend aus zwei Geräten in einer Master-Slave Konfiguration (was den Wordclock-Sync betrifft). Nimmst du jetzt ein drittes Gerät hinzu (was der Fall wäre, wenn man den digitalen Eingang des Oria benutzte), musst Du zwingend extern synchronisieren. Im digitalen Audio gibt es kein Daisy chain sync, es sei denn, man ist scharf auf Probleme.

        • Profilbild
          Markus Galla RED

          @swellkoerper Wie gesagt: Bei S/PDIF funktioniert Daisy Chaining, solange die Kabelwege kurz sind und nicht zu viele Geräte beteiligt sind. Habe das jahrelang gemacht, bevor ich dann irgendwann zur Wordclock per BNC gewechselt bin. Aber auch da waren immer noch Geräte in einer S/PDIF Daisy Chain, weil das mit Consumer-Geräten wie DAT-Recorder und MiniDisc gar nicht anders ging. Wenn man ein gutes Interface hat (ich hatte ein Focusrite Saffire Pro) setzt man das als Clock Master.

          Es ist die Frage, was dem Signal mehr zusetzt: Eventueller Jitter, der entstehen kann, aber nicht muss, oder die drei unnötigen Wandlungen. Da kann man geteilter Meinung sein. Wenn aber keinerlei digitale Schnittstellen auf der Ausgangsseite vorhanden sind, habe ich diese Entscheidungsfreiheit gar nicht erst. Davon abgesehen hätte man auch den USB C Port für Audio implementieren können und das Gerät selbst als Clock Master, dann wäre es auch kein Problem. Zumindest für Mac User nicht, die mehrere Audio Interfaces zu einem verbinden können.

          Hätte, hätte…geht halt nicht und für Besitzer von Monitoren mit S/PDIF oder AES/EBU Eingängen, die digital in die Monitore gehen ein Ärgernis, das vor dem Kauf bewusst sein sollte…ebenso wie die TRS-Anschlüsse statt XLR.

          • Profilbild
            TomH AHU

            @Markus Galla Es gibt zwar Lösungen die im Grunde alles vereinbaren, allerdings dann mit speziellen Audio Devices (Anubis) und zu wesentlichen anderen Preisen (wenn man die Summe der benötigten Komponenten betrachtet). Das Plugin alleine macht es ja nicht. 😉
            Alles nicht für das Homestudio.

            https://www.neumann.com/de-de/produkte/audiointerfaces/soundid-reference-multichannel-for-anubis

            Kleiner Nachtrag – Stereo geht ohne Plugin
            Das Anubis braucht es aber, ebenso die Sonarworks Software.

            SoundID Reference is a speaker and headphones calibration software from Sonarworks that removes unwanted coloration and delivers accurate studio reference sound.

            While Anubis can import stereo profiles free of charge, a “Multichannel SoundID Anubis” license is required to import multichannel profiles.

          • Profilbild
            swellkoerper AHU

            @Markus Galla Gut, worauf wir uns einigen können, ist dass wir hier eine hypothetische Diskussion um eine nicht vorhandene Schnittstelle führen. Aber mit Verlaub, die Sachkenntnis, die aus deinem Kommentar spricht, lässt mich etwas ratlos zurück. Ich möchte das auch nicht weiter ausführen, nur so viel, wenn dem so wäre, bräuchte man nirgends Wordclock-Generatoren oder House-Clocks, und das ist unabhängig von der digitalen Schnittstelle. Die Notwendigkeit eines Clock-Masters bei mehr als zwei Teilnehmern ist eine Tatsache, die auch dann existiert, wenn man es „früher immer so gemacht hat.“

            • Profilbild
              Markus Galla RED

              @swellkoerper Das beruht einfach auf praktischer Erfahrung und darauf, dass S/PDIF die Clock-Informationen aus dem Signal rekonstruieren kann, was aber zugegebenermaßen wieder zu Jitter führen kann. Es ist auch nicht vorgesehen, an einem 1176 alle Schalter zu drücken, da es Wechselschalter sind. Trotzdem ist nichts berühmter als der All Buttons Mode, der gar keiner ist, weil offiziell nie vorgesehen. Consumer-Geräte waren von 1990 bis weit in die 2000er hinein nicht nur in Homestudios anzutreffen. Da gab es keine andere Möglichkeit der Einbindung. Natürlich haben wir früher an der SAE über Jitter diskutiert, aber praktisch wurde gemacht, was funktioniert.

              Und die Zahl der Hersteller mit S/PDIF, AES/EBU oder anderen Digitalschnittstellen am Monitor wird selbst in niedrigeren preislichen Regionen immer größer, weil die Technik günstiger wird. Bei einem Gerät, das zwischen Interface und Monitor geschaltet werden muss, sollte man das berücksichtigen. Übrigens: Manche Universal Audio Interfaces können die Sonarworks Korrekturen nun auch auf dem DSP berechnen.

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