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Test: Audimee, Vocals mit KI produzieren

Audimee - Vocals mit KI produzieren

13. Oktober 2025
audimee ki vocals test

Audimee, Vocals mit KI produzieren

Audimee ist eine neue Plattform, die verspricht, Vocals und mehr mit Hilfe künstlicher Intelligenz erzeugen zu können. Was das genau bedeutet, schauen wir uns hier im Test an. Viel Spaß bei unserem Test von Audimee, Vocals mit KI produzieren.

Kurz & knapp

  • Vielseitige Funktionen: Audimee bietet Vocal-Konvertierung, Harmonisierung, Pitch-Editing und sogar Instrumenten-Modelle.
  • Große Auswahl: Über 160 Voice Models stehen bereit, alle royalty-free und genrebasiert.
  • Gute Klangqualität: Die Ergebnisse klingen meist überzeugend, besonders bei gutem Ausgangsmaterial.
  • Einsteigerfreundlich: Übersichtliche Oberfläche mit Einführungsvideos und hilfreichen Presets.
  • Nur eingeschränkt kostenlos: Die Free-Version bietet weniger Voices, keine kommerzielle Nutzung und begrenzte Features.

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Einführung: Vocals ersetzen und Audimee

Audimee Startseite

Audimee Startseite

Vor über einem Jahr begegnete ich einem (Werbe-) Musikproduzenten, der mir erstmals von seiner erfolgreichen Musikproduktions-Praxis im Umgang mit KI und Vocals berichtete. Er nimmt Vocals mit einer festen Kooperationspartnerin auf, wandelt diese dann oft auf einer KI-Plattform in eine andere Gesangsstimme mit einer vom Kunden gewünschten Vocalist-Ästhetik um. Für derlei Operationen wurde ich zuletzt oft mit Videos über die Audimee-Plattform konfrontiert, die ich hier nun teste.

Was kann man mit Audimee machen?

Im zentralen „Convert Vocals“-Bereich, den man nach Klick auf „Convert“ rechts oben findet, geht es darum, bereits bereitstehende Audimee Voice-Models (royalty-free) zu verwenden, um Gesang von einer anderen Stimme singen zu lassen. Außerdem lassen sich Vocals unter „Isolate Vocals“ aus Aufnahmen freistellen. Der Bereich „Make Harmonies“ erlaubt zudem das Harmonisieren einer Aufnahme.

Audimee Convert

Die Convert Vocals Page ist das Herzstück des Onlinedienstes.

Es ist auch möglich, unter „Mixed voices“ eigene Voice-Modelle aus zwei gemischten Modellen oder unter „My voices“-Modelle aus selbst aufgenommenen Stimmen zu erzeugen (siehe unten).

Überraschenderweise wird dabei auch vorgeschlagen, Models anderer Instrumente, z. B. Gitarre oder Percussions, zu generieren. Schließlich bietet Audimee auch noch Optionen bzw. dedizierte Bereiche zum Harmonisieren von Stimmen.

Die Website ist weitgehend übersichtlich und praxisnah aufgebaut, auf allen genannten Seiten findet man jeweils ein Einführungsvideo.

Die Stimmen von Audimee kann man auch ohne vorherigen Upload in einem passenden musikalischen Kontext Probe hören. Sie entsprechen meist eher einem Genre als einer Person. Die Auswahl unter „Select Voice“ ist groß, ich habe über 160 Voice Models gezählt. Die Stimmen sind allesamt royalty-free.

Audimee Voices

Die Voice Page mit über 160 Voices erlaubt eine Tag-basierte Suche/Selektion, Favoriten lassen sich speichern

Ergebnisse sind laut Audimee kommerziell nutzbar. Das gilt auch dann, wenn man später auf die nicht-kommerzielle Variante wechselt. Darauf weist die Audimee-Website hin und man muss keinen Namen von Audimee angeben bzw. kann beliebige Aliase verwenden (Stand zum Zeitpunkt meiner Recherche, ohne Gewähr, Link hier).

Zusätzlich gibt es in der Sektion „Instruments“ auch 15 Modelle von Instrumenten, z. B. Duduk, Trombone, Saxophone, Electric Guitar, Trumpet, Cello, Dance Strings, Violin, Acoustic Guitar und mehr.

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Audimee Instruments

15 Instrumente stehen bereit

Im Free-Modell von Audimee stehen nicht alle, sondern nur einige royalty-free Voices und monatliche Konvertierungsminuten zur Verfügung. Man kann auf den Pitch Editor, 15 Instrumente, Vocal Isolator und MP3-Downloads zurückgreifen. Die kommerzielle Nutzung ist hier nicht erlaubt.

Die Starter- und Pro-Versionen beinhalten mehr Konvertierungen, Custom Voice Model Slot(s) und alle royalty-free Voices. Downloads erfolgen nun in 24 Bit, Konvertierungen lassen sich speichern und der Harmony Maker kommt noch obendrauf. Mit diesem lassen sich aus Audioaufnahmen leicht mehrstimmige Vocal-Ensembles generieren. Die Details sind freilich immer wieder Änderungen unterworfen, den Link zur entsprechenden Seite findet ihr hier:

Praxis: Vocals mit neuer Audimee-Stimme singen lassen

Es gibt eine „Create Vocals“-Page, der der zentrale Punkt der Audimee-Website ist. Oben rechts kann man sich aussuchen, welches Stimmmodell man für neue Vocals nutzen möchte. Auf der linken Seite lassen sich in einem Input-Bereich eigene Gesangsaufnahmen hochladen, z. B. via Drag & Drop. Es ist auch möglich, über den Browser direkt Vocals aufzunehmen. Wichtig ist, dass die Aufnahme ohne Effekte und in Mono vorliegt.

Settings vor der Konvertierung

Bevor man die Aufnahme in eine der Voices konvertiert, muss man einige Einstellungen beachten, z. B Pitch Shift/Tonhöhenveränderung. Dies ist eventuell notwendig, wenn männlicher Gesang in eine weibliche Stimme umgewandelt werden soll. Es wird z. B. in einem Einführungsvideo vorgeschlagen, eine Transposition von zwölf Halbtönen einzustellen, wenn eine männliche Stimme in eine weibliche umgewandelt wird. Dieser Tipp ist freilich zu allgemein. Wie gut es klingt und was eingestellt werden muss, hängt natürlich davon ab, wie die jeweilige Quell- und Zielstimme klingen, wie hoch sie liegen usw.

Für Audimee Zielstimmen wird ein optimaler Tonhöhenbereich angegeben, etwa A#2 – F4 für die tiefere männliche Stimme Clifton.

Eine zweite Einstellung nennt sich „Conversion Strength“. Hier geht es darum, wie viel von der Charakteristik und Artikulation des Originalmaterials von der neuen Stimme übernommen wird. Dabei gibt es eine Warnung, dass es bei hohen Werten evtl. mehr Artefakte gibt und niedrigere Werte insbesondere dann beibehalten werden sollen, wenn das Original nicht in englischer Sprache vorliegt. In der Praxis überzeugten mich meist, aber nicht immer, die Ergebnisse niedrigerer Einstellungen.

Audimee Settings

Das Bild zeigt die Settings im unteren Bereich der Convert Page und rechts die Conversion History

Schließlich gibt es als dritte Einstellmöglichkeit noch eine „Isolate Main Vocals“-Funktion, mit der man die Vocals freistellen kann, falls Hintergrundgeräusche oder andere Instrumente zu hören sind. Das entspricht auch der „Isolate Vocals“ Page. Die Ergebnisse klangen im Test recht gut, Artefakte auf der Stimme hielten sich in Grenzen, ab und zu war noch etwas vom Rest zu hören.

Nun lässt sich eine Stimme auswählen. Auch wenn meine erste Suche nach der Kategorie „Reggae“ in den Tags nicht von Erfolg gekrönt war, fand ich immerhin 39 Voices mit den Tags Hip Hop und Afrobeat. Mit „Clifton“ ist dann doch auch ein Sänger dabei, der auch mit „Reggae“ getaggt ist.

Audimee Clifton

Reggae Voice Clifton

Es gibt in einem Bereich „Edit Pitch“ die Möglichkeit, Tonhöhen zu korrigieren. Dieser ist nur sichtbar, wenn nicht mehr als eine Audiodatei hochgeladen wurde. Hier gibt es sowohl eine Option Quick-Tuning für schnelle Korrekturen als auch einen detaillierteren Pitch-Editor.

Audimee Editor

Im Editor sind durchaus detaillierte Edits möglich

Die Bedienung von letzterem ähnelt Melodyne. Beide Tools scheinen auch kombiniert zu funktionieren, denn im Editor kann man die Noten schnell auf eine eingestellte Tonart bringen. Ein Doppelklick auf eine Taste der Pianorolle bewirkt optional ein Einrasten auf einer einzigen Tonhöhe, was beim Harmonisieren hilft. Die Ergebnisse erklangen im Test stets schon mit der zuvor ausgewählten Voice-Model Stimme. Alternativ kann man selbst bei Bedarf eine Korrektur vorab in Melodyne vornehmen.

Nach der Konvertierung

Ein Klick auf Convert erzeugt eine neue Datei, das dauert nur ein paar Sekunden. Nach der Konvertierung findet man ein neues Audio-File in der Output-Sektion. Das Datum, die Uhrzeit, der Name der ausgewählten Stimme und gemachte Einstellungen lassen sich auch später noch ablesen.

Die letzten 15 Konvertierungen bleiben in der History gespeichert. Man kann jede aber auch sofort herunterladen, erhält dabei in allen kostenpflichtigen Abos eine WAV-Datei in 24-Bit-Auflösung und in der kostenlosen Version immerhin noch ein MP3-File. Zusätzlich lassen sich Resultate, mit einem Herzchen markiert, in einer Library speichern.

Will man andere Einstellungen ausprobieren, drückt man nach Änderungen erneut auf Convert. So kann man bequem weitere Varianten ausprobieren. Die zuvor hochgeladene(n) Audio-Dateie(n) bleiben erst mal verfügbar, sind es mehrere, dann werden via Convert stets gleich mehrere neue Dateien erstellt.

Der Charakter des Originals ist wichtig

Natürlich werden die Ergebnisse umso besser, je höherwertig die zuvor hochgeladenen Aufnahme ist. Deren Charakter schlägt hier stark auf das Ergebnis durch. An dieser Stelle möchte ich  anmerken: Die vielleicht etwas banalen, aber hoffentlich gut nachvollziehbaren Klangergebnisse hier müssen mit Material auskommen, das frei von Ansprüchen Dritter ist und außerhalb dieses Tests nicht mehr verwendet wird. Dabei habe ich sowohl deutsche als auch englische Aufnahmen vertont. Dass der Charakter beibehalten wird, bedeutet angenehmerweise, dass es auch gut möglich ist, deutsche Vorlagen zu nutzen! Tonhöhenkorrektur habe ich hier nicht vorgenommen. Weitere Klangbeispiele sind unten im Video zu finden.

Mixed Voices, Custom Voice Models und Instruments erzeugen

Mixed Voices erlauben das Erstellen eines neuen Voice-Models als Mix aus zwei bis vier anderen Modellen. Diese Option steht sogar in der Free Version dreimal bereit. Kein Mensch kann alle möglicherweise doch referenzierten Sänger und Sängerinnen kennen und mit einem Mixed Model bewegt man sich vielleicht auf sichererem Terrain.

Audimee MixedVoice2

So wird eine Mixed-Voice aus bis zu vier Stimmen erstellt

Custom-Voice-Models, also selbst erstellte Voice-Model-Stimmen, gibt es nur in den kostenpflichtigen Versionen. Zum Erstellen öffnen wir den Bereich My Voices. Zu sehen ist ein Hinweis, dass man ein eigenes Voice-Model mit ca. 10-20 Minuten an Aufnahmen erzeugen kann. Es gibt einen Voice-Creation-Guide für weitere Details. Das Material soll möglichst vielseitig sein und das Spektrum der Stimme abbilden.

 

Es wird vorgeschlagen, hochgeladene Dateien etwas zu optimieren. So sollen Nebengeräusche entfernt werden und kleine EQ-Verbesserungen oder Pitch-Korrekturen sind gewünscht. Das gilt auch für De-Essing und leichte Kompression.

Man kann aber auch Modelle von Instrumenten erschaffen, z. B. Percussion-Instrumente. Auch dann sollen analog dazu möglichst viele verschiedene Spielweisen oder Variationen der zu modellierenden Quelle hochgeladen werden. Die Dateien müssen ebenfalls als Mono 16-Bit-WAV hochgeladen werden. Danach dauert es etwa 30 Minuten, bis das Modell zur Verfügung steht. Alternativ greift man auf bestehende Instrumente zurück, die im folgenden Beispiel aus einer einfachen E-Piano Einspielung entstanden. Hier konkurriert Audimee in der Praxis mit einer Sample-Library, allerdings muss man rendern.

Isolate Vocals und Harmonies

Zudem gibt es (das ist heute schon fast Standard) Optionen, um Vocals von Hintergrundmaterial zu isolieren oder Harmonien zu generieren.

Spezieller ist folgendes Feature: In der Harmonies-Sektion können wir bis zu fünf Harmonien generieren. Hier findet man auch bereits Presets wie z.B. „Dreamy-Indie-Stack“ oder „Warm Afrobeat Layers“.

Interessant ist, dass jede Stimme von einem eigenen Sänger oder einer Sängerin bzw. Voice-Model generiert werden kann. Manchmal ist es sinnvoll, das Ausgangsmaterial vorher zu glätten. Mit dem Editor oder im Drone-Mode kann z. B. alles auf eine Note gelegt werden, um leichter gut klingende mehrstimmige Akkorde hinzubekommen.

Audimee Harmonies

Audimee Harmonies

Audimee: Konkurrenz

Einem ähnlichen Zweck kann auch die Dreamtonics Synthesizer V Software dienen, die ich hier und hier getestet habe. In Dreamtonics Synthesizer V ist die Auswahl der Voice-Modelle kleiner, dafür kann man Gesungenes manchmal besser editieren oder erstellen bzw. gar einfach auf der Basis von eingetipptem Text singen lassen. In der Praxis kann ein kombinierter Einsatz mehrerer Tools sinnvoll sein – z. B. Synthesizer V und Audimee zusammen.

Lalal.ai bietet Minutenpakete und Voice-Models ohne Abo an. Die Stärke scheint hier besonders beim Erstellen eigener Voice-Models zu liegen. Vocal-Isolation und Stem-Separation gibt es ebenfalls, allerdings fand ich auf Anhieb nicht so viele Justageoptionen wie bei Audimee.

Die Audimee Klangqualität fand ich im Großen und Ganzen gut. Es gibt auch noch eine Enterprise-Version mit angeblich besserem Sound, die man anfragen kann.

Hier noch ein begleitendes Video mit weiteren Klangbeispielen:

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Mehr Informationen

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Fazit

Audimee bietet ein interessantes Gesamtpaket, das auf den täglichen Einsatz im Tonstudio ausgelegt ist und auf gelungene Weise Interaktion von Mensch und KI ermöglicht. Aufgenommene Vocals lassen sich schnell in eine große Palette von Stimmen umwandeln, die Auswahl ist groß.

Hat man ein kostenpflichtiges Paket gebucht, ist laut Audimee alles kommerziell nutzbar, diese Rechte bleiben auch später bei einem evtl. Abo-Ausstieg bestehen. Das finde ich in der Praxis enorm wichtig. Bei manchen auf den ersten Blick attraktiven Online-Anbietern, etwa Tracklib, hält mich persönlich das Kleingedruckte bezüglich der Lizensierung davon ab, damit zu arbeiten.

Das Modeling eigener Stimmen und sogar von Instrumenten ist ebenfalls in kostenpflichtigen Versionen in überzeugender Qualität machbar. Auch die Harmonisierungs- und Isolierungstools können in der Praxis weiterhelfen. Audimee ist ein modernes Schweizer Taschenmesser im Studio, mit dem KI dort einen sinnvollen Platz findet. Die KI wird hier quasi zum Instrument.

Plus

  • legale Vocal Produktion mit KI
  • große Voices Library
  • auch deutsche Vorgaben gut nutzbar
  • Voice und Instrument Models erstellbar und nutzbar
  • Vocal-Isolator
  • Harmonisierung möglich
  • gute Bedienung und Benutzerführung

Preis

  • Starter US$ 12 US$/Monat (US$ 9 bei jährl. Abrechnung)
  • Pro US$ 25/Monat (US$ 19 bei jährl. Abrechnung)
  • Ultimate US$ 49/Monat (US$ 37 bei jährl. Abrechnung)
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    MartinM.

    Dieser Dienst scheint in etwa das Gleiche anzubieten, was die kürzlich unter den News angekündigte Software „ReSing“ von IKM leisten soll. Da bin ich sehr gespannt darauf, mal einen Vergleichstest zu lesen und zu hören. Am meisten interessiert mich dabei die Möglichkeit, die eigene Stimme zu „profilieren“. Aus Alters- und Krankheitsgründen bringe ich kaum noch anhörbare Noten hervor, habe aber noch eine ganze Menge Mehrspuraufnahmen aus besseren Zeiten, mit denen ich einen jüngeren Klon erstellen könnte. Den recht flachen Charakter typischer KI-Stimmgenerate will dagegen ja kaum jemand hören, abgesehen davon dass solche Generate immer wie die kreative Leistung anderer Leute wirken.
    Das Abo-Preismodell von Audimee kommt ja schon bei einem Jahr Dauer auf etwa den einmaligen Preis von ReSing. Andererseits ist das wesentlich billiger als die Angebote mit „Vocaloid“ Technik von Yamaha oder Krypton.

    • Profilbild
      Heiner Kruse (TGM) RED

      @MartinM. Probier’s aus. Wie gut das Modell Deiner eigenen Stimme wird, hängt natürlich davon ab, welche Nuancen ind er Aufnahme drin sind, die Du hochlädst. Ich fand hier ganz gut, dass ich einfach eine lange Aufnahme hochladen konnte, die versucht hat, das beste rauszuholen, anstatt mit zu viel Trial-and-Error Varianten auf mehreren Ebenen arbeitem zu müssen. Die Stimmgenerate von Audimee haben mir aber auch gefallen.

  2. Profilbild
    Filterpad AHU

    Meiner Meinung nach sollte es übergreifend eine Kennzeichnungspflicht für KI-Musik und speziell Vocals geben. Spotify ging hier den richtigen Weg erstmal alles zu löschen.

    • Profilbild
      ollo AHU

      @Filterpad Spotify selber ist doch einer der größten Profiteure von KI Musik, die haben bestimmt kein Interesse daran das zu kennzeichnen. Samples haben ja auch keine Kennzeichnungspflicht, interessiert aber auch niemanden, ob nur fertige Files aus einem Ordner zusammengeklicht wurden oder die Musik von Grund auf selber produziert wurde.

      Für solche Sachen wie Audimee singt man ja aber zumindest noch selber ein und lässt das durch die KI ändern, das ist ja auch nochmal was anderes als generative KI die direkt fertige Songs oder Vocals ausspuckt.

    • Profilbild
      mdesign AHU

      @Filterpad kennzeichnung ist schwierig. aufkleber? und wo fängt KI an – es gibt ja mittlerweile jede menge KI-helferlein von der komposition bis zum mastering. ab wann muss der aufkleber auf den track?

      spotify lehnt KI ab nicht aus ethischen oder künstlerischen, sondern aus juristischen gründen. da ist noch zu unklar, was mit royalties und sonstigen finanzen in zukunft passieren wird.

      • Profilbild
        Filterpad AHU

        @mdesign Wenn Fremdmaterial benutzt wird und eine Kennzeichnung deshalb, weil es oftmals als eigenes Material bzw. realen Gesang verkauft wird.

        • Profilbild
          Heiner Kruse (TGM) RED

          @Filterpad Hm, aber gerade hier basiert es ja alles auf eigenem Gesang, die KI agiert ja quasi nur wie eine Art Instrument oder ein Effekt dazu. Etwas anderes wäre es, wenn die Stimmmodelle geklaut wären.

    • Profilbild
      lookandlisten

      @Filterpad Spotify löscht (extrem) zögerlich, wenn Stimmmodelle von populären Künstlern verwendet werden.
      Ansonsten will Sp. vermehrt KI-generierte Musik pushen und bevorzugt behandeln. Velvet Sundown mal als Beispiel. Wer als Künstler Sp. nutzt, begeht musikalischen Selbstmord. 20% der aktuell hochgeladenen Songs sollen mittlerweile KI-generiert sein. Und wer bekommt die Einnahmen aus den SP. Abo-Einnahmen? Naaaa, wer?

    • Profilbild
      liquid orange AHU

      @Filterpad Und interessiert das jemanden der solche Massdienste nutzt? Wohl kaum, denn die wollen möglichst wenig Geld für möglichst viel was auch immer ausgeben. Ob das dann eine KI oder ein tatsächliches Wesen gemacht hat, wird in Zukunft nur noch sehr wenige interessieren. Speuzifei und Co. wollen auch so wenig wie möglich ausgeben um so viel wie möglich selber zu verdienen, so funktioniert nun mal der Markt.
      Wenn Musiker von ihrer Musik in Zukunft leben wollen, müssen sie raus aus diesen Diensten und was neues aufbauen.

  3. Profilbild
    Mixit

    Wenn das Tool nur die eigene Stimme „korrigiert“, sprich eine Art KI-Melodyne ist, dann wäre das in Ordnung. Wenn KI-Stimmen verwendet werden können, dann wäre ich auch für eine KI-Kennzeichnung.

    Wir sollten nicht wie so oft im Leben Dinge einfach laufen lassen, nur weil sie inzwischen möglich sind um sich dann im Anschluss wundern, was alles damit veranstaltet wird oder feststellen, dass das doch keine so gute Idee war.

    Ich fände es zumindest gut, KI Lead oder Solo Vocals aus der Dose bzw. Festplatte auch als solche zu kennzeichnen. Backgroundvocals oder Chöre werden ja bekanntlich schon lange aus der Sampling-Library verwendet.

  4. Profilbild
    Heiner Kruse (TGM) RED

    Ich staune doch, wie kritisch hier die Kommentare sind, wo es andere KI Anwendungen gibt, die salonfähig sind, aber zu einem großen Teil eigentlich auf krassen Urheberrechtsverletzungen basieren.
    Ich glaube, es liegt daran, dass KI zu wenig differenziert gesehen wird. Diese KI’s, die auf der Basis von ohne Freigabe genutzten urheberrechtlich geschützten Werken Musik ausgeben, sind für mich eine andere Dimension als eine KI, die kontrolliert ein Instrument abliefert, das man spielen kann – nur dass es hier die Stimme ist. Meine Meinung zu KI hat sich in den letzten zwei Jahren geändert, seitdem ich nicht mehr nur ständig schreckliche, überrealistische, grelle und langweilige KI Bilder auf facebook sehen muss, sondern interessante Mashups gehört habe. Auch Sampling wurde einst verdammt, aber wenn von einem kreativen Kopf etwas künstlerisch interessantes daraus gemacht wird, dann ist das vielleicht moderne Kunst. Die Kennzeichnungspflicht fände ich dann aber auch angemessen, bei Audimee, Synthesizer V, Vocaloid und dem neuen IK Multimedia Tool hingegen nicht, ich muss ja auch nicht kennzeichnen, wenn ich NI Reaktor Forms zum Verfremden oder einen Drumloop aus einer Library nutze. Das bleibt eine subjektive Einschätzung, aber so sehe ich es gerade,

    • Profilbild
      Numitron AHU

      @Heiner Kruse (TGM) na ja.
      auf dieser Seite auch immer mehr schlechte ai Bilder.
      die Leute werden immer fauler, Stellen schlechten content online.
      auf youtube immer mehr History Channels zb. Geschichte von Yamaha.
      selber erlebt, offensichtliche ai stimme die dauernd Dinge falsch ausspricht.

    • Profilbild
      costello RED

      @Heiner Kruse (TGM) Hallo Heiner, super, dass Du Audimee hier vorgestellt hast. Ich nutze diese Software mit wachsender Begeisterung. Ich würde aber deiner Einschätzung widersprechen, dass die Stimmen eher ein Genre als eine Person abbilden. So generisch sind die Stimmen gar nicht. Als ich die Audiobeispiele auf der Audimee-Seite mit meinen beiden 20-jährigen Jungs durchhörte, waren die Zuordnungen sehr eindeutig: „Das ist Drake, das ist xy“. Insofern würde ich den Kommentaren hier zustimmen, die sich für eine eindeutige Kennzeichnung aussprechen. Ich glaube, dass viele, die Audimee nutzen, auch einmal die Stimme ihres jeweiligen Lieblingssängers/Sängerin ausprobieren wollen. Auch das ist okay, so lange es nicht bei Spotify in der Playlist landet.

      • Profilbild
        Heiner Kruse (TGM) RED

        @costello das mit dem „genrebasiert“ stammt aus einer „Kurz und Knapp“ Zusammenfassung, welche die Redaktion nachträglich eingefügt hat, besser wäre vielleicht das Wort genrebezogen, es trifft in Bezug auf vorhandene „Tags“ zu. Ich hab z.B. nach Reggae Saengern gesucht.
        Du hast Recht, dass es nach einer Person klingt. Ich finde es einen großen Unterschied, ob diese Stimme aus Aufnahmen von einem Menschen abgeleitet wurde, der davon nichts weiß, oder aus Aufnahmen von einem jemand, der damit einverstanden war und dafür bezahlt wurde/ wird.

  5. Profilbild
    tubeheat

    Ein anderer Aspekt: Abo-basierte Software käme mir nicht ins Haus.
    Du zahlst eine Menge Geld und am Ende gehört Dir nichts.

    Da liegen die Vorteile eindeutig beim Hersteller:
    Monatlich kalkulierbare Einnahmen. Du kannst kein Update überspringen. Du bist gezwungen zu zahlen, auch wenn Du eigentlich sparen müsstest oder wenn die Updates keine für Dich interessanten Funktionen bereitstellen.
    Der Hersteller ist auch nicht mehr gezwungen, wirklich gute Neuerungen zu liefern, die man auch erst einmal antesten kann, bevor ein Upgrade gekauft wird.
    Du hast später nicht mehr die Möglichkeit, die Software weiterzuverkaufen und zumindest einen Teil des Geldes zurückzubekommen, falls es mal erforderlich sein sollte.

    Was solche Dinge anbelangt, bleibe ich sehr konsequent, auch wenn es in manchen Fällen schade ist: Macrium Reflect X, Lightroom, Photoshop.

    Da erinnere ich mich auch an einen Artikel in einem Forum, den ich kürzlich dazu las. Da hatte jemand alle oder zumindest alle nicht unbedingt erforderlichen Abos gekündigt und festgestellt, dass ihn das fast 800 € im Jahr sparte.

    Das ist noch so ein anderer Punkt, das ganze sieht erstmal verlockend aus, kleine monatliche Beträge, die sich dann aber auch aufsummieren plus der Entscheidende Nachteil, dass man nur für ein Nutzungsrecht blecht und einem nichts gehört. Wann immer Du die Software einsetzen möchtest, Du bist gezwungen zu blechen. Umso schlimmer, wenn Du die Software aus irgendwelchen Gründen weiterhin benötigst, Du kommst aus der Zahlerei nicht raus.

    Darum … am besten gar nicht erst mit einem Abo anfangen.
    Solidarisch mit anderen Anwendern bleiben, damit Hersteller auch wieder Zahlversionen anbieten (müssen).

    • Profilbild
      costello RED

      @tubeheat Ich bin bei Abo-Modellen auch eher skeptisch. Aber speziell Audimee finde ich sehr fair bepreist. Ich habe die „Sparversion“ mit einer Stunde Umwandlung gewählt und mich für jährliche Zahlung entschieden. 9$ statt 12$ bei monatlicher Zahlung. Macht also gerade mal 108$. Wichtig ist auch, dass nicht verbrauchte Minuten bei Monatsende nicht verfallen, sondern erhalten bleiben. Die eine Stunde Konversionszeit ist schnell aufgebraucht. Gerade, wenn man verschiedene Stimmen ausprobieren will. Die Software macht mir richtig Spaß. Aber man muss schon mit Ausdruck reinsingen, denn der veränderte Charakter einer Stimme allein macht noch keine gute Performance aus.

      • Profilbild
        Heiner Kruse (TGM) RED

        @costello ja, und genau deshalb finde ich Audimee ein interessantes Beispiel für KI und hab das hier auch als Thema vorgeschlagen. Konzept und Ausdruck beim eigenen Singen geben vor, was am Ende herauskommt, aber man hat nun erweiterte Möglichkeiten.

        Abo Modelle mag ich auch nicht, aber dass die Minuten nicht verfallen ist immerhin etwas. Die FL Studio Leute sind noch freundlicher mit ihrer Notfallaktivierung für FL Cloud Sounds, da habe ich auch gerade drüber geschrieben,

  6. Profilbild
    Tai AHU

    Ich habe ein einziges Programmabo, Logic für iPad. Bei dem Fünfer/Monat hat die Gemeinde aufgeschrien. Angesichts dessen finde ich die 12$ nicht gerade ein Schnäppchen, bei Pro und Ultimate frage ich mich, was die geraucht haben.

    Prinzipiell finde ich den Ansatz nicht schlecht. Aber irgendetwas hat die Software angelernt. Da wundert es mich nicht, dass deine Kids, Costello, da den ein- oder anderen Sänger wiedererkennen.

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