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Test: Audio Damage Neuron ADM12, FM-Drum-Synthesizer

(ID: 123968)

Funktionen

Der Neuron-Carrier ist kein Sinus-Oszillator, wie man es vielleicht erwarten könnte, sondern arbeitet mit einem zyklischen Sample. Dieses wurde direkt aus der Kick-Schaltung vom Bord einer TR-909 aufgenommen. Hierbei handelt es sich um ein leidlich hingebogenes Dreieck, das im Gegensatz zu runden TR-808 Kick einen gewissen Obertonanteil beinhaltet.
Der Neuron-Modulator arbeitet jedoch mit einem reinen Sinus. Der Carrier deckt einen Frequenzbereich von 20 Hz bis 1 kHz ab, es reicht also von Bassdrums bis Drums/Percussion im mittleren Bereich. Der Modulator agiert ähnlich, er reicht von 5 Hz bis 1 kHz. Durch die FM entstehen natürlich Seitenbänder, so dass auch hochfrequente Signalanteile entstehen.

Audio Damage Neuron frame

Genügend Sequencer-Spuren zur Steuerung der Parameter sollten verfügbar sein

Für Hihats, Cymbals und ähnliches gibt es außerdem einen Rauschgenerator, der dem FM-Sound hinzugemischt bzw. fast allein genutzt werden kann. Der Regler dafür mischt auf der ersten Hälfte das Noise zum Oszillator, auf der zweiten Hälfte wird es zusätzlich durch ein Hochpassfilter geleitet, das den Oszillatorklang weitestgehend unterdrückt.

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Der Sound lässt sich mit Distress, einem Overdrive, anzerren. Kein harter Distortion, aber ein ordentlicher Kraftschub, der auch deutlich neue Obertöne generiert. Bassdrums werden fett, metallische FM-Percussion gewinnen an Definition. Distress lässt sich gut dosieren, man kann dem Klang etwas mehr Form verleihen, aber speziell bei Kicks auch ziemlich Alarm machen.

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Die Tonhöhe des Carriers und die Länge des Sounds werden mit zwei Decay-Hüllkurven gesteuert, die sehr perkussiv arbeiten können. Wie alle Klangfunktionen lassen sich auch hier externen CV-Spannungen zur Modulation verwenden. Die beiden Hüllkurven werden jedoch nicht selbst moduliert, vielmehr wird die externe CV-Spannung zu der internen Decay-Hüllkurve addiert. Noch kürzer machen geht also nicht, aber längere bzw. komplexere Verläufe sind möglich, sofern es sinnvoll ist.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    phoges

    Ein schönes Modul – keine Frage.

    Aber der Modularhype zeigt bei einigen Herstellern immer mehr seine hässliche Fratze…. (Stichwort Preispolitik)

    379 Euro für eine Drumstimme – wenn auch flexibel – ist meiner Meinung nach wirklich viel zu viel Geld.

    • Profilbild
      masru

      @phoges Gäbe es den Hype nicht wäre Neuron nicht einfach billiger.
      Nein, die Produktion dieser Kleinserienprodukte würde sich nicht rechnen, es gäbe dann weniger Optionen bei Drum-Modulen.

      Fände ich jetzt auch nicht von Vorteil.

    • Profilbild
      changeling AHU

      @phoges Bei einem US-Preis von 325 US $ liegt ein Großteil der 379 Euro allerdings an Import Gebühren wie Zoll, ungünstigem Dollar/Euro Wechselkurs und Zwischenhändler Marge.

      • Profilbild
        dilux AHU

        @changeling nun ja, 325 usd entsprechen 300 euro, addiert man nun noch die mwst sind wir schon bei 357 euro…also so gross ist der preisunterschied gar nicht…

            • Profilbild
              changeling AHU

              @dilux 1. Sind die 325 US $ der Endkundenpreis in den USA, nicht der Einkaufspreis für den hiesigen Zwischenhändler/Vertrieb, 2. bei den Import-Gebühren hatte ich den schlechten Dollar/Euro-Kurs schon aufgelistet, 3. die Einfuhrumsatzsteuer gehört natürlich auch zu den Import-Gebühren.

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                dilux AHU

                @changeling in den usa werden endkundenpreise aber üblicherweise ohne mwst (sales tax) angegeben, die wird erst beim kassieren berechnet…

                • Profilbild
                  changeling AHU

                  @dilux Keine Ahnung worauf Du hinaus willst: Beim USA Preis ist auch kein Zoll dabei und keine Währungstauschgebühr und kein Verlust durch schlechten Währungskurs. Es ist aber trotzdem nicht der Einkaufspreis, sonst würden US-Händler wie Analog Haven ja Verlust damit machen, weil der Verkauf sie Geld kostet, aber nichts einbringt. Ein inländischer Händler muss weder erhöhte Versandkosten bezahlen, noch Wechselkursschwankungen einberechnen, schon daher ist der reine Händleraufschlag beim US-Preis geringer und auch dies ist den Import Gebühren zuzurechnen (von mir aus auch Import Kosten). Soweit ich weiß werden in den US die Händler auch direkt von den Herstellern beliefert, während der Import für Europa über einen Vertrieb läuft, der hier im Fall Audio Damage Alex4 heißt. Die Stationen hier am Beispiel Music Store wären also: Audio Damage (Export) => Zoll => Alex4 (Import/Vertrieb) => Music Store. Das sind somit schon zwei Zwischenstufen mehr als in den USA und jede Stufe bedeutet nochmal einen Aufschlag auf den Verkaufspreis. Alex4 ist hier das, was ich mit „Zwischenhändler“ meinte. Dessen Aufschlag fehlt eben beim US Preis komplett.

    • Profilbild
      GEM-D

      @phoges Wenn das Ergebnis, was am Output rauskommt entsprechend klingt finde ich auch einen hohen Preis OK. Allerdings hier überzeugt mich das Modul nicht. Vielleicht sind es auch nur die Beispiele…? Kann ich so nicht beurteilen.
      So würde ich aber eher auf einen gebrauchten Nord Drum 2 zurückgreifen und habe ähnliche Ergebnisse mit mehr (internen) Möglichkeiten.

  2. Profilbild
    xtront

    Viele schöne Möglichkeiten dank Modular und einer unglaublichen Auswahl an Modulationsquellen!

    Das meiste (90%+, aber ohne die Modulation von außen) was dieses Modul kann deckt für einen vertretbaren Preis eine Vermona DRM1 MK3 ab. Für rund 600€ macht diese immerhin 10 Spuren (HiHats sind doppelt zu zählen!) zugleich.

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