Test: Audio-Technica Quiet Point ATH-ANC7b

29. November 2010

Noise-Cancelling-KH

Die japanische Firma Audio-Technica dürfte vielen Lesern vor allem durch ihre Mikrofone, die einen durchaus guten Ruf besitzen, ein Begriff sein. Nicht jeder weiß hingegen, dass die Japaner schon seit langem auch Kopfhörer fabrizieren, von denen allerdings nicht alle auch den Weg nach Deutschland finden. Das neueste Modell hört auf den etwas umständlichen Namen “Quiet Point ATH-ANC7b” und weiß mit einer technischen Besonderheit auf sich aufmerksam zu machen: Er gehört zu der noch recht überschaubaren, aber wachsenden Anzahl an Kopfhörern, die über eine aktive Geräuschreduzierung – oder neudeutsch “Noise Cancelling (NC)” – verfügen. Diese Technik soll es ermöglichen, die Umgebungsgeräusche deutlich stärker zu reduzieren, als dies bisher durch das Tragen eines geschlossenen Kopfhörers möglich war – Audio Technica verspricht z.B., dass bis zu 85% der Umgebungsgeräusche ausgelöscht werden sollen. Wie gut das in der Praxis funktioniert und ob der ATH-ANC7b auch klanglich zu überzeugen weiß, soll der Test klären.

Schwarz und schlicht: Der Audio-Technica QuietPoint ATH-ANC7b

Schwarz und schlicht: Der Audio-Technica QuietPoint ATH-ANC7b

Was ist Noise Cancelling?

Ob QuietComfort (Bose), NoiseGard (Sennheiser) oder eben QuietPoint (Audio-Technica), die Hersteller von Kopfhörern mit NC haben der von ihnen eingesetzten Technologie klangvolle Namen gegeben, was aber nichts daran ändert, dass das Prinzip, was dahinter steckt, uralt und recht simpel ist. Wer sich noch an den Physikunterricht erinnern kann, weiß vielleicht, dass bei der Überlagerung zweier Schwingungen oder Wellen gleicher Frequenz das resultierende Signal abhängig von der Phasenlage gedämpft oder verstärkt wird. Beträgt die Phasenverschiebung zwischen den beiden Schwingungen 0°, ist die Verstärkung maximal. Beträgt sie hingegen genau 180°, ist die Auslöschung maximal – sind beide ursprünglichen Signale ansonsten identisch (also in Kurvenform, Frequenz und Amplitude), löschen sie sich komplett aus, und übrig bleibt nichts als Stille. Wer’s noch nicht wusste und nicht glauben mag, kann es einfach ausprobieren, indem er das gleiche Signal in 2 Kanäle seines Mischpults legt und dann bei einem Kanal den Phasendreher drückt (der bewirkt nämlich genau das: eine Phasenverschiebung um 180°).

Um die Umgebungsgeräusche zu eliminieren, bräuchte man das Umgebungsgeräusch also noch einmal zusätzlich – und zwar in der Phase gedreht, um es mit dem Original-Signal zusammenzumischen. Um das zu erreichen, werden einfach Mikrofone in den Kopfhörer eingebaut. Die Signale der Mikrofone werden in der Phase gedreht (diese Aufgabe übernimmt eine eingebaute Elektronik, die aktiv über eine Batterie mit Strom versorgt werden muss) und über die Membranen Richtung Trommelfell geschickt, wo sich diese umgangssprachlich manchmal „Antischall“ genannten Signale mit den Original-Umgebungsgeräuschen überlagern und sie somit auslöschen. In der Theorie ist es also ganz einfach, den Lärm um uns herum auszublenden. Die Frage ist, wie gut das in der Praxis funktioniert.

Der ATH-ANC7b …

… kommt, wie es typisch für diese Art Kopfhörer ist, in einem praktischen Reise-Etui verpackt. Im Etui befindet sich neben dem Kopfhörer noch eine Innentasche, in der 2 Miniklinkenkabel unterschiedlicher Länge sowie ein Adapter für 6,3mm-Klinke und ein Fluglinien-Adapter untergebracht sind. Das alles ist nicht weiter verwunderlich, denn ein NC-Kopfhörer wird vor allem für Reisen bzw. unterwegs vermarktet, da er seine Stärken im ruhigen Wohnzimmer naturgemäß nicht ausspielen kann.

Wer hier nicht den passenden Stecker findet, ist selber schuld

Wer hier nicht den passenden Stecker findet, ist selber schuld

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