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Test: Audix A150, Studiokopfhörer

14. März 2022

Der erste Audix Kopfhörer im Check

audix a150 test

Audix A150, Studiokopfhörer

Den Hersteller Audix kennen die meisten vermutlich von den weit verbreiteten Live- und Studiomikrofonen. Seit einiger Zeit hat das südlich von Portland, Oregon beheimatete US-Unternehmen aber auch Kopfhörer im Programm. Die aktuell vier Modelle umfassende A-Serie (zusätzlich bietet Audix mit A10 und A10x auch zwei In-Ear-Kopfhörer an) bietet vom günstigsten Modell, dem A140 (aktueller Preis: 145,- Euro) bis hin zu den beiden Top-Modellen der Serie (A150 und A152, beide für 275,- Euro zu haben) ein recht breites Spektrum ab. Den Audix A150 haben wir uns im folgenden Test einmal näher angeschaut und angehört.

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Die Firma Audix

Die Geschichte der Firma Audix beginnt im Jahr 1984. In dem Jahr gründen Cliff Castle und Fred Bigeh das Unternehmen. Über die Jahre hinweg hat man sich vor allem im Mikrofonbereich einen sehr guten Namen erarbeitet. Aktuell führt die Firma Audix rund 75 unterschiedliche Produkte in ihrem Portfolio, das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Mikrofonen für Tonstudios und die Live-Bühne. Die Mikrofone werden u. a. von Bruce Springsteen, Alanis Morissette oder Shania Twain genutzt. Für den deutschen Vertrieb ist die Firma Trius Music in Ibbenbüren zuständig.

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Seit Anfang des Jahres 2022 bietet Audix die vier oben genannten Kopfhörer an. Dabei kann man davon ausgehen, dass jeweils zwei Modelle (A140/A145 und A150/A152) nahezu baugleich sind und sich nur aufgrund des erweiterten Bassfundaments unterscheiden. So zumindest kann man die Bezeichnungen im obigen Bild interpretieren.

Erster Eindruck zum Audix A150 Studiokopfhörer

Der Audix A150 wird in einem bedruckten Pappkarton ausgeliefert und von Audix als „Studio Reference Headphones“ beworben. Öffnet man den Karton, findet man darin eine Stoffbox, in der der eigentliche Kopfhörer sicher aufbewahrt und transportiert werden kann. Dem Kopfhörer liegt ein englischsprachiges Benutzerhandbuch mit den wichtigsten technischen Daten und einigen Anmerkungen zum Einsatz des Kopfhörers bei. Außerdem findet man hier zwei unterschiedliche Kabel und ein 6,3 mm Adapter. Beide Kabel sind stoffummantelt, enden auf vergoldeten 3,5 mm Klinkensteckern und weisen Längen von 1,8 bzw. 3 m auf. Am Kopfhörer lassen sich die Kabel über 2,5 mm Klinkenstecker anschließen. Arretiert werden können sie nicht.

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Sowohl die Kabel als auch der beiliegende Adapter liegen dem Kopfhörer, getrennt voneinander in kleinen Plastiktütchen verpackt, bei. Mit Blick auf die Nachhaltigkeit könnte man sich diese sicherlich sparen, denn die Transportbox des Kopfhörers verfügt über ein kleines Fach, in dem das Zubehör auch ohne Plastiktütchen sicher aufbewahrt und ausgeliefert werden kann.

Der Audix A150 besteht zum größten Teil aus Kunststoff, was auch das geringe Gewicht erklärt. Farblich ist er nahezu komplett in Schwarz gehalten. Lediglich der Audix-Schriftzug, der Produktname und die ovale Linienform der Ohrmuscheln sind in Silber und Weiß gehalten. Sowohl die Innenseiten der Ohrmuscheln als auch das Kopfband sind mit weichem Kunstleder überzogen. Dieses sitzt angenehm auf dem Kopf und den Ohren auf. Bei längeren Sessions staut sich hier allerdings etwas die Wärme, ein Nachteil, den der Audix A150 aber mit vielen seiner geschlossenen Kollegen teilt.

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Die Ohrmuscheln lassen sich um bis zu 90 Grad drehen und der Kopfhörer passt sich dank der flexiblen Rahmenkonstruktion problemlos an unterschiedliche Kopfgrößen an. Insgesamt empfinde ich den Tragekomfort des Kopfhörers als gut, haptisch macht er einen sehr guten Eindruck. Sitzt gut auf, fühlt sich gut an – passt.

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Technische Daten des Kopfhörers Audix A150

Audix setzt beim dynamischen und geschlossenen A150 auf vergleichsweise große 50 mm Treiber. Als Frequenzgang werden 10 Hz bis 30 kHz angegeben, die Impedanz liegt bei niedrigen 30 Ohm, der SPL bei 103 dB.

Audix A150

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Preis271,00 €

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Zum Vergleich: Der mit „Extended Bass“ beworbene A152 bietet einen Frequenzgang von 8 Hz bis 28 Hz – bei ansonsten identischen technischen Spezifikationen.

Das Einsatzgebiet des Kopfhörers sieht Audix im Bereich des Mixing, Monitoring und beim reinen Musikgenuss.

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Wie klingt der Audix A150?

Das Klangbild des A150 ist sehr transparent und bringt viele Facetten eines Mixes gut ans Ohr. Positiv überrascht bin ich vom hohen Maß der Details, die der Kopfhörer abbilden kann. Bei Aufnahmen von Streicherensembles und Orchestern kommen bestimmte instrumentenspezifische Geräusche wie ein leichtes Knarzen oder Saitengeräusche sehr gut rüber. Mein Referenzkopfhörer AKG K812 ist da schon sehr gut und dem Audix A150 auch überlegen, aber in der Preisklasse der 250,- bis 300,- Euro Studiokopfhörer macht der A150 das schon außerordentlich gut.

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Der Bassbereich kommt beim Audix A150 knackig und akkurat rüber. Hier trumpft der Kopfhörer nicht auf, sondern bildet sauber und mit passendem Druck ab. Die unteren Mitten empfinde ich als etwas zurückgesetzt, da hätte ich mir durchaus etwas mehr Druck und Klarheit gewünscht. Wandert man im Frequenzbereich weiter nach oben, offenbart der Studiokopfhörer dann aber eine schöne Brillanz mit dem zuvor bereits erwähnten Detailreichtum.

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Leider war der Bruderkopfhörer A152 zum Zeitpunkt unseres Tests noch nicht lieferbar. Je nachdem wie „stark“ der gegenüber dem A150 erweiterte Bassbereich ausfällt, würde ich darauf tippen, dass der A150 der für den Studioeinsatz besser geeignetere Kopfhörer ist. Der Bassbereich des A150 ist wie gesagt schon sehr gut wahrnehmbar. Für die neutrale Beurteilung von Songs oder Mixvorgängen könnte ein nach unten hin druckvollerer Sound da wohlmöglich etwas zu viel sein. Das muss aber letztlich in einem direkten Vergleich herausgefunden werden.

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Positiv anzumerken ist die Tatsache, dass der Audix A150 schnell anschlägt und auch kurze knackige Signale mit dem passenden Punch ans Ohr bringt. Die Stereoortung und Verteilung von Signalen auf der virtuellen Bühne gelingt dem Audix A150 ebenfalls sehr gut.

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Fazit

Der Audix A150 ist ein guter Studiokopfhörer, der einen schönen transparenten Sound bietet. Über den gesamten Frequenzbereich bleibt er dabei weitestgehend neutral und bildet Signale gut ab. Die Verarbeitung und der Tragekomfort sind ebenfalls auf einem guten Niveau angesiedelt, so dass der Kopfhörer für die Bereiche Recording und Monitoring auf alle Fälle in die engere Wahl mit einbezogen werden sollte. Wer den Bassbereich gerne etwas druckvoller und mehr im Vordergrund hat, sollte sich den gleich teuren Bruder A152 einmal anhören.

Plus

  • transparenter Sound
  • gute Verarbeitung
  • Optik

Minus

  • untere Mitten gehen etwas unter

Preis

  • 275,- Euro
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