Die Verarbeitung ist 1A, das zeigt sich auch beim Abschrauben der Kapselabdeckung, die einen Blick auf die innovative Aufhängung frei gibt.
Diese wird einfach aber effektiv mit zwei Gummibändern entkoppelt. Bei der Gelegenheit lässt sich auch die integrierte Schaumstofflage zum Popp- und Feuchtigkeitsschutz entfernen, um eine noch offenere Klangabbildung zu ermöglichen.
Werte
Trotz seiner geringen Ausmaße ist das Audix SCX25A ein vollwertiges Großmembran-Mikrofon. Die Einzelmembran hat eine Größe von 1″, der Frequenzgang beträgt 20 Hz – 20 kHz, der Rauschpegel liegt mit 14 dB(A) angenehm niedrig. Der Grenzschalldruck liegt mit 135 dB im Klassendurchschnitt. Wem das nicht ausreicht, sollte sich das Modell SCX25A-Lo anschauen, bei dem der Wert bei 150 dB liegt.
Zu schalten gibt es an dem Mikro nichts. Eine Richtcharakteristik (Niere), kein Pad, kein LowCut. Das ist nicht weiter verwunderlich, ansonsten wäre die Elektronik sicher nicht in dem verfügbaren Platzangebot unterzubringen gewesen.
148 mm groß bzw. klein ist das Mikrofon in der Länge- Der Bodydurchmesser beträgt 21 mm, die Kapsel misst 51 mm im Durchmesser und ist 23 mm dick. Mit 244 Gramm ist das SCX25A dazu ein echtes Leichtgewicht.
Der Frequenzgang verläuft recht linear, um dann ab 3 kHz etwas anzusteigen. Um die 10 kHz ist wieder eine Kerbe auf 0 dB zu sehen. Als Klangbild erwarte ich also eine recht neutrale Wiedergabe mit einer gewissen Höhenbetonung.




























Vielen Dank für die Hörbeispiele, so macht der Testbericht doch gleich mehr Spaß.
Guter Test, aber:
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie dabei klassische Musiker, bzw. klassische Musik ignoriert wird. Aber auch die, so hat man mir mal erzählt, werden hin und wieder aufgenommen.
Gerade bei dem hier erklingenden Sänger wird deutlich, dass sich suboptimale stimmliche Fähigkeiten bei dem Gesamturteil über das Mikro negativ bemerkbar machen. Oder auch diese grauenvolle Flöte: Statt eine/n klassische/n Flötistin/en zu nehmen, bei denen man die Nuancen wesentlich besser beurteilen kann, wird eine Plastikflöte mit einer beliebigen, irisch-angehauchten Stehgreifphrase aufgenommen und hinterher „repariert“. Die einzige Lehre, die man daraus ziehen kann, ist die, dass das Audix genügend Substanz aufbringt, um durch einen EQ bearbeitet werden zu können.
Leute, es gibt nicht umsonst den Beruf des Musikers, der entsprechende professionelle Arbeit abliefert. Nicht studierte Laienmusiker liefern das meistens nicht ab. Die sind aber bei diesem Mikro wohl eher Ausnahmen in puncto Zielgruppe.