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Test: Auriteq Flow, DAW-Controller

Ein Controller für alle Plug-ins?

29. Juni 2026
auriteq controller test

Auriteq Flow, DAW-Controller

Der Wunsch, Plug-ins ähnlich haptisch bedienen zu können wie Hardware, ist bei vielen Musikproduzenten tief verankert. Ich selbst pflege mittlerweile eine nahezu 20-jährige On-Off-Beziehung zu diversen Controllern, immer mit dem Ziel vor Augen, meine Plug-ins direkt anfassen und kontrollieren zu können. Mit dem Auriteq Flow testen wir heute ein neues Konzept auf diesem Gebiet, das mir nach den ersten Produktvideos sehr vielversprechend vorkommt. Schauen wir uns an, was dieser Controller anders macht als andere.

Kurz & knapp

Was ist es? Auriteq Flow ist ein kompakter DAW-Controller, der die Steuerung von Plug-ins, Mixern und DAW-Funktionen per Displays, Touchscreen und Endlos-Encodern ermöglicht.

  • Workflow: Direkter Zugriff auf Plug-ins, Mixerfunktionen und DAW-Befehle ohne aufwendiges Mapping.
  • Flexibilität: Vorgefertigte Presets, Makros, Szenen und frei konfigurierbare Shortcuts erweitern den Funktionsumfang deutlich.
  • Praxis: Besonders hilfreich für Recording, Metering und das schnelle Laden von Instrumenten und Effektketten.
  • Bedienung: Kompaktes Design mit durchdachtem Bedienkonzept, das nach kurzer Eingewöhnung sehr intuitiv arbeitet.
  • Preis-Leistung: Umfangreiche Funktionen zum vergleichsweise günstigen Preis machen den Auriteq Flow zu einer interessanten Controller-Lösung.
Bewertung

Auriteq Flow

Finger WegUngenügendBefriedigendGutSehr GutAusgezeichnetNicht bewertet
Bewertung des Autors

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Übersicht Auriteq Flow

Auriteq ist ein junges Start-up-Unternehmen aus Spanien, hinter dem ein einzelner Musiker/Produzent steht. Ihn hat wohl der gleiche Gedanke angetrieben wie mich: ein Produkt zu erschaffen, mit dem man Plug-ins, Synthesizer und DAWs schnell und intuitiv fernsteuern kann, ohne erst alles mühsam mappen und konfigurieren zu müssen.

Herausgekommen ist dabei Flow, ein kleines schwarzes Kästchen mit zehn Mini-Screens in zwei Reihen, die gleichzeitig als Buttons fungieren. Darunter befindet sich ein Touchscreen, mit dem man durch die Szenen von Flow navigieren kann. Eine Szene ist eine Anordnung von Buttons für ein bestimmtes Einsatzgebiet. Dazu später mehr. Ganz unten am Gerät finden sich vier Endlos-Potis, die zusätzlich als Druckknöpfe dienen.

Controller Auriteq Flow

Findet auch im kleinsten Tonstudio noch einen Platz: Auriteq Flow

Das Gehäuse selbst ist ca. 13,5 x 12 cm groß und passt bequem auch auf enge Schreibtische. Der Winkel des Gerätes ist frei einstellbar. Auf der Rückseite befindet sich ein USB-C-Anschluss zur Verbindung mit dem Computer. Parallel gibt es noch einen weiteren USB-C- und zwei USB-3-Slots, mit deren Hilfe der Flow zum praktischen USB-Hub wird. Ein kleines, aber wie ich finde, cleveres Detail, um jede Menge Dongles und so weiter anschließen zu können.

Installation und Inbetriebnahme

Damit Auriteq Flow funktioniert, muss man von der Website des Herstellers zunächst die zugehörige Software herunterladen und starten. Diese muss während der Nutzung immer im Hintergrund laufen. In der Software lässt sich wählen, mit welcher DAW man arbeiten möchte. Aktuell sind das Ableton Live, FL Studio und Logic Pro. Mit Letzterem habe ich auch diesen Test gemacht.

Laut Hersteller ist eine Implementierung von Cubase in Arbeit, danach soll Pro Tools folgen. Zusätzlich kann man Flow in den Mac- oder PC-Modus versetzen, in dem er ähnlich wie ein Elgato Stream Deck funktioniert. Die entsprechende Software kann kostenlos geladen werden und muss separat installiert werden, dann lassen sich auch andere Programme mit dem Auriteq Flow fernsteuern. Auch das ist eine nette Dreingabe, die den Funktionsumfang des Gerätes nochmal deutlich erweitert.

Zur Installation öffnet man den Settings-Dialog der Software und prüft, ob Logic bereits verbunden ist; falls nicht, genügt ein Knopfdruck. In Logic selbst kann man das Gerät nun über das Menü Bedienoberflächen hinzufügen. Da Logic Pro bei der gleichzeitigen Verwendung mehrerer Controller manchmal Probleme bereiten kann, gibt es eine gut erläuterte Troubleshooting-Seite, sodass man das eigene Setup innerhalb kürzester Zeit zum Laufen gebracht hat.

Software Auriteq Flow

Mithilfe der App kann man alle Settings des Auriteq Flow konfigurieren

Auriteq Flow kommt mit vorgefertigten Presets, um alle Logic-Plug-ins (und auch die meisten Drittanbieter-Plug-ins) direkt zu bedienen. Zudem dient er als Transportsteuerung für Logic Pro.

Ebenfalls möglich: Das Laden von FX und Instrumenten in leere Slots sowie das Benennen und Einfärben von Spuren uvm. Um euch einen Eindruck zu vermitteln, was mit Auriteq Flow alles möglich ist, gehen wir im Folgenden einige der Szenen durch.

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Szene 1: Der Home-Bildschirm von Auriteq Flow

In dieser Szene hat man alle typischen Parameter einer DAW-Fernsteuerung: Start, Stopp, Play und Record. Über die beiden Pfeile kann man Kanäle im Arrangement anwählen, diese für die Aufnahme scharfschalten, muten oder Solo aktivieren.

Auriteq Flow Szene 1 Logic Pro

Szene 1 ist sozusagen der Homescreen von Auriteq Flow

Gleichzeitig werden unten auf dem Touchscreen der Pegel, das Panorama und die Level der ersten beiden Sends des gewählten Kanals angezeigt. Wie vermutet, können nun genau diese Parameter über die vier Potis gesteuert werden. Ein Klick auf die Potis erlaubt es, deren Empfindlichkeit in mehreren Schritten zu verändern, was ideal ist, um Werte entweder grob oder sehr fein einzustellen. Im Mixing-Alltag ist das eine willkommene Dreingabe, die präzises Mischen bei haptischem Zugriff ermöglicht. Bei den Sends dient das Drücken dazu, weitere Sends auszuwählen, falls man mehr als zwei nutzt.

Auriteq Flow daw controller test

Der Button links oben öffnet eine Unterseite mit allen im Kanal geladenen Plug-ins. Ein Klick auf einen Slot öffnet das jeweilige Plug-in und der Flow wechselt in den Plug-in-Modus. Nun steuern die vier Potis die einzelnen Parameter des jeweiligen Plug-ins. Über den Touchscreen kann man durch Wischen zwischen mehreren Unterseiten wechseln, da viele Plug-ins mehr als vier Parameter besitzen. Die Mappings sind meist sinnvoll gewählt, können aber jederzeit im Mapping-Modus angepasst werden. Das geht direkt am Gerät und ist in Sekundenschnelle erledigt. Einmal geändert, gilt das neue Mapping für alle Logic-Instanzen auf dem Mac.

Kehren wir zum Home-Bildschirm zurück, finden wir rechts oben den Taster „FX“. Dieser führt zu einem anfangs leeren Screen, den wir mithilfe der Auriteq-Software mit unseren Lieblingseffekten bestücken können. So lassen sich favorisierte Kompressoren, EQs oder Reverbs per Knopfdruck in den nächsten freien Slot laden. Die Buttons können dabei frei beschriftet und auch farblich angepasst werden. Wer möchte, kann sogar eigene Grafiken hinterlegen, die dann auf den Buttons statt einer Beschriftung angezeigt werden.

Szene 2: Organisation von Plug-ins

Die nächste Szene beinhaltet mehrere Unterordner zum Aufrufen und Insertieren von Plug-ins, Instrumenten, FX-Chains, Aux-Effekten und Master-Plug-ins. Diese müssen vorab in der Software definiert werden. So lassen sich ganze Ketten, etwa zur Vocal-Bearbeitung, abspeichern. Da Logic Presets für Aux- oder Master-Tracks separat verwaltet, gibt es hierfür eigene Unterordner.

Szene 2 dient zum Organisieren von Effekten und Instrumenten

In der gleichen Szene finden sich Buttons zum Erstellen neuer (leerer) Audio- und Instrumenten-Tracks.  Alternativ gibt es aber auch die Möglichkeit, Kanäle inklusive vordefinierter Instrumenten- und FX-Plug-ins zu laden. Man kann sich also seine Standard-Sounds und Effektketten abspeichern und hat sie sofort griffbereit. Im hektischen Studioalltag spart das massig Zeit.

Szene 3: Recording mit dem Auriteq Flow

Diese Szene ähnelt der ersten, ist aber auf das Recording spezialisiert und bietet eine große Pegelansicht über zwei Screens hinweg. Zudem kann man mit den Potis im Projekt zoomen oder Marker setzen und anspringen. Auriteq empfiehlt diese Szene besonders für Selbstaufnahmen: Mit einem ausreichend langen USB-Kabel nimmt man den Flow einfach mit zum Instrument und steuert alles fern. Ein sehr cleveres Feature für alle, die oft alleine produzieren und sich dabei selbst aufnehmen.

Recording Szene von Auriteq Flow

Komfortable Fernbedienung zum Aufnehmen: Auriteq Flow

Szene 4: Steuerung des Mixers

Diese Szene ist eine Mischung aus Mixer-Controller und Loudness-Meter. Auch hier überzeugt die clevere Nutzung der verfügbaren Buttons und Screens.

Der Touchscreen zeigt immer die Pegel von acht Kanälen gleichzeitig an. Durch Antippen wechselt man zwischen Kanalpaaren, sodass Poti 1 etwa alternativ Kanal 1 oder 2 steuert. Zwei der Buttons dienen als Pfeiltasten, um sich in Achter-Schritten durch den Logic-Mixer zu bewegen. Mit etwas Einarbeitung lässt sich das Mischpult so schnell und sicher bedienen.

Mixer Ansicht Auriteq Flow

Kann auf kleinsten Raum einen Software Mixer steuern: Auriteq Flow

Zusätzlich fungieren die restlichen acht Buttons als Loudness-Controller und bieten wertvolle Hilfe beim Metering. Mittig wird der Pegel der Master-Spur angezeigt, links und rechts flankiert von VU-Metern. Auch an eine Mono-Schaltung wurde gedacht. Die Daten liefert ein mitgeliefertes Loudness- und VU-Plug-in, das auf dem Masterbus geladen wird. Ein Klick auf den LUFS-Button wechselt die VU-Meter zur Anzeige von LUFS-Werten. Szene 5 ist nahezu identisch, ersetzt jedoch den LUFS-Button durch ein Gonioskop zur Kontrolle der Monokompatibilität. Zudem steuern die Potis hier das Panorama statt der Lautstärke.

Szene 5: Benennen von Tracks

Hier finden sich Buttons, um die ausgewählte Spur zu benennen. In der Software lassen sich Vorlagen für Bass, Gitarre, Keyboards, Gesang etc. anlegen, um Spuren im Projekt blitzschnell zu organisieren.

Benennen von Spuren in Auriteq Flow

Per Knopfdruck lassen sich einzelne Spuren benennen

Szene 6: Kurzbefehle und Makros

In der letzten Szene lassen sich beliebige Logic-Kurzbefehle hinterlegen. Dank Pfeiltasten sind unzählige Unterseiten möglich. Besonders ausgefuchst: Man kann mehrere Befehle auf einen Button legen, um Makros zu erstellen, die nacheinander ausgeführt werden. Ein Feature, das Logic Pro nativ so nicht bietet.

Kurzbefehle fernsteuern mit Auriteq Flow

Auch Shortcuts lassen sich mit dem Flow von Auriteq fernsteuern

Praktischer Einsatz des Auriteq Flow

Wie beschrieben, ist das Gerät dank der guten Anleitung in wenigen Minuten eingerichtet. Die Buttons und Screens wirken anfangs klein, erwiesen sich im täglichen Einsatz aber als gut ablesbar und groß genug. Hat man verinnerlicht, welche Befehle in welcher Szene liegen, kann man mit dem Controller wirklich schnell und intuitiv arbeiten.

Da alle Plug-ins vorgemappt sind, spart man unheimlich viel Zeit beim Schrauben an Parametern. Zwar ist man mit Maus und Tastatur oft routinierter, doch nach einer kurzen Gewöhnungsphase ist der haptische Zugriff oft überlegen.

Auriteq Flow mit Logic Pro

Auriteq Flow im Einsatz mit Logic Pro

Ich nutzte bei mir im Tonstudio vor allem das Metering und die Recording-Seite, wenn ich mich selbst an der Gitarre aufnehme. In Zukunft möchte ich noch tiefer in die Makros eintauchen, um mir Ketten von Tastaturbefehlen zurechtzulegen, um nervige, immer wiederkehrende Arbeitsschritte zu automatisieren.

Kleinere Kinderkrankheiten, z. B. bei Mappings, wurden vom Entwickler immer schnell behoben. Das LUFS-Plug-in könnte noch etwas mehr Feinschliff vertragen (z. B. Anzeige des Momentary-Werts), aber Updates sind bereits angekündigt.

Alternativen

Schaut man sich nach Alternativen zum Auriteq Flow um, so kommen einem zunächst natürlich die diversen Elgato-Stream-Decks in unterschiedlichen Ausführungen in den Sinn. Rein optisch und vom Funktionsumpfang kommt dem Auriteq Flow sicherlich das Deck+ am nächsten. Allerdings müsste man hier das Mapping für die einzelnen DAWs noch selbst erledigen, auch wenn das mit der mitgelieferten Software recht zügig geht.

Wem es nur um die Transportsteuerung und eventuell das Einzeichnen von Automationsdaten geht, der wäre mit dem Behringer X-Touch One gut bedient. Das Teil steht auch hier bei mir im Studio und leistet seit Jahren treu seine Dienste.

Last but not least könnte das TC Electronic Clarity eine gute Alternative für diejenigen sein, denen es hauptsächlich um die Metering-Funktion geht, um die eigene Mischung immer visuell im Blick behalten zu können. Auch dieses Gerät besitze und nutze ich selbst. Der große Vorteil: Einmal über S/PDIF angeschlossen, kann man auch Quellen wie YouTube und Spotify damit im Blick behalten. Sehr hilfreich bei der Analyse von Referenzmaterial

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Fazit

Auriteq Flow ist ein tolles Tool, um den Workflow zu beschleunigen und mehr im „Flow“ zu bleiben. Nichts ist nerviger als beim kreativen Musikmachen ständig abgelenkt zu werden. Angesichts des Gebotenen ist der Preis fast unverschämt günstig. Ein Ausprobieren kann ich jedem nur wärmstens empfehlen.

Plus

  • Konzept
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Metering Software gratis dabei

Minus

  • Einarbeitung notwendig

Preis

  • 179,- Euro
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Über den Autor
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Moritz Maier RED

Mein Name ist Moritz, ich bin Toningenieur und betreibe ein Tonstudio für Mixing und Mastering in Köln. Da ich früher viel als Gitarrist in diversen Bands gespielt habe, kam ich früh mit Mixing und Mastering in Berührung und habe diese Arbeit lieben gelernt. Über ein Studium der audiovisuellen Medien (Dipl.-Ing. FH) habe ich dann mein Hobby zum Beruf gemacht.

Forum
  1. Profilbild
    janschneider AHU

    Das ist aber schon arg nah dran am Streamdeck+. Man stelle sich vor, das Gerät wäre von Behringer, dann wäre aber was los… und nicht ganz zu unrecht.

    • Profilbild
      Tai AHU

      @janschneider Genau der gleiche Gedanke kam mir auch. Auch bezüglich des zweiten Satzes

    • Profilbild
      vaikl

      @janschneider Das *ist* ein neu gebrandetes Streamdeck+, selbst Icons und die Editor-Pages sind zumindest in den jetziges Fotos hier seeeeehr ähnlich, ich wette auf Gleichheit. Und die bislang vorhandene knappe Auswahl an vorgefertigten DAW-Profilen deckt sich mit dem Elgato-Shop-Angebot für die eigenen Modelle.

      Schätze, dass sich Elgato nach Erscheinen des Streamdeck+ XL mit viel mehr Buttons und Potis vom alten Modell verabschieden will. Deswegen erscheinen neue Profile wohl auch nicht mehr für den kleinen Vorläufer.

      • Profilbild
        gs06

        @vaikl Das Original hat zwei Tasten weniger – ansonsten ist es natürlich schon verdammt nah dran.

  2. Profilbild
    Tai AHU

    „Mit einem ausreichend langen USB-Kabel nimmt man den Flow einfach mit zum Instrument und steuert alles fern.“

    Das bedeutet, das Kabel ist nicht fest am Gerät. Für mich absolute Kauf-Voraussetzung, die zumindest kleinere Streamdecks nicht bieten.

    • Profilbild
      vaikl

      @Tai Der Streamdesk+ (also der „Zwilling“ aus eigenem Haus) hat schon seit Beginn kein festes Kabel, ich hab einen.

      • Profilbild
        Tai AHU

        @vaikl Das habe ich gesehen. Aber Unsitten verbreiten sich. Guck dir die Situation bei USB Hubs an. Von 10 Modellen haben 11 feste Kabel. Wie, ich glaube, das kleine Streamdesk.

        • Profilbild
          vaikl

          @Tai Ja, die Unsitte ist mir sehr lang und gut bekannt, ist auch mein erster Blick und Test, wenn ich ’nen neuen kaufen muss;-)

  3. Profilbild
    RhodesChroma

    Für mich IST das ein Streamdeck+
    Zumindest die Hardware.
    Dann wird es eh nur eine Frage der Zeit sein, bis Behringer das Streamdeck XL+ rausbringt.

  4. Profilbild
    Kutscher

    Hi Tai,
    ich bin bei festen Kabeln tatsächlich anderer Meinung.
    Und finde eine Kabelbuchse deutliche besser.
    Obwohl ich früher auch eher deiner Meinung war.

    Bei mir haben sich die Festen Kabel immer als Schwachstelle entpuppt. An dem Übergang in das Gerät gab es meist Knicke oder Kabelbruch durch Zugkräfte. Vor allem bei Mobilen Geräten die ich auch mal auf den Gig genommen habe.
    Maus, Usb Festplatte, Midi Controller etc.

    Da ist es praktisch dasich einfach ein Ersatz Kabel einstecken kann statt es auslöten zu müssen.
    Wenn es dann geht.
    Das gilt auch für Stromkabel vor allem in Rack.
    Mit Buchse kann ich mir ein längeres dran stecken oder mir eigene Kabellängen/Splitter bauen, ohne das Gerät zu modifizieren, beim Verkauf dann mit Original Stromkabel.
    Beim Auflagen kam es vor das die Festen Kabel der Technics zu kurz sind, und auch die musste ich schon mal auslöten wegen defekt. Auch bei Turntables hat sich das Chinch und Masse Terminal als Feature entwickelt.
    Und die Apple Thinderbolt Display 2011 Kabel waren immer zu kurz für nicht-Laptops.

    Allerdings gebe ich dir Recht dass ich zu Zeiten von Mikro-USB auch lieber Geräte mit festem Kabel vorgezogen habe. Weil die Bauform einfach sehr viel Spiel hatte, und die Norm schwammig war.
    Bei der USB-B (Drucker , Midi Controller) sowie USB-C empfinde ich die Buchchse als ausreichend zugfest aber auch verschleißarm.
    Der Hersteller sollte aber bitte ein Kabel beilegen.

    • Profilbild
      Tai AHU

      @Kutscher Hi Kutscher. Mein Beitrag war etwas schlampig formuliert, sorry. Wir sind gleicher Meinung. Ein Kabel sollte nie fest an einem Gerät sein. Denn die Frage ist nicht ob, sondern wann das Kabel bricht. Ein Beispiel: mein iPad hängt oft vor meinem Gesicht wie die TV Screens in den Krankenhäusern. Brauche ich einen Hub, hängt der mit seinem 15cm Kabel frei in der Luft. Und an dem sind weitere Kabel eingesteckt. Katastrophe. Ich habe lange nach einem Hub gesucht mit abnehmbarem Kabel, das es mir auch erlaubt, ein längeres Kabel zu verwenden. Und so ein Controller bleibt oft auch nicht an der gleichen Stelle. Bei diesem Modell nach meinem Geschmack. Überlege ich mir ernsthaft.

      Auch bei Micro USB bin ich deiner Meinung. Das hätte einfach nie stattfinden dürfen. Aber es gibt tatsächlich drastische Unterschiede bei Buchsen. Ich hatte hier mal gleichzeitig eine Blackbox von 1010 und ein kleines Master Keyboard von Korg. Beide mit B. Aus der Blackbox hast du das Kabel nur mit Kraft rausbekommen, die Buchse im Korg, das Labbrigste, das mir je untergekommen ist

      • Profilbild
        Andreas AHU

        @Tai Im Grund bin ich auf deiner Seite. Aber auf der anderen Seite kann es genauso – vielleicht sogar noch schneller – passieren, dass der eingesteckte Stecker eine außergewöhnliche Belastung bekommt und dann die Buchse kaputt macht.
        Ist mir leider kürzlich mit meinem Zoom H8 passiert, als ich eine Powerbank angeschlossen hatte und dann versucht habe ihn in sein Case zurückzupacken und da etwas zu eilig war und dann die Buchse „knacks“ gemacht hat. Funktioniert zwar noch mit Batterien, aber der Stecker nur noch in einer bestimmten Position. Reparatur vermutlich nicht möglich.
        Das könnte nicht passieren, wenn das Kabel im Gerät verschwindet. Der mittlere Streamdeck (bzw. der ganz alte) hat das tatsächlich noch so. Finde ich jetzt auch nicht so schlimm und das Kabel hält auch immer noch. Vermutlich wäre ein Defektes Kabel auch leichter zu reparieren als eine defekte Buchse.
        Ach und am schlimmsten sind die Geräte, die noch einen speziellen Stecker haben. Ist das Kabel da mal weg, kann man mit dem Gerät meistens auch nichts mehr anfangen. Oder man findet irgendwann ein Kabel mit sonderbaren Stecker und weiß nicht mehr wozu der gehört :D

  5. Profilbild
    Andreas AHU

    Ich habe den Streamdeck+ auch (und einige andere). Habe ich aber am Hauptrechner und nicht am Musiker-PC, weil ich da doch lieber einen Faderport 16 nutze. Meine nächste Anschaffung wäre wohl der Streamdeck +XL mit 8 Fadern. Ich kann nur empfehlen immer zu den größeren zu greifen, denn wenn ich mich erst durch mehrere Untermenüs drücken muß, bin ich mit der Maus – die ich ggf. sowieso gerade in der Hand habe – meistens viel schneller und bequemer.
    Aber wenn alles auf der „ersten Seite“ steht, flutscht es.
    Bei „diesem“ finde ich das mit den Bewegten(?) Anzeigen ganz interessant. Da wüsste ich tatsächlich nicht, ob und wie das mit dem Stream-Deck geht.
    Für Plugins wäre vermutlich MIDI-CC sends wichtig. Das soll wohl mit den Streamdecks mit einem Plugin funktionieren.
    Am Musiker-PC nutze ich einen mittleren Streamdeck, aber in der Regel für ganz praktische Dinge, wie z.B. ein Fenster auf den anderen Bildschirm verschieben. oder Hoch/runter um Presets durchzuschalten, Programme zu starten usw.
    In der DAW brauche ich das gar nicht mal so oft. Das knifflige ist meistens das suchen praktischer Symbole zum belegen. Es gibt zwar oft welche zu kaufen, aber die sind dann oft schon in Englisch beschriftet und kosten oft relativ viel.

  6. Profilbild
    zm33

    Wirklich interessant, danke für den Artikel. Ich verwende stream deck XL für die Steuerung von Sibelius, das hat den Workflow mit Sibelius deutlich beschleunigt.
    Ob das hier auch so gut funktioniert, müsste man testen.
    Auf jeden Fall ein Kampfpreis, auch wegen des flexiblen Ständers und dem Hub.

  7. Profilbild
    Kutscher

    Hi Andreas,

    ah ja stimmt auch wieder.
    Einer meiner Freunde hat es mal geschafft die USB Buchse von meinem CDJ 2000 so weit einzudrücken dass die Kontakte auf der Platine abgerissen sind. Inklusive der Goldkontakte dem PCB.
    Hier hat aber auch die USB Buchse nur Pad Kontakt und keine Durchgangs Pins rein mechanische Stabilität gehabt.

    Im Theater mal eine Gopro mit Schleppkabel Micro-HDMI nicht überlebt ein Schauspieler so drauf getreten ist dass das Kabel in die Buchse gedrückt wurde, und diese innen abgerissen hat.

    Signalkontakte sind halt nicht für Belastungen gemacht.

    Aber gerade übermäßiger Druck ist ungefähr wie einen Meißel einzudrücken.
    Bei Zug bin ich mit Apple-lightning und einigen USB-C Buchsen ziemlich zufrieden.
    Also der Kompromiss aus genug Haltekraft dami das Kanel nicht immer Rausfällt, und bei zu viel Zug selbständig auslösen ohne dass es bleibende Schäden gibt.

    Das Große Problem ist leider die Repariebarkeit von Geräten.
    Für Stecker/Buchsen gibt es ja auch Hersteller OEM bei denen Geräte Hersteller auch nur Teile Kaufen. Die lassen sich auch nachbestellen bei bsp Mouser, Digikey o. RS-Components.

    z.B. den Micromaster für die CDJs kaufe ich auch nicht mehr bei Pioneer/Aplha Theta weil die viel zu viel Aufschlag nehmen.
    Auch bei Kabeln ist es nicht immer möglich passende zu finden. Was Schirmung und Außendurchmesser und Flexibilität angeht.
    Auf den Buchsen ist meist noch irgendwo ein Logo des OEM zu finden.

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