Test: BC Rich, Warlock Bronze, E-Gitarre

11. November 2008

Warlock Bronze

Es gibt wohl kaum eine Company, deren Namen so eng mit dem Hard´n Heavy-Sektor verknüpft ist wie die amerikanische Instrumentenschmiede B.C. Rich. Seit vielen Dekaden spielen national und international bekannte Größen des Metal-Bereichs die Instrumente des kultigen US-Herstellers: Phil Campbell (Motörhead), TonyMacAlpine, Craig Goldy (Dio) oder Kerry King von Slayer schwören seit Jahren auf die Dienste ihrer B.C. Rich-Instrumente. Doch wie so oft sind die in den Staaten gefertigten Instrumente beinahe unerschwinglich für Leute mit nicht so prall gefüllter Brieftasche oder reichem Onkel oder Tante, und somit bietet die B.C. Rich Company in Fernost gefertigte Instrumente zu einem sehr günstigen Kurs an.
Unser heutiger Proband im AMAZONA.de Testlabor ist die B.C. Rich Warlock Bronze, die zurzeit für einen unglaublichen Kurs erhältlich ist. Ein genauer Test soll zeigen, ob sich hinter dem avantgardistisch-agressiven Design der Gitarre auch tatsächlich ein Wolf verbirgt.

1_Warlock_Front.jpg

Lieferumfang/Verarbeitung

Angesichts des Preises der Warlock Bronze kann man sicherlich keinen Koffer oder eine Tasche erwarten, die Gitarre erscheint schlicht in einem passenden Karton, in dem sich noch ein Einstellschlüssel für die Justierung des Halses befindet. Nach dem Entblättern aus der Umverpackung erscheint eine Gitarre, die mit ihrem eigenwilligen Design für Gesprächsstoff sorgt – egal ob man das Styling mag oder nicht. Der bizarr geformte  45mm starke Korpus der Warlock besteht aus Agathis, einem sehr günstigen Tonholz, das bei vielen Instrumenten im unteren Preissegment verwendet wird. Die Klangeigenschaften dieses Holzes gelten nicht als überragend, sind aber sicherlich nicht schlechter als bei irgendwelchen Sperrholz-Konstruktionen, die ja neudeutsch den Namen „Plywood“ tragen. Aus wievielen Teilen der Body der Warlock Bronze besteht, läßt sich leider auf Grund der sauber aufgetragenen schwarzen Hochglanzlackierung nicht sagen. Üblicherweise werden Instrumente in diesem Preissegment mit dreiteiligen Bodys ausgeliefert bzw. gefertigt.
Einen kleinen Haken hat dieses extravagante Body-Design dann leider doch: Die Warlock widersetzt sich schamlos konventionellen Gitarrenständern.

2_Warlock_oben.jpg

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ich spiele diese Warlock seid 3,5 Jahren.
    Und genau wegen der hier beschriebenen Attribute.
    Die Einstellungen der Pickups Hals-Steg-Beide OHNE irgendwelche umschaltspirenzien wie Splitting oder push-pull, waren für mich ebenso eine Kaufentscheidung wie das Design der Gitarre.
    Die hier als minderwertig benannte Verchromung kann ich NICHT bestätigen. Die sieht noch aus wie am ersten Tag, obwohl die Gitarre bei mir jede Woche mindestens 5 Tage im ständigen gebrauch ist. Ebenso, die Mechaniken, da ist alles fest, es wackelt nichts und gelöst hat sich bis dato auch noch nie etwas. Da ich im MetalBereich spiele, ist es genau die optimale Gitarre.
    Auch verstehe ich nicht, warum der Verfasser bei der Bespielbarkeit nur ++ und bei der Verarbeitung + gegeben hat. Meine Warlock hat in ALLEN Bereichen +++.
    Ein Tausch der Pickups und Mechaniken wie vom Berichtersteller angedacht ist vollkommen UNNÖTIG !!!
    Den optimalen Sound bekomme ich mit einem 9er Satz Saiten (2223) der Marke Erni Ball.
    Am Schluss sei noch angemerkt, das ich vorher eine Strat gespielt habe, die ich dann an meine Tochter weiter gegeben habe, da mir die B.C.RICH – Warlock vom Händling und von der Bespielbarkeit, wesentlich besser zusagt als die Strat.
    Ich kann jedem der eine SEHR GUTE und dennoch preiswerte Heavy Gitarre sucht, die B.C.RICH – Warlock wärmstens empfehlen.

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      KRYPTYK  

      Ich spiele diese Gitarre nun seit 10 Jahren. Und das oben geschriebene zählt immer noch, kann ich also nach 10 Jahren Gebrauch ohne bedenken bestätigen………. B.C.Rich, best Guitars ever.

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