Test: Beat Kangz Electronics, Beat Thang, Drum Machine

16-Spur-Sequencer

Der Sequencer bietet 16 Spuren pro Pattern, die maximal 200 Takte haben können. Bezüglich Taktarten (als ob Hip Hop etwas anders als 4/4 kennen würde), Quantisierung und Swing sind alle gewünschten Einstellungen möglich, natürlich ist auch Mute und Solo für die 16 Spuren vorhanden.

Beat Thang beschränkt sich auf Realtime-Programmierung, Lauflicht- oder Step-Programming sind nicht vorgesehen und auch nicht für ein Update angekündigt. Hier ist man ganz auf das MPC-mäßige Einklopfen von Beats fixiert. Die Pads reagieren ansprechend und setzen Dynamik gut um, sind jedoch ein wenig laut. Mit der Roll kann man quantisierte Noten automatisch eingeben, ähnlich dem bekannten Note Repeat.

Das rein manuelle Einspielen hat sowohl seine Berechtigung wie auch seinen Reiz, jedoch fehlt ein präzises Werkzeug zur nachträglichen Editierung einer Sequenz, denn Noten können nicht verschoben oder variiert, sondern nur gelöscht und neu eingespielt  werden. Damit ist der Sequencer einerseits funktionell eingeschränkt, anderseits aber auch sehr einfach und reibungslos zu handhaben.

Die mitgelieferten Pattern drehen sich zu 98% um Hip Hop und R’n’B, ein paar House- und Electro-Beats machen den Rest aus. Die Grooves orientieren sich am aktuellen Stil, wirken mitunter etwas leer und unspektakulär, aber sie sind ja auch für Rap bzw. Gesang gedacht und nicht als Instrumental-Tracks.

im Dunkeln leicht zu finden

im Dunkeln leicht zu finden

Beat Thang Virtual – BTV

Da ich nur ein Messevorführmodell zum Test hatte, stand mir leider nicht die dazugehörende Beat Thang Software zur Verfügung. Deshalb hier nur die Fakten. Die Drummachine wird zusammen mit einer Plug-in-Version seiner selbst ausgeliefert, die Software ist aber auch separat erhältlich (derzeit nur online). BTV ist die 1:1-Umsetzung der Hardware. Damit umgeht man elegant die Probleme einer Integrationslösung via USB (Latenz, Treiberkonflikt). Projekte können zwischen BTV und Beat Thang beliebig ausgetauscht werden, die Hardware kann auch als direkter Controller für das Plug-in eingesetzt werden. BTV gibt es als VST- und AU-Plug-in, unterstützt jedoch nur 32 Bit. Die Software entspricht, bis auf einen übersichtlicheren Browser, in allen Punkten der Hardware, inklusive Sequencer und Sampling, hat aber ebenfalls keine Einzelausgänge. Das ist zwar durch die Kompatibilität zwischen Hard- und Software begründet, stellt aber eine echte Einschränkung dar, die man hätte lösen können und sollen.

Die Alternative zum Plug-in ist der Export von 16 bzw. 24 Bit WAV-Files der gesamten Pattern oder Einzelspuren, um damit als Loops z.B. in Ableton Live der NI Traktor weiter zu arbeiten.

Klangbeispiele
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