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Test: Beat Kangz Electronics, Beat Thang, Drum Machine


Workflow für Sample-basiertes Beat-Bauen

MPC vs. BT

Der Vergleich zur Akai MPC liegt natürlich nah: Sample-fähige Drum-Maschinen mit Pads zum Einspielen gibt es ja nicht all zu viele. Den Lauflicht-orientierten Electribe ESX lassen wir mal außen vor. Aber auch MPC und Beat Thang unterscheiden sich doch in einigen Punkten deutlich. Beat Thang kann mit größerem RAM, SD-Cardslots und einer wesentlich höheren Polyphonie aufwarten. Internes Akku, großes Display und Plug-in sind auch nicht zu verachten.

Bei den MPCs hat man erst einmal die Wahl zwischen vier Modellen. Außer der kleinen 500 kann man mit den MPCs über vier MIDI-Outs ein ganzes Setup ansteuern, und es gibt Einzelausgänge sowie Digital-I/O. Auch bzgl. der Bedienung sind die Konzepte verschieden. Bei den MPCs sind die Pads auch für Mute oder Track-Anwahl zuständig, bei Beat Thang gibt es dafür separate Tasten, was eine Umschaltung erübrigt. In der MPC kann man den Sequencer schrittweise editieren und per Next Sequence mit mehreren Sequenzen jammen, während man bei Beat Thang mit nur einem (langen) Pattern arbeitet oder den Song-Mode laufen lässt. So könnte man die Liste noch lange fortsetzen: 16 vs. 4 Layer, 4 vs. 2 Effekte … Man sieht, es gibt Vor- und Nachteile bei beiden Konzepten. Nur beim Einhaken von Beats finde ich, dass beide einen gleichwertigen Workflow bieten, wenn auch das Einspielen von Melodien und Basslines mit dem BT-Keyboard besser geht.

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Fazit

Das Fazit fällt nicht ganz leicht. Sicherlich bräuchte man länger Zeit, um das Gerät wirklich einschätzen zu können, ein paar Testtage geben da nur einen ersten Eindruck. Grundsätzlich ist Beat Thang eine gute Maschine für Sample-basiertes Arbeiten. Beats sind schnell „gebaut“, und für Black Music hat man massig Sounds gleich an Bord. Doch an einigen Stellen gibt es wirkliches Verbesserungspotential, und an den fehlenden Einzelausgängen kann man sich zu Recht stören. Der Vergleich mit einer MPC hinkt zwar wie gesehen, aber preislich kommt man selbst mit einer MPC2500 günstiger und die teurere MPC5000 (derzeit ca. 1.500,- Straßenpreis) besitzt neben einer Anzahl Reglern und Fadern sogar einen VA-Synth. Aber wenn man sich mit den MPC-Eigenheiten noch nie so recht anfreunden konnte, ist Beat Thang eine durchaus potente Alternative für das Rechner-unabhängige Arbeiten – und ist trotzdem der DAW eng verbunden.

Plus

  • guter Workflow für Sample-basiertes Beat-Bauen
  • Pads wie ein Keyboard angeordnet
  • separate Tasten für Track-Anwahl/Mute
  • großer Soundpool für Hip Hop & R’n’B
  • inklusive Plug-in-Version
  • ca. 3-4 Stunden Akku-Betrieb
  • kompaktes, solides Gerät

Minus

  • keine Einzelausgänge (auch nicht im Plug-in)
  • kein Step-Programming/Edit
  • keine Zoom-Darstellung der Samples
  • Ausgangslautstärken und Systemeinstellungen werden nicht gespeichert
  • Hall- und Delayqualität nur Durchschnitt
  • Effekte werden nicht zusammen mit den Pattern gespeichert

Preis

  • Beat Thang - UVP: 1.188 Euro / Straßenpreis: 999 Euro (inkl. BTV)
  • Beat Thang Virtual: 99,95 Dollar (derzeit nur online, Boxed-Version noch keine Angabe)
  • Expansion Packs: je 47,95 Dollar (online)
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Klangbeispiele

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Beat Kangz Electronics Beat Thang

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