Test: BEETRONICS Overhive und WhoctaHell, Effektgeräte

15. Mai 2018

Sounds, die einfach stechen

BEETRONICS Overhive title

Bei den Produkten des kalifornischen Herstellers BEETRONICS kann man sicherlich zu Recht das häufig unberechtigt verwendete Attribut „Boutique“ bemühen. Die liebevoll produzierten Pedale, die wir heute testen, besitzen eine wirklich kultige Optik. Spontan fällt mir hierzu „gerelicte Stomps“ ein. Der Hersteller BEETRONICS verwendet für seine Pedale den Begriff „Machines“, den ich als absolut zutreffend einstufen würde. Zahlreiche „Machines“ sind bislang erhältlich.

Der Hersteller vertreibt zwei Serien: Die Custom-Serie umfasst momentan sieben Pedale. Das Design der Pedale aus der Custom-Serie ist noch etwas ausgefallener, deswegen muss man beim Erwerb dieser Pedale noch etwas tiefer in die Tasche greifen. In der Standardserie sind bis zum heutigen Datum drei Pedale im Programm.

Zwei davon werden wir uns heute einmal zum Testen zur Brust nehmen. Diese sind der BEETRONICS Overhive und WhoctaHell. Der Overhive ist, wie sein Name vermuten lässt, ein Overdrive-Pedal, der WhoctaHell ist ein Fuzz-Pedal, das auch ein Oktaver-Funktion bietet.

BEETRONICS Overhive top

— BEETRONICS Overhive Verzerrer —

Lieferumfang

Im Lieferumfang finden wir, abgesehen vom Pedal selbst, eine nett gestaltete Anleitung jedoch kein Netzteil. Der Stromhunger beider Testkandidaten bewegt sich im eher anspruchslosen Bereich, deswegen müssen diese an eine vorhandene Board-Stromversorgung angeschlossen werden. Ein Betrieb mit einem 9-V-Block ist grundsätzlich nicht vorgesehen.

Design der BEETRONICS Pedale

Bewegt man sich auf der Website des Herstellers BEETRONICS, kann man feststellen, dass sämtliche Pedale des Herstellers einen abgefahrenen Look haben. Man könnte diesen mit „gerelict“ oder Gebraucht-Look umschreiben. Auch das Firmenlogo sieht schon recht individuell aus, wobei man natürlich hier auch optisch eine Biene impliziert hat.

Das individuelle Design wird von den übergroßen Rechteckmuttern und den Knöpfen im Vintage-Design gut unterstützt. Auch der seitlich angebrachte Diamant unterstützt diese Optik. Die Lackierung aller BEETRONICS Pedale ist grundsätzlich matt gehalten bzw. wieder matt geworden, da man hier den eventuell vorhandenen Glanz vermutlich durch Anschleifen mit Stahlwolle oder Schleifpapier wieder entfernt hat. Teilweise wurde die Lackierung auch wieder bis zum blanken Metall wieder abgeschliffen.

Innenleben der BEETRONICS Effekte

Pflicht zu erwähnen ist natürlich auch, dass im Inneren der Effekte gleichfalls kreativ und kunstvoll gearbeitet wurde. Die Platinen, auf welche die Bauteile eingelötet wurden, haben tatsächlich eine Wabenform. Je nach Farbe des Pedals haben auch die Platinen die korrespondierende Farbe. Die Verarbeitung beider Geräte sieht ausgesprochen solide aus.

BEETRONICS Overhive inside

— Platinen in Wabenform, beim WhoctaHell passend in Rot —

Facts & Features beider Pedale

BEETRONICS Overhive

Der BEETRONICS Overhive verfügt natürlich über einen Gain-Regler, welcher den Grad der Verzerrung justiert. Das Poti im Zentrum des Pedals hat die Bezeichnung „Honey“ bekommen. Der Knopf im MXR-Stil ist außerordentlich groß gehalten. Dafür sind die weiteren Bedienungselemente wiederum recht klein ausgefallen. Hier sind ein Tone-Regler und ein Volume-Regler zu nennen.

Zwei kleine Kippschalter gestatten es, das Frequenzspektrum des Pedals zu beeinflussen. Der Kippschalter mit dem Wabensymbol gestattet es, die tiefen Frequenzen „looser“ oder „tighter“ zu gestalten. Der kleine Bodyswitch (Bienchensymbol) lässt mehr oder weniger Bässe in die Schaltung.

Overhive 4

— Fetischdesign nicht nur für Pedalfreaks —

Der Fußschalter wurde mit einer großen Sechskantmutter ausgestattet, welcher gleichfalls zum eigenwilligen Design des Pedals beiträgt. Beide BEETRONICS Pedale verfügen auf der rechten Außenseite über einen weißen Diamanten, wie er normalerweise gerne bei Röhrenverstärkern gesehen wird. Bei aktiviertem Effekt leuchtet dieser schwach rot. Schwach deshalb, weil sich die Leuchtdiode in einem kleinen Abstand zum Diamanten befindet.

Beide Pedale besitzen auch einen True-Bypass, um Klangverlusten in inaktivem Zustand des Effekts in der Signalkette vorzubeugen.

BEETRONICS WhoctaHell

Der Whoctahell ist ein Fuzz-Pedal, das auch ein Oktaver-Funktion bietet. Hier sind gleich zwei Fußschalter an Bord. Der rechte Stompswitch schaltet den Fuzz-Effekt ein. Bei aktivem Effekt bekommen wir dies durch ein rotes Leuchten des seitlich angebrachten Diamanten signalisiert. Betätigen wir den linken Fußschalter, ist auch der Oktaviereffekt aktiviert. Nun leuchtet eine blaue Leuchtdiode hinter dem weißen Diamanten. Das Licht leuchtet nicht gerade hell, aber ausreichend intensiv, um den gerade aktiven Zustand zu erkennen.

Whoctahell von Webseite

— WhoctaHell Fuzz und Oktaver —

Der Hell-Regler reguliert den Grad der Verzerrung des Fuzz-Effekts. Der Lautstärkeregler (Mastervolume) ist beim WhoctaHell an der rechten Seite angebracht. Der Whocta-Regler mischt das Oktaver-Signal zum Fuzz-Signal hinzu. Ein kleiner Kippschalter bestimmt, ob das Oktaver-Signal ein bzw. zwei Oktaven niedriger als das Originalsignal sein soll. Hier kann man sich das Ganze auch noch einmal optisch zu Gemüte führen. Die entsprechende Anleitung liegt jedem Effekt bei.

— Anleitung im Vintage Look —

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Johannes Krayer  RED

    Schön, wenn Testgeräte spontane Begeisterung auslösen. Die Dinger sind in der Tat eine Augenweide. Auch schön, dass sie darüber hinaus auch noch toll klingen.

  2. Profilbild
    Stephan Güte  RED

    Ich hatte sie beide hier, bevor sie Eddie (Johannes) zum Test bekam. Richtig geile Kisten und auch echt was für die Vitrine!

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