Test: Behringer BCF2000

27. Juni 2011

Desktop Controller

Die Firma Behringer ist in Deutschland vor allem für günstige Produkte bekannt, die gerade im  Einsteigerbereich mit begrenzten finanziellen Möglichkeiten viele Kunden finden. Dass die Qualität der Produkte darunter nicht zwangsläufig leidet, hat der Hersteller schon oftmals bewiesen. Mit dem Behringer BCF2000 stellt die Firma einen MIDI Desktop Controller vor, der u.a. zur Fernsteuerung von Software und Sequencern geeignet ist.

Behringer BCF2000

Behringer BCF2000

Optik & Ausstattung

Optisch wirkt der 330 x 100 x 300mm große Controller aufgeräumt und übersichtlich. Das Modell gibt es wahlweise in dunklem Blau oder strahlendem Weiß, je nachdem wie es in die heimische Studioatmosphäre passt. Ausgestattet ist die BCF2000 mit 8 motorisierten 100mm-Fadern, die auf der Oberfläche des Controllers auch die meiste Fläche einnehmen. Oberhalb der Fader finden sich 8 Endlos-Drehregler mit LED-Kranz, die neben der eigentlichen Poti-Drehfunktion auch gedrückt und somit zusätzlich als Taster fungieren. Darunter finden sich 16 der insgesamt 20 Drucktaster. Auf der rechten Seite dann das vierstellige LED-Display, die restlichen 4 Taster plus weitere 10 System-Taster, die ausschließlich zur Steuerung des Gerätes an sich dienen (Preset, Learn, Save, Edit etc.). Die einzelnen Bedienelemente sind gut verarbeitet, und die Taster bieten einen ordentlichen Druckpunkt. Alle Elemente haben jedoch ein gewisses Spiel, so dass man zumindest nicht von einer 100%igen Verarbeitung sprechen kann. Die Motorfader sind sehr leichtgängig, und dementsprechend reichen kleine unachtsame Berührungen aus, um nicht beabsichtigte Wertveränderungen zu erzeugen. Die Motoren der Fader sowie die „Klack-Geräusche“ beim Drücken der Tasten sind leider etwas laut, so dass speziell Nutzer, die bei leisen oder mittleren Lautstärken abhören, die Bewegungen der Fader deutlich hören werden.

Auf der Rückseite der BCF2000 findet man die nötigen Anschlüsse, um den Controller mit der Außenwelt zu verkabeln. Hier finden sich sowohl USB-Anschluss und zwei Footcontroller-Anschlüsse wie auch ein MIDI-Trio (In, Out, Thru). Schön ist, dass Behringer trotz des geringen Preises ein internes Netzteil verbaut hat, so dass keine störenden Netzteil-Boxen im Studio oder auf Bühne herumliegen müssen. Im Lieferumfang enthalten sind neben dem eigentlichen Controller auch Strom- und USB-Kabel sowie ein Handbuch in allen erdenklichen Sprachen.

Rückseite mit Anschlüssen

Rückseite mit Anschlüssen

Forum
  1. Profilbild
    musicalix

    Die BCF-Geräte sind für das Geld eigentlich unschlagbar und funktionieren in Logic Pro im LC Mode auch sehr gut… im 16 teiligen Turtorial von Dancetech.com kann sehen, wie gut das ganze funktioniert und man sich noch ein paar sinnvolle Anpassungen abschauen.

    Aaber…ACHTUNG: Die Sache kann auch einen Haken haben: Hardwaremässig haben einige Geräte gerade der neuesten Baureihen wohl einen Bug:

    Folgen die Fader einer Automation kann es zentimenterweise laut hörbare Zitterpartien der Fader geben – Beim Abmischen untragbar. Wer ein Neugerät kauft, sollte gleich mit einer Automation testen, ob die Fader einigermaßen leise und geschmeidig folgen. Bei diesem Bug auch auffällig: Der Fader manuell einmal in eine Position gerückt, korrigiert seine Position um 1-2 Zentimenter. Geräte ohne Bug behalten die Position jedoch bei oder korrigieren nur sehr unauffällig und leise um wenige Millimeter.

    Wir haben in diesem Zusammenhang 6(!) mal einen Austausch vornehmen müssen, bevor wir hier 2 funktionierende Geräte im Studio stehen hatten – das hat gut 8 Wochen gedauert und der T-Händler hat dankenswerterweise ebenso grosse Geduld behalten wie wir auch. Wer bereit ist, das Risiko einer (Multi) Austauschaktion in Kauf zu nehmen, erhält am Ende aber ein wirklich hervorragenden Controller, mit dem man durchaus professionell arbeiten kann.

    MfG, Aldemedia

  2. Profilbild
    derbert1

    ich finde den Controller zu dem Preis auch exzellent! das einzige was mich gestört hat war, dass die Motor-Fader eben nicht berührungsempfindlich sind, aber ein solches Feature gibt es eben nur bei deutlich teureren Produkten.

  3. Profilbild
    frama78

    Das angesprochene Ruckeln kann man einfach selbst minimieren: aufschrauben und die Zahnriemchen, die Motor und Fader verbinden etwas fester einstellen. aber nicht zu fest; sonst laufen sie nicht mehr;-)! Sind zwei Schrauben und Incl. Demontage/Montage vielleich 20 Minuten „Arbeit“:-)

  4. Profilbild
    Tamo

    Frage zur freien Zuweisbarkeit : 1. Poti = 1. midikanal mit funktion „x“ ; 2. Poti = 2.midikanal mit funktion „y“ ; 3 . Poti = midikanal 3 oder 5 etc mit entprechend gewählter funktion . ist das die frei wählbare zuweisbarkeit die in der manual und der generellen beschreibungen? ich mache gerade die erfahrung, das sich die zuweisbarkeit eher auf die cc usw bezieht und es sich aber nur um einen bzw zwei midikanäle pro preset handelt … siehe zero sl mk2 – progchan x ; commonchan y frei zuweisbar u midi out a oder b … ich möchte aber 16 kanäle frei in kanal und funktion zuweisen. ich möchte so eine art funktionsspot auf einer plattform erstellen und so meine wichtigsten parameter ( die während des performens schlecht zugänglich sind . sie nutzen unterschiedliche midikanäle und befehle. ( octatrack midi) welche art midibox ist derartig frei zuweisbar? diese hier?

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