Das Schweizer Taschenmesser für Budget-Effekte!
Der Behringer FX 2000 ist ein Multieffektprozessor der Budget-Klasse im 19-Zoll-Format, der 71 verschiedenen Algorithmen und 200 Presets bietet. Das Gerät richtet sich an Musiker, Produzenten und Tontechniker mit begrenztem Budget, die dennoch nicht auf die gängigsten Effekte verzichten möchten.
Kurz & knapp
- Preis-Leistung: Für rund 105,- Euro bietet das Gerät eine enorme Effektvielfalt und ist ideal für Einsteiger.
- Effektvielfalt: 71 Algorithmen und 200 Presets decken nahezu alle gängigen Effektbereiche ab.
- Anwendung: Besonders geeignet für Homestudio, Live-Betrieb und analoge Mischpulte ohne eigene Effekte.
- Klangqualität: Reverb- und Delay-Effekte überzeugen, bei Modulation und Distortion gibt es Abstriche.
- Kritikpunkte: Schwächen in der Verarbeitung und unübersichtliche Anleitung, aber angesichts des Preises verschmerzbar.
Inhaltsverzeichnis
- Kurz & knapp
- Behringer Virtualizer 3D FX-2000
- Erstes Fazit: Viel Effekt für wenig Geld
- Die technische Ausstattung des Behringer FX 2000
- Speicher- und Preset-Verwaltung
- Die Effekt-Gruppen des Behringer FX 2000 im Detail
- Bedienung und Handhabung
- Anschlussmöglichkeiten und Integration
- Verarbeitung und Design
- Der Behringer Virtualizer 3D FX-2000 in der Praxis
- Schwächen und Kritikpunkte
- Technische Daten
Erstes Fazit: Viel Effekt für wenig Geld
Der Behringer FX 2000 hat den Anspruch ein „Schweizer Taschenmesser“ für Budget-Effekte zu sein. Als sehr preiswertes Multieffektgerät, verbunden mit einer Vielzahl an Optionen, lohnt sich die Anschaffung auf jeden Fall zum Aufpeppen des effektfreien analogen Mischpults oder auch als „schnell mal eben“-Effekt für die Effektversorgung von Gitarren.
Für knapp 105,- Euro erhält man ein wahres Multitalent, das sich sowohl im Homestudio als auch live bewährt.
Besonders geeignet ist das Behringer FX 2000 für Einsteiger und Hobbymusiker, die ihre ersten Erfahrungen mit Effektprozessoren sammeln möchten, ohne dabei ein Vermögen auszugeben.
Auch Besitzer analoger Mischpulte ohne integrierte Effekte profitieren von der umfangreichen Ausstattung. Wer allerdings höchste Ansprüche an die Klangqualität stellt oder professionelle Studioproduktionen plant, sollte sich nach teureren Alternativen umschauen.
Die technische Ausstattung des Behringer FX 2000
Im stabilen Metallgehäuse (19-Zoll, 1 HE) stecken acht verschiedene Effekt-Gruppen: Reverb, Delay, Modulation, Dynamics, Psycho Acoustic, Filter/EQ, Distortion/Amp Simulation und Special FX. Die Bandbreite reicht von den wichtigsten Hall- und Delay-Programmen über eine Dynamics-Abteilung mit De-Esser und EQ bis hin zu exotischen Modulations-Presets.
24 Bit Sigma-Delta A/D- und D/A-Wandler mit 64- bzw. 128-fachem Oversampling sorgen bei einer Bandbreite von 20 Hz bis 20 kHz für eine gute Auflösung. Bis zu sieben Parameter sind je nach Art des Effekts editierbar, um die werksseitigen Voreinstellungen individuellen Vorlieben anzupassen. Zu jedem Effekt gehört übrigens auch ein 2-Band-EQ.
Speicher- und Preset-Verwaltung
Zum Abspeichern stehen 100 User-Speicherplätze bereit, auf denen werksseitig schon Presets mit Namen wie Vocal Chorus, Space Flanger, British Solo oder Live Room gespeichert sind. Diese Speicherplätze können überschrieben werden, um Platz für eigene Kreationen zu schaffen.
Weitere 100 Sounds, die fest zur Ausstattung gehören, finden sich bei den Factory Settings. Auch hier deuten die Namen bereits an, was zu erwarten ist: Cathedral of Cologne, Nice Ambience, Retro Phaser oder Garage. Die Basis dieser Effekte bilden 71 unterschiedliche Effekt-Algorithmen.
Die Effekt-Gruppen des Behringer FX 2000 im Detail
Reverb
Der Hall gehört sicherlich zur „Brot und Butter“-Ausstattung eines jeden FX-Prozessors. Der Behringer FX 2000 bietet daher in diesem Bereich zwölf grundsätzlich verschiedene Raumsimulationen, darunter auch ein Plate-Effekt, den Klassiker für Snare und Gesang.
Room, Small Hall, Concert, Studio, Cathedral und Spring Reverb gehören ebenfalls zu dieser Abteilung wie Early Reflections oder Gated Reverb. Einstellbar sind beim Reverb Parameter wie Pre-Delay, Ausklingzeit und Lowcut.
Delay
Hier findet sich das Stereo-Delay mit maximaler Verzögerung von 5,45 Sekunden oder das in heutigen Zeiten als „Vintage Sound“ wieder sehr in Mode gekommene Bandecho mit reduziertem Höhenanteil in den Wiederholungen. Auch das fast in Vergessenheit geratene im Stereopanorama springendes Ping-Pong-Delay ist am Start.
Modulation
Umfangreich ist auch die Modulation-Sektion. Zu den 15 Basis-Sounds gehören Stereo-Chorus oder Vintage Flanger und Vintage Phaser.
Ich würde die Modulationseffekte als durchaus brauchbar bezeichnen, auch wenn sie bei weitem nicht die Qualität teurerer Spezialgeräte erreichen.
Dynamics
Beim Kompressor sorgen die üblichen Einstellmöglichkeiten für optimale Anpassungen an das zu bearbeitende Material: Ratio, Threshold, Makeup-Gain, Softknee, Attack, Release und Mix.
Psycho Acoustic
Unter den sechs Effekten findet sich auch der Exciter. Damit kann man z. B. die Durchsetzungsfähigkeit der Stimme im Mix erhöhen oder cleane Gitarrenklänge bekommen perlige Höhen aufgesetzt. Aber auch Enhancer, Ultra Bass und Ultra Wide zur Verbreiterung des Stereo-Panoramas sind hier im Angebot.
Filter/EQ
Vier Effekte, wie zum Beispiel Auto-Filter oder Parametric-EQ, bietet die Filter/EQ-Gruppe. Der grafische Equalizer lässt sechs verschiedene Frequenzbereiche (200 Hz, 400 Hz, 800 Hz, 1,6 kHz, 3,2 kHz, 6,4 kHz) bearbeiten.
Mit dem Para-EQ können zwei wählbare Frequenzbereiche (zwischen 200 Hz und 10 kHz) mit frei bestimmbaren Q-Faktor um 16 dB angehoben oder abgesenkt werden.
Distortion/Amp Simulation
Sieben verschiedene Einstellungen sind hier möglich. Darunter auch Tube Distortion, Speaker Simulation oder Guitar Amp. Lo-Fi lässt den Sound vergangener Tage wieder aufleben. Allerdings gehören die Effekte Overdrive, Distortion erwartungsgemäß nicht zu den Stärken des Geräts gehören.
Special FX
Wer ausgefallene Spezialeffekte sucht, dem bietet Special FX fünf Basisprogramme. Hier findet sich sogar ein Sampler, der fünf Sekunden lang aufzeichnen und wiedergeben kann.
Mit dem Voice Canceler ist es in gewissen Grenzen möglich, Gesangsstimmen aus produziertem Material zu entfernen, um sich die eigenen Karaoke-Tracks zu erstellen. Zudem steht ein Vocoder zur Verfügung.
Effekt-Kombinationen
Elf Effekt-Kombinationen sind abrufbar. Die Gängigste ist wohl die Mischung von Delay und Reverb. Auch das Hinzufügen je eines weiteren Effekts (Chorus, Flanger, Leslie, Pitch Shifter, Tremolo, Phaser) zu Delay oder Reverb ist möglich.
Durch zwei unabhängige Effekt-Prozessoren kann zwischen zwei seriellen und einer parallelen Anordnung gewählt werden. Die flexiblen Routing-Optionen ermöglichen es, Effekte sowohl in Serie als auch parallel zu arrangieren.
Bedienung und Handhabung
Wird der „Virtualizer“ eingeschaltet, ist das zuletzt gewählte Preset aktiv und im groß dimensionierten Display ablesbar. Die nebenstehende LED-Kette markiert die Gruppe, aus der das Preset stammt, eine zweite LED-Reihe gibt beim Editieren Auskunft über die Art der Veränderung. Angezeigt werden Prozent, dB, Hz oder Sekunden.
Mit dem Endlosdreher lassen sich die gewünschten Effekte ansteuern. Hat man das Passende gefunden, dauert es einen kleinen Moment und die Parameter sind geladen.
Vier separate Drehregler ermöglichen individuelle Anpassung der Parameter. Sie arbeiten in verschiedenen Ebenen, die durch Edit oder Setup umgeschaltet werden. So lassen sich auch der 2-Band-EQ oder die Grundeinstellungen erreichen. Ein weiterer Drehregler dient der Mischung von Original- und Effektanteil. Möglich sind 0 Prozent (trockenes Signal) bis 100 Prozent (nur Effekt).
Anschlussmöglichkeiten und Integration
Der Behringer FX-2000 ist universell einsetzbar. Ob im AUX-Bus des Mischpultes, im Insert von Summe, Subgruppe oder Kanalzug oder zur Not auch im Effektweg von Gitarren-Amps. Dabei ist echter Stereobetrieb ebenso möglich wie die Mono-Ansteuerung mit stereofoner Wiedergabe.
Die rückseitigen Ein- und Ausgänge sind als XLR- und Klinkenbuchsen (alle symmetrisch) ausgeführt.
Über den Post-Fader-AUX-Bus eines Mischpultes können Signale in den Behringer FX 2000 eingespeist werden. So kann der Nachhall für jeden Kanal unabhängig geregelt werden – beispielsweise bei der Abnahme eines kompletten Schlagzeugs.
Die umfassende MIDI-Implementierung ermöglicht die Integration in komplexere Setups und die Fernsteuerung über Fußschalter oder Sequencer.
Verarbeitung und Design
Optisch kommt das Gerät mit der für Behringer typischen Aluminium-Front und den aus kräftigem Aluminium gefertigten (abschraubbaren) Rack-Winkeln.
Wirft man einen Blick unter die Haube, wird klar, dass die Gehäusetiefe von rund 19 cm nicht unbedingt notwendig gewesen wäre, wirft man einen Blick unter die Haube. Neben dem Netzteil gibt es noch drei Platinen, die sich den großzügig bemessenen Innenraum teilen.
Der Behringer Virtualizer 3D FX-2000 in der Praxis
Nach kurzem Antesten aller Werkseinstellungen zeigt sich, dass viele Basis-Sounds recht ansprechend klingen. Besonders gefallen die Hallräume sowie die weitergehenden Möglichkeiten mit Kompressor, Enhancer oder den beiden Equalizern.
Die leicht körnige Natur der Reverbs und die guten Delays sind das Highlight des Behringer FX 2000, wobei auch einige Modulationseffekte durchaus brauchbar sind. Wie bei einem „Schweizer Taschenmesser“ sind einige Funktionen sehr gut, andere schwer zu handhaben. Und bei einigen fragt man sich nach dem Sinn – eine treffende Beschreibung, die auch auf das FX-2000 zutrifft.
Schwächen und Kritikpunkte
Ehrlich gesagt ist nicht alles perfekt beim Behringer FX 2000. Die mehrsprachige Quick-Start-Bedienungsanleitung ist unübersichtlich und liefert zudem wenig Informationen. Da lohnt es sich, auf der Website von Behringer nach der englischen Anleitung Ausschau zu halten, die wesentlich ausführlicher aufgebaut ist.
Weitere Kritikpunkte sind das Fehlen eines separaten Level-Reglers zur Kontrolle des Eingangssignals und die scharfen Kanten an den Rack-Flügeln. Die Drehregler sind nicht am Gehäuse gekontert und haben daher leider großes seitliches Spiel.
Für professionelle Audioanwendungen oder Kontexte, in denen klangliche Details wichtig sind, liefert der Virtualizer nicht die gewünschte Qualität, was bei einem Gerät in dieser Preisklasse aber auch nicht zu erwarten ist.
Technische Daten
- 71 neue Algorithmen
- 8 Effektgruppen: Modulation, Dynamics, Psychoacoustic, Filter/EQ, Distortion/Amp Simulation, Special FX
- 11 Effektkombinationen mit wählbarer Serial- oder Parallel-Konfiguration
- bis zu 7 einstellbare Parameter und ein 2-Band-EQ pro Effekt
- 24-bit A/D- und D/A-Wandler mit 64- bzw. 128-fachen Oversampling
- 100 Presets und 100 Benutzerspeicherplätze
- MIDI-Implementierung
- Anschlüsse: symmetrische XLR und 6,3 mm Klinken
- Gewicht: 2 kg
- Abmessungen (H x B x T): 44 x 482,6 x 204,4 mm









































Ich hatte mal vor vielen Jahren einen Behringer Vitalizer Pro und Modulizer Pro in Nutzung, die Geräte waren als Brumm und Rausch-Generatoren gut geeignet. Ob das heute auch noch so ist?
Für Einsteiger würde ich vielleicht das ein oder andere Gebrauchtgerät empfehlen, welches qualitativ mehr Sinn macht.
Nach kurzer Zeit stellt man meist fest, dass es da noch viel Luft nach oben gibt. Den Schritt in der Erahrung mit 19″ Geräten kann man auch überspringen.
@Mixit Hallo Mixit,
na ja, das ist ja mal wieder das typische Behringer-Bashing.
Ich behaupte mal so aus dem hohlen Kreuz: 99 % der User sind mit dem was Behringer zu diesem Preis anbietet mehr als zufrieden.
Ich nutze Behringer Geräte seit mehreren Jahrzehnten (!). Ich für mich kann sagen, dass ich zufrieden bin.
Ich vermute mal, Sie gehören zu der auserwählten Kategorie der restlichen 1%, wo absolute Top-Musiker, absolute Top-Hardware und absolute Top-Toningenieure zum Einsatz kommen und fantastische musikalische Ergebnisse zu bewundern sind.
Da gratuliere ich von Herzen.
Wäre schön, mal was von Ihren Produktionen zu hören, damit der von Ihnen geschilderte deutliche Unterschied transparent und für die interessierte Öffentlichkeit auch hörbar wird.
Da kann dann der staunende Rest der Musikschaffenden hoffentlich viel von Ihrer Expertise lernen.
Bin gespannt.
Hochachtungsvoll
Schanzer.
@Schanzer Hallo Herr Schanzer,
ich hoffe, es geht Ihnen gut! Ich habe Ihre Gedanken gelesen und wollte ein paar Dinge hinzufügen. Es ist toll, dass Sie mit der Produktlinie von Behringer zufrieden sind. Natürlich hat der günstige Preis seine Herausforderungen, wie das Rauschen, das MixIt erwähnt hat. Wenn das für Sie in Ordnung ist, dann ist das großartig! Aber wenn Sie einen klaren Sound bevorzugen, könnte es sich lohnen, etwas mehr zu investieren. Der Gebrauchtmarkt hat viele fantastisch klingende Effektgeräte, und man muss nicht unbedingt die „Top“-Produkte wählen, um zufrieden zu sein.
Viele Grüße,
RoundRobin
@Schanzer Es ist ganz sicher kein Bashing, es spiegelt lediglich meine Erfahrung wieder.
Es gibt sicherlich sehr viele Anwender, die Behringer zufrieden verwenden, das ist auch völlig O.K. Vielleicht ist es auch für den Live Betrieb „der“ Geheimtipp. Ich war jedenfalls nicht zufrieden damit.
Das mag weniger daran liegen, dass ich zu den 1% der Top Musikern oder Produzenten gehöre (schön wäre es) sondern, weil mir das Ergebnis nicht gefallen hat.
Ich habe so meine Zweifel, dass Hardware aus dieser Preisklasse häufig in Tonstudions verwendet wird, die Geld verdienen müssen, um davon leben zu können. Und mit der Qualität der Abhöre kommen auch mehr Details zum Vorschein.
Es gibt viele Produktionen, die täglich fertiggestellt werden. Durch die Masse wird es auch am Sound liegen, ob es ein Erfolg wird oder der Kunde zufrieden ist. Und erst recht dann, wenn Zeit für viele eine große Rolle spielt.
Vielleicht hat es ja einen Grund weshalb in den meisten Studios dieser Welt immer die gleiche Hardware anzutreffen ist. Und die kostet vermutlich ein bisschen mehr als 100 €.
Das das meinte ich mit der Erfahrung auf dem persönlichen Weg. Mit dem Wissen von heute häte ich mir damals eher gebrauchte „etablierte“ Hardware gesucht und auch das spiegelt nur meine Meinung dazu wieder.
Bashing – eher nicht, Empfehlung einen Schritt überspringen zu können, eher schon.
@Mixit Das ist es ja was ich meine. Fast alle Musiker, die ich kenne, müssen von dem was sie machen NICHT leben.
Vielleicht ist das ja auch so bei den Amazona Lesern….
Es sind halt vermutlich so wie ich ambitionierte Hobbymusiker.
Für diesen Einsatzzweck ist m.E. das irgendwo vernehmbare Restrauschen vollkommen unerheblich.
Ich sehe das halt durch die Brille eines Musikers, der eine Menge Spaß mit hoffentlich guter, aber vor allem mit Herzblut gemachter Musik hat.
Da werde ich mit Sicherheit nicht zu einem Lexikon Hall etc. greifen, obwohl ich mir den – vielleicht auch deshalb, weil ich meine Grenzen kenne und demzufolge nicht von der Musik lebe – leisten könnte.
Ich bin mir der Qualität zufrieden.
Hochachtungsvoll
Schanzer
@Mixit Sorry, aber was man im Allgemeinen meist fest stellt, hilft zur Beurteilung eines konkreten Gerätes meist nichts. Warum willst du von vor Jahren genutzten Geräten auf dieses heutige Produkt schließen? Wer innerhalb der 30 Tage Rückgabe Option merkt, dass es nicht passt, gibt es zurück. Versuch das mal mit Gebrauchtware.
@SynthNerd Ich will gar nicht auf das Produkt schließen, ich kenne es nicht. Ich habe damals Effektgeräte aus dem gleichen hause zum (umgerechnet) ähnlichen UVP erworben, genzut habe ich sie nicht lange. Und nur um diese Erfahrung geht es auch.
@Mixit Begriffe wie „Brumm und Rausch-Generatoren“ sind schon geeignet, reflexartig den Vorwurf des Bashing auszulösen. Aber ich will dir gern zugestehen, dass du mit „Ob das heute auch noch so ist?“ und „Für Einsteiger würde ich vielleicht das ein oder andere Gebrauchtgerät empfehlen, welches qualitativ mehr Sinn macht.“ sehr vorsichtig fragend und konjunktiv formuliert hattest.
Die Vielzahl der hier berichteten positiven Erfahrungen scheint dein Argument zu widerlegen. Aber DEINE persönliche Erfahrung und Schlussfolgerung sei unbenommen – von daher kein Bashing Vorwurf meinerseits.
Ich nutze überwiegend bei ebay geschossenes Gebraucht-Gear, aber auch einiges an Neu- oder B-Stock-Ware von Händlern. Mein erster Mixer war ein gebrauchter – ein Kanal war halb tot, und viele Potis und Schalter mit Wackelkontakt. (Ich nutze ihn trotzdem noch für Zwecke, bei denen ich damit leben kann.)
Den FX2000 hab ich bei ebay-Kleinanzeigen für 50€ gesehen und diesen trotzdem als Neuware beim Händler bestellt. Die risikolose Möglichkeit zu testen war mir den Mehrpreis wert. Ebay ist immer ein bisschen die Katze im Sack und gutes Gebraucht-Gear vom Händler mit Garantie/Gewährleistung eher selten.
Und auch das ist nur MEINE Erfahrung, der niemand zustimmen muss. 🙂
@Mixit Ich hatte auch beide damals. Da hat gar nix gebrummt oder gerauscht. Und tatsächlich war der Hall damals schon sehr sehr gut, fand ich.
@Mixit die hatte ich auch mal.
was da bei mir gerauscht hat war der billige Behringermixer den man zu der zeit hatte 🤔
die fx waren ok.
auch unsymmetrisch brummt und rauscht nichts, weder beim aktuellen virtualizer noch beim vorgänger-modell. für bread-and-butter-reverbs gut geeignet.
Die kleineren Lexicons bekommt man meistens AUCH für zweistellige Beträge…die würde ICH empfehlen.
Kein echter Geheimtip, aber trotzdem immer bezahlbar.
(Geheimtip: Die Leute schreiben den Namen gerne instinktiv falsch…sucht man bei „KLEINANZEIGEN“ nach „Lexikon“ in den Musikinstrumenten, kommt man NOCHMAL günstiger weg…)
@mort76 Ich habe noch 12 von den Dingern zu verkaufen (ich habe ja erwähnt, daß ich Outboard-FX gerade ersetze)- die Lexika stelle ich jetzt alle mit einem Schreibfehler ein, und die Leute meinen, sie machen ein Schnäpchen…
Scherz beiseite: Wer welche braucht- melden.
Hab den FX2000 vor einigen Wochen erworben, um den effektlosen UB-Xa D damit zu pimpen. Funzt prima, kein Rauschen oder Brummen, tut was er soll. Das muss ich mir nicht ob des niedrigen Preises schönreden.
Was mich aber wundert: auf behringer.com finde ich im Download Bereich nur fünf png Images, aber kein Handbuch. Hat jemand einen Tip, wo ich es finde?
@SynthNerd Das ist ja Komisch, ich sehe das Verzeichnis „Documentation“.
Versuche es mal mit diesem Link auf das PDF:
https://cdn.mediavalet.com/aunsw/musictribe/MVVM6Ugp-kerrfkpvooaSw/ynbnqMfHXU2JwyvoQIzhJQ/Original/FX2000_P0A3P_M_EN.pdf
@Camel Danke für den Link – der funzt 👍
Hab nun auch gefunden, wann es klemmt:
Wenn man unter „Product Groups“ „Effects and Signal Processors“ vorauswählt und dann unter „Product“ den „FX2000“, dann wird unter „Sub-Type“ nur noch „Images“ angezeigt. – warum auch immer.
Schlauer ist sicher, einfach den FX2000 in das Suchfeld einzugeben. :-)
Ich habe an die 20 Behringer 19-Zöller – sehr alte aus Uli’s Anfangszeit, alte und auch relativ neue.
‚Brumm- & Rausch-Generatoren‘ ist eine der typischen und seit vielen Jahren vielfach in die Welt geworfene Bezeichnung von Geräten der Firma – von so manchen Leuten und wohl mitunter auch von notorischen Hatern, die diese Firma noch nie mochten und auch in ihrem Restleben nie akzeptieren werden (und, im besten Fall, das Geld haben, sich Geräte der mindestens 2-3-mal teureren Firmen zu kaufen).
Manche sehen offensichtlich einen nicht unerheblichen Lebenssinn darin, BEHRINGER öffentlich runterzuputzen – vorsätzlich vergessend oder ignorierend, dass Millionen von Musikern und Nutzern dieser Geräte weltweit (!) Zugang zu bezahlbarer, gut nutzbarer und gelegentlich auch mal einzigartiger Audiotechnik bekommen haben.
Ich kann dieses hier und auf anderen Foren notorisch abgesonderte ‚über Behringer herziehen‘ absolut nicht nachvollziehen, da ich (ja, ich bin KEIN Studioprofi, der mit Technik einen Haufen Geld verdient und genau mit diesem dann die obere Mittel- oder gar die Topklasse der Studiotechnik anschaffen kann) durchwegs gute und vielfach auch sehr gute Erfahrungen habe.
So wie ich Gutverdienenden Geräte in der IHNEN zugänglichen Top-Preisregion gönne – so gönne ich jedem Normalo-Musiker/-Nutzer den Kauf von BEHRINGER-Geräten, weil sie unterhalb des Top-Studio-Levels Musik machen und somit auf bezahlbare & gute BEHRINGER-Geräte zurückgreifen.
@Nvelope Leute Leute, da reagieren aber einige empfindlich.
Ich bin kein Behringer „Hater“ (Seltsame Woke-Bezeichnung). Die Bezeichnung‚ „Brumm- & Rausch-Generatoren“ ist das, wie ich es mit den von mir gekauften Produkten erlebt habe, und wenn es eine in die Welt geworfene Bezeichnung hierzu gibt, dann stammt diese 2025 sicher nicht von mir.
Ich habe die Hardware seinerzeit in voller Vorfreude gekauft und war enttäuscht, so what. Und kaum spricht man über eine Erfahrung, die nicht alles im besten Licht erschienen lässt, geht der Sturm los. Was soll das? Da hat sich aber mächtig was aufgestaut. An meinen Post kann das jedoch nicht liegen.
Wenn jemand mit dem Produkt zufrieden ist reicht ja auch ein „mir gefällts“ Post anstatt von „Behringer Hatern“ und Vorurteilen zu sprechen, eine andere Meinung ist schon noch erlaubt oder?
@Mixit Ja, andere Meinung ist ganz sicher erlaubt, so wie es auch erlaubt ist, sich über Formulierungen wie „seltsame Woke-Bezeichnung“ zu wundern.
Niemand hier verlangt von dir zu schweigen oder deine Meinung zu revidieren.
Aber wenn wir schon bei persönlich individuellen Erfahrungen und Meinungen sind, gebe ich meine gern kund: Da wo der Begriff „wokeness“ als Vorwurf benutzt wird, ist die Toleranz meist die Geringste. Die fehlende Bereitschaft Widerspruch zu ertragen (oft gipfelnd in der Unterstellung, man dürfe ja nichts mehr sagen), ist letztlich meist nur Ausweis der eigenen Intoleranz. Eine wahrlich seltsame Entwicklung der letzten Jahre – leider – und das ist selbstredend auch nur meine Meinung. Ich will dich damit in keiner Ecke vermuten oder gar dahin stellen – dafür kenne ich dich zu wenig. 🙂
Im Post gestern fiel eben das Wort ‚Brumm- und Rauschgeneratoren‘ und das ist schon recht deftig für Geräte, die auch ’nur‘ im unteren und mittleren tontechnischen Bereich angesiedelt sind!
In den heutigen Beiträgen legst Du schon sehr viel Wert auf Deine eigenen Erfahrungen, das ist eigentlich auch völlig ok.
Vergiss aber nicht diejenigen, die unterhalb Deines Levels Musik machen und dazu technische Geräte kaufen wollen – die eben für SIE bezahlbar sind und IHREN Ansprüchen auch genügen. Mehr will ich mit meinem vorherigen Beitrag auch gar nicht erreichen!
Manche der Einsteiger in Musik & Tontechnik werden – mehr oder weniger automatisch – ihre Ansprüche steigern und sukzessive zu Gerätemarken übergehen, die eben höheren oder auch höchsten Ansprüchen standhalten; das ist völlig ok – und auch eine Entwicklung, die absolut nachvollziehbar ist, weil sie sich ja buchstäblich ‚entwickelt‘, ggf. im Laufe von Jahren oder gar Jahrzehnten.
ANDERE haben diese höheren Ansprüche nicht – und entwickeln sich auch gar nicht zwingend auf die Ebene ‚Professionalität‘, die eben Geräte in ganz anderen Qualitäts- und Preiskategorien erfordert. Deswegen finden die bei BEHRINGER eben auch Geräte, die gut oder auch sehr gut sind – und ihnen genügen; sie WOLLEN gar nicht mehr Geld ausgeben – oder KÖNNEN dies auch gar nicht, weil sie mit Musik nicht oder nur gelegentlich oder wenig Geld verdienen. Solche KÖNNEN BEHRINGER nicht einfach ‚überspringen‘.
Vielleicht hast Du recht und ich habe es zu sehr von meiner Sicht aus betrachtet.
Ich wollte keinesfalls irgend jemandem seine Arbeit mit den Geräte zu nahe kommen oder ihm die Freude daran nehmen. Es war ja auch nur ein Erfahrungswert von mir mit einer gut gemeinten Empfehlung. Kein Mensch muss sich daran halten oder sich persönlich angesprochen fühlen. Vielleicht hatte ich zwei „Montags“-Geräte, wer weiß.
Es gilt natürlich dass alle Ihren Spaß haben sollen und sich durch nichts davon abbringen mögen, egal wer irgend etwas schreibt.
Also nichts für Ungut & habt eine gute Zeit.
Das ist versöhnlich und gut so – ja, auch von mir nichts für ungut.
In der großen Vielfalt von BEHRINGER-Geräten gab es für mich schon einige (!), die auf dem Markt fast einzigartig waren bzw. sind … so der EDISON (Korrelationsgradmesser), der DEQ-1024 (31-Band Stereo-EQ mit nur einem Regler für beide Kanäle, sowas ist äußerst selten) und mein innig geliebtes Mischpult UFX-1604 (mit 2 parametrischen Mittenbändern!), allesamt Geräte, die ihren Dienst seit langem ohne jedes Mucken versehen und die ich nicht missen möchte.
Rauschen – nun ja, vielleicht (!) geringfügig mehr als höherpreisige Geräte, aber nun wirklich kein ‚Rauschgenerator‘ und immer noch Milliarden Lichtjahre entfernt von den Noise Generators meiner > 30 Synthies !
Brummen kommt meiner Erfahrung nach oft von falschen Verkabelungen – durch die Nutzung von Netzteilen in SMPS-Technik sind Einstrahlungen eines (früheren) Trafos auf Schaltungen nahezu vorbei, auch wenn bei BEHRINGER die meisten oder alle Netzteile innerhalb des 19“-Gehäuses liegen.
Ich las leider allzu häufig die negativen und teils völlig destruktiven Stellungnahmen zu BEHRINGER-Geräten, die sich in absolut keinster Weise mit meinen Erfahrungen (und so manchen Tests hier auf amazona.de und ähnlichen Seiten!) decken – manchmal wuchtig & geballt und sich dabei auch gegenseitig ‚hoch‘-schaukelnd; das wird dieser Firma wirklich nicht gerecht – und kommt weitgehend von den immergleichen Schreibern, leider!