Test: Behringer RX1602 V2 Line-Mischer

26. November 2020

Aus 16 mach 2 - kostengünstiges Abmischen auf der Bühne und im Homestudio

Test: Behringer RX1602 V2 Line Mischer

Behringer RX1602 V2 Line-Mischer

Vor ganz nicht allzu langer Zeit, sagen wir 1 – 2 Dekaden, konnte man sich mit dem Kauf eines Behringer Produktes innerhalb seiner Community schneller ins Aus befördern, als das Auspacken des Gerätes benötigte. Insbesondere das Rausch- und Klangverhalten vieler Produkte konnte gerade mal den Ansprüchen eines Feierabend-Musikers genügen, selbst die Homerecording-Community ließ größtenteils ihre Finger von den Produkten, von der Pro-Abteilung ganz zu schweigen. Dass diese Zeiten lange vorbei sind und Behringer spätestens seit dem Einverleiben einiger Big Names wie Midas auch über das nötige Know-how für anspruchsvolle Produkte verfügt, zeigen die Umsätze der letzten Jahre und den Aufstieg der Firma um Uli Behringer zu den größten Trademarks weltweit. Heute geht es um ein vergleichsweise einfach strukturiertes Produkt, dem Behringer RX1602 V2, einem Mixer, welcher eine kompakte und elegante Lösung für das Problem des Summierens mehrerer Stereo-Line-Quellen im Heimstudio bietet.

Behringer RX1602 V2 Test

Behringer RX1602 V2 – Front

Das Konzept des Behringer RX1602 V2

Insbesondere Homerecorder kennen das Platzproblem in ihren Räumlichkeiten zur Genüge. Wer sich im Keller oder im Dachgeschoss sein Studio einrichtet und primär mit vielen externen Stereo-Klangerzeugern arbeitet, muss entweder eine amtliche Konsole in seinem Raum platzieren, bei jedem Klangerzeugerwechsel das große Umstecken starten oder aber sich einen Line-Mischer besorgen, der die verschiedenen Signale zu einem Summen-Stereosignal zusammenfasst. Insbesondere die Konsolenlösung würde in der Mehrzahl der Fälle bevorzugt werden, scheitert aber meistens an dem zur Verfügung stehenden Platzangebot. Ähnlich verhält es sich natürlich auch mit dem Live-Bereich, wo insbesondere das Transportwesen eine entscheidende Rolle spielt.

In exakt diese Kerbe schlägt die zweite Ausgabe des Behringer RX1602, der rückseitig 16 symmetrische Klinkeneingänge für eine separate Mono- oder Stereoverwendung bereithält und als 1 HE Rack-Version für einen Ladenpreis von gerade einmal 87 Euro vorliegt. Als Ausgang gibt es nun auch endlich im Vergleich zur Version 1 die häufig geforderten symmetrischen TRS-Outputs zzgl. eines Monitor/Send, der wahlweise auch auf den Kopfhörer-Output auf der Vorderseite gelegt werden kann. Der Kopfhörerausgang besitzt natürlich einen separaten Volume-Regler. Die Eingangsempfindlichkeit der Kanäle kann zwischen dem Studio-Pro-Pegel von +4 dB und dem Consumer-Pegel von -10 dB mittels eines darüberliegenden Druckschalters umgeschaltet werden. Leider gibt es keinerlei optische Anzeigen über den Schaltzustand des Schalters, sodass die Konstellation „Rack-Einbau – dunkel – schwarzer Schalter – schwarzer Hintergrund“ mehr auf dem Prinzip fühlen-des-Schaltzustandes aufbaut als auf der optischen Wahrnehmung.

Behringer RX1602 V2 Test

Behringer RX1602 V2 – Rückseite

Glücklicherweise hat Behringer auf die „Seuche der Versorgungsspannung“ in Form eines externen Netzteils verzichtet und dem Produkt eine Kaltgerätesteckerbuchse verpasst, die einen intern verbauten Ringkerntrafo mit Spannung versorgt. So viel sei vorweg gesagt, der Nebengeräuschpegel dankt es einem, er lag während des gesamten Testbetriebs bei nahezu null. Dieser Eindruck wird auch von dem massiven Gehäuse unterstützt, welches in der mittlerweile schon klassisch anmutenden schwarz-silbernen Behringer Optik und mit knapp 1,8 kg vergleichsweise leicht, aber dennoch verwindungssteif und robust daherkommt. Mittlerweile keine Besonderheit mehr, aber immer noch eine Erwähnung wert, das Multispannungsnetzteil, das alle Versorgungsspannungen von 100 – 240 Volt verarbeiten kann. Wer wie ich viel in der Welt herum tourt, kann gar nicht in Worte fassen, wie erleichternd sich diese Netzteile in der Praxis bemerkbar machen.

Der Behringer RX1602 V2 wird mit einem Netzkabel und einer Bedienungsanleitung ausgeliefert, mehr gibt es nicht. Die Rack-Flügel sind verschraubt und können beim Desktop-Betrieb auch entfernt werden, allerdings liegen dem Produkt keinerlei aufklebbare Gummipads oder ähnliches bei. Bei einem Desktop-Betrieb ist daher darauf zu achten, dass keine Kratzer auf der Unterseite entstehen können.

Behringer RX1602 V2 Test

Behringer RX1602 V2 – Profil, links

Auch wenn die meisten 1 HE Line-Mischer ohnehin schon recht spartanisch konzipiert sind, so legt der Behringer RX1602 V2 in Sachen Basisausstattung noch mal einen oben drauf. Alle 16 Kanäle verfügen lediglich über 3 Regler zzgl. eines kombinierten Mute/Peak-Druckschalters, was dennoch zu einer nicht zu unterschätzenden Enge auf dem Frontpanel führt. Der Mute-Schalter leuchtet bei einer zu hohen anliegenden Spannung auf, mehr ist an Kontrolle nicht geboten. LED-Kette oder wenigstens ein kleine grüne Signal-LED? Fehlanzeige, Rotstift, anders lässt sich dieser VK wohl nicht halten!

Bei den drei Reglern handelt es sich um einen Volume-Regler für den Kanal, einen Balance-Regler und einen separaten Volume-Regler für den Monitor/Send-Bereich. Sehr hilfreich, wenn man das anliegende Signal noch mal durch ein FX schicken oder einen unabhängigen Kopfhörer-Mix erstellen möchte. Ein Stereo-Out wäre für True-Stereo schön, ist aber leider nicht möglich, siehe Rotstift. Im Master-Bereich gibt es zwei separate Volume-Regler für rechts/links, einen Master-Out für den Monitor und den Wahlschalter für den Signalweg des Monitor-Outs. Abschließend gibt es zwei achtstellige LED-Ketten, welche über den Ausgangspegel des Produktes informieren und einen großen, viereckigen Netzschalter, der mit einem vernünftigen Klick einrastet.

Durch die getrennten Output-Regler bekommt der Balance-Regler der einzelnen Kanäle noch einmal eine ganz andere Wertigkeit, lassen sich doch so unterschiedlich anliegende Lautstärken im Stereobild vor der endgültigen Ausgabe an die Stereosumme entsprechend nachregeln. Der Monitor-Out ist normalerweise als Pre-Mute-Pre-Fader konfiguriert. Man kann die Platine jedoch vergleichsweise einfach (auf Kosten des Erlöschens der Garantie) abändern, um ihn in einen Post-Fade-Send pro Kanal umzuwandeln. Eine entsprechende Anleitung befindet sich im Netz, eine Erwähnung dieser Möglichkeit befindet sich erwartungsgemäß nicht im mitgelieferten Handbuch.

Die Drehregler an sich sind gerastert, was den Regelweg deutlich angenehmer gestaltet, sind aber mit ihrer Achse leider nicht am Gehäuse gekontert, was zu einem erhöhten Spiel in der Führung führt. Die Gefahr einer erhöhten Platinenbelastung ist umso höher, da insbesondere in der oberen Reglerreihe der Abstand zwischen den einzelnen Reglern gerade einmal ca. 7 mm beträgt, was dazu führt, dass man während des Regelvorgangs zwangsweise die andere Regler berührt. Nur wer die Finger gerade von vorne auf die Regler setzt und nur mit den Fingerkuppen den Regler betätigt, kann den Regelweg ohne Hakeln einstellen. Nicht so schön, aber unvermeidbar, wenn man vergleichsweise viele Kanäle auf einer vorgegebenen Fläche unterbringen will.

Behringer RX1602 V2 Test

Behringer RX1602 V2 – Profil, rechts

In der Praxis

Über den Klang des Behringer RX1602 V2 als reiner Signalverwalter zu schwadronieren, wäre letztendlich nicht wirklich sinnvoll, da es ganz andere Faktoren innerhalb des Signalflusses gibt, die über das Klangerlebnis entscheiden. Wenn überhaupt, sollte man ein Auge auf den Headroom des Produktes haben, welches mit einer Ausgangsleistung von +22 dB ordentlich aufgestellt ist und das Rauschverhalten im Ohr behalten, welches, wie bereits erwähnt, nicht wahrnehmbar war. Das Produkt verfügt über einen Frequenzgang von 20 Hz bis 20 kHz ± 0,2 dB, was für alle Anwendungen mehr als ausreicht.

Insbesondere der bei der Version 1 des Behringer RX1602 V2 noch vorhandene einzige Wermutstropfen, die unsymmetrischen Ausgänge, sind nun Geschichte und ermöglichen einen deutlich praxisgerechteren Einsatz des Produktes. Für die Abteilung Synth-Submixing ist der Behringer RX1602 V2 geradezu prädestiniert und überzeugt auf ganzer Linie. Auch für den Live-Bereich sehe ich die Funktion als Submixer, vorausgesetzt, man benötigt keinen EQ am Mischer. Natürlich ist auch eine Gruppenverwaltung im Studio möglich, sollte man zum Beispiel einen externen Controller benutzen. Hier könnte man die verschiedenen Signale vormischen, ohne den Rechner einschalten zu müssen. Keyboards, Preamps oder auch AUX-Produkte wie MP3-Player können so verwaltet werden.

Insbesondere das Preis-Leistungs-Verhältnis des Behringer RX1602 V2 ist mehr als nur günstig, vor allem, wenn man sich die Alternativen zu diesem Produkt ansieht. Das Produkt ist eher unauffällig, besitzt null Glamour, aber es verrichtet seinen Dienst genauso wie man es sich in verschiedenen Situationen wünscht. Das Produkt hinterlässt, wie auch viele andere Behringer Produkte, einmal mehr einen sehr guten Kosten-Nutzen-Faktor sowie einen unkomplizierten Gesamteindruck. Ein Problemlöser, wie man ihn sich wünscht.

Behringer RX1602 V2 Test

Behringer RX1602 V2 im Einsatz

Fazit

Mit dem Behringer RX1602 V2 hat Deutschlands erfolgreichster Audioprodukte-Hersteller ein sehr praxisnahes Produkt in seinem Portfolio. Was dem 16-kanaligen Line-Mischer an Esprit und Sexyness fehlt, macht er mit einem preislich konkurrenzlos praxisnahen Konzept wieder wett. Unzählige Homerecording-Studios und Livemusiker warten auf genau so ein Produkt zur Verwaltung ihres Signalflusses und werden mit diesem Line-Mischer ihre Freude haben, zumal das einzige Manko des Vorgängers, die unsymmetrischen Outputs, mittlerweile behoben wurde.

Für einen bestimmten Kreis von Anwendern genau das Richtige und auf jeden Fall zu empfehlen.

Plus

  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Konzept
  • Effektivität

Preis

  • 87,- Euro
Forum
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    AMAZONA Archiv

    Das RX1602 V2 habe ich seit ein paar Tagen auf dem Schirm und plane es mir in mindestens zweifacher Ausführung als Submischer fürs Home-Studio zu kaufen. Schön, dass es hier getestet wurde und auch noch mit sehr gut abgeschnitten hat.

    Eine Sache allerdings:
    „Deutschlands erfolgreichster Audioprodukte-Hersteller“
    Behringer ist keine deutsche Firma. Firmensitz ist in Manila und Uli Behringer ist Schweizer.

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      Axel Ritt  RED

      Geboren in der Schweiz, allerdings mit 19 nach Deutschland gezogen, wo er auch seine Fitma gründete, deren Sitz später ins Ausland verlegt wurde.

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        AMAZONA Archiv

        Stimmt, Behringer war mal eine deutsche Firma, ist es aber schon lange nicht mehr.

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      AMAZONA Archiv

      Noch etwas vergessen. Die „losen“ Regler sind natürlich nicht optimal. Bei mir dürften sie aber nicht stören, da ich wahrscheinlich genau einmal jeden Kanal initial einstellen werde.

      Die nach wie vor fehlenden Signal-LEDs pro Kanal werde ich dann wohl doch verkraften müssen. Solange das Gerät nicht mein Hauptmixer wird, sollte ich damit leben können.

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      AMAZONA Archiv

      Mir ist gerade etwas eingefallen, das ich bisher überhaupt nicht bedacht hatte:
      Wenn ich mehrere Synths an einem Submixer habe, kann ich nicht zwei davon gleichzeitig auf zwei getrennte Spuren aufnehmen. Das macht meine Idee natürlich wieder zunichte. Also muss ich doch weiterhin mit zig Kabeln von den Instrumenten zu Pult und Audio-Interface gehen …

      Meine Intension war, zwei bis drei der kleinen Mixer in der Nähe meiner Synths zu platzieren um weniger Kabel für die lange Strecke zum Pult zu benötigen. Schade.

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        Ashatur  AHU

        Falls der Auxsend Stereo ist und du in Mono aufnehmen möchtest , in deinem Fall denke ich wohl eher nicht, könntest du diesen Send nutzen und die beiden aufzunehmenden Kanäle hart auf links und rechts verteilen dann haste quasi 2 Mono Busse.

        Aber eine Patchbay wäre für dich wohl die bessere Wahl.

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          AMAZONA Archiv

          mort76, Ashatur, Dave the Butcher: „Patchbay“
          Ich habe bereits zwei volle Patchbays, um die Synths auf das Pult und das Audio-Interface zu routen. Für den o. g. Zweck würde mir eine weitere Patchbay nichts nützen. Nehmen wir an, ich wollte fünf Synths gleichzeitig auf fünf Stereospuren (ich nehme Synths immer in Stereo auf) tracken. Mit einer Patchbay könnte ich die Synths zwar auf die unterschiedlichen Sub-Mixer routen, bräuchte dann aber auch fünf Submixer, um aus jedem die beiden Ausgänge mit dem Interface zu verbinden. Gegenüber der Variante, direkt in Pult und Interface zu gehen, hätte das keinen Vorteil.

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              cosmolab  

              Das kostet natürlich „subtil mehr“ als der Behringer Mixer, man muss dann aufpassen, dass man das Kind nicht mit dem Bade ausschüttet. ;-)
              Aber da ist schon was dran: Wenn Du Kabel sparen willst und „richtig viel Schotter übrig hast“, kannst du das Problem vielleicht auch noch eleganter lösen – nämlich mit HIlfe eines Digitalmixers am Platz und einer digitalen Stagebox in der Nähe Deiner Synthies. Zwischen denen liegt dann nur EIN Ethernetkabel (Dante oder AVB).
              Es gibt da z.B. die Rackmixer Presonus SL16 (16 Ins, 6 Outs auf 1HE). Die Kisten haben es in sich. Man kann sie auch als Stageboxen verwenden – und obwohl sie vollwertige Mixer sind, werden sie z.T. günstiger angeboten als die digitalen Stageboxen aus gleichem Hause.
              Der Vorteil dieser Lösung wäre, dass man das Signal NICHT nur als Mix auf den Mixer bekommt, sondern alle Einzeleingänge aus der Stagebox bis zum Mixer beliebig zur Verfügung stehen. Man kann dann sogar ggf. Eingänge an den Synths (z.B. für Sampling o.ä.) benutzen, weil ja auch Rückkanäle in Richtung Stagebox vorhanden sind. Ein Netzwerkkabel spart auf diese Weise bis zu 24 oder mehr Audiokabel.

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            m-ex  

            Vielleicht übersehe ich ja gerade etwas, aber …

            -> Synths über Ptachbay an entsprechende Anzahl Submixer
            -> Submixer fest oder über Patchbay an Pult
            -> Audio-Interface Eingänge an Patchbay
            (-> Audio-Interface Direct Out fest oder über Patchbay an Pult oder einen Submixer)

            Die aufzunehmenden Synths per Patch-Kabel auf die Audio-Interface Eingänge.

            Sollte doch funktionieren.

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              AMAZONA Archiv

              Stimmt, so sollte es funktionieren. Nur, dass das, bis auf die zwischengeschalteten Submixer, genau meiner derzeitigen Verkabelung entspricht, für die ich keine Submixer benötige.

              Ich versuche meine aktuelle Verkabelung möglichst anschaulich zu beschreiben:
              Synths -> kanger weg, viele Kabel -> Patchbay -> kurzer Weg, viele Kabel -> Pult und Interface.

              Meine Idee:
              Synths -> kurzer Weg, viele Kabel -> Submixer -> langer Weg, wenige Kabel -> Patchbay -> kurzer Weg, viele Kabel -> Pult und Interface

              Ob ich die Synths über weitere Patchbays an die Submixer verteile oder direkt an den Submixern umstecke, macht keinen Unterschied. Ich brauche in jedem Fall so viele Submixer wie ich Synths gleichzeitig aufnehmen will. Da mein Audio-Interface sechzehn Kanäle hat, kann ich folglich bis zu acht Synths gleichzeitig aufnehmen, bräuchte also acht Submixer, von denen insgesamt sechzehn lange Kabel zur Patchbay gehen. Damit wäre also nichts gewonnen – außer für den Händler meiner Wahl.

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                AMAZONA Archiv

                Oops, „kanger Weg“ sollte natürlich „langer Weg“ heißen

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              cosmolab  

              Teds Problem dürfte die „ungünstige räumliche Verteilung“ seiner Synthies zum Mischer und womöglich auch deren schiere Anzahl sein…

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        cosmolab  

        Ich kenne Dein Problem genau. Und den RX1602 hatte ich auch mal (noch als Version1).

        Meine Lösung hieß Samson SM10. Das Ding halte ich für einen Geheimtip. Es bietet beim selben „Formfaktor“ auf 1HE alles das, was der RX1602 nicht kann: 2x STEREO FX-Outs (1xPre- 1x Post Fader) für jeden der 8 (symmetrischen!) Stereo- Eingänge und zusätzlich sogar noch 2 Stereo-Line-Ins für die Effect-Returns (Man kann also sogar 10 unabhängige Stereosignale auf den Master schicken). Damit hast Du zumindest schon mal die Möglichkeit 2 völlig unabhängige Stereo-Mixes gleichzeitig von Deinen 8 Synthies abzuholen (der Monitor-Out des RX1602 ist nur Mono und damit bestenfalls vielleicht zur Ansteuerung einer Stagebox gut).
        Ich habe mehrere Synthie-Racks, in denen jeweils ein SM10 als „Sammler“ fungiert und 2x Stereo ans Mischpult liefert. Auf diese Weise komme ich mit der Anzahl der Eingänge an meinem Mischpult aus.

        Das Problem beim SM10 scheint allerdings zu sein, dass man ihn inzwischen schlecht bekommt – womöglich wird der nicht mehr produziert. Das aber wäre echt schade, ich kenne keinen Ersatz.

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    Soonisnow

    Ich benutze als Keyboarder in der Band „Soon is now“ die erste Version des Mischers seit über zehn Jahren und kenne keinen anderen Line- Rackmischer, der so günstig so viel bietet.
    Unser Schlagzeuger ist wegen parallel laufenden Sequencerspuren mit einer Clickspur „gegeißelt“. Über den PRE- Monitor kann ich das gesplittete Click Signal jederzeit auf meinem Kopfhörer mit abhören, so dass ich bei Songintros ohne akustisch lästiges „Einclicken“ durch meinen Drummer jederzeit auch „in Time“ z.B. mein Keyboardintro beginnen kann. Für mich ist das Gerät für den Preis und die kompakte Bauweise einfach großartig!

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      AMAZONA Archiv

      Schön, dass sich auch jemand mit langjähirger Erfahrung mit dem Mischer meldet. Das bestärkt mich in meiner Entscheidung noch mehr.

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    index  AHU

    Benutze ihn als Submixer für Keyboards im Homestudio (Version1), habe nichts zu bemängeln, bei mir sitzen alle Regler fest, ich bin voll zufrieden.

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    [P]-HEAD  AHU

    „Insbesondere das Rausch- und Klangverhalten vieler Produkte konnte gerade mal den Ansprüchen eines Feierabend-Musikers genügen, selbst die Homerecording-Community ließ größtenteils ihre Finger von den Produkten, von der Pro-Abteilung ganz zu schweigen.“
    Ich kann diese Aussage so einleitend nicht stehen lassen, Herr Ritt! Gerade in den 90igern waren viele Behringer Geräte im 19″ Bereich hoch geschätzt und auch in den Musikmagazinen nebst Profimagazinen absolut durchleuchtet worden. Hier war nichts von miesen Bewertungen zu lesen. Ganz im Gegenteil!
    Das muss ich jetzt auch mal sagen, damit die Leser, die damals vielleicht noch Kinder waren, oder noch gar nicht geboren waren, sich auch mal ein Bild davon machen können. Axel, du warst damals auch schon dickens im Business drin und hast das doch mitbekommen.

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      ctrotzkowski  

      Ich denke, das ist auch der Fluch der allgegenwärtig anzutreffenden Verallgemeinerungen, ob denn nun alles gut oder schlecht war.
      Habe mir in den 90ern den Behringer Kompressor „Composer“ der ersten Generation gekauft. War top in Klang und Ausstattung (True-Bypass Relay, gerasterte Potis, Stereo-Mode, Auto Attack/Release Button, Sidechain…) und funktioniert sogar heute noch.
      In der wachsenden Produkpalette gab es immer mal wieder Tops und Flops, d.h. bei manchen Produkten ist deren Philosophie „more features for half the price“ gut aufgegangen, bei manchen aber auch richtig in die Tonne – was dann eben eine Bashing Community erschuf.

      => Drum prüfe, wer sich länger bindet!
      (….man manchmal (!) dabei Schnäppchen findet)

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      Christoph Rocholl  RED

      Dem möchte ich mich anschließen – die Ergebnisse auch vergleichender Messungen decken sich nicht mit dem verbreitetem Bashing gegenüber vielen Behringer Produkten.

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      AMAZONA Archiv

      So ist es. Die Eurodesk- und Eurorack-Mixer waren gute Geräte. Den schlechten Ruf hatten sie fast ausschließlich von Leuten, die niedrige Preise grundsätzlich mit schlechter Qualität assoziieren, ohne die Geräte selbst je unter den Fingern gehabt zu haben. Ich will nicht vollkommen ausschließen, dass es bei Behringer eine größere Qualitätsstreuung gab als bei manch anderem Hersteller, ich selbst und auch Mitmusiker und andere Bekannte, die Behringer-Pulte besaßen, waren jedoch immer zufrieden. Einer hat sogar ein Soundcraft-Pult gegen ein Eurodesk ausgetauscht. Ich selbst habe mein Eurodesk siebzehn Jahre zufrieden genutzt.

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    Bernd-Michael Land   1

    Habe den Vorgänger seit viele Jahren live dabei, steckt mit der DI-Box in einem 2HE-Flightcase.
    Er dient mir, neben dem 24-Kanal Pult, als zusätzlicher kompakter Summierer bei meinen quadrophonischen Konzerten.
    Überraschend rauscharm, es gibt dazu eigentlich keine Alternnative, schon gar nicht für das Budget.

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    storyplay

    Ich habe ihn auch live in Benutzung gehabt und ihn mir zum dritten und vierten Mal gekauft.
    Mischer eins und zwei haben nach je einer Tour nicht mehr auf allen Kanälen funktioniert.
    Falls einer ausfällt, habe nun ich ein Ersatzgerät dabei.

    D.h. ich muss mit der Unzuverlässigkeit des Gerätes rechnen- nach meinen bisherigen Erfahrungen,
    die ich Jahre zuvor mit dem MX882 8Kanalmischer leider auch schon machen musste.

    Zurück zum getesteten Gerät:
    Das Angebot, vor allem wichtig für mich war der Mute-Button pro Kanal, ist leider
    konkurrenzlos auf einer Höheneinheit.

    Gäbe es etwas wertigeres und vergleichbares an Ausstattung würde ich sofort, keine Ahnung, bis fünf-sechshundert Euro dabei.
    Bitte, irgend ne hochwertigere Firma, bitte clont das Ding.

    • Profilbild
      Tyrell  RED 111

      hab ihm Studio zwei als Submixer. Einer davon fiel nach eineinhalb Jahren aus. Selbes Problem wie bei dir. Der Ersatz läuft aber seitdem reibungslos.

    • Profilbild
      ctrotzkowski  

      Wenn Du unbedingt ein paar Scheine mehr einwerfen willst, schau Dir den Tascam LM-8ST an. (oder stelle Dir statt dessen 4 x das Behringer-Teil ins Rack/Lager :-) )

      • Profilbild
        storyplay

        :), ja danke für den Tipp, das Tascam hatte ich auch schon mal ins Auge gefasst.
        Schickes Ding.
        Leider hats keine Mutes pro Kanal, die zum Layern mehrerer Synths brauche, wenn ich schnell auf auf ein Einzelinstrument umschalten möchte.
        Das Konzept vom Behringer ist so genial wie einfach.

  7. Profilbild
    Eibensang  

    Ich habe das Teil seit ein paar Monaten im Studio. Es ermöglicht mir das simultane Abhören und Ausprobieren, welche/n meiner elektronischen Klangerzeuger ich einsetzen mag – davor musste ich das für jedes Gerät umständlich an der Patchbay umstecken, weil immer nur eins hörbar war.

    Ich bin mit der Qualität und Übersichtlichkeit des Rackers, äh, Rackmixers hochzufrieden – mehr Regler bräuchte ich gar nicht, weil ich den Sound selbst eh an den Klangquellen einstelle (und ggf. auch FX reinschleifen kann). Für eine HE ist das schon ein schöner und preiswerter Luxus – und erleichtert und beschleunigt den Workflow!

  8. Profilbild
    Toliman

    Ein Problem habe ich jedoch. Wird ein Kanal stereo an eine Patchbay angeschlossen aber nur ein Mono Kanal benötigt, wird das Signal auch nur auf einer Seite ausgegeben und nicht als zweikanal Mono wie es bei einer direkten Verkabelung passiert.

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