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Test: Behringer Studio M, Monitorcontroller

17. Dezember 2021

Günstiger Monitorcontroller fürs Tonstudio

behringer studio m test

Behringer Studio M, Monitorcontroller

Mit den Monitorcontrollern Studio M, L und XL hat Behringer kürzlich drei neue Tools fürs Tonstudio auf den Markt gebracht. Je nach Anforderung bieten diese von „aufs Wesentliche reduziert“ bis „komplexe Schaltzentrale“ unterschiedliche Ausstattungen. Allen gemein ist aber der vergleichsweise niedrige Preis. Mit dem Behringer Studio M haben wir uns für euch den kleinsten der aktuellen Studio-Serie angeschaut.

Was bietet der Behringer Studio M?

Monitorcontroller sind bei Behringer natürlich nichts Neues, doch es ist schon einige Jahre her, dass wir den letzten Controller bei uns im Test hatten. Im Mai 2021 tauchte dann zunächst der hier getestete Studio M auf der Website des Herstellers auf, später folgten die beiden größeren Modelle Studio L und Studio XL.

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behringer studio m test

Die Ähnlichkeit zu Mackies Big Knob Serie fällt relativ schnell ins Auge. Auch hiervon gibt es drei Modelle. Neben der Anordnung der Bedienelemente ähneln sich auch die Art und der Aufbau des Gehäuses.

Nach dem Auspacken aus dem stabilen, bedruckten Karton fällt zunächst das vergleichsweise hohe Gewicht auf. Ordentliche 650 g bringt der Studio M auf die Waage. Die Maße belaufen sich auf 75 x 137 x 154 mm. Dank vier Gummifüßen steht der Monitorcontroller sicher auf dem für ihn vorgesehenen Platz und bewegt sich von dort auch nicht so schnell wieder weg – auch bei Belegung aller rückseitigen Anschlüsse.

Die Bedienoberfläche des Monitorcontrollers ist nach vorne geneigt, so dass man per se erstmal einen guten Überblick über die aktivierten Funktionen hat und sich das große Volume-Rad, das es immerhin auf 6 cm Durchmesser bringt, sehr gut bedienen lässt. Ob und wie das in der Praxis funktioniert, werden wir später noch sehen.

behringer studio M test

Unterhalb des Volume-Rads hat Behringer fünf Buttons untergebracht. Von links nach rechts dienen diese zur Auswahl der Eingangsquelle (Source), schalten das Abhörsignal auf Mono, schalten den kompletten Signalpfad stumm, senken den Pegel um 20 dB ab (DIM) und routen das Abhörsignal auf die beiden Monitoranschlüsse A oder B.

Der Studio M Monitorcontroller verfügt entsprechend über die wichtigsten Funktionen und erlaubt das Umschalten/Routen von zwei Eingangssignalen auf zwei Ausgangswege. Wichtig zu wissen: Studio M ist komplett passiv aufgebaut, d. h. Signale werden hier in der Lautstärke nur abgesenkt, nicht verstärkt. Entsprechend benötigt der Monitorcontroller von Behringer auch keinen Strom.

behringer studio m test

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Die Bedienelemente machen allesamt einen guten Eindruck und lassen sich sauber und ohne jegliche Störgeräusche schalten. Das Lautstärkerad läuft relativ leichtgängig, etwas mehr Drehwiderstand würde diesem gut zu Gesicht stehen.

Welche Anschlüsse bietet der Behringer Studio M?

Entsprechend der frontseitigen Bedienelemente bietet der Monitorcontroller Studio M zwei symmetrische 6,3 mm Klinken-Pärchen, die als Eingang A bzw. B dienen. Eingang B bietet alternativ zum Stereo-Klinkenpärchen auch die Möglichkeit, eine 3,5 mm Stereoklinke anzuschließen, bspw. ein Smartphone, Tablet o. ä.. Während andere Hersteller solche externen Zuspieler mittlerweile drahtlos über Bluetooth einbinden, setzt Behringer auf die gute alte analoge Schule – zumindest bei der Studio Serie.

behringer studio m test

Als Ausgänge kommen ebenfalls symmetrische Klinkenbuchsen zum Einsatz. Hiervon bietet der Studio M Monitorcontroller zwei Pärchen. Ob man nun lieber XLR- oder Klinkenbuchsen bevorzugt, hängt maßgeblich vom Rest des Studio-Setups ab. Hier sollte man sich vorab natürlich Gedanken machen, gerade wenn man plant, das Studio in naher Zukunft zu erweitern bzw. umzugestalten.

Tonstudio-Einsatz des Monitorcontrollers Behringer Studio M

Zum Lieferumfang des Studio M gehört eine gedruckte, mehrsprachige Bedienungsanleitung, die für Behringer typisch sehr überschaubar gestaltet ist. Der beiliegende DIN-A5-Quick-Start-Guide bietet insgesamt zwei Schaubilder mit der Erklärung der Anschlüsse und Bedienelemente sowie ein beispielhaftes Studio-Setup mit Tipps, wie man den Monitorcontroller einbinden kann. Darüber hinaus liegen ein 3,5 mm Stereoklinkenkabel und ein Aufkleber bei.

Hat man den Studio M im Studio eingebunden und einen passenden Platz gefunden, kann es dann auch sofort losgehen. Relativ schnell macht sich bemerkbar, dass die Bedienung der fünf Buttons unterhalb des Volume-Rads zwar gut funktioniert, denn diese lassen sich sauber bedienen und funktionieren völlig störgeräuschfrei. Allerdings lässt sich – unabhängig von den Lichtverhältnissen – nur schwer ablesen, ob sie gerade gedrückt sind oder nicht.

behringer studio m test

Das ist und bleibt aber letztlich der einzige Kritikpunkt am Behringer Studio M, denn klanglich gibt es hier nichts zu meckern. Wahrnehmbare Lautstärkeunterschiede zwischen linkem und rechtem Kanal vermag ich nur in den absoluten Randbereichen wahrzunehmen – und das auch nur mit minimalen Links/Rechts-Abweichungen. In der Praxis spielt das zu 99 % keine Rolle.

Im Vergleich zu einem Drawmer CMC2 kann ich beim besten Willen keine Klangunterschiede ausmachen, der Behringer Studio M liefert hier also insgesamt ein tolles Bild ab. Auch hinsichtlich möglicher Einstreuungen, Brummgeräusche o. ä . gibt es bei diesem Monitorcontroller nichts zu bemängeln.

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Fazit

Wer auf der Suche nach einem kostengünstigen Monitorcontroller ist und nicht mehr als zwei Ein- und zwei Ausgänge benötigt, sollte sich den Behringer Studio M einmal näher anschauen. Für einen Preis von 59,- Euro bekommt man hier einen sehr guten Monitorcontroller, der sowohl klanglich als auch hinsichtlich der Verarbeitung überzeugen kann.

Der einzige Kritikpunkt gilt den fünf Buttons. Diese verrichten in der Praxis zwar sehr gute Arbeit, deren Stellung, ob aktiv oder inaktiv, lässt sich aber leider nur schwer ablesen.

Plus

  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • guter Klang
  • solide gebaut

Minus

  • aktiver/Inaktiver Zustand der Buttons nur schwer ablesbar

Preis

  • 59,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    Clueless

    „Die Ähnlichkeit zu Mackies Big Knob Serie fällt relativ schnell ins Auge“
    Kann man bei einer 1:1 Kopie noch von Ähnlichkeit sprechen?

  2. Profilbild
    Filterpad  AHU

    Ich stelle mir gerade die Frage: Wenn man an ein mittelklasse Interface diesen relativ günstigen Controller anschließt, das Interface auf vollen Anschlag dreht und alles über den Behringer Controller bedient, man wirklich in bedientechnischer Hinsicht und auch vom Hörerlebnis einen Mehrwert hat. Ich befürchte nämlich, dass man vor lauter Controller den controllerüberblick verliert und das gehörte eher verschlimmbessert. Vl. kann jemand dbzgl. mehr dazu sagen. Am Ende hat man drei oder vier Controller übereinander (z.B. I-Face, Monitor, Kopfhörer) und alles behindert sich gegenseitig und die Qualität der Geräte ist auch mürbe, was im Endeffekt keinen Mehrwert bei der Signalkette hat. Realistisch oder HiFi-Voodoo?

    • Profilbild
      Joey*~  

      Scheint mir eine Generelle Frage zum Thema Monitor Controller… Ich geb dir ein gutes Argument pro Monitorcontroller … Audiointerfaces liefern ihre Nenn- U. Bestwerte bei voller Leistung… Quasi voll aufgedreht… Das ist keine praktikable Geschichte ohne danach die gelieferte Summe (am besten passiv wie mit dem neuen Behringer oder dem big knob) wieder auf ne annehmbare Abhörlautstärke zu bringen… Den Mehrwert eines Apollo gegenüber eine focusrite o.ä. Mittelklasse Interface holt man folglich ohne Monitorcontroller bezgl. Frequenzspektrum und Hörschwelle unten und oben mit nem zugedrehten Masterknob nicht raus… Hab ich so verstanden… Kopfhörer sind ne ganz andere Geschichte aber im Prinzip funktioniert es bei denen wahrscheinlich ähnlich… Für Kopfhörer gebrauch reicht aber meist der preamp im Interface weil „man“ ja eher nicht auf diesen Mischen sollte und so beim Tracking und mixing auch ne weniger Qualitative Wiedergabe reicht…

    • Profilbild
      Joey*~  

      Und zum Thema Klangeinbußen… Gibt’s quasi nicht bei passiver Signalführung… bei aktiver Signalführung ist das anders da wird das Signal ja mehrfach durch Verstärker usw gejagt und so auch gefärbt (allerdings ist es bei dieser Verarbeitung möglich mehr Ausgänge U. Features zu liefern) die Hersteller haben auf eine neutrale Verarbeitung aber zu achten denn die neutrale Wiedergabe ist wie auch bei Studiomonitoren hier auch das wichtigste Kriterium… vodoo ist aber immer dabei…

  3. Profilbild
    gruuv  

    Eine -beliebte- Anwendung bleibt da (fast) außen vor:
    2x Stereo-Eingang, 2x Stereo-Ausgang und ein großer Regler. Für seperatem Kopfhörer ist da z.B. nix mehr über, oder? Dazu müsste man einen der 2 Stereoausgänge hernehmen, man kann dann aber den Kopfhörer auch nicht individuell regeln, sondern nur mit dem großen Gesamt-Regler für alles, oder man muß den anderen Ausgang dann komplett abschalten/muten.
    Solch „kleinen“ Monitor-Controller werden gerne für die Anschlüsse von 1. Monitor-Lautsprecher und 2. Kopfhörer gekauft, bestenfalls wenn man diese noch unabhängig in der Lautstärke regeln kann. Hier ist das leider nur über „Umwege“ und komplettes Muten möglich. Oder man kauft gleich alles -gar nicht mal so viel teurer- in einer Box (Audiointerface), da hat man dann alles beisammen.

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      Filterpad  AHU

      Gruuv: Spannend, so sehe ich das auch. Mir leuchtet da eher noch ein Kopfhörerverstärker ein, gerade bei Teilen mit viel Ohm (250). Aber wenn ich 180€ Kopfhörer an ein 180-200€ KH-Verstärker klemme, obwohl mir die Lautstärke des Interfaces ausreicht? Mehrwert? Irgendwie bin ich gerade im Fahrwasser. 🙄 Denke ein gutes Interface ist das A+O für alles was man anklemmt.

    • Profilbild
      JohnDrum  

      Behringer hat ja noch weitere Monitorcontroller. Ich habe den Monitor2USB und bin sehr zufrieden. Der hat zwei regelbare Kopfhöreranschlüsse und kostet 139.-€.

      • Profilbild
        chain25  

        Den nutze ich auch und bin ebenfalls voll zufrieden damit. Ist zwar auch nur ein dreister Klon, aber dennoch nützlich, bietet alles was ich brauche und ist auch haptisch angenehm.

    • Profilbild
      Joey*~  

      Kopfhörerausgang bedeutet dass ein Kopfhörerverstärker verbaut ist, das geht nur mit aktiver Signalführung, folglich muss der passive Controller das nicht können, dafür gibt es die größeren Brüder der Serie. Die haben das dann auch in einfacher oder mehrfacher Ausführung…

  4. Profilbild
    defrigge  AHU

    Ist ja schön, dass es funktioniert. Es bleibt aber eine der unverschämtesten 1:1 Kopien am Markt. Da man für 65 Euro mit dem Mackie Big Knob das Original bekommt, kann man die Behringer-Frechheit getrost in die Tonne kloppen.

    • Profilbild
      Joey*~  

      Deshalb hätte mich klanglich auch nur ein direkter Vergleichstest mit dem Mackie Big Knob passiv interessiert… das der Sound „schon passt“ kann ich mir bei der Funktionsweise eines passiven Controllers auch so vorstellen… ;)

  5. Profilbild
    moinho  

    Meine Praxiserfahrung mit einem Produkt aus der gleichen Produktlinie, dem Control2USB (so hieß der glaub‘ ich). Nach gut 2 Jahren fing der Lautstärkenregler an, im unteren Bereich nix Vernüftiges mehr zu Wege zu bringen, nach nem knappen weiteren Jahr waren ein paar der Knöpfe hin.

    (Und um mögliche Fragen zu beantworten: Einsatz am chilligen Heimmusikarbeitsplatz).

    Für diejenigen, die das Ding kaufen wollen, bleibt zu hoffen, daß es bei diesem Modell wirklich (wie vom Tester bescheinigt) „solide gebaut“ ist.

    • Profilbild
      JohnDrum  

      Meinen Behringer Monitor2 habe ich jetzt 2 Jahre und läuft noch ganz normal. Werde es aber beobachten.

    • Profilbild
      Joey*~  

      Ist bei meinem alten Behringer Xenyx Control USB 1 auch so …dazu bekommen die Druckknöpfe alle nach längerem Gebrauch mehr oder weniger Wackelkontakt und die Oberfläche wetzt sich leicht ab… Aber am auffälligsten ist das Volume Poti Problem zwischen 0 u. 25-30 (auf der Skala)… Hat viele Features und funktioniert auch ne Weile… Aber ist insgesamt nix für den semiprofessionellen oder langfristigen Gebrauch…

  6. Profilbild
    AMOS omb  

    Haha immer wieder eine sichere Bank, teste irgendwas mit den Namen Behringer und unzählige Kommentare sind dir sicher!!!!

  7. Profilbild
    frankste

    Warum ändert Behringer beim kopieren von noch verfügbaren Geräten, das Design nicht?
    Könnten sie dadurch nicht hohn und Spott entgehen? Die Marke Behringer ist ja mittlerweile gross genug um eigene Designs zu entwickeln und evtl. sogar mehrere Designs ihrer Gerätschaften zusammenzufassen. Oder möchte Behringer nicht das man ihre Produkte auf den ersten Blick erkennt?

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