Test: Behringer TD-3 vs Din Sync RE-303, Roland TB-03, Xoxbox, TB-303

4. Dezember 2019

Bass-Line Clone-Wars

Die Herausforderin: Behringer TD-3 Bass Line

Wie wir euch ja bereits in den News zur Behringer TD-3 angekündigt hatten, wollen wir einen Vergleich der aktuellen Bass-Lines zusammenstellen.

Hier der Versuch des ultimativen Bass-Line Vergleichs

Natürlich ist es so etwas als wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht. Lässt man sich mal auf solch einen Vergleich ein, wird es hart. Muss man doch berücksichtigen, dass die hier verglichenen Geräte alle ihre Eigenheiten und vor allem verschiedene Technologien beinhalten. Oder aber auch  dass einige Geräte handselektierte Bauteile verwenden. Dann sollte man auch berücksichtigen, ob die Geräte digital emuliert werden, wie das bei der Roland TB-03 der Fall ist. Oder ob sie analog aufgebaut sind wie z. B. das Original der Roland TB-303. Dann ist es auch noch wichtig, ob das Gerät mit originalen Bauteilen aufgebaut wurde oder mit SMD-Bauteil-Derivaten, die nur den ungefähren Bauteilwerten und Eigenschaften entsprechen. Und zu guter Letzt ist bei den analogen Varianten die jeweilige Kalibrierung des Gerätes sehr entscheidend und nicht zu vernachlässigen, denn ist das Filter zu hoch gestimmt, hat es ein anderes Resonanzverhalten. Da denken dann die Hörer immer gleich, dass es sich nicht um eine TB-303, sondern um einen Klon handelt, was nicht immer zwangsweise stimmt. Denke ich da an den Acid-Klassiker von Josh Wink – Higher State of consciousness, wo die ganzen Acid-Jünger dachten, es handele sich hier um eine Roland MC-202. Wo sich dann nach Jahren der Künstler zu Wort meldete und bestätigte, dass es sich hier um eine Roland TB-303 ohne zusätzlichen Modifikationen handelt.

Gerade bei der Roland TB-303 gibt es ja auch serienabhängig unterschiedliche Kalibrierungen bzw. haben oft die Benutzer oder deren Techniker gerne mal an den internen Spindeltrimmern gedreht und so den Sound der TB verändert. Zudem klingt nicht jede Roland TB-303 wie die andere. Somit ist es nach all den Jahren schwer zu sagen, welche TB- 303 denn nun besser oder originaler klingt als die andere. Aber wir geben uns jetzt erst mal grob damit zufrieden. Es gibt zudem nur wenige, die so geschult im Umgang mit der TB-303 sind, hier die Einzelheiten zu hören. Es sei denn, man hat eine eigene Roland TB-303. Ein subjektives Hören und Vergleichen scheint gerade bei dem Thema TB-303 und Klone sehr stark verbreitet zu sein.

A bundle of Bass-Lines

Zudem wollen wir in diesem Vergleich lediglich die Funktionen bzw. die Klangerzeugung und das jeweilige Verhalten zur Roland TB-303 vergleichen und keine zusätzlich klangverändernden Funktionen betrachten, die auch div. Klone am Markt besitzen. Hier zählt: Purer TB-303 Sound und das aus dem Genre Acid, denn kein anderes Genre hat die Roland TB-303 so zu ihrem Hauptgerät gemacht, wie es Acid hat. Zudem hat Acid erst die Roland TB-303 zu ihrem verspäteten Ruhm verholfen. Und das ist auch gut so.

Eines noch: Schaut man sich doch die Diskussionen zum Thema in allen digitalen Kanälen im Internet an, scheint kein Instrument mehr für Diskussion zu sorgen als die TB-303. Gefühlt ist die TB-303 das meist nachgebaute Instrument und auch das meist gehasste Gerät bei div. Musikern. Ein Grund mehr, hier mal etwas Öl ins Feuer zu gießen und einen Audiovergleich zu versuchen.

Wir wollen hier folgende Geräte vergleichen. Wir sprechen hier extra von Geräten und nicht von Klonen oder gar Repliken. Wobei es sich bei der RE-303 genau um eine Replik und nicht um einen Klon handelt, da hier meist die originalen Bauteile verwendet werden. Auch hier gibt es dann noch Faktoren, die für den authentischen Klang einer Roland TB-303 sorgen.

Es müssen viele Bauteile gematcht und verglichen werden, auch die schon erwähnte Kalibrierung ist hier wichtig. Die hier verwendete Dinsync Re-303 ist vom Fachmann Andreas Kump von Kumptronics gebaut worden.

Leider kam zur Zeit des Tests eine neue CPU für die Dinsync RE-303 raus, diese entspricht der 1:1 Programmierung der Roland TB-303. Leider konnte diese noch nicht in unsere RE-303 verbaut werden, da die Zeit hierfür nicht ausreichte bzw. der Versand aus Schweden noch andauert. Somit nehmen wir die alte CPU als Referenz.

Zudem haben wir hier nur eine kleine Auswahl an Geräten gewählt und die aktuell erhältlichen und relevanten Geräte verwendet, denn Klone gibt es ja unzählige. Zur Zeit des Testes stand uns leider keine Cyclone TT-303 MK1 oder MK2 zur Verfügung. Außerdem haben wir nur Geräte getestet, die auch einen eigenen Sequencer haben, der annährend vergleichbar mit dem der Roland TB-303 ist.

Bass-Line Artwork

Vergleichen wir daher nun folgende Geräte mit der originalen Roland TB-303.

Es sind folgende Kandidaten:

  • Roland TB-303 als Referenz
  • Mode Machines Xoxbox
  • Roland TB-03
  • Dinsync Re-303
  • Behringer TD-3

Die Roland TB-03 steht gleichzeitig auch für die Roland Aira TB-3. Diese hat nahezu dieselbe Klangerzeugung, kann aber durch die eigene Architektur wesentlich mehr, weshalb wir uns diese damit als Testobjekt sparen. Auch von der klassischen Bedienung der Roland TB 303 weicht sie zu sehr ab, als dass sie es somit in diesen Vergleichstest verdient hätte. Der Grundsound ist aber mit der Roland TB-03 nahezu identisch und kann daher eher vernachlässigt werden.

Wir werden hier im Audio-Vergleichstest nicht auf alle technischen Gegebenheiten eingehen. Hierzu haben wir ja schon einige Berichte zu den einzelnen Geräten im Laufe der letzten Jahre und Monate geliefert. Wer hier technische Infos benötigt, sollte sich die unten stehen LINKS zu dem jeweiligen Gerät anschauen. Wir wollen hier lediglich mal das Wichtigste zu Wort kommen lassen: den Sound.  Eine technische Aufzählung der Unterschiede würde diesen Text unlesbar und langweilig werden lassen.

In jeder Bass-Line haben wir dieselben Pattern verwendet. Diese wurden dann mit beiden Schwingungsformen (Rechteck und Sägezahn) aufgenommen.

Damit ihr die Pattern auf euren eigenen Klonen nachprogrammieren könnt und zur optischen Untermalung, haben wir zu jedem Pattern das dazugehöre Patternsheet hier veröffentlicht. Das Nachprogrammieren ist ausdrücklich erwünscht und gerne dürft ihr uns eure Audio-Files dazu zeigen. Die Audiobeispiele, die wir hier verwenden, wurden alle möglichst in derselben Lautstärke und mit dem gleichen Headroom aufgenommen. Auch die Verwendung eines EQs und weitere Bearbeitung wurde hier vermieden. Es ist schwer, bei jedem Audiobeispiel dieselbe Poti-Filterfahrt zu erzeugen. Wir werden nach Gehör das Filter manuell öffnen und schließen, so wie man es halt auch in der Live-Umgebung dieser Geräte durchführt. Wir sind bemüht, so präzise wie möglich zu arbeiten.

Auf diversen Internet-Plattformen, Foren oder YouTube, aber auch hier bei AMAZONA.de sind so einige Kommentare und Fragen zu diversen Einstellungen/Programmierungen der Bass-Lines gekommen. Besonders zur Behringer TD-3 sind die Meinungen sehr subjektiv, emotional und teilweise nicht fundiert. Ich versuche mal, auf einige Fragen zu den Geräten neutral einzugehen, um für etwas Klarheit zu sorgen.

Behringer Klon und Original

Hier die meist gestellten Meinungen und Fragen:

  • „Wenn das Filter ganz geschlossen, ist blutet der Sound durch oder schließt das Filter ganz?“
  • „Das Slide-Verhalten der Behringer TD-3 ist nicht wie beim Original?“
  • „Ich vermisse an der TD-3 den BOW BOW Effekt bei Verwendung des Accents?“
  • „Zwitschert die Resonanz genau so stark wie beim Original?“
  • „Hat Behringers TD-3 das nötige Bass-Fundament oder Low-End des Originals?“
  • „Klingen die TD-3 Schwingungsformen Rechteck und Sägezahn wie beim Original?“

Diese Liste könnten wir so weiterführen, widmen wir uns daher nun den Klangbeispielen.

Der Audiovergleich der TB-303 Klone

Als Referenz gilt natürlich, dass die Roland TB-303 das Maß der Dinge ist.

Din Sync RE-303

Fangen wir mit der Replik der Dinsync RE-303 an. Da sie eine 1:1 Replik der TB-303 darstellt, fällt hier so gut wie kein Unterschied auf. Accent und Slide verhalten ist so, wie man es von der originalen TB-303 her kennt. Auch der Regelbereich der Potis, sprich das Verhalten des Filters, ist wie beim Original. So dass man in einem Blindtest nicht sagen kann, welche die TB und welche die RE ist. Hier muss man ganz klar sagen, das ist für uns der Gewinner des Vergleichs.

Din Sync RE-303

Behringer TD-3

Die Behringer TD-3 zeigt hier, dass unter Verwendung von aktuellen und  vergleichbaren  SMD-Bauteilen ein sehr authentischer Sound zu erzeugen ist. Für uns der beste Klon und sehr nahe am Original. Das Verhalten des Slides ist hier etwas kürzer als beim Original, was nur in bestimmten Patterns auffällt und was für ein ungeschultes Gehör nicht immer auffällt. Accent ist bissig wie beim Original und gut getroffen. Der Grundsound ist sehr nah an der originalen TB-303. Das Filter ist so kalibriert, dass es noch ordentlich Low-End bereitstellt. Die Resonanz ist etwas höher. Sollte aber auch kalibrierbar sein. (Aber Vorsicht, beim Öffnen des Gerätes erlischt die Garantie und Gewährleistung.)

Xoxbox

XOXBOX

Die Xoxbox besticht durch ihr Low-End, sie hat besonders im Bassbereich ein weites Spektrum. Bei den hohen und resonanten Sounds hört man schon sehr, dass es sich hier um einen Klon handeln muss. Auch klingt Rechteck und Sägezahn leicht anders als bei der originalen TB-303. Die Slides und der Accent sind ebenfalls sehr authentisch getroffen. Alles in allem ein guter Klon, der zwar nicht zu 100 % die TB-303 Sounds abdeckt, aber relativ gut für basslastige Acid-Lines sorgt.

Roland TB-03

Die Roland TB-03 ist ebenfalls wie die Xoxbox ein schöner Klon, sie hat aber eher am wenigsten nach TB-303 geklungen. Auch wenn sie es schaft, einige der typischen Sounds gut zu emulieren, ist es unserer Meinung nach nicht der TOP Klon. Besonders die Resonanz ist nicht wie bei den anderen Analogen. Man hört besonders bei sehr hohen Resonanzwerten, dass sie anders klingt. Im Bassbereich wiederum ist sie ebenfalls gerne zu Hause.

Roland TB-3

Alle Bewertung bzw. das Fazit bezieht sich auf rein soundtechnische Aspekte. Über Wertigkeit und verwendeten Materialien bzw. Bauteilen lässt sich hier philosophieren.

Auch eine Prise Voodoo und Sympathie ist bei dem heiklem Thema 303 und Klones/Replicas vorhanden. Eines sei aber gesagt, egal welcher Klon oder Replika, die man verwendet, jede hat auf ihre Weise eine Daseinsberechtigung. Gerade auch was Einbindung ins eigene Setup und vor allem was der eigene Geldbeutel so hergibt. Auch wenn es viele Klone und Replikas existieren, aber eine TB-303 ist eine TB-303. Ob es jeder Club-Besucher allerdings raushört, ob ein Klon oder ein Original … lassen wir hier offen.

Klangvergleiche zwischen Original TB-303 und Klons

Test 1 – Geschlossenes Filter

Im Filtertest geht es nur um das geschlossene Filter. Hier möchten wir zeigen, dass das Gerücht vom geschlossenen Filter nicht stimmt. Alle Geräte lassen bei geschlossenem Filter Frequenzen durch.

Test 2 – Bow Bow

Im Test 2 geht es um den Accent, hier soll das typische BOWBOW aufgezeigt werden.

Test 3 – Slide

Im Test 3 geht es um das Slide-Verhalten. Hier hat so manches Gerät seine Schwächen oder Stärken.

Test 4 – Accent Slide

Im Test 4 geht es um das wechselseitige Verhalten bei Accent & Slide Pattern.

Test 5 – Classic Bass-Line

Im Test 5 geht es um ein klassisches Bass-Line Muster, um die typischen Acid-Sounds zu erzeugen.

Fazit

Wie ihr hoffentlich in den Klangbeispielen hören konntet, sind bei Verwendung der gleichen Patterns teilweise unterschiedliche Ergebnisse ans Licht gekommen.

Welches Gerät jetzt am besten klingt, ist natürlich auch nach solch einem Test immer dem Hörer selbst überlassen.

Klangbeispiele
Forum
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        Emmbot  AHU

        Oh schwierig. Original hört sich am besten an (vielleicht hat es auch den Bonus). Dann kommen Behringer und Din Sync, je nach Demo. Dann TB 03, die finde ich in den Demos überraschend gut zumindest bowbow. Liegt da Drive drauf? Dann xoxbox der Filter klingt zu offen und linear.

        Alles meine Meinung und Geschmackssache.

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    Son of MooG  AHU

    Sehr aufschlussreicher Test; alle wichtigen klanglichen Unterschiede sind zu hören. Dabei hat mich etwas überrascht, wie deutlich diese Unterschiede z.T. sind.

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      Max Lorenz  RED

      Ja, hatte mich auch überrascht. Sorry übrigens für die falsche Tonhöhe der RE-303 bei Beispiel 2, habe ich inzwischen ausgetauscht.

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    Atarkid  AHU

    Das Gute ist ja, dass eine 303 seltenst ohne Outboard-Equipment betrieben wird. Darum ist das dann in einer Produktion nicht immer ganz so einfach zu unterscheiden. Und man muss die Geräte auch ein bißchen anders tweaken. Reglerstellungen sind da nie kompatibel.

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    Inductor

    Ein Artikel mit tollem, fundiertem Vergleich und insb. eine gelungene Übersicht am Anfang. Als Forums-Neuling wundern mich die teils heftigen Diskussionen im Netz über den Klang, jetzt mag jeder selbst entscheiden wo die Sound-Wahrheit liegt.
    Ich war glücklicherweise bei den Erstbestellern dabei und die kleine Plastikkiste wartet darauf, Heiligabend ausgepackt zu werden. So werde ich mich dieses mal wieder wie ein Kind auf Weihnachten freuen und kann es kaum abwarten, meine kleine Tochter weiß es zu schätzen…
    Danke an Max Lorenz für den tollen und vor allem sachlichen Artikel.
    PS: Hoffentlich traut sich bald jemand, die Trimm-Möglichkeiten der Potis zu testen.

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      The-Sarge  

      ja braucht es
      „wilde Mischung aus Kopf und Herz:“ da war gestern Nachmittag wohl wenig Herz in Dir ;)

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        Jörg Hoffmann  RED

        ja, doch, war da, denn mein Herz versteht, dass es hier viele „Freaks“ gibt, die auf den Sound der 303 stehen, aber mein Kopf fragt sich, warum gleich 5 Hersteller auf diesen Zug aufspringen und ob der Markt dafür überhaupt genug Kunden hergibt….und ob die klanglichen Unterschiede der Testgeräte im Songkontext überhaupt relevant sind.

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          Markus Schroeder  RED

          Wieso „gleich“? Die meisten dieser Clone sind schon seit etlichen jahren am Markt. Da lohnt sich mal ein Rundblick absolut. Sowas nennt sich „Vergleichstest“.

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            Jörg Hoffmann  RED

            Irgendwie fühle ich mich missverstanden :-(.
            Es geht doch nicht um den Test, den der Max wirklich gut gemacht hat. Ich bin mir nur nicht des Hypes um den 303 bewusst. Ich bin verwundert, warum sich fünf verschiedene Hersteller berufen fühlen, eine Variation zu bauen. Aber offensichtlich wohne ich in Sachen 303 im Tal der Ahnungslosen und wollte natürlich auch niemanden zu nahe treten.

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    Hectorpascal  AHU

    Es bleibt dabei das B einen extrem guten Job gemacht hat. Wenn überhaupt wünsche ich mir in der App einstellbare Glide-Modelle für den internen Sequencer und Gate/Midi-Betrieb. Vier sollten reichen wie z.B. linear, Exp Rise und Exp Fall, d.h. linear wie mit Lineal oder ein schneller Anstieg zur nächsten Tonhöhe mit langsamer Näherung an der Zieltonhöhe und umgekehrt oder auch beides gleichzeitig. Klone dürfen gerne auch mal was besser machen als immer nur zu imitieren.

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    p_carp  

    Sehr schöner vergleich,

    bin doch überrascht wie unterschiedlich a/b vergleiche sein können.
    hier in diesem vergleich komme ich auf ein ganz anderen Eindruck als ich ihn beispielsweise bei loopop gewinnen konnte, und auch meine eigene TD-3 hinterlässt erstmal wiederum ein anderen Eindruck. Dies gilt auch für die anderen KandidatenWie die RE oder xoxbox.
    Es sei auch nochmal gesagt das ich die TD zeitlich noch nicht wirklich auf herz und Nieren testen konnte, dies wird leider auch noch dauern.

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    rio  

    was man wissen sollte: TB-03 ist digital emuliert…kein klon. x0xb0x ist ein Klon von Adafruit – nicht von Mode Machines – warum auch immer dieser Name so hervorgetan wird.

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      Max Lorenz  RED

      Ist es letztendlich bei einem Hörvergleich nicht egal, wie die Klang entsteht? Ich finde Klon ist Klon, egal ob der digital oder analog arbeitet. Und auch digital hat seine Berechtigung, wenn der Hörer keinen oder kaum mehr einen Unterschied hört.

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        Larifari  AHU

        „Modemachines hat das gemacht“
        Die modemachines xoxbox ist eine billig Variante und gibt es noch nicht so lange. Die guten xoxboxen kamen vom xoxshop und wurden bis ca 2013 von dem Menschen gebaut und vertrieben der heute die re303s baut.

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    tuonodriver  

    Erstmal danke für den sehr ausführlichen Test,tolle Arbeit!

    Nun, was mich sehr überrascht hat z.B. beim Slide Test das sich die Pattern doch sehr unterschiedlich zw. den einzelnen Geräten anhören! Am besten gefiel mir persönlich da das Pattern an der RE-303. Generell finde ich für meinen Geschmack das die RE-303 das schönste „weichere“ Rechteck hat,selbst zum Orginal. Mag eig. nur Rechteck, bin bei der 303 nicht so der Freund vom Sägezahn.
    Alles in allem muss ich für mich persönlich feststellen das grad was das Preis-Leistungs Verhältnis betrifft die Behringer TD-03 am besten aufgestellt ist. Die Klangunterschiede sind wirklich nur im µ-Bereich festzustellen und in ner Produktion mit Effekten drauf hört das kein Mensch mehr.
    Ich werd mir,wenn sie wieder verfügbar ist definitiv eine holen und ich bin entzückt das Behringer es tatsächlich wahr gemacht hat das Teil neu aufzulegen für diesen unschlagbaren Preis.
    Danke Ulli :-)

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      Ashatur  AHU

      Da gebe ich dir recht die Rechteckwellenform ist einfach schöner. Ja ich werde mir da gleich auch eine zweite in blau bestellen.

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    TobyB  RED

    Mein Favorit ist die Roland TB-03, weil die flexibelste Bassmaschine, die TD3 welche bei meinem Neffen unter dem Gabentisch landen wird, ist für das Geld okay. Hinsichtlich der
    Verarbeitung bestehen zwischen Roland und Behringer Welten. Was sich aber relativiert, wenn man beide Preise betrachtet.

    Die Klangbeispiele halte ich für sehr aussagekräftig und schlüssig.

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      Hectorpascal  AHU

      @Toby: Roland TB-03 flexibler? Du meinst Audio über USB um den am MX-1 anzuschließen oder was kann die noch? Ich empfehle dir den Roland CB-PBR1 dazu, dann kann man sein Mikrogear auch standesgemäß spazierentragen. Anstatt Hund, Bewegung tut immer gut! Küsschen! ;)

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        TobyB  RED

        Hallo Hector, CV/Gate/Trigger und eben USB und Analog Audio. Der Formfaktor ist okay. Ich bin an Mikrogear gewöhnt, SE02 :D Primär nehme ich die TB03 als Bass Maschine und ab und als Background Acid. Wobei ich das harsche was Max in den Audiobeispielen zeigt, durchaus gut finde, das beisst sich im Mix gut durch. Wenns zu harsch wird, analoger Weg. Flexibel deswegen, weil ich bei der Arbeit eben mehr als eine Möglichkeit habe, die Kiste zu befeuern und das stilistisch durchaus Sinn macht.

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    AMAZONA Archiv

    Fein fein :) Schöner Vergleich! Und ist schon erstaunlich, was dieses kleine Maschinchen seit fast 30 Jahren an Resonanz auslöst…

    Das Pattern 4 ist definitiv nicht korrekt von TB auf TD übertragen…

    Hier in gehörsrichtig vom Beginn des Audioschnipsels der TB, damit klingt meine TD im Pattern identisch der TB, klanglich nahezu:

    1 A# S
    2 A#
    3 A# S U
    4 A# S U
    5 A# S U
    6 A# S U
    7 A# S D A
    8 A# S D
    9 A# S D
    10 A# D
    11 G#
    12 B A

  10. Profilbild
    lightman  AHU

    Hier nochmal meine Transkription des Hauptbassthemas von Phutures Acid Tracks:

    C2 – A,S – T
    B Down – N
    C1 – A – N
    C2 – A – N
    C1 – N
    D# Up – A – N
    D# – N
    C2 – A – N

    Patternlänge: 8 Steps

    (Up/Down = Oktavschaltung, A/S = Accent, Slide, N/T = Note/Tie)

    Eingeben, Track (http://bit.ly/acidtracks) abspielen lassen, TD-3 dazu manuell synchen, vielleicht etwas Reverb dazu, und Ohren auf. Meiner bescheidenen Meinung nach gibts da wenig bis nix zu meckern, und das ist mein Sargnageltest. :)

    …denn dein ist die 303, und die 707 und die 727
    in Ewigkeit
    ACIIIIIEEEDD

    ;)

    • Profilbild
      Atarkid  AHU

      LOL wie geil!!!!!!

      p.s.. Falls Du eine Lösung für das Filter finden solltest, lass es mich bitte wissen…

    • Profilbild
      tomk  AHU

      @ Lightman
      Yeah … läßt die TT Phuture zwitschern!
      Sag mal, dein geübtes Acidohr hat doch sicherlich die 1:1 Auflösung von Underground Resistance – Seawolf?

      • Profilbild
        lightman  AHU

        Nach bestem Wissen und Gewissen:

        G Down – N
        G# Down – N
        G Down – N
        C1 – N
        G Down – N
        G Down – N
        C1# – N
        C1# – N
        C1# – N
        G Down – N
        C1 – N
        G Down – N
        C1 – N
        C1 – N
        C2 UP – A – N
        C2 UP – A – N

        Patternlänge: 16 Steps

        (Up/Down = Oktavschaltung, A/S = Accent, Slide, N/T = Note/Tie)

        • Profilbild
          lightman  AHU

          Und weil’s so schön ist, hier noch die Transkription der 303-Line aus Da Funk von Daft Punk (http://bit.ly/daftfunk), entnommen aus der Info des Daft Punk Synth Tutorials (http://bit.ly/daftorial) von Alex Ball (mit meiner Notierung):

          G Down – N
          A# Up – N
          G – S – N
          F Up – N
          D# – A,S – N
          C# Down – A – N
          C# Down – A,S – N
          C# – A – N
          D# Up – S – N
          D# Down – N
          F Up – S – N
          G Up – A,S – N
          G# Down – N
          G Down – A – N
          C Down – S – N
          G – S – N

          Patternlänge: 16 Steps

          (Up/Down = Oktavschaltung, A/S = Accent, Slide, N/T = Note/Tie)

  11. Profilbild
    wedok  

    Kein Plan aber bei nem Vergleichstest sollten auf allen Kisten die Patterns schon 100%ig identisch sein.

    Ich hör hier unterschiedliche Oktaven und komplett unterschiedliche Patterns.

    Zum Thema Slide zeigt dieses Video am besten das Fehlverhalten der TD-3:
    https://www.youtube.com/watch?v=zeXqTsfT2Lk

    Im Gearslutz Forum wird darüber spekuliert wie man es fixen könnte und es scheint sich herauszustellen, das der Slide von der Software kontrolliert wird.
    Was mir persöhnlich die Hoffnung gibt, das es via Firmwareupdate behoben wird.

    Am besten komplett einstellbar via Tastenkombos, wie es z.b. bei nem Bassbot und der „Gate Time“ möglich ist.

    Über eine zu kurze „Gate Time“ gabs auch bemängelungen im GS Forum.

    Am besten dann beides zusammen. Vielleicht auch mit na extrem langen „Slide Time“ wie ich es von Phoscyon her kenne und vermutlich auch bei na Devilfish der Fall ist (Hab noch nie die Slide Time Funktion einer DF gehört).

    Naja, ich geb die Hoffnung nicht auf. :)

    Acid Warrior – Acid Bites Pattern:
    https://abload.de/img/acidwarrior-acidbitesygkue.jpg

  12. Profilbild
    Markusphillip

    Vielen Dank für den guten Beitrag und die vielen Klangbeispiele.
    Am besten taugt mir nach wie vor das Original.
    Mich würde tatsächlich noch der Unterschied zur Cyclone TT303 interessieren.

    Viele Grüße
    Markus

  13. Profilbild
    iggy_pop  AHU

    Als nicht im Säurebad gehärteter Nicht-303-Aficionado ist mir der Unterschied zwischen den oben vorgestellten Modellen so gering ohrenfällig, daß ich für mich die Rechtfertigung, einen vierstelligen Betrag für ein Original auszugeben, nicht aufrecht erhalten kann — für 150 Euro erledigt die Buliline ihren Job gut, und diesen Preis kann ich sehr wohl vor mir rechtfertigen.

    • Profilbild
      BÄM  

      So gehts mir mit den Zillionen Gitarren auch, klingen alle gleich, nur durch die Effektgeräte anders… so sinnlos :)

  14. Profilbild
    Marco Korda  AHU

    Erstmal Gratulation an den Autor, der seinen Job hier hervorragend gemacht hat. Finde ich sehr anschaulich und die Vergleiche sind absolut brauchbar.

    Nach meinem Dafürhalten war ich überrascht, wie unausgewogen die Xoxbox klingt. Die RE hat für mich persönlich gewonnen, die klingt ja fast noch besser als das Original :-)…

    Behringers Maschine, die ich auch besitze, klingt verdammt gut, v. a. angesichts des Preises. Selbst wenn man das Argument weglässt, macht sie einen tollen Sound. Es stimmt aber, dass der Slide etwas eckiger ist, da fehlt einfach die Rundung des Originals. Dennoch stimmt’s meiner Meinung nach zu 90 %, was die Annäherung angeht.

    Erschrocken bin ich über die mangelnde Qualität des Roland-eigenen Nachbaus. Die TB-3 habe ich selbst mal gehabt, da war ich intuitiv eher unglücklich mit. Jetzt habe ich quasi den Beweis, warum. Dünn und uninspirierend kommt sie m. E. daher. Da kommt bei mir kein Acid-Feeling auf – und auf das Gefühl, da kommt es schließlich an!

  15. Profilbild
    Markus Schroeder  RED

    Danke für den Vergleichstest, Max.

    Frage: Bei wie vielen dieser Clone lässt sich die Sequenz im laufeden Betrieb editieren aka Jammen?

    M

  16. Profilbild
    Wellenbad  

    Die Cyclone V2 finde ich für meinen Geschmack sowie meine Arbeitsweise am besten und klanglich authentisch genug. Vor allem der Sequenzer ist wirklich Klasse und erspart einem den Sprung aus dem geschlossenen Fenster aus dem Erdgeschoß. xD

  17. Profilbild
    lightman  AHU

    Keine Ahnung, warum alle über den Sequenzer der 303/TD-3 klagen, ihr solltet mal den der alten MC-202 benutzen, ich mache das nun schon seit mehr als zwei Jahrzehnten und kann dazu nur sagen: Ich bin der Musikant mit Taschenrechner in der Hand… dagegen ist der Sequenzer der 303 ein Kinderspiel, zumal man ja z. B. das Timing auch Eintappen kann (geht zum Glück auch auf der 202), das erspart zumindest die Note/Tie/Rest-Eingabe.

    Nicht vergessen, der Sequenzer der 303 ist ein essentieller Bestandteil des Sounds, ohne ihn muß man schon echt gut sein, um die Kiste authentisch klingen zu lassen.

    Also nicht verzagen und ran ans original Handbuch, gibts hier übrigens auf Deutsch zum Runterladen: http://bit.ly/303manualdeutsch . :)

    • Profilbild
      phil_dr110  

      Oh ja, die MC – 202. Die war ein paar Jahre zusammen mit einem ARP Axxe und einer TR – 606 das Herz meines Setups. Das mit den zwei Spuren war schon klasse, aber die Eingabe von Timinginformationen war wirklich nicht sehr intuitiv. Außerdem gab es keine Patterns. Deswegen wäre mir eine 303 damals nicht unlieb gewesen.
      Mit der TD – 3 ist das jetzt ja anders und ja, wer die 202 programmiert hat, für den ist der TB- Sequenzer einfach, logisch und intuitiv.

      • Profilbild
        lightman  AHU

        202, Axxe und 606 gehörten auch zu meinem frühen Equipment, dazu noch eine geliehene SR-16 und später ein Roland JV-1000, der wurde mir aber bald zu groß zum Giggen.

        Der Vorteil am 202-Sequenzer und seiner komischen Timingerfassung ist die relative Freiheit, die man damit kriegt, damit sind superschräge Sequenzen möglich, die auf den meisten Sequenzern der damaligen Zeit nicht hinzukriegen waren. Auch die Möglichkeit, mit einer zweiten Sequenz externes CV-Equipment zu steuern, ist sehr praktisch. Tolles Teil, toller Sound.

        Ach ja, und es geht sequenzermäßig noch schräger: Korg DDM-110, ich mag das kleine bratzige Teil, aber die Bedienung ist sehr gewöhnungsbedürftig, wenn ich sie mal längere Zeit nicht benutze, muß ich wieder ins Handbuch schauen.

  18. Profilbild
    lightman  AHU

    Ich habe hier mal ein paar Updates bezüglich TD-3 Mods kompiliert.

    Nach kompletter Lektüre des derzeit sieben Seiten langen Behringer TD-3 DIY Threads bei Gearslutz (http://bit.ly/td3diygearslutz) und anderer Quellen haben sich folgende Mod-Möglichkeiten rauskristallisiert, die in diesem Beitrag von Benutzer Maffez zusammengestellt wurden: http://bit.ly/td3mods.

    Gleich vorweg, bei der Slide-Frage ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, die Vermutungen gehen dahin, daß die Slides durch die CPU/Firmware gesteuert werden und für eventuelle Anpassungen ein Update seitens Behringer notwendig ist.

    Ein bisher verfolgter Ansatz für die Änderung von Attack/Slides ist der sogenannte C52-Mod, das ist ein Kondensator, der im Bereich der VCO/VCA-Steuerung Hüllkurvenklicks minimieren soll. Wird ein weiter Kondensator parallel geschaltet, verändert sich das Attack/Slide-Verhalten, wie in diesem SoundCloud-Beispiel zu hören: http://bit.ly/td3c52modtest. Nach meinen Ohren klingt es mit C52 + 47nF am Besten (im Audiobeispiel ab 0:34).

    Man kann zusammenfassend sagen, daß die Sache auf einem vielversprechenden Weg ist. Wenn die Jungs weiter so rührig bleiben und Behringer bei evtl. notwendigen Updates mitspielt, können sämtliche Unebenheiten der TD-3 ausgebügelt und bei Bedarf etliche Devilfish-Mods nachgerüstet werden.

  19. Profilbild
    acidophil

    so, jetzt juckt mich doch mal eine frage zu den klonen der 3.-clone wars welle ;)
    die tb-303 hatte ja ein 3 pol lp-filter. die td-3 einen 4 pol.
    ok, ich finde der klang kommt sehr nahe. Aber meines wissens gab es nur einen klon der auch einen 3 pol lp-filter hatte, die mam-303. will-sysems aus korea hatte (gerücht?) seinerzeit (’96) von roland wegen des 1:1 signalweg einen drauf bekommen und es wurden nur wenige mam-303 gebaut.
    könnt ihr die mam mal mit den anderen klonen und dem original vergleichen (ja die mam hat keinen sequencer und die poties sind nicht auf midi gelegt aber es geht doch um den sound).
    und … bei der Td-3 mit smiley hat bei mir auch das habenwollenvirus zugeschlagen :O

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