Behringer UB-Xa Mini - der günstigste Analogsynth?
Behringer präsentiert uns mit dem Behringer UB-Xa Mini einen analogen Kleinstsynthesizer, der zumindest aufgrund seiner Namensgebung den Sound der gleichnamigen Oberheim-Nachbauten UB-Xa und UB-Xa D verspricht. Wir haben genau hingeschaut – kann der Behringer UB-Xa Mini ein solches Versprechen halten und was hat er sonst zu bieten?
- Klangästhetik: Analoger Sound mit Anleihen an den Oberheim UB-Xa, aber abgespeckter Funktionsumfang.
- Bedienung: 27-Tasten-Keyboard, Step-Sequencer und Motion-Recording für kreative Möglichkeiten.
- Vergleich: Ähnlichkeiten zum KORG Volca Keys, jedoch ohne Preset-Speicher und mit nur einem Oszillator pro Stimme.
- Preis-Leistung: Sehr günstiges, kompaktes Paket für Einsteiger und Fans analoger Sounds.
- Fazit: Gute Klangbasis und Features für den Preis, aber deutliche Abstriche gegenüber größeren UB-Xa-Modellen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung, Lieferumfang, Größe
Ich durfte seinerzeit den Behringer UB-Xa D, also die Desktop-Version gleich zweimal testen, einmal hier anlässlich ihres Erscheinens und ein weiteres Mal hier nach einem größeren Update. Und ich muss sagen, dass ich begeistert war und nun immer noch selbst Besitzer eines UB-Xa D bin. Aus der Behringer Synthesizer-Miniserie hatte ich allerdings bislang noch kein Testgerät, in dieser Beziehung ist das hier für mich eine Premiere. Allerdings hat der Behringer UB-Xa Mini auch ziemlich viele Gemeinsamkeiten mit KORGs analogem Volca Keys.
Der Kollege Markus Galla hatte beispielsweise den Behringer JT-Mini und Behringer Phara-o Mini getestet. Im Lieferumfang ist ein USB-C Kabel dabei, aber kein Netzteil.
Behringer UB-Xa Mini
Die Basics und erste Praxis
Der Behringer UB-Xa Mini kommt im Gewand der anderen Mini-Synthesizer und verfügt über ein kleines Keyboard mit 27 Tasten, das sich auf ganz andere Weise als ein normales Keyboard spielen lässt. Die 16 „weißen“ Tasten dienen zusätzlich der Step-Sequencer- und Konfigurationsprogrammierung.
Der Behringer UB-Xa Mini präsentiert sich als analoger Synthesizer. Angaben über die Polyphonie sind mitunter etwas verwirrend, denn der UB-Xa Mini spielt zwar dreistimmig polyphon, besitzt aber für jede Stimme nur jeweils einen Oszillator (und nicht wie die anderen UB-Xa-Modelle zwei Oszillatoren pro Stimme), sodass man hier 32 Oszillatoren der größeren UB-Xa-Modelle mit drei Oszillatoren des UB-Xa Mini vergleichen muss. Außerdem teilen sich alle Stimmen eine Filterschaltung und eine Hüllkurve, sodass der Behringer UB-Xa Mini ein paraphoner und kein wirklich polyphoner Synthesizer ist, was nicht verschwiegen werden sollte.
Es gibt einen analogen Signalpfad, und wir können zwischen drei Oscillator-Waveform-Einstellungen wählen: Saw, Square und Both. Diese befinden sich rechts neben dem LFO-Speed-Regler, darüber ist der Schriftzug „Waveform“ zu sehen. Für die Stimmenverwaltung erlaubt ein einrastender Mode-Select-Schalter die Einstellungen Polyphonic, Unison, Octave, 5th, Ring und Ring Poly. Aus den drei Oszillatoren kann sich dann zum Beispiel dreistimmige Paraphonie im Polyphonic-Mode ergeben. Eine Wirkung des Detune-Reglers hört man übrigens nur dann, wenn mehr als ein Osc im Einsatz ist. PWM und Frequency-Modulation erfolgen mithilfe des LFOs.
Das resonanzfähige Lowpass-Filter ist zusätzlich zwischen zwei- und vierpolig umschaltbar und reicht nicht bis zur Eigenschwingung. Das vierpolige LP-Filter wirkt besonders bei hohen Resonanzen leiser als die zweipolige Variante.
Weiter geht es mit LFO und Hüllkurve: Hier hat der Behringer UB-Xa Mini jeweils nur einen LFO und eine Hüllkurve zu bieten. In den größeren Versionen gibt es jeweils zwei. Für den LFO lassen sich via Function + Taste 13, 14 oder 15 die Schwingungsformen Sine, Square und Saw auswählen. Das ist insofern nicht direkt verständlich, als der Umschalter für die Osc-Schwingungsformen direkt neben dem großen LFO-Speed-Regler liegt. Doch sieht man unter den Keyboard-Tasten 13, 14 und 15 noch einen kleinen LFO-Schriftzug.
Die Hüllkurve steuert sowohl den Amp als auch das Filter. Höhere Einstellungen für die Release-Zeit haben keine Auswirkungen, wenn die Attack-Zeit (>10 Uhr), das Sustain-Level (>8 Uhr) oder das Decay (>9 Uhr) nicht ebenfalls hochgedreht werden. Das ist allerdings beim UB-Xa D ähnlich, wo mir die Release-Zeiten etwas länger vorkamen, wobei dort Atrophy-Settings auch die Hüllkurven beeinflussen.
Im Gegensatz zu manchen anderen Behringer-Mini-Modellen wie etwa dem Pro VS Mini, JT 4000M, CZ Mini oder auch zum großen UB-Xa D verfügt der UB-Xa Mini nicht über eine Speichermöglichkeit für Presets und Sound-Einstellungen.
Der Sequencer erlaubt nach Drücken der Record- und Play-Tasten leicht und spielerisch die Aufzeichnung von eingespielten Noten, allerdings jeweils nur über die Länge eines Taktes beziehungsweise von sechzehn Steps. Bewegungen an Parametern lassen sich ebenfalls aufzeichnen, wenn Motion-Recording aktiviert ist. Eingespielte Sequenzen können in einen von zehn Memory-Slots gespeichert werden. Auch Parameterbewegungen lassen sich aufzeichnen. Das Tempo kann man mit einem Drehregler einstellen, der im Takt blinkt. Die Tempo-Range kann sich dabei zwischen 56 und 200 oder zwischen 10 und 600 bpm befinden, das ist konfigurierbar (siehe unten). Einzelne Steps lassen sich auch deaktivieren.
Um den Behringer UB-Xa Mini auszuschalten, drückt man länger auf den Power-Knopf links oben, fürs Einschalten reicht ein kurzes Drücken. Dass es einen solchen Power-Knopf überhaupt gibt, finde ich gut. An Anschlüssen finden wir neben dem 3,5-mm-Kopfhörerausgang Sync-IOs (3,5 mm), MIDI-DIN-In und eine USB-C-Buchse, die der Stromversorgung dient und auch eine Verbindung zur SynthTribe-Software ermöglicht, deren Optionen ich unten bespreche. Via Batterie lässt sich der UB-Xa Mini nicht betreiben, ohne Batterien ist das Gerät freilich auch sehr leicht und transportabel.
Die Stromversorgung via USB-C führt in einem komplexen Setup ohne Ground-Lift typischerweise zu manchen Störgeräuschen, die Ausgangslautstärke des UB-Xa Mini war im Test aber so hoch, dass mich diese etwas weniger störten als mit manch anderen Geräten. Allerdings sind sie deutlich vernehmbar, was auch die Klangbeispiele demonstrieren.
Spielt man den UB-Xa Mini oder dreht an den Knöpfen, wird auch MIDI gesendet, umgekehrt kann er auch MIDI empfangen.
Weitere Konfigurationsoptionen
Via Synthtribe-App kann man auch gespeicherte Sequenzen ex- und importieren, eine Auto-Power-Off-Schaltung konfigurieren und die Clock-Auflösung sowie Polarität für die Sync-Funktion einstellen.
Dies und anderes klappt allerdings auch mit Hilfe von Function-Keys beim Einschalten des Gerätes, wobei sich die Optionen leicht unterscheiden. Zurück zu den Sync-Optionen: Vorkonfiguriert sind 24 ppq, möglich sind 1, 2, 24 und 48 ppq. Ferner sind MIDI-In- und MIDI-Out-Kanal wählbar und MIDI-Short-Messages können aktiviert werden. Auch einstellbar ist, welche gespielte Note die höchste Priorität bei Polyphoniemangel hat. Die Optionen heißen dabei Low, High, Nearest und Last (Voreinstellung). Das ist durchaus praktisch, denn so kann man zum Beispiel eine Bass-Note ungestört lange ausklingen lassen, während man in oberen Tonhöhenbereichen darüber ein Solo improvisiert.
Die MIDI-RX- bzw. Receive-On/Off-Option habe ich beispielsweise nur direkt am Gerät gefunden. Hier lässt sich konfigurieren, ob der UB-Xa Mini überhaupt auf eingehende MIDI-Befehle reagieren soll.
Konfigurationen am Gerät sind realisierbar, indem man beim Einschalten die Func-Taste hält. Was man dann mit den sechzehn Tasten tatsächlich einstellt, lässt sich am Gerät nicht ablesen, sondern nur im Quick-Start-Manual wiederfinden. Das Konfigurationsmenü verlässt man dann durch Drücken der leuchtenden Record-Taste. So gelang es mir jedenfalls in der Praxis und ich konnte danach normal mit dem Gerät weiterarbeiten. Eine entsprechende Erläuterung hierzu war allerdings nirgendwo zu finden.
Klang und weitere Praxisaspekte
Zwar gibt es links einen in sechs möglichen Stellungen einrastenden Umschalter für die Oktavlage eines Oszillators. Jedoch konnte ich in der Praxis mit dem internen Keyboard nicht ganz so tief in Bezug auf die Frequenz herunterkommen wie gewollt. Tiefer als zu einem F1 kam ich nicht herunter (teilweise zu hören in den Beispielen eins und drei im Player unten). Mit dem Keystep Pro via MIDI kam ich bis zum C herunter. Der UB-Xa D kam mit Hilfe optionaler Transpose-Buttons wesentlich tiefer. Mit dem UB-Xa D ist der Mini aufgrund der Struktur der Klangerzeugung nur bedingt vergleichbar, auch wenn es Ähnlichkeiten gibt und der UB-Xa Mini eine analoge Klangästhetik überzeugend hinbekommt.
Gegenüber dem UB-Xa D fehlen vor allem die Atrophy-Settings, um Variation in Details (z. B. Tonhöhe und Panorama) zu bringen.
Nachfolgend sind der Klang bzw. die Knackigkeit der Hüllkurve und ein roher Mitschnitt beim Drehen an Reglern zu hören. Weiche Einstellungen (lange Attack- und Release-Zeiten) überzeugen mich ein wenig mehr als die Präzision bei Versuchen, etwas Perkussives hinzubekommen. Allerdings klingt Letzteres trotzdem oft interessant, weil die Hüllkurve ja sowohl das Filter als auch den Amp moduliert.
Hier noch ein paar Vergleiche mit dem UB-Xa D. Der Klang ist durchaus ähnlich, Vergleiche sind aber schwierig. In den folgenden Beispielen habe ich die Wirkung der Filter-Hüllkurve zunächst bei beiden heruntergedreht. Beim UB-Xa D ging dann aber das Filter (beim Init-Preset mit UB-Xa D Atrophy-Settings) nicht ganz auf, sodass ich die Filtermodulation zwischendurch hochgedreht habe.
Durch schnelles Swipen über die Tastatur mit dem Finger lassen sich Leads auf eine interessante Weise spielen.

Behringer UB-Xa Mini Keyboard-Tasten, im Bild ist noch die Schutzfolie drauf. Nimmt man diese ab, verbessert sich die Spielbarkeit, Akkorde sind dennoch nicht ganz so leicht zu greifen.
Sequencer und Motion-Recording
Für die Aufnahme von Sequenzen hilft ein optionales Metronom. Aufnahmen werden automatisch quantisiert, es sei denn, man aktiviert den sogenannten Freestyle-Mode (Func + Taste acht). Für das Aufzeichnen von Motion-Sequenzen muss, wie angedeutet, die entsprechende Funktion erst aktiviert werden. Das klappt durch Drücken der Func-Taste und anschließendes Drücken der Taste 9, die mit „On/Off“ beschriftet ist, was nur dann selbsterklärend ist, wenn man den darunter klein geschriebenen Schriftzug „Motion Sequence“ beachtet.
Nach einer ersten Aufzeichnung einer Filterfrequenz-Automation erklang diese zunächst abgestuft, was sich durch Aktivieren der Smooth-Funktion (Func + Taste 11) ändern ließ, sodass die Parameteränderungen „glatt“ wie bei der Aufnahme hörbar wurden (wie im Beispiel unten). Via Shift + Play/Active lassen sich einzelne Steps temporär deaktivieren, wodurch die Sequenz kürzer wird (siehe Video unten).
Die Sequencer-Speicherslots M1 bis M10 lassen sich in der Praxis vielleicht auch ein wenig zum Aufrufen von Klangeigenschaften missbrauchen, wenn man viele Parametereinstellungen leicht bewegt. Einstellungen der Schalter links für Oktavlage und Stimmverwendung werden dabei freilich nicht einbezogen. Einen Arpeggiator fand ich beim Behringer UB-Xa Mini (bislang) nicht.
Konkurrenz
Konkurrenz macht sich Behringer sicher auch im eigenen Stall. Auch JT-Mini und Phara-O sind analog konzipiert und weisen viele Parallelen auf. Welchen Mini soll man kaufen, wenn man nur einen haben will? Der JT-Mini bietet zusätzlich einen Arpeggiator (anstelle von einer der Ring-Mod-Optionen des UB-Xa Mini), Phara-O noch ein Delay (aber nicht PWM). Viele größere Behringer-Synths liegen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels im preislichen Bereich zwischen 135,- und 249,- Euro, bieten allerdings deutlich mehr, z. B. Model D oder gar Pro 800. Auch die großen Behringer UB-Xa-Modelle verfügen über ungleich detailliertere Klangformungsoptionen und die berüchtigten Atrophy-Settings, um noch mehr Nuancen herauszukitzeln.
Bei genauerer Betrachtung könnte der Behringer UB-Xa Mini auch als Klon des 2013 erschienenen KORG Volca Keys durchgehen, der auf ähnliche Weise „dreistimmig“ ist und für die Funktionsweise bzw. Kombination der Oszillatoren einen vergleichbaren Umschalter mit den gleichen sechs (Voice-) Modi besitzt. Dieser ist, genau wie beim UB-Xa Mini, links über dem Umschalter für die Oktavlage platziert. Sogar die beiden Tempo-Range-Optionen gleichen sich exakt.
Die Hüllkurve des Volca Keys kombiniert Decay und Release und es gibt nur acht Memory-Slots. Der Volca Keys kostet ein wenig mehr (bei Redaktionsschluss lag der Ladenpreis bei 135,- Euro [statt 199,- Euro] gegenüber 99,- Euro[statt 109,-Euro] beim UB-Xa Mini), verfügt allerdings auch noch über einen integrierten Delay-Effekt, sodass er noch größere Ähnlichkeit mit dem Phara-O Mini als mit dem UB-Xa aufweist. Der KORG wird via Netzteil oder Batterie betrieben, ein Netzteil muss man dort bei Bedarf hinzukaufen.
Video
Hier gibt’s noch ein begleitendes Video zum Behringer UB-Xa Mini:
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Xa-wenn auch MINI, da geht was… Danke Uli, danke für den Artikel, AMAZONA!
Beim großen T schon ab 85€.. Was bedeutet das?
@CDRowell besser wäre es endlich den cs80 und Jupiter 8 statt der 303. tischhupe. 😁
war auch Mal ein Fan. aber alle mini Dinger verkauft.
lieber was massives für grosse Hände. 😁😎😎
@Numitron So schaut’s aus! Ich warte auch sehnsüchtig auf diese Kandidaten inklusive Bheremin Theremin für ebenfalls angebliche 99€, in amtlicher Größe. Bei Synthesizern kaufe ich prinzipiell nichts äußerst günstiges, aber beim Theremin macht es Sinn, weil Verwendung und Spielbarkeit gleichermaßen schwierig ist. Dafür gebe ich dann gerne n‘ Hunni aus anstatt mehrere tausend Euro wie von Moog.
@Filterpad stimmt. aber das theremini nicht probiert? oder weil es digital ist, magst du es nicht? echt gut. mein Bruder hat es.
@Filterpad Empfehle ebenfalls ein Moog Theremini. Ein Top Gerät mit bester Verarbeitung und absolut durchschaubarem Handling. Es gibt sogar Speicherplätze und ein kostenloses Verwaltungsprogramm. Hab das wunderbare Dingen schon seit 8 Jahren im Fundus, also ein Teil zum Behalten.
Meiner Frau und mir hilft es auch sehr oft die eigene Mitte wieder ins Lot zu kriegen… Sollte es eigentlich auf Rezept für alle geben!
@ErrJott nice!
besser als Aspirini! 😜
@Filterpad Glaubst Du wirklich noch an das Behremin? Der Markt dürfte weg sein. Ich habe hier ein Theremin, das mich keine vierzig Euro gekostet hat. Inkl. abnehmbarer Teleskopantennen, integriertem Synth, Display, USB-C und Kopfhörerausgang.
@Mac Abre Die Hoffnung sinkt bezüglich Behremin.😂
@Filterpad bin auch eher skeptisch! 😜
wäre aber cool!
einen Minuspunkt muss ich nachträglich noch anbringen: Man spielt den UB-Xa Mini via Keyboard, aber was bei anderen Analogsynths den Spaß ausmacht ist auch die freie Verstimmbarkeit. Der große Regler neben der Wellenformauswahl bestimmt die LFO Frequenz. Der Freq-Regler regelt nur die Modulationsintensität für Vibratos. Aber wo stellt man Oszillator-Tuning ein? Richtig – gar nicht. Das reduziert die Eignung fürs spontane gemeinsame Musizieren ein wenig.
@Heiner Kruse (TGM) Ich nehme dafür den Detune-Regler im Oscillators-Bereich. 😀
@chardt ja, aber der verstimmt die Oscilaltoren gegeneinander, wenn mehrere im Einsatz sind…
@Heiner Kruse (TGM) Ach so, Du willst die Grundstimmung ändern, weil der Trompeter auf 433 Hz geeicht ist … ne, hamwanich, da hast Du Recht.
@chardt oder weil der ein oder andere Synth nebenan noch nicht ganz so warm ist….oder weil ich ein Solo zu Tönen einer indischen Skala spielen will….
@chardt Aber Heiner schreibt doch oben: „Eine Wirkung des Detune-Reglers hört man übrigens nur dann, wenn mehr als ein Osc im Einsatz ist.“ Dann wird das aber nichts mit dem Tuning 🤨
Teil 1:
Ich habe jetzt alle vier: Volca Keys, Phara-O, JT Mini und UB-Xa mini.
Allen gemeinsam ist, dass sie im monophonen Modus in unteren Lagen so richtig schön dick klingen – satte Leads und Bässe sind kein Problem. Im paraphonen Betrieb wirds dann naturgemäß etwas dünn mit nur einem VCO pro „Stimme“ – sorry, mit Chorus hab ichs noch nicht ausprobiert, weil ich die Teile eher für den mobilen Betrieb sehe. Bei den drei Behringern gefallen mir Form und „Tastatur“ etwas besser als beim Korg, der dafür Batteriebetrieb bietet – die Roland-Lösung mit eingebautem Akku ist natürlich am Besten. Warum alle nur drei und nicht vier VCOs haben, werde ich nie verstehen – gerade in den Quint-, Oktav- und Ringmod-Betriebsarten würden sich vier Oszis doch anbieten.
Von allen vier gefällt mir der Klang des UB-Xa mini am Besten: Noch ein bisschen dicker, auch in höheren Lagen gut brauchbar, und selbst im paraphonen Betrieb etwas weniger dünn als die anderen.
@chardt Teil 2:
Und noch etwas Spezielles: Wenn ich die „Kleinen“ per Midi ansteuer (was sich angesichts der „Tastaturen“ anbietet), dann kriege ich bei Volca Key, Phara-O und JT mini keine Release Phase raus, jede Note endet mit „Taste loslassen“ sofort ohne Ausklang – über die eingebauten Tasten tritt das Problem nicht auf, hier releasen alle fröhlich wie es soll. Erst der UB-Xa mini hat diesen Fehler nicht mehr, hier kriege ich auch über MIDI angesteuert ewig langes Release (wenn voll aufgedreht).
Kurzum: Der UB-Xa mini ist jetzt mein Favorit unter den vier. Ich werde ihn wohl öfter zum „Andicken“ anderer Synths per MIDI benutzen. Entweder der Phara-O oder der JT mini werden für den mobilen Spaß bleiben (im Verbund mit Roland T-8 und S-1), der andere und der Volca Keys dürfen irgendwann gehen.
Und meine Empfehlung für alle Interessierten: Wenn ihr manchmal einen dicken analogen Lead- oder Bass-Sound brauchen könnt, dann nehmt einen von diesen, stellt den Sound einmal ein und nehmt das Ding bei Bedarf – gewissermaßen als „Hardware-Preset“ 😎
Für Akkorde würde ich sie eher weniger benutzen.
@chardt stimmt, hatte kurz den jt mini auch einen für den Bruder für den „mitnehmpreis“
. war ganz nett für die fiesen dnb reesebässe (Heiner bitte testen ;-) die pseudosupersaw sehr tief spielen.
vielleicht hole ich wieder einen. Mit Midi DIN macht er mehr Syn… 😀🎉
@chardt Hallo, was du schreibst ist von Haus aus ein Fehler und wird auch viele Fans enttäuscht zurück lassen. Dann sind das nur Live Spielzeuge, welche nur per Hand gespielt werden sollen. Auf Dauer dann Staubfänger.
Beim UB-XA mini dagegen kommt auf längere Sicht mehr Freude auf.
@chardt Nachtrag:
Die „Behringer Brothers“ auf YouTube haben vor einiger Zeit eine Ankündigung gebracht, wonach Behringer möglicherweise eine Art Hub für die Minis bringen könnte: Stromversorgung und Ansteuerung für vier Minis (USB-C), außerdem Mixer. Falls das Teil tatsächlich kommt und es ermöglicht, per MIDI einen Akkord zu senden, der dann Poly-Chain-mäßig an die angeschlossenen Minis (im Mono-Modus) verteilt wird, dann wäre das irgendwie schon sehr interessant. Andererseits: Mit so viel „Geraffel“ und Kabelei kann ich dann auch gleich was „Richtiges“ nehmen.
@chardt die sind lustig.
kriegen die eigentlich Kohle und Infos von behringer? 😂
@chardt ja, ich stimme zu, klingt gut, besonders für Bässe und Leads
Ich verstehe ehrlich nicht warum Behringer für fast jeden mini Synthesizer das „tuning“ Konzept vom Volca Keys kopiert haben (nur presets für Stimmung)
Warum nicht die 3 freistimmbaren Oscillatoren vom Volca Bass? Kann auch paraphonie, muss aber manuell dafür gestimmt werden.
@PossumVla ist am billigsten.
auch wenn es nicht immer Sinn macht.
Die kleinen Teile sind ja wirklich „reizvoll“, gerade bei dem Preis. Was für Unterwegs. Allerdings hatte ich mir mal einen günstig gebraucht gekauft (ich glaube die erste Generation JT 4000) und das Teil machte mir für 10 Minuten „Spaß“. Mittlerweile haben diese Teile ja auch alle einen DIN-MIDI-Anschluss, was meiner noch nicht hatte und der Spaß noch geringer war.
Trotzdem würde mich mir keinen mehr kaufen, weil der Einsatz doch sehr begrenzt ist. Aber ich bin da wohl auch nicht die richtige Zielgruppe. Vermutlich eher für diese „Nerds“, die gerne mit den Mini-Volcas in Reihe geschaltet YouTube-Videos gestalten :D
Ich denke aber, dass man sich selbst ein Gefallen tut, wenn man noch etwas spart und dann ein 500-Euro Synthesizer mit (oder ohne) Tastatur holt. Von diesen Folien-Tasten halte ich ohnehin nichts.
@Andreas denke ich auch 😃
obwohl der monotron delay Spass macht und sogar von Prodigy live verwendet wurde!😃
@Numitron Ich will ja nicht behaupten, dass sie vollkommen Nutzlos sind, aber für ein oder zwei Einsätze ist es dann doch wieder zu viel Geld :)
@Andreas wohl wahr 😉
@Andreas Monotron Delay ist für die drei Parameter ganz schön vielseitig. Alleine mit dem Teil kann man live problemlos ein ganzes Industrial-Noise-Stück spielen (wenn man auf Industrial Noise steht).
Na wenn die Preise noch weiter runter gehen, dann bleiben nach einem Festival nicht nur die Zelte auf dem Gelände, sondern auch die Instrumente auf der Bühne stehen. Musiker mit Leichtgepäck: Instrumente liefert DHL an jeden Veranstaltungsort, nach dem Konzert werden sie signiert und teuer an die Fans verschachert ;-)
Schliesslich müssen Musiker doch neue Einnahmequellen finden :-)
@liquid orange besser als die teure les Paul anzünden oder damit auf den Boden schlagen 😜
wennn ich nochmal drüber nachdenke ist der coolste Wert in der Praxis, dass man schnell und unkompliziert ohne weitere Verkabelung eine schöne analoge Sequenz inklusive Parameterautomation erzeugen kann. In dem Zusammenhang stört mich dann wieder, dass ich von der Tonhöhe mit dem Gerät Standalone nicht so weit herunterkomme wie ich möchte, denn ich will ja im Anwendungsfall gerade nicht etwas anderes anschliessen müssen (dann könnte ich auch was Besseres nehmen). Btw. was ist aus Behringer Saturn geworden? Hatte fast die gleiche Funktionalität.
@Heiner Kruse (TGM) Behringer hat die Gattungsbegriffe Soul und Spirit ersetzt durch Mini und Micro und bei der Gelegenheit auch die Namen geändert, der Saturn Soul wurde also zum JT Mini. Was von den Analogen noch fehlt, sind der Mini-Mini-Moog und der Mini-VCS3 (falls die noch kommen).
@chardt ich gebe zu, vor dem Test waren die Minis nicht mein Thema. Auch die Volcas nicht. Auch wenn ich mal nen fetten Artikel über mobile Produktion geschrieben habe, Aber was mich anmacht, ist meist etwas, was mich vom Sound her abholt und etwas bietet, was mich inspiriert oder was mir noch in der Palette fehlt. Logischerweise sind es dann eher andere Synths. Aber wie gesagt, die Kombi analog mit Sequencer hat bei diesem Gerät am ehesten für mich einen Reiz.
@Heiner Kruse (TGM) Anleitung zum Glücklichsein:
1. Gehe spazieren und suche einen Platz, an dem Du es eine Zeitlang aushalten kannst. (Extrapunkte, wenn Du schon so einen Platz hast.)
2. Hol aus deiner einen Jackentasche den Roland T-8 (oder den MC 101 aus dem Rucksack) und den UB-Xa mini.
3. Hol aus der anderen Tasche den Akku-Lautsprecher, die Powerbank und die Kabel und steck alles zusammen.
4. Erstell auf dem T-8 oder MC 101 eine Basis.
5. Spiel auf dem UB-Xa mini eine Melodie / whatever dazu.
6. Warte, bis die Mundwinkel nach oben wandern.
Geheimtipp für Akku-Lautsprecher:
https://www.mediamarkt.de/de/product/_peaq-ppa-205-bluetooth-lautsprecher-schwarz-wasserfest-2733585.html
Falls es nicht klappt:
https://www.youtube.com/post/Ugkxd-hPAlTn6_NWqZTudsWVuwwFcaGlFWlW
@Heiner Kruse (TGM) Das mit der Automation der Regler ist cool.
Der 16 Step Sequencer dagegen ist ein No-Go und für mich nach 15 min Spass liegt das Teil im Regal.
Behringer kann das egal sein. Die verkaufen die Teile wahrscheinlich wie warme Semmeln.
Aber dem User fehlt am Ende dann doch der eine oder andere Step.
@luap Da würde ich widersprechen. Natürlich sind 16 Steps oft zu kurz, doch manchmal sind Limitierungen auch eine Chance kreativ zu werden – und mit so einer Motion Sequence hat man ja schon einiges in der Hand. Du kannst auch die ersten 16 Steps aufnehmen und danach die nächste Variation, es gibt ja sogar ein paar Speicherplätze. Nur nervt halt, dass das Ding nen schönen Bass machen, aber man ihn gar nicht erst spielen kann, weil man nicht weit genug herunter kommt.
Behringer RD9 mini mit Kick, Hats, Snare und Clap jetzt noch bitte, lieber Herr Behringer!
@HG für den kleinen Finger?
wie bei meiner Marty mcfly Uhr mit taschenrechner.
finde sie trotzdem lustig. 😜
gibt’s die monotrons nimmer? die waren doch billiger