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Test: Behringer, V-Ampire LX110, Gitarrenverstärker

(ID: 1641)

Neben dem Display ist der FX/AMPS-Regler rechts auf dem Bedienpanel sicherlich als Herzstück des Verstärkers zu bezeichnen. Hier trifft man die Auswahl des modulierten Verstärkermodells und der gewünschten Effekte. Es lassen sich sechzehn verschiedene Ampmodelle auswählen, die Palette reicht hier von Namen wie „Classic Clean“ über „British Plexi“, „Numetal Gain“ und „Tweed Combo“ hin bis zu „V-Amp Gain“ oder „Acoustic“. Ebenso verhält es sich bei den Effekten, auch hier findet man eine reichhaltige Auswahl der gängigsten und oft benötigen Typen wie Chorus, Stereo Delay oder Phaser. Die wichtigsten und am häufigsten benötigten Effekte, Delay, Modulation und Reverb, lassen sich aber auch blitzschnell mit den entsprechenden Tastern (DELAY, REVERB und MODUL) im oberen Teil der Bedieneinheit des V-Ampire LX110 anwählen und editieren. So bleibt einem unnötige „Menü-Stepperei“ erspart, etwas, was Gitarristen ohnehin nicht mögen. Und was ebenso erfreut ist die Tatsache, dass das Delay und der Hall simultan benutzt werden können, der DSP im Innern des V-Ampire LX110 scheint also dafür genug Puste zu haben.

Ebenfalls im Direktzugriff befinden sich weiterhin zwei Taster mit der Bezeichnung BASS/TREBLE, mit denen sich das Frequenzbild verändern lässt. Nach Drücken des gewünschten Tasters wird dessen Funktion mit dem ADJUST-Poti geregelt, das Gleiche gilt auch für die Taste COMPRESSOR sowie für das integrierte NOISEGATE. Doch die Wirkungsweise des ADJUST-Potis ist nicht nur hierauf begrenzt, vielmehr ist er zentrale Anlaufstelle für jegliches Editieren am V-Ampire LX 110, sei es nun das Einstellen des Verzerrungsgrades, das Justieren der Lautstärke jedes einzelnen Presets oder die Tiefe des Chorus-Effektes. Weiterhin lässt er sich drücken (TAP-Funktion), um so die Geschwindigkeit des Delays zu bestimmen.

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Test: Behringer, V-Ampire LX110, Gitarrenverstärker

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Ein Mastervolume-Regler dient zum Einstellen der Gesamtlautstärke des Verstärkers, er ist im Gegensatz zu den übrigen Reglern nicht als Endlos-Drehpoti ausgelegt, sondern besitzt einen festen Regelbereich.

Alle drei Regler an der Frontplatte sind aus Kunststoff gefertigt und wirken etwas fragil, d.h. sie wackeln deutlich in ihrem Sitz. Da das Bedienpanel aber versenkt im Gehäuse untergebracht wurde, sind sie zumindest gegen Stürze des Verstärkers nach vorne abgesichert. Dennoch sollte man besser nicht zu grob mit ihnen hantieren.

-- Der V-Ampire im Übungs-Setup --

— Der V-Ampire im Übungs-Setup —

Neben der Eingangsbuchse für das Instrument befinden sich an der Frontplatte noch eine Stereo-Cinchbuchse zum Anschluss externer Soundquellen wie beispielsweise einen CD-Player oder iPod, eine Kopfhörerbuchse im 6,3 mm Klinkenformat, der Anschluss für den mitgelieferten Fußschalter FS112V sowie eine Buchse zum Anschließen eines optional erhältlichen Behringer Expression-Pedals (FCV100). Dieses kann dann verschiedene Aufgaben erfüllen, als Wah-Wah oder auch zur Steuerung des Master-Volumes. Der im Lieferumfang enthaltene Fußschalter besitzt mit seinen zwei Tastern UP/DOWN nur die Möglichkeit, die Programme hoch- bzw. runterzuschalten, was für einen reinen Übungs/Session-Amp ja in der Regel auch vollkommen ausreicht.

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Die Rückseite zeigt, abgesehen vom Netzschalter und der Netzanschluss-Buchse, keine weiteren Anschlüsse. Der Blick durch die halbgeschlossene Rückwand bietet aber einen Blick auf den verbauten Speaker: Es handelt sich hierbei um einen 10″-Lautsprecher aus der Behringer-eigenen Verstärkerschmiede Bugera.

Abgesehen von den etwas zerbrechlich wirkenden Drehpotis kann man dem kleinen Amp eine ordentliche Verarbeitung attestieren. Sämtliche Bedienelemente wirken logisch durchdacht und sollten den Blick in das mitgelieferte Handbuch eigentlich überflüssig machen. Drehen, Schrauben, Hören und dann auf einen Speicherplatz abspeichern lautet hier die (einfache) Devise. Somit scheint der Behringer V-Ampire 110LX auch Anfänger auf dem Gebiet nie zu überfordern. 

Kommen wir nun also zum Sound des kleinen Amps.

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Über den Autor
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Stephan Güte RED

Seit den frühen 80ern an den Drähten, die die Welt bedeuten. Musikalisches Mädchen für alles, sei es nun das Produzieren im Studio oder für Engagements als Bühnenmusiker. Seit 2004 im Team von Amazona.

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