Test: Behringer WASP Deluxe, Desktop-Synthesizer Klon

8. Januar 2020

Analog-Klassiker als Behringer Klon

Test: Behringer WASP Deluxe, Desktop-Synthesizer Klon

Test: Behringer WASP Deluxe, Desktop-Synthesizer Klon

Behringer Wasp Deluxe – ein wenig Geschichte

Der Behringer WASP ist ein (halb-) monophoner Analogsynthesizer mit einem berühmten Vorbild, dem Electronic Dream Plant Wasp. Der psychedelisch anmutende Name bezeugt, dass der Klassiker ein Kind der 70er ist.

Ich darf an dieser Stelle unseren BLUE BOX Autor Theo Bloderer zitieren, der die Geschichte des EDP WASP und seiner Erbauer sehr gut zusammengefasst hat:

„Electronic Dream Plant war eine britische Firma, die von ca. 1978 bis 1981 sehr ungewöhnliche Synthesizer ins Leben rief. Markenzeichen: grelle Farben, billigste Bauweise, Instrumente mit Folientastatur und Spielzeugcharakter. Modelle gab es eine Handvoll wie folgt: Wasp, Gnat, Spider (Sequencer), Caterpillar, Hornet … Bekanntestes Gerät der Serie ist der EDP Wasp, ein 2 VCO Monosynth. Dessen abgespeckte Version, der EDP GNAT, ist nur etwa halb so groß und verfügt über lediglich einen Oszillator. Der HORNET schließlich war als nochmals reduzierte Variante des GNAT geplant (was dann noch vom Instrument hätte übrig bleiben sollen, ist nicht leicht vorstellbar) und wäre zu einem Verkaufspreis von attraktiven 25 GBP veranschlagt gewesen. Dazu kam es allerdings nicht, denn EDP wurde bereits 1981 wieder aufgelöst. Eine der Hauptfiguren rund um EDP Synth-Designer Chris Huggett sollte jedoch ein paar Jahre später mit dem legendären OSCar Synthesizer wieder die Bühne der Musikwelt betreten.“

Test: Behringer WASP Deluxe, Desktop-Synthesizer Klon

Das Original, der EDP WASP von 1978

Chris Huggett ist auch heute noch aktiv und vielen bekannt durch seine Arbeit bei NOVATION. So stammte z. B. die BASS STATION aus seiner „Feder“, ebenso wie Novations Peak und Summit.

Was machte den EDP WASP Synthesizer so besonders?

Da sind sich eigentlich alle Vintage-Kenner einig, denn ganz anders als das billige Äußere des EDP WASP vermuten lässt, klingt der WASP schlichtweg genial. Hinzu kommt, dass beide heute nur noch sehr selten am Markt anzutreffen sind – und wenn, dann zu horrenden Preisen.

Es ist also nicht irgendeine besondere Verschaltung von Bausteinen, besondere Filter oder ungeahnte Modulationsmöglichkeiten – es ist ein voller, überzeugender Analogsound, den man einer so knallgelben Plastikkiste mit Folientastatur einfach nicht zutrauen würde.

Und vielleicht lag darin die Versuchung für Behringer, einen fast vergessenen Synthesizer, der aber einen eingeschworenen Ankreis hatte, wieder zum Leben zu erwecken. Fürwahr ein eher Anspruch mit einem hohen Risiko. Mal sehen, was draus geworden ist:

Der Behringer WASP – right out of the box

Ganz offensichtlich vertraut man bei Behringer auf das Standardgehäuse, in dem auch ein Behringer Pro-1 oder ein Behringer K-2 steckt.

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Unboxing WASP in der AMAZONA.de Redaktion

Im Lieferumfang steckt ein Flachbandkabel für die Stromversorgung bei Nutzung als Eurorack-Komponente sowie ein Netzteil.

Rein äußerlich betrachtet ist der Behringer WASP Synthesizer ein echtes Pfund. Kompakt, gut verarbeitet und liegt perfekt und er Hand. Hier wackelt nichts, hier wirkt nichts billig wie beim Original, hier hat man für ca. 300,- Euro richtig solide Hardware und er Hand.

Die Seitenteile sind aus Holz, die Potis und Schalter griffig und mit deutlichem Widerstand. Die Bestückung mit Reglern ist im vergleich zum Original sogar deutlich großzügiger.

Einziger Dämpfer, die Anleitung gibt es nur online als englischsprachiges QSG-File und auch nur als Quick-Start-Guide. Einsteiger werden daran sicher keine Freude haben. Da Behringer vor allem auch Neulinge der Synth-Szene anspricht, wäre hier ein umfangreicheres Werk (am besten auch in deutscher Sprache) wünschenswert. Geübten Analog-Kennern ist es wahrscheinlich egal, denn die gut gestaltete, graphisch unterstützte Oberfläche ist größtenteils selbsterklärend.

Test: Behringer WASP Deluxe, Desktop-Synthesizer Klon

Die Features & Facts in der Übersicht

Basis des WASP-Sounds sind zwei digitale Oszillatoren (und ja, die waren auch schon beim Original digital, was ganz offensichtlich dem Sound keinen Abbruch getan hat). Neben Puls und Sägezahn wird hier noch die Stellung ENH angeboten, die laut Quick-Start-Guide als Enhancer fungiert. In Wirklichkeit verbirgt sich dahinter aber nochmals eine Puls-Schwingungsform, die durch einen versteckten LFO moduliert wird. (Worüber sich der Quick-Start-Guide übrigens ausschweigt.) Der Behringer WASP verfügt nämlich über keine Möglichkeit, die offizielle Pulsbreite per LFO zu modulieren und so dient ENH als Pseudo-Pulsbreitenmodulation. Pseudo deshalb, weil sich diese Modulation nicht steuern lässt. Warum das so ist? Keine Ahnung – man muss ja auch nicht alles verstehen ;-). Ebenso merkwürdig, hinter der Reglerstellung Off verbirgt sich eine Sinusschwingung.

Der Filter ist analog ausgelegt und kann verwendet werden als LPF, HPF, Notch- und Bandpass-Filter, jeweils mit regelbarem Cutoff und Resonance.

Der vorhandene LFO kennt 6 Schwingungsformen, darunter auch Random und Noise. Er kann auf Pitch und Filter wirken und lässt sich in der Frequenz regeln.

Zwei eingeschränkte analoge Hüllkurven wirken auf Filter und VCA.

Klangtechnisch war’s das. Fürs Keyboard-Controlling gibt’s noch variables Bend und Glide sowie die Möglichkeit, das Gesamt-Tuning anzupassen.

Die Anschlussmöglichkeiten des Behringer WASP

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Leider ohne CV/Gate Zugang und daher im Eurorack nur eingeschränkt nutzbar.

Auch hier gibt es keine allzu großen Überraschungen. Den Main-Out gibt es mit hoher und niedriger Ausgangsleistung auf der Rückseite. Auf der Gehäuseoberfläche kommen MIDI In und Thru hinzu (deren MIDI-Kanal sich über eine Mäusetastatur auf der Rückseite einstellen lässt) sowie USB-MIDI (und System-Updates). Beides hätte ich aus optischen Gründen lieber auf der Rückseite gehabt, aber darüber denken Eurorack-Nutzer wahrscheinlich anders.

Ebenfalls auf der Oberfläche gibt es Patch-Punkte für die beiden Oszillatoren einen Input für externe Signalquellen, die nach den Oszillatoren in den Signalpfad eingeschleift werden sowie einen zusätzlichen Master-Out, um die Summe des Behringer Wasp abzugreifen (Bei Verwendung im Eurorack sind die Ausgänge auf der Rückseite stillgelegt.)

Die Patch-Möglichkeiten halten sich also in Grenzen und sind gegenüber einem Behringer K-2 enorm reduziert, sollen aber hier sicher nur ein Add-on und kein echtes Feature sein.  So gesehen ist der Behringer WASP gegenüber seinem Vorbild deutlich besser ausgestattet und bietet die Möglichkeit, unkompliziert in ein modernes Setup integriert zu werden. Als echtes Eurorack-Modul ist er aber nur sehr eingeschränkt einsetzbar.

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Poly Chain?

Ja, der Behringer Wasp Deluxe lässt sich mit Hilfe mehrerer Einheiten zu einem polyphonen Synthesizer verketten. In Ermangelung mehrerer Einheiten konnten wir das aber nicht testen. Außerdem ist dabei immer zu beachten, dass ein erstellter Klang zunächst immer auf alle Module übertragen und sorgfältig abgestimmt werden muss. Komfortabel ist so ein polyphones System also nicht gerade.

Als duophones Set könnte das aber durchaus den einen oder anderen noch reizen.

Der Klang des Behringer Wasp Synthesizers

Was immer man über Behringer Synthesizer Invasion denken mag, uns geht es in einem Test in erster Linie darum, ein Gerät nach seinem Nutzen und seiner Klangqualität zu beurteilen. Ich hatte heute mehrere Stunden Zeit, den WASP ausführlich anzuspielen und war wirklich begeistert. Der WASP klingt sehr überzeugend – sogar sehr analog – trotz seiner digitalen Oszillatoren.

Eine wichtige Anmerkung von Florian Anwander, wirft aber ein differenzierteres Licht auf den Klang des original WASP:

„Ein essentieller Part bei der Betrachtung des Wasp-Klangs: Wo es nur ging, wurden damals aus Kostengründen deutlich günstigere digitale Bausteine für quasi-analoge Zwecke missbraucht. Selbst im Filter werden als Pufferstufen der OTAs digitale Treiberchips verwendet. Ich gestehe, dass es auch relativ umständlich wäre, die Besonderheit sauber zu erläutern und zu beschreiben, welche Auswirkung das auf den Klang hat, aber wenn man es mal weiß und entsprechend hinhorcht oder wenn man sich das Signal mal auf einem Oszilloskop angesehen hat, dann wird einem klar, dass sich der WASP-Klang von anderen Synthesizern seiner Zeit deutlich unterscheidet.“

Ob er nun 1:1 wie das Vorbild klingt, wage ich nicht zu beurteilen, zu lange ist es her, dass ich selbst einen WASP besessen habe. Und leider ist in unseren Reihen derzeit auch kein Besitzer eines originalen EDP Wasps. Ich bin mir aber sicher, dass in absehbarer Zeit ein WASP-Battle auf YT auftauchen wird. Mal sehen, wie das Ergebnis sein wird.

Eines kann ich aber mit Sicher jetzt schon sagen, wer glaubt, der Behringer WASP klänge wie ein EMS, der irrt. Mag sein, dass der EDP WASP einst als ein günstiger EMS geplant war, daraus aber abzuleiten, man bekäme mit dem B-WASP einen günstigen EMS-Ersatz, der liegt wirklich falsch.

Alternativen

Alternativen zum Behringer WASP bietet vor allem Behringer selbst – vor allem in dieser Preisklasse. Tatsächlich würde ich ein Model-D, einen Pro-1 oder sogar einen K-2 dem WASP vorziehen. Der Behringer WASP klingt zwar sehr gut, aber auch nicht besser als die drei Erstgenannten. Hingegen fällt im direkten Vergleich zu seinen Behringer-Geschwistern auf, dass seine klanglichen Möglichkeiten eingeschränkter sind.

Würde ich ein persönliches Ranking aufstellen müssen, wäre mein Behringer-Favorit aus dieser kleinen Auswahl der Pro-1 und der WASP würde das Schlusslicht bilden.

Eine zweite WASP Meinung: Vincent Rohr

Ich habe den Behringer WASP zu unserem Autor Vincent Rohr geschickt, der für uns schon einige  Vintage-Synths und Klone vorgestellt und auch verglichen hat. Sein Statement zum WASP liest sich wie folgt:

Nach zwei aktiven Tagen mit der Behringer Wespe ist klar: Die Marke hat es mal wieder geschafft, die Grundcharakteristik einer Legende einzufangen – und zwar den einer solchen, die damals ebenfalls als revolutionäre Billigvariante für geringer verdienende Musikusse geschaffen wurde. Man muss schon sagen – Filter und DCOs am Behringer WASP haben es in sich, nicht zuletzt, da dessen Klang sich von vielen anderen Synthesizern sehr abhebt – was für mich als Studiomensch immer ein guter Kaufgrund ist. Ob er nun „wie der Allerwerteste auf dem Eimer“ nach einem EDP klingt, vermag ich nicht nachzuvollziehen und ehrlich gesagt, ist es mir auch nicht so wichtig: Die tollen harmonischen im Filter samt Zerre sind da und die Kiste schwitzt und brummt in allen Lebenslagen.

Der Synthesizer richtet sich, der Bauart nach zu urteilen, an Liebhaber des Originals, das ja kaum noch zu bekommen ist – aber Behringer holt eben auch kein Quäntchen mehr heraus. Die Envelopes gefallen mir persönlich überhaupt nicht und leider findet man generell auch keinen CV- oder Gate-Anknüpfpunkt am Gerät, mit dem sich daran etwas ändern ließe. Dieses besondere Filter und diese besonderen DCOs in meinem semimodularen Baukasten haben zu können – das hätte das Gerät in Kombination mit anderen Behringer Synths für mich interessant gemacht – wenn ich vor einer Entscheidung innerhalb Behringers Preissegment stehen würde, würde ich so den WASP hinten anstellen. Ich würde den Behringer WASP für den WASP-Klang kaufen, um diesen in Produktionen verarbeiten zu können – die klangliche wie emotionale Bindung, die beispielsweise der Bodyssey für mich schaffen konnte, bleibt hier komplett aus. Von Huggetts OSCar, den ich dank unserem Tyrell mal hier bei mir haben durfte, gar nicht zu sprechen.

Vincents Behringer WASP-Demo:

Für mich stellt sich hier leider unweigerlich die Frage: Warum hat man nicht mehr herausgeholt? Warum hat man nicht basierend auf diesen einzigartigen Klangerzeugern- und Subtrahenden etwas geschaffen, was mehr kann? Wo was Neues rauskommt? Behringers Pro-1 beispielsweise besitzt 15 Patch-Punkte alleine auf der Kopfplatte. Warum staucht man nicht das Innenleben der Geräte etwas und verbaut verschiedene Auswahlmöglichkeiten – wie etwa die drei verschiedenen Filter der Bodyssey-Revisionen? Ach ne, Mist, die Idee kam ja bereits von Korg/ARP. Oder einfach alternative Routings per Patch-Punkt? Wenigstens den LFO hätte man Clock- oder synchronisierbar machen können. So komme ich mir etwas vereiert vor und verstehe beim besten Willen nicht, warum dieses Gerät mehr als Behringer Model D oder Neutron kostet und nur 5 Euro weniger als der Pro-1.

Vielleicht liegt es an der Bauteilauflage – sind halt keine 3340/3320er drin wie in fast allen anderen Geräten. Also: Wer den WASP Sound möchte, bekommt ihn mit dem Behringer WASP – aber eben auch keinen Deut mehr. Und ich finde es schade, das mit dem Preis zu rechtfertigen. Warum schafft man nicht einen Mehrwert, wenn es doch an Ressourcen nicht zu mangeln scheint? Etwas mehr Fantasie, Erfindungsgeist, Innovationswillen – bitte! Warum nicht alles semi-verpatchbar machen – passt ja auch alles prima in den Modularschrank. Warum nicht ein Gerät bauen, in dem alles drin ist, was man eh im Bauteilregal liegen hat? Warum keine Möglichkeiten schaffen? Wenn es in dem Tempo weitergeht, wollen die Leute bald nur noch 150 anstatt 300 Euro zahlen, weil sie den Kasten mal drei Tage an haben und dann wieder in die Ecke stellen. Sorry – hier fehlt mir was, er reicht mir nicht. Hier hätte man mit den simpelsten Mitteln klangliche Innovation schaffen können, die eben am Original nicht realisierbar war – Niedrigpreis-Monopolisierung hin oder her. 

Weitere Videos zum Behringer Wasp on YouTube


Fazit

Im Test bewies sich der Behringer Wasp als hervorragend klingender monophoner Synthesizer zu einem erstaunlich guten Preis. Ankreiden kann man ihm eigentlich nur die fehlende Pulsbreitenmodulation, die eingeschränkten Hüllkurven und die wenigen Patch-Punkte. Auf der Habenseite stehen ein großartiger Klang und eine schnell durchschaubare und leichte Bedienung. Gerade Einsteiger werden sich bei der Klanggestaltung hier sehr schnell zurecht finden. Hingegen besitzt der B-WASP meines Erachtens keinen herausstechenden Klangcharakter, der ihn zum MUST HAVE machen würde.

Die Konkurrenz aus dem eigenen Haus bietet jedoch zum Teil mehr Möglichkeiten und so dürfte der WASP es am Markt eher schwer haben. Ob er dadurch punkten kann, dass er exakt wie sein Vorbild klingt, wird sich erst durch einen A/B-Vergleich zeigen, den wir aber im Augenblick in Ermangelung eines EDP Wasps nicht durchführen konnten.

Plus

  • großartiger Sound
  • einfache Bedienung
  • sehr gute Verarbeitung
  • Poly-Chain Möglichkeit
  • günstiger Preis

Minus

  • keine steuerbare Pulsbreitenmodulation
  • sehr reduzierte Patch-Punkte
  • keine CV/Gate-Eingänge

Preis

  • 314,- Euro
Forum
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    Wellenbad  

    Leider hasse ich Wespen und alles was damit zutun hat. Auch die Farben. Allein das Bild mit dem Wespenkopf lässt mich zusammenzucken. Ich selbst kenne auch niemanden, der sich etwas „Wespisches“ freiwillig hinstellt. Das Ding kann noch so geil klingen, würde ich nicht mal geschenkt nehmen. LEIDER.

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      iggy_pop  AHU

      Der Klang ist im Prinzip prägend für den frühen britischen Industrial (Whitehouse haben damals fast ausschließlich mit dem Wasp gearbeitet), aber ich bin mir nicht sicher, ob es unbedingt ein Wasp-Clone hat sein müssen — erstmal gibt es da dieses DIY-Ding, und zum anderen bin ich mir nicht sicher, ob noch ein Monosynth, der im Prinzip nichts kann, eine Antwort auf alle unsere Fragen ist. Zumal ich Whitehouse immer ziemlich kacke fand…
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      Ich mag diese ganze Clonerei überhaupt nicht, aber wenn es einen Clone von irgendwas geben sollte, dann vom Syrinx. Da würde sogar ich schwach.
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        • Profilbild
          iggy_pop  AHU

          Da wäre ich jetzt nicht drauf gekommen… für mich hatten die immer größere Kaliber am Start (CS80, PPG Wave 2 etc.).

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        Dirk Matten  RED

        Ein Vertreter der Firma aus England kam damals zu mir in meinen Laden, er meinte, er sei ein Nachfahre von Richard Wagner und präsentierte mir den Wasp. Ich fand das Gerät ganz furchtbar, habe ihm aber ein Exemplar aus Mitleid abgekauft. Dabei ist es auch geblieben. Aber wie so immer: Nicht die Möglichkeiten eines Instrumentes sind entscheidend, sondern was man daras macht. Bin mal gespannt, was die jungen Menschen heute mit dem verbesserten Nachbau so anstellen.

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    iggy_pop  AHU

    Was den Zusatz „Deluxe“ ein wenig relativiert — der Witz beim Wasp Deluxe war, daß er über eine „richtige“ mechanische Tastatur verfügte im Gegensatz zum Standard-Wasp, der nur die Folientastatur hatte.
    .
    Meine erste Begegnung mit einem Wasp hatte ich 1984 im Musikunterricht an der örtlichen Musikschule — da stand eine Wespe im Musikzimmer und ich war ziemlich fasziniert. Leider war die Wespe defekt (was nicht verwundert) und somit blieb mir die erste hands-on Begegnung mit einem Synthesiser erspart und verschob sich um drei Jahre auf einen Korg MS-10.
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    Diese Begegnung war offenbar so prägend, daß ich die MS-Serie nie auf meinem Schirm hatte, wie es scheint…
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        Tyrell  RED 11

        Es wurde kein Kommentar vor dir gelöscht, andernfalls könnte ich ihn hier im „Papierkorb“ sehen.

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          Herr Mikrobi  

          Ist vielleicht bei der aktualisierung des Artikels (mit wie mir scheint anderen) im Nirvana verschwunden. Halb so wild, war jetzt auch nicht der Weltkommentar…
          Weiter unten folgt ja auch ein entsprechender Link.

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    Son of MooG  AHU

    Im Prinzip finde ich es ganz gut, dass man auf das (Touch-)Keyboard verzichtet hat, aber etwas mehr Patch-Buchsen hätte ich gerne gesehen. Immerhin kann man die VCOs separat abnehmen und externe Quellen einspeisen, aber LFO, EGs und VCF bleiben unter sich. Da es auch keine Gate/Note-CV-Anschlüsse gibt, sehe ich keinen Sinn darin, den Wasp in ein Eurorack einzubauen.
    Klanglich wird er wohl dem Original recht nahe kommen; neugierig machen mich die „ENH“ (enhanced) bezeichneten Wellenformen der Oscillators…

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    Farbfalter  

    Bitte erleuchtet mich: Was ist so faszinierend am WASP?
    Ich liebe Hardware Synths und ich würde lügen, wenn ich behaupten würde das mich K2, ProOne, TD-3 usw nicht anmachen würden. Aber der Klang vom WASP lässt mich wirklich absolut kalt.

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      iggy_pop  AHU

      Der Wasp ist wahrscheinlich für die meisten Anwender die einzige Möglichkeit in ihrem Leben, dem Klang eines EMS jemals irgendwie nahe kommen zu können.
      .
      Ansonsten geht’s mir wie Dir — was soll das?
      .
      Die Antwort auf diese Frage werden tausende Käufer rund um den Globus geben.
      .

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        Symeon

        Ich hatte zwei WASPs in den letzten 20 Jahren.. und zwar weil ich einen WASP wollte.. EMS ist mir total egal

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          iggy_pop  AHU

          Das zu hören macht mich wirklich glücklich.
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          Nun kann ich beruhigt zu Bett gehen in der Gewißheit, daß keine bösen Träume mich heimsuchen werden.
          .

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    lightman  AHU

    Ich mag den knarzigen Sound des Wasp, er klingt anders als die Konkurrenz und macht sich aus meiner Sicht vor allem in Musik härterer Gangart gut. Man muß halt ein Ohr dafür haben.

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    Anthony Rother  

    Die riesige Palette der Behringer Klone ist wirklich beeindruckend. Auch das Tempo kann man nur bestaunen. Toller günstiger Einstieg für z.B. Anfänger auf Hardware oder der Umstieg von Software Synthesizer auf Hardware. Behringer Klone sind kleine Arbeitstiere und so genannte No Brainer.

    Das Konfektionsgehäuse kann mich mittlerweile emotional nicht mehr überzeugen. Die fehlende Tastatur nimmt den Behringer Klonen diese Erfahrung von direktem Zugriff. An dem Expander drehen und auf einer externen Tastatur spielen ist nicht das selbe wie zum Beispiel mit einem echten WASP oder einem WASP DIY Gerät mit Tastatur zu spielen.

    Ich persönlich mag Expander aus diesen Gründen überhaupt nicht, man benötigt immer noch ein zweites Gerät bzw. eine Tastatur um den Expander spielen zu können.

    Ich bin auch der Meinung wenn ich mir das Behringer Synthesizer Sortiment so preislich betrachte (Crave 149 € / TD3 149 €) und dazu auch zB. den Preis vom Arturia MicroFreak mit 277 € sehe, das der Behringer WASP, sollte er 300 € kosten, der Preis von 300 € mir gefühlt zu hoch erscheint.

  7. Profilbild
    penishead  AHU

    „der Preis von 300 € mir gefühlt zu hoch erscheint.“ Ja, das scheint paradox zu sein, überhaupt solche eine Aussage zu treffen in diesem Kontext. Aber ich stimme Dir zu, und begründe auch warum. Es sind nun weniger „Eurorack“ Anschlüsse vorhanden und auch optische Anzeigen (LEDS) sind fast verschwunden. Originalkonzept Hin oder her. Aber ich glaube ab diesem Modell setzt der Rotstift nun an, um etwas mehr an Marge herauszuholen. Ich weiß, steinigt mich nicht, für meine Aussage. Ich meine ja nicht, das er günstiger sein sollte. Allein aus wirtschaftlicher Sicht sollte dieses Wasp Modul etwas günstiger in der Herstellung sein, als die anderen Module. Auch in Anbetracht, das das Gestell dieser Kombiserien ja identisch ist.

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      Larifari  AHU

      Sehe ich ähnlich…Eurorack kompatibel ist die Wasp eigentlich nur physisch. Gate/Cv fehlt komplett. Die andere Option wäre natürlich gewesen dem ganzen die Folientastatur inkl anderem Gehäuse zu spendieren.Da wäre das Fehlen der Anschlüsse dann nicht so schlimm. Das würd aber auch wieder kosten. Deswegen das Eurorack Gehäuse – ohne Eurorack.

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        tomtom123  

        Ja leider, dass CV/Gate fehlt ist ein Ausschlusskriterium – somit leider nein danke.
        Aber nicht so schlimm, das Doepfer Modul trifft den Sound perfekt und das für unter 100.-!

        Aja mal schauen wie hoch die RMA-Quote werden wird, das Filterdesign raucht ja gern mal ab. Wenn alles SMD wird’s wohl viel Ausschuss geben, wird kaum wer reparieren, …

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          Florian Anwander  RED

          > Ja leider, dass CV/Gate fehlt ist ein Ausschlusskriterium –
          > somit leider nein danke.
          Sorry. Der WASP hat rein digitale auf Teilerkonzepten basierende Oszillatoren. Es gibt keine Möglichkeit ihn per CV in der Tonhöhe anzusteuern.

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      heimannrudolf  

      @penishead: „Auch in Anbetracht, das das Gestell dieser Kombiserien ja identisch ist.“ Ich finde das falschherum gedacht. Behringer hat hier nicht ein altes Gehäuse spontan wiederverwendet, sondern von vornherein ein Multi-Use-Design für alle Synths geplant und produziert. Dieses Gehäuse war, marktwirtschaftlich gesehen, schon immer gleich preisgünstig.

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        penishead  AHU

        Ja, klar. Ich stimme Dir zu. So hab ich es eigentlich gemeint! Hätte ich das anders schreiben sollen? Der Kern meiner Aussage bezog sich auf das Modul selbst.

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          heimannrudolf  

          Ja, grundsätzlich stimme ich Deiner Analyse zu – ausstattungstechnisch ist der B-Wasp wohl eher ein „Volca“ unter den Uliclones.

          Ich sehe den Markt dafür auch eher in Great Britain und im Sektor SynthWave / Synthpunk, welcher meines Wissens in diesem Portal nicht so wirklich zu finden ist.

          Unsere „zurückhaltenden“ Reaktionen auf den WASP kann ich mir so oder so ähnlich bei einem Bericht über den Moog One oder Waldorf Quantum in den einschlägigen Alleinunterhalterforen („Wir Tastenfüchse“, „Press-To-Play-Fans“, „Der Tischhuper“, „WERSI forever Experten“) vorstellen. Wir sind einfach nicht die primäre Zielgruppe.

  8. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Zur Preisdiskussion:

    Ein Preis ist ja, glaube ich, noch nicht verbindlich angekündigt? Nur die Vermutungen irgendwelcher Händler. Da Uli ja sehr transparent seine Preisgestaltung kommuniziert, müsste sich der geringere Aufwand beim WASP ja demnach auch preislich niederschlagen?!? Wer weiß, vielleicht ja wie Crave 149.- oder halt 199.-.

    Soundmäßig und optisch total interessantes Ding und macht Lust auf den OSCar.

  9. Profilbild
    TimeActor  AHU

    Mein DM12D und Neutron funktionieren ebenso neben den anderen Namhaften Gerätschaften tadellos – da kann ich nicht meckern.

  10. Profilbild
    TimeActor  AHU

    Warum muss man sich denn überhaupt dabei aufregen, wenn man keines dieser Produkte kaufen möchte?
    Das ist mir noch nicht ganz klar geworden.
    Wenn ich etwas nicht mag etc. vergeude ich auch keine Zeit mich damit weiter zu beschäftigen…es sei denn man hat grundsätzlich Gefallen daran ein entsprechendes Feindbild zur Untermauerung seiner Sichtweise zu „brauchen“ ;-)
    P.S.: wird alles nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird – also cooldown.

  11. Profilbild
    Marco Korda  AHU

    Gearnews meint, es wären 298 Dollar. Also allzu viele Hoffnungen auf einen bedeutsam niedrigeren Preis kann man nicht haben.

    Das ist der erste Synth, der mich jetzt nicht so richtig lockt, selbst wenn Iggy meint, der läuft bei Industrial (was ich mega finde). Da fehlt mir noch mehr brachialer Schmutz im Filter oder so ähnlich, da müsste man FX-mäßig was beisteuern, glaube ich. Eigenständig im Sound ist er sicherlich. Die fehlende Eurorack-Kompatibilität finde ich ärgerlich und auch, dass MIDI und USB oben statt hinten angebracht sind. Für den Einbau ins Eurorack wieder gut, aber ich sehe das so wie meine Vorredner, die Modularen Freiheiten sind dafür eigentlich zu beschränkt.

    Nun ja, man kann nicht alles haben! Behringer machen trotzdem so einiges richtig.

  12. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Nachdem ich das offizielle Video von Behringer gesehen habe, stimme ich Iggy Pop zu. Der Sound hat etwas vom EMS-Flair, der mich weitaus mehr reizen würde als der K-2 (oder MS-20). Mich würde auch ein Vergleich zum Doepfer A-124 Wasp Filter interessieren; ich habe die gelb-schwarze SE Version und bin sehr zufrieden damit. Zusammen mit dem Analogue Systems RS-95e kann ich schon recht britisch klingen…

  13. Profilbild
    mariemusic  

    Von einem Model D hatte ich damals geträumt. War leider finanztechnisch unerreichbar. Und just zu dieser Zeit kommt ein guter Bekannter, ein Brite, mit diesem kleinen Gelben „um die Ecke“. Gab es noch gar nicht in Deutschland, und ich fand den Synth richtig klasse. Und für die damalige Zeit ein absoluter Nobrainer, wie das heute so schön heißt. Nur die Sensorkeys fand ich nicht so super, habe dann daran auch gleich rumgebastelt, um ihn mit „richtigen“ Keys spielen zu können. Leider verbastelt, irgendwann landete er im Müll. Es gab dann ja auch so tolle bessere Sachen. Habe es später oft bedauert, diesen speziellen Kleinen entsorgt zu haben. Umso glücklicher bin ich nun, dass uns Uli die Wespe neu bringt. Sentimentalität ja, aber auch ein interessanter, recht eigenständiger Sound.

  14. Profilbild
    Larifari  AHU

    Was ich ein bisschen schade finde und auch nicht ganz nachvollziehbar : Wieso baut man ein Gerät welches man ins Eurorack schrauben kann ohne Gate/Cv Anschlüsse ?

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    Armin

    Ab sofort beim großen T lieferbar in 2-3 Wochen!
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    AMAZONA Archiv

    Da bin ich mal auf einen Test gespannt. Den wird definitv nicht jeder kaufen wollen. Der geht bei mir in dieselbe Kategorie wie ein Jen SX 1000.

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        AMAZONA Archiv

        Was nicht schlecht sein muss, für mich jedoch obsolet. Mir persönlich fehlen zusätzliche Features wie z.B. Speicherbarkeit, Wavefolder, mehr Patchpunkte, FM bei den Oszillatoren etc. . Immer alles nur 1:1 ist zum Gähnen langweilig. Dann lieber Eurorack oder ganz andere schöne Synths.

  17. Profilbild
    TobyB  RED

    Ich finde die Hörsbeispiele von Starsky schon okay, Aber spätestens bei der House Bass Sequenz(Video 2 ab 6:18) sind deutliche Unterschiede zur Originalen Wespe anzumerken. Es fehlt der Stich der Wespe. Generell und da bin ich mir sicher würde ich die Basslinie 1:1 mit dem Neutron hinbekommen. Gleichwohl muss man der Wespe zugestehen, sie hat einen eigenen Charakter. Nur finde ich es fragwürdig einen 349€ Synth durch 350-450€ FX Pedale zu jagen. Ich weiss das die Rose und der Strymon gute FX sind. Nur ist die Demo hier nix für Anfänger, weil die FX hier z.b. im Spacey Teil verkettet werden. Und das macht es zwar schön aber nicht unbedingt nachvollziehbar.

    • Profilbild
      Doc  

      Hallo Toby,

      Bei den Test Youtublern tut immer alles gut.

      Wenns dann hier zum Vergleich steht tritt Ernüchterung ein.
      Da bleibt nur Money Back.

      Hab mir jez n kleineren Mixer gegoennt. So dämm ich „Haben will“ ein.

      • Profilbild
        TobyB  RED

        Hallo Doc,

        ich hab vor einem halben Jahr eine Patchbay gehabt, jetzt vier ;-)

        PS:
        Ich werfe mal in den Raum ZED420, 2xZED14, MX1 , 2x Motu 828 :-D

        • Profilbild
          Doc  

          Joop,

          hab die richtige Entscheidung getroffen… ;-)

          Stöpselste noch oder spielste schon ??

          Hatte frueher mal nen 32 Inline Mixer. Da reichten dann irgendwann auch die B Kanäle nimmer. Dann musste nochne 24er Cascade dran… und…und…

          Hab neulich die RD8 angespielt. Fuer die Einzelausgänge könnt ich dann mitnem Rackmixer…. Nein, dann lieber nicht.

          Konnt mich grad noch beherrschen. ;-))

          • Profilbild
            TobyB  RED

            Ich stöpsel nur selten. So oft ändert sich mein Setup nicht. Auf meine Produktivität hat das keinen Einfluss genommen. Ich mach das ja nicht seit gestern. Und da das ZED420 ein Inline Pult mit DOs ist, hast da nicht viel Theater mit. Die kleinen ZEDs sind halt Rackmixer. Da muss ich dann selten ran. Und am ZED420 Kurbel ich auch nicht wie doof. Primär mag ich den AH Sound, weil du mit dem GAIN Regler das Signal schön satt ins Pult bekommst. Was heute bei den diversen Ausgangspegeln extrem wichtig ist. Setupänderung hasse ich wie die Pest, der MODX7 stand auch erstmal vier Wochen in der Ecke bis er ans Pult durfte. Die nächsten vier Wochen war der nur MIDI Arp Schleuder für den Pro 8(16) Rev 2. Und dann durften die DX Glöckchen endlich klingeln ;-)

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              Doc  

              Die Patchbay hab ich auch überwiegend zum Effekte verstöpseln genutzt.

              Ez reichen die Auxxe des Mixers, bzw kabel ich die Bodentreter direkt hinter die Synths.

              Wochenlang in der Ecke steht hier nix.

              Wenn ne zeitlang was nicht genutzt wird, ich das Gefühl hab was Neues würde besser passen oder es meine Kreativität bremst, fliegts raus.

              Der Markt is so gut sortiert, da kriegste fast alles gleich -oder höherwertig ersetzt.

              Da ist Geduld manchmal der beste Ratgeber. Ich spring nimmer über jedes Stöckchen.

              Der jetzige Synthmarkt ist nix andres als n riesengrosser Discounter und das muss nicht schlecht sein.

              Lasst die Oscis schweben…

              :-)

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    amyristom  AHU

    Bitte mich nicht dafür steinigen, aber ich muss dann doch wieder die Frage stellen, wie sinnvoll der Test eines Klons ist, wenn man (noch) nicht die Möglichkeit hat, eine der ganz großen und naheliegendsten Fragen potentieller Käufer im Test klären zu können: „Wie nahe kommt der Klang dem geklonten Original?“ Das ist es doch, was die meisten, die an einem WASP (oder „Name hier einfügen“)-Klon interessiert sind, am brennensten interessiert.

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      gaffer  AHU 1

      @amyristom – ich gehöre zu der wahrscheinlich kleineren Gruppe, der es völlig egal ist, ob gut geklont wurde. Mich interessiert, ob das ein Instrument ist, mit dem ich gerne Musik machen würde. Als Ergebnis kommt für mich dann raus, dass ein Behringer ok ist, ich muss mir halt einen aus der grossen Menge raussuchen. Der wird‘s sicher nicht sein, obwohl ich gelb liebe.

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        Willemstrohm  AHU

        @ gaffer
        Sehe ich ähnlich. Solch ein Standpunkt wie der von amyristom verwirrt mich, ehrlich gesagt. Macht man Musik mit einem Clone, um Musik, die mal mit einem Original gemacht wurde, 1:1 zu kopieren, oder begreift man so’n Dingen einfach als eigenständiges Instrument, mit dem man das umsetzen kann, was einem in den Sinn kommt? Taugt des Synth dann nicht, wenn er nicht zu 100 % nach dem Original klingt?
        Ich verstehe diese Sicht auf die Dinge nicht. Sollte es nicht darauf ankommen, das Potential einer Maschine (für die eigene Musik, die eigenen Ansprüche an einen Synth) auszuloten und zu erkennen?

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          Coin  AHU

          Wenn es ein eigenständiges Produkt sein soll,
          greift man nicht zu nem Klon.
          Ich finde die Erwartungshaltung amyristom´s
          gar nicht so fragwürdig.

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          amyristom  AHU

          Hallo Willemstrohm,

          um es gleich klar zu stellen: Mit meinem Kritikpunkt möchte ich NICHT sagen, dass der ganze Test so wie verfasst gleich „schlecht“ oder „sinnlos“ ist. Selbstverständlich ist ein ganz wichtiger Punkt an sich: Klingt das Instrument für sich genommen gut/schlecht, ist die Bedienung gut gelöst, welche Macken hat es, was ist für sich genommen daran herausstechend, usw.
          Und alle diese Punkte behandelt der Test ja auch. Soweit so gut!
          Aber: Bei dem Gerät handelt es sich um einen Klon eines bereits bestehenden Instruments. Daher ist – zumindest für mich und sicher auch für viele andere – EIN wichtiger Punkt (von sicher durchaus mehreren Punkten) bei einer Kaufentscheidung auch, in wieweit der Klon erfolgreich im Sound an das Original herankommt (wo ist denn sonst der Punkt dabei, ein bereits erschienenes Gerät zu klonen, wenn nicht genau dieser Aspekt?)?
          Wenn ich ein Klon eines Minimoog kaufe, dann doch nicht (nur) weil ich „irgendeinen Analogsynth mit 3 Oszillatoren“ haben will, sondern weil ich mir dabei erhoffe, DEN Minimoogsound für ggf. weniger Geld / mehr Stabilität kaufen zu können. Wenn ich einen Klon des Juno-Chorus kaufe, dann will ich doch idealerweise DEN Juno-Chorus Sound kaufen und nicht „irgendeinen Chorus“ im Gehäuse eines Juno-Chorus.
          Daher ist das (für mich) EIN wichtiger Punkt, den ein Test eines Klons abdecken sollte.

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            Tyrell  RED 11

            Lieber amyristom, du tust gerade so, als wäre uns dieser Umstand nicht bewusst. Aber wenn es nicht geht, geht es nicht. Da beißt die Maus keinen Faden ab – auch nicht wenn du noch mehr Textwüsten hier hinterlässt ;-).

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          lightman  AHU

          Ich halte auch nix davon, Hardware zu überhöhen, da es am Ende auf den Musiker ankommt, ob die Musik was taugt.

          Dennoch ist Behringer mit dem Wasp und anderen Klons angetreten und wird darin von vielen Fans bestärkt, die alten Teile günstig und möglichst originalgetreu nachzubauen, die im Original kaum mehr für normales Geld zu kriegen sind.

          Diesen Claim im Rahmen des Tests eines neuen Synths zu überprüfen, der nicht nur den Namen seines Urvaters trägt, sondern auch viele Elemente des alten Designs aufweist, hat nichts mit übertriebenem Markenbewußtsein zu tun, sondern ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

          Was man am Ende mit dieser Info macht, ist eine andere Sache.

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              lightman  AHU

              Ich liebe Maultrommeln seit meiner Kindheit, hab drei verschieden große Teile, die schon öfter mal gesampled! wurden :)

              Der Auslöser war Flip aus der Zeichentrickserie Biene Maja, die in den 70ern erstmalig ins Fernsehen kam. Sein Sprung-Sound wurde mit einer Maultrommel gemacht, und als ich das rausgefunden hatte, marschierte ich direkt in die nächste Muskialienhandlung und kaufte mir mein erstes Exemplar von meinem Taschengeld.

              Die Familie war von der folgenden mehrwöchigen Effektbeschallung weniger begeistert, aber das nur am Rande.

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        hejasa  AHU

        @gaffer
        ich teile deinen Standpunkt und zitiere Gertrude Stein: „eine Rose ist eine Rose ist eine Rose“ was sinngemäß verstanden werden soll als „es ist wie es ist“. Ein Behringer ist usw. Wenn ich einen gekauft habe, weiß ich, dass er ist wie er ist, klingt wie er klingt und nicht wie die Kopie eines Originals. Hauptsache ist mir, ich kann mit dem Instrument meine Ideen umsetzen, die sind wie sie sind!

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      Tyrell  RED 11

      Gegenfrage: „Woher nehmen und nicht stehlen“ ;-)
      Wenn es uns also nicht gelingt das original aufzutreiben, sollen wir dann grundsätzlich auf einen Test verzichten? Ich denke nicht.
      Es ist also im Ermessen des Lesers, für diesem Umstand ein gewisses Verständnis zu zeigen. Und wie geschrieben: Gerne, gerne, gerne, stellen wir unseren B-Wasp einem Leser zur Verfügung, der das Original besitzt. In unserem wirklich großen Netzwerk war da diesmal nur keiner dabei.

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        lightman  AHU

        Kein Ding, Peter, mein Kommentar ist auch nicht als Kritik an dir gedacht. Du hast ja schon die Schwierigkeiten erwähnt, ein Original aufzutreiben, bzw. die Behringer-Kiste schnell weiterschicken zu müssen.

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        amyristom  AHU

        Peter, das ist auch alles ok und nachvollziehbar was du schreibst. Wenn ihr trotz eures großen Netzwerks an kein Original-Vergleichsgerät kommen konntet, dann ist das so und nicht zu ändern (was so direkt aus dem Test übrigens nicht hervorging). Und ich schrieb ja auch, dass der Test deshalb NICHT schlecht oder sinnlos in meinen Augen ist. Aber dennoch wollte ich eben festhalten, dass für mich durch das Fehlen eines Vergleichs mit dem Original (aus welchen Gründen auch immer) ein wesentlicher Baustein im Produkttest und um Beurteilen zu können wir gut/schlecht das Instrument das macht, was es vorgibt zu tun, halt einfach fehlt. Nicht mehr oder weniger.

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          hejasa  AHU

          @amyristom
          Z. B. Digitalpianos geben auch vor, so zu klingen wie die Originale, siehe neues SV 2 und etliche andere. Woher sollen die ganzen Instrumente kommen, die imitiert werden und wer sollte denn lesen wollen und schreiben müssen, in dem Fall stimmt es in dem Fall nicht, da muss nachgebessert etc. ?
          Wenn Behringer und einige andere auch faire Produktpolitik betreiben würden, würden sie einem neutralen Tester Original und Kopie zur Verfügung stellen. Das passiert nicht und deshalb bilde ich mir ein Urteil von einem Instrument ohne Rücksicht auf den Kontext, in dem es vermarktet wird.

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            amyristom  AHU

            Kommt jetzt etwas wie ein Versuch von Whataboutismus rüber. Aber nochmal ganz klar: Wenn jemand sagt, er hat eine Hammond B3 geclont, dann reicht es nicht, dass der Klon nur wie eine Hammond aussieht aber vielleicht wie eine Farfisa klingt. Er hat dann gefälligst auch die Klangeigenschaften einer Hammond zu haben. Und wenn ich behaupte ein Yamaha CP70 Piano geklont zu haben, dann hat der Klon auch wie ein CP70 und nicht wie ein Rhodes zu klingen. Und ein Klon eines CS-80 muss nicht nur wie ein CS-80 aussehen und die selben Funktionen haben, sondern auch so klingen und nicht wie ein Prophet 6 in einem CS-80 Gehäuse. Klar oder? Wenn dir ein x-beliebiger Analogklang (auch wenn er gut ist) im Gehäuse eines Minimoogs reicht um als Minimoog Klon durchzugehen ok legitim. Aber ich würde mir veralbert vorkommen.

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              hejasa  AHU

              Mir liegt es fern, von unliebsamer Kritik abzulenken!
              Mich nerven die ständigen Vergleiche, die eigentlich nur dem dienen, der verkaufen will, sonst würde er sie durch seine Marktstrategie nicht provozieren!
              Deswegen lese ich z. B. gerne die Artikel der Gitarrenfraktion, die in aller Regel Vergleiche unterlassen, sondern klarstellen, wie klingt das Instrument an sich!

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        hejasa  AHU

        Ich frage nicht ernstgemeint und ironisch: „Wie wäre es, bei Uli Behringer nach Ausleihe des Originals zu fragen.“ Der hat bestimmt einen in seiner Firma:-))) Ansonsten, ich brauche den Vergleich nicht, der Artikel sagt das aus, was mich wirklich interessiert!

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    iggy_pop  AHU

    Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber wenn ich oben den kümmerlichen Wasp-Clone neben einem originalen Oberheim Two Voice sehe, kommt mir der geclonte Wasp umso erbärmlicher vor…
    .
    Was wahrscheinlich viel über meine instrumentalen Vorlieben aussagt.
    .

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      Son of MooG  AHU

      Ich glaube, dass ein Original Wasp neben dem Two Voice noch erbärmlicher wirken würde, erst recht, wenn er schon >40 Jahre auf dem Buckel hat…

  20. Profilbild
    Tyrell  RED 11

    Florian Anwander hat mich soeben nochmals auf einen wichtigen Aspekt des WASP-Sounds hingewiesen, denn ich im Kapitel „Klang“ eingefügt habe. Umso interessanter wird also der direkte Klangvergleich zum Original werden. Wir bleiben dran!!

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    Therapist

    Könnte einen Jasper Wasp zum Vergleich zur Verfügung stellen, wenn Bedarf besteht.
    Könnte man schon 2 Clones testen.
    Original WASP kenn ich leider bislang auch nicht.

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      Tyrell  RED 11

      Klasse – vielen Dank für das Angebot. Ich rühr mich bei dir, sobald wir ein Original aufgetrieben haben :-)

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    tomk  AHU

    Herr Bloderer beschreibt ja in seinem Test sehr gut die ursprünglichen Eigenheiten der Wasp, auf diese hätte man auch ohne Vergleichsexemplar durchaus eingehen können. Mit Verlaub liest sich das hier nicht wie ein Test, sondern eher wie ein Datenblatt. Schade, hatte mich echt auf den Test gefreut, und nochmal schade dass ihn nicht die Anwanderei verfasst hat. ;)

    Ich hatte mal ne SND midifizierte Wasp, manchmal ärgere ich mich noch diese veräußert zu haben. Betrachtet man allerdings ein Gerät wie den Microfreak, so stellt sich mir die Frage ob sich im Preis- Leistungsverhältnis da nicht ein eindeutiger Gewinner auftut. Die Zeit hier besseres liefert, bzw. die Vergangenheit überholt.

    In den verlinkten Starsky Car Videos tönt die Clon-B-Wasp, meiner Erinnerung folgend, schon durchaus waspig … was mich allerdings wieder zum Microfreak tendieren läßt. Der hätte dann hoffentlich auch keine Notendoppeltrigger, auf deren Patchung man hoffen muss.

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      heide69  

      „Notendoppeltrigger“

      Das ist bei meinem Behringer WASP ebenso und auf YouTube schrieb ein Nutzer darüber:

      „My Behringer wasp does same „double triggering“ of Control ENV when VCA decay is used. It’s either Control ENV Decay or VCA Decay you can use. It’s like control Env release portion raises filter open again.“

      Ist das bei dem EDP WASP eventuell auch so, vielleicht ist ja ein Besitzer vom Original so nett und testet das mal.
      Zu hören in dem Ersten der verlinkten Starsky Car Videos ab Minute 19:00

      Herzlichen Dank im Voraus.

  23. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Mich würde auch ein Vergleich zum Doepfer Wasp Filter A-124-5 interessieren…
    Mit dem im QSG erwähnten ‚Enhancer‘ ist der Begriff ‚Bereicherung, Erweiterung‘ gemeint, nicht der Audio Prozessor.
    „The ENH setting acts as an enhancer to add punch, bit and clarity to the oscillator’s tone.“
    Die Formulierungen sind allerdings auch ziemlich unpräzise…

    • Profilbild
      tomk  AHU

      Ein Vergleich zum A-124 würde mich auch interessieren. Den hatte ich auch mal, fand selbigen aber überhaupt nicht waspig?

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        Florian Anwander  RED

        > fand selbigen aber überhaupt nicht waspig
        Kein Wunder, denn 90% des „Wasp“-Sound kommen von der Konstruktion der Oszillatoren. Sieht man übrigens gut in dem einen Video, in dem oben immer Scope und Analyzer mitlaufen. Man beachte den kleinen Peak am Anfang jeder Wellformflanke.

  24. Profilbild
    heide69  

    Meine Power LED am Behringer WASP leuchtet übrigens gelb und die Beschriftung bzw. Zeichnung sowie die Potikappen beim Behringer sind auch eher dunkel, auf den Bildern sieht es immer so knallig gelb aus. Für meinen Geschmack finde ich den sehr hübsch designt und vom Klang her gefällt er mir wirklich sehr gut. Das Gerät klingt genau so, wie ich es mir gewünscht hatte.

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    wolftarkin  

    Weil er oben schon angesprochen wurde: der Behringer ist eigentlich ein Jasper Clone.
    Plus Kopfhoererregler.

  26. Profilbild
    iggy_pop  AHU

    85 Kommentare bisher?

    Das geht besser — legt Euch mal ins Zeug und nehmt Euch den Pro-One-Bericht als Beispiel.

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      Gerne! Ich habe gerade ein Ticket mit dem Behringer-Support wegen dem Doppeltrigger-Bug auf und musste das auch in einem Video dokumentieren. Bis Ende der Woche haben die Jungs Zeit eine Lösung zu präsentieren, sonst gebe ich den zurück. Im Handbuch sind auch Firmware-Updates vermerkt die anscheinend keiner hat und das Synthtool auch nicht anbietet. Mein Wasp hat 1.0.4 und angeblich gibt es auch schon 1.0.5 und 6, welche das Triggerverhalten, speziell Multi-Trigger beim Notenwechsel, verändern sollen. Klanglich kernig mit schönem Phasing beim Notch aber so nicht brauchbar. Du musst die VCA-Hüllkurve auf volles Sustain und das Decay auf Minimum stellen um keine Doppeltrigger zu haben aber sowas ist kein Zustand. Ich bin gerne dabei wenn etwas gelungen ist wie beim Model D oder Pro-1 aber das hier ist ein 100% Fail! Die Hüllkurven sind bei Behringer wohl die größte Baustelle und ich will hoffen daß die es in den Griff bekommen. Es gibt sehr gute digitale EG’s, ergo sollte auch Behringer das hinbekommen.
      Den Wasp nicht auf keinen Fall kaufen bis das nicht offiziell geklärt ist.

  27. Profilbild
    Shimanski Beats

    Habe grad eben ein neues Video von Non Eric (Musotalk) gesehen, wo er den originalen Wasp mit dem Behringer Wasp vergleicht.

    https://www.youtube.com/watch?v=whetJSNr0ak&

    Als A-B-Vergleich taugt der Film zwar eher nicht, aber ist dennoch hilfreich, da Non Eric als langjähriger Besitzer eines Originals doch klar der Meinung ist, dass man mit dem Behringer sehr wohl sehr typische Wasp-sounds hinkriegt.

  28. Profilbild
    dwild

    Nur als kleiner Hinweis am Rande: hinter der Reglerstellung „Off“(siehe Artikel) verbirgt sich KEINE Sinusschwingung (mehr). Mein Modell stammt vom 20. April 2020. Ebenfalls antwortet mein Wasp nicht auf irgendwelche Pitch Bend Informationen. Behringer meldet, dies sei beim Wasp so; allerdings nicht zB beim Model-D. Naja, was soll man da machen, bei soo einem Sound!

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