Die Rückseite ist mit einem Klinkeneingang, einem Monoausgang und einer Stereo-Kopfhörer-Buchse reichlich minimalistisch bestückt, bietet aber eigentlich doch alles, was man braucht. Nicht mehr und nicht weniger.
Alles in allem macht die Verarbeitung einen soliden Eindruck, wobei man aber genau das erhält, was man für knapp über 50,- Euro Verkaufspreis erwartet. Wer nach angenehmen, weich bedienbaren Knöpfen und geschmeidigen Expressionpedalen sucht, wird hier logischerweise nicht auf seine Kosten kommen, aber bei diesem extrem günstigen Preis ist die gebotene Qualität völlig ausreichend.
Im Lieferumfang des X V-Amp Befindet sich neben einem 9-Volt Netzteil auch eine deutsche Bedienungsanleitung und eine Auflistung aller Presets.
Die inneren Werte
Behringer-typisch wird mit in diesem Bereich rein quantitativ nicht gegeizt. Unter den sechzehn Verstärker- und Speaker-Simulationen dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein, und Klassiker, wie auch moderne Amp-Varianten, werden zu Genüge angeboten. Darüber hinaus sind eigentlich alle möglichen und unmöglichen Effekte, die man jemals brauchen könnte, vorhanden, darunter auch eine dynamisch gesteuerte Wah-Simulation, ein Akustikgitarren- und Bass-Simulator, sowie ein Pitch-Bend Effekt zum Oktavieren des Signals. Hier sollten jedenfalls keine Wünsche offen bleiben und dem Austoben in der „Glitzerwelt der Effekte“ nichts mehr im Wege stehen.
Mit den einhundert vorhandenen Presets wird man auch hier nicht zu kurz kommen. Einzig und alleine die schiere Anzahl der Speicherplätze könnte es etwas nervenaufreibend gestalten, sich durch diese hindurch zu „zappen“. Alle Kanäle lassen sich natürlich je nach Geschmack verändern, mit Effekten bestücken und anschließend speichern. Und so funktioniert’s: Einfach einen Kanal wählen, die gewünschte Verstärkersimulation heraussuchen, nach Belieben Effekte hinzufügen und mit einem Druck auf die STORE-Taste das Ganze sichern. Alle Effekte lassen sich mit dem ADJUST-Regler hinsichtlich ihrer Intensität bearbeiten, dem Expressionpedal zuweisen und in Echtzeit steuern. Zusätzlich kann man zum Beispiel auch den Gain eines Kanals stufenlos über das Pedal regeln. So bietet der X V-Amp trotz seiner eher kompakten Abmessung einige interessante Funktionen und eine Vielzahl an möglichen Effektkombinationen.
Sound & Praxis
Angeschlossen an einen Verstärker oder eine HiFi-Anlage ist beim Anschalten des X V-Amp ein doch sehr deutliches Hintergrundrauschen zu hören, das sich auch mit dem eingeschalteten Noise-Gate nicht wirklich überhören lässt. Auf allen einhundert Speicherplätzen befindet sich auch schon ein „Ready to Go-Preset“, bei denen alle Fähigkeiten des Gerätes präsentiert werden. Das bedeutet, dass fast alle Presets rettungslos mit Effekten und Kompressoren überladen sind und man hier und da erst mal Reverb, Delay und Phaser herunterregeln muss, um etwas von der eigentlichen Gitarre zu hören.
Unter den Verstärkersimulationen sind vom Classic-Clean bis zum High-Gain-Lead alle üblichen Verdächtigen vertreten und haben klanglich im Grunde einiges zu bieten. Die cleanen Sounds sind transparent und klar, und die verzerrten Kanäle haben auch bei Zimmerlautstärke Durchsetzungskraft und neigen zum Singen. Einzig und alleine fehlt es der gesamten Palette etwas an Dynamik und Ansprechverhalten, was vor allem bei den High Gain-Kanälen auffällt. Sobald man versucht, mittels des Volume-Potis an der Gitarre dem Klang etwas Gain zu nehmen, scheint der X V-Amp regelrecht verzweifelt zu versuchen, das schwindende Signal auszugleichen, was bisweilen sehr gequält klingt. Hier kann man aber genau (wie oben bereits erwähnt) den absoluten Kampfpreis ins Feld führen. Im Gesamtbild ist die Klangqualität der Simulationen aber sehr gut gelungen, was auch für die Effekte gilt. So kann man allein aus vier verschiedenen Delays wählen, darunter auch ein Ping Pong-Delay mit Stereo-Effekt.




























Das klingt ja schauerlich!! Ein paar AMP-Simulationen mehr wäre wohl noch aufschlussreicher gewesen. Mit den vorhandenen Demo-Tracks ist das Urteil wie folgt:
– Definitiv nur 55 Euro wert –
Da scheint mir etwas Geld sparen angebracht um sich etwas ordentliches leisten zu können.
tja, ich finde auch das das ganze schauderhaft klingt – gut, kostet nur 55.- – da geh ich aber trotzdem lieber gut essen
Der Testbericht ist neutral und gut. ABER die Kommentare sind mal wieder typisch anti Behringer…. Würde auf dem selben Gerät ein anderer Name stehen, wäre das in den Augen der anderen Kommentatoren sicherlich ein Top Gerät. Aber da Behringer drauf steht, muss es in Ihren Augen schlecht sein. Ich verwende Behringer Equipment, zwar nicht gerade diese hier, auch im Semiprofieinsatz und hatte bisher noch nie irgendwelche Probleme. Die Behringer Produkte sind halt Preiswerter als vergleichbare Produkte aber deswegen nicht schlechter.
Einfach nur Gut.
Auch für zum Üben und Soundtüffteln für zu Hause. Behringer rules.