Test: Behringer X32 Core und S16 Digital Snake, Rack Mixer

4. April 2014

Die neue Art zu mischen

In diesem Special geht es um die praktische Anwendung des digitalen 1HE-Rackmixers Behringer X32 Core zusammen mit der Behringer Digital Snake S16. Ersteres ist die auf ein absolutes Minimum geschrumpfte Variante der X32-Serie. Seit der Markteinführung 2012 ist der Digitalkonsole ein großer Erfolg beschieden. Das System ist für Anwendungen gedacht, bei denen keine konventionellen Benutzeroberflächen erforderlich oder gar aus Platzmangel unmöglich sind. Alle Geräte der X32-Serie basieren auf derselben Engine, wobei das X32-Core mit weniger Bedienelementen am Gerät und ohne analoge I/Os auskommt. Durch die Verbindung kompatibler Geräte über die AES50 Schnittstelle können alle Varianten der X32-Serie mit einem digitalen Audionetzwerk verbunden werden. Schon meinen Amazona-Kollegen Peter Ludl und Willi Dammeier gefielen die größeren Konsolenvarianten. Wer sich eingehender mit der Materie beschäftigen möchte oder wem die Technologie fremd ist, dem seien die beiden Artikel der Autoren wärmstens ans Herz gelegt.

Das Behringer X32 Core

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Die Tatsache, dass das X32 Core denselben Funktionsumfang des X32-Rack und des entsprechenden Pultes hat, schraubt die Erwartungshaltung in Höhe. Man darf also gespannt sein: 40 Inputs, 32 Kanäle mit 16 Subgruppen, 6 Matrix-Mixes, vollständige Kanalzüge mit EQ, Kompressor/Limiter und Effekten. Das klingt nach Größe. Auf der Frontseite des Gerätes befinden sich trotz des geringen verfügbaren Raumes zwei Drehencoder und vier Druckknöpfe, die frei programmierbar sind. Mit dem linksseitigen Auswahldrehregler können Kanäle, Mix-Busse oder Master ausgewählt werden. Die ausgewählten Funktionen stehen den Drehencodern mittels Learn-Funktion zur Verfügung.

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Für viele Anwendungen würde sich beispielsweise ein Master-Volume anbieten. Die vier Schalter nebenan kann man mit Mute-Funktionen sinnvoll belegen, die im Falle plötzlich auftretender Rückkopplungen oder anderer Störungen, wie der Austausch eines Mikrofons, schnell erreichbar sind. Ebenso können verschiedene Szenen auf die Schalter gelegt werden, wenn beispielsweise von einem Wortbeitrag zu einem Musikbeitrag gewechselt werden muss. Rechtsseitig befindet sich schließlich ein Kopfhörerausgang mit Lautstärkeregler fürs Monitoring.

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Bei Betrachtung der Rückseite fällt zunächst auf, dass es hier kaum analoge Anschlüsse gibt, von der Monitor/Talkback-Sektion einmal abgesehen. Die Signale werden durch die S16 Digital Snake über AES50 bereits in digitaler Form geliefert. Das S16 verfügt über 16 Mikrofonvorverstärker und acht XLR-Outputs – dazu später mehr.

X32-CORE_P0AWP_Rear_XL

Über die zwei AES50 können mehrere X32 kaskadiert werden, um ein Gerät komplett fürs Monitoring verwenden zu können. Ein weiterer Knaller ist, dass über den Expansion Slot eine X-USB-Karte 32 Inputs und 32 Outputs via PC zur Verfügung stehen. Zum Abmischen und zur Kontrolle und Bearbeitung aller Funktionen stehen diverse Computerprogramme zum Download bereit, die für iPhone/iPad, Windows-, OS X- und Linux-Systemen geeignet sind. Die Installation bereitete nur marginale Schwierigkeiten. Man startet einfach die heruntergeladene Datei und schon kann man mit dem Mischen beginnen.

Routing

Starten wir zunächst mit der „Home“-Ansicht. Hier sind alle Fader 1-16, 17-32, Aux-In, FX-Returns und Bus Master schnell bei der Hand. In der PC- und MAC-Version hat man gleichzeitig Zugriff auf alle Funktionen des jeweiligen Kanals bzw. kann diese über die Registerkarten erreichen. In der iPhone/iPad-Version muss erst der jeweilige Kanal angewählt werden und auf „Detail“ gedrückt werden, um die Kanalfunktionen zu erreichen. Die Smartphone-App ist eher dafür ausgelegt, durch die gegebene Mobilität des Tontechnikers oder des Musikers auf der Bühne einen guten Klang im Saal oder auf der Bühne einzustellen. Auf einen FoH-Platz kann verzichtet werden. Theoretisch reicht ein Sitz- oder Stehplatz im Auditorium. Eine Computeroberfläche ist die beste Möglichkeit, viele Funktionen im Griff zu haben, ob man dadurch schneller und intuitiver arbeiten kann sei dahingestellt. Zunächst werden im Routing die Inputs und Outputs festgelegt. So können beispielsweise die 32 Card-Inputs für Playbacks genutzt werden oder der AES50-Anschluss für die Verbindung zum S16 Digital Snake zur Aufnahme über USB zugewiesen werden. Die Outputs können individuell zugeordnet werden.

Wählt man zum Beispiel Kanal 1, sieht man sofort alle Kanalfunktionen wie Preampgain, Gate, Dynamics, parametrischer 4-Band-EQ, 16 Bus-Sends, Benennung und Auswahl eines grafischen Instrumentensymbols, wie z.B. eine Bass-Drum oder ein Klavier und eine Registerkarte zum Abspeichern des zuvor Eingestellten. Es stehen acht frei zuweisbare Effektprozessoren zur Verfügung.

channelEQ

Des Weiteren gibt es einen Szenenspeicher zum Laden, Speichern und Editieren.

Szenenspeicher

Zur schnellen Übersicht über den Aussteuerungszustand aller Kanäle gibt es eine Gesamtansicht.

MetersGesamt

Ein weiteres, praktisches Feature ist der interne Stereo-Recorder, der aussieht wie ein Kassettenrekorder und sich ebenso bedienen lässt. Nur muss man anstatt einer Kassette einen USB-Speicherstick in den dafür vorgesehenen DATA/AUDIO-Steckplatz einführen. Hier kann direkt auf den Stick Audio im WAV-Format aufgenommen oder abgespielt werden, ganze Shows, aber keine einzelnen Szenen geladen oder abgespeichert und Firmwareupdates durchgeführt werden. Es können zwar einzelne Szenen abgespeichert und importiert, aber nicht direkt vom Stick aus aufgerufen werden. Das ist nicht weiter dramatisch, muss man aber wissen.

Recorder

In der Monitorsektion kann die Quelle zur Versorgung derselben ausgewählt werden.

Monitor

Die Talkbackfunktion erreicht man über den nächsten Reiter.

talkback

Ein auf 1 Hz genauer Testtongenerator ist auch mit an Bord.

oszi

Die Effektsektion ist überraschend vielfältig. Hier finden sich viele Spielereien wie Guitar Amp, Phaser, Flanger, Chorus, , 3-Tap-Delay, Tremolo, Resonanz-Filter etc. Aber auch ernstzunehmende Raumsimulationen wie z.B. Plate-Reverb und Deesser, Enhancer und vieles mehr .

FXReverb

Das Delay für Line-Delays befindet sich unter Home/config und lässt sich für jeden Kanal sehr präzise in Fuß, Meter und Millisekunden einstellen.

configDelay

Funktionsübersicht Behringer X32 Core

  • 40 Eingangskanäle,
  • 25-Busse,
  • 1HE Gehäuse
  • Dual AES50-Anschlüsse
  • 32in x 32out USB 2.0 – Audiointerface
  • iPad/iPhone-Apps zur Fernbedienung
  • 2 Klinkenbuchsen für Monitoring und Talkback
  • Talkback-Mic Input Lautstärkeregler
  • Kopfhöreranschluss
  • parametrischer 6-Band-EQ
  • Kompressor/Limiter
  • Multieffektgerät pro Kanal mit Presets wie z.B. Lexicon 480L and PCM70, EMT250 and Quantec QRS
  • Fernbedienung über Ethernet
  • Szenenspeicher
  • USB-Anschluss zur Audioaufnahme
  • Ultranet für BEHRINGER P-16 Personal Monitoring System
  • MIDI In/Out

Behringer Snake S16

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Das Behringer S16 Digital Snake ist die perfekte Erweiterung zum Behringer X32 Core. Es verfügt über 16 analoge Mic/Line-Eingänge und acht Line-Outs. Maximal können zwei S16 zusammengeschaltet werden. So käme man auf 32 Inputs und 16 Returns über ein einziges Cat5e-Kabel. Jeder Mixer verfügt über zwei AES50 Schnittstellen, so dass bis zu vier S16 gemeinsam betrieben werden können, wobei nur 40 Inputs gleichzeitig nutzbar sind.

Eines der charmantesten Features eines transportablen, digitalen Mixer-Systems ist, dass die Stagebox nur noch mit einem ordinären Netzwerkkabel mit dem Mischpult verbunden wird. Wer auch nur einmal in seinem Leben ein 25m langes Multicorekabel aufgewickelt hat, weiß was das für eine Erleichterung bedeutet. Obwohl das S16 durch die bereits erwähnten ADAT-Anschlüsse auch mit anderem Equipment funktionieren würde, ist es natürlich für den Einsatz mit einem X32 prädestiniert.

S16_P0AJA_Front_XL

Auf der Frontseite stehen 16 programmierbare analoge XLR-Inputs zur Verfügung. Die Preamps basieren technologisch auf den bekannten MIDAS-Preamps. Rechtseitig befinden sich acht symmetrische XLR-Outputs um FoH-Speaker oder Monitorboxen auf der Bühne anzusteuern.

Die Konfiguration des S16 ist zwar einfach, jedoch empfiehlt sich der ein oder andere, teils unvermeidbare Blick ins Benutzerhandbuch. Die Betriebsmodi werden über den CONFIG und den SELECT/ADJUST-Auswahlregler eingestellt. LEDs zeigen den Modus an. Es gibt 10 verschiedene Einstellungen. Ebenso kann die Verstärkung für der Mikrofonvorverstärker hier eingestellt werden. Rechts des Auswahlreglers ist ein Lautstärkeregler nebst Kopfhöreranschluss angebracht. Das ist praktisch, um einzelne Signale mittels Solo/Mute-Funktion zwecks Abstimmung direkt auf der Bühne abzuhören. Unter der LED-Anzeige befinden sich ein paar Schalter. Mit diesen wird durch die Kanäle geschaltet um Funktionen wie Gain und Phantomspeisung einzustellen.

S16_P0AJA_Rear_XL

Auf der Rückseite befindet sich ein USB-Anschluss, der allerdings nur für Firmwareupdates gedacht ist. Daneben sind die zwei essentiellen, bereits erwähnten AES50-Anschlüsse, die in der Lage sind, maximal 96 Kanäle zu übertragen.  Es können pro AES50 Port 3 Stageboxen angeschlossen werden, so dass man auf bis zu 96 Kanäle Zugriff hat, von denen dann 32 im Pult in 8er Blöcken direkt zugewiesen werden können. Weiter geht es mit dem Ultranet Anschluss, der exklusiv für das Behringer P16 Monitoring System gedacht ist. Auch das X32 Core hat diesen Anschluss. Es handelt sich um ein diskretes 16-Kanal-System. Man kann 16 Quellen auswählen und sie diesem Anschluss zuweisen. Es benötigt ebenfalls ein Cat5-Kabel. So kann ein Monitorsystem aufgebaut werden, mit dem jeder Musiker seinen eigenen Monitormix auf die Ohren bekommen und ihn selbst steuern kann.

Zur Verbindung mit anderem Equipment hält das S16 ein Paar optische ADAT-Anschlüsse bereit. An den Mixern befinden sich keine ADAT-Anschlüsse. Speziell im Fall des Behringer X32 Core ist das ein wenig schade, da es über keinerlei analoge Anschlüsse verfügt, vom Talkback, Kopfhörer und Monitoring einmal abgesehen. Es gibt aber eine ADAT-Erweiterungskarte, die anstelle der X-USB-Karte eingesteckt werden kann. Des Weiteren auch eine MADI-Karte und eine DANTE-Karte. Einen S/PDIF gibt es nicht. Die Entscheidung, werksseitig ausschließlich AES50 anzubieten, fußt möglicherweise auf der Tatsache, dass man mit optischen ADAT-Kabeln nur relativ geringe Entfernungen, etwa in einem Rack, überwinden kann. Sicher gibt es viele Anwendungsumgebungen, in denen alle Geräte im selben Rack untergebracht werden. Das S16 Digital Snake ist jedoch eine Stagebox.

Neben den ADAT-Anschlüssen befinden sich MIDI-Anschlüsse In/Out. Hier können MIDI-Controller angeschlossen werden. Die MIDI-Anschlüsse dienen erstmal nur der Ansteuerung von Szenen im Pult. Seit Firmware V2 ist es aber auch möglich, diverse Parameter im Pult per MIDI (neben OSC) zu steuern. Um Missverständnissen vorzubeugen sei gesagt, dass das X32 kein USB-MIDI-Interface für Steuerung von Synthesizern oder anderem MIDI-Equipment ist.

Features des S16 Digital Snake:

  • 16 programmierbare MIDAS-Mikrofonvorverstärker mit 48V Phantomspeisung
  • 8 analoge, servo-balanced XLR outputs
  • AES50-Anschluss
  • 100 m maximale Kabellänge
  • Dual AES50 zur Erweiterung
  • LED-7-Segment Pegelanzeige
  • Kopfhöreranschluss allen Anschlüssen frei zuweisbar
  • Ultranet für BEHRINGER P-16 Personal Monitoring System
  • Dual ADAT
  • MIDI In/Out
  • USB für Updates

Kleiner Exkurs zum AES50-Protokoll

Es handelt sich um ein Audionetzwerkprotokoll, das von MIDAS und Klark Teknik entwickelt wurde und nun von Behringer im Niedrigpreissektor forciert wird. Beide Firmen und Marken gehören seit einiger Zeit zu Behringer. AES50 gehört mittlerweile zu einem Standard im PA-Bereich, demnach muss es sehr stabil funktionieren. Die Latenz ist mit 0,3 ms bei 48 kHz angegeben. Die Latenz von S16 durch das X32 bis zum Ausgang der S16 zurück beträgt 1,1 ms. Und das bei 96 Kanälen über ein Cat5-Kabel wohlgemerkt. Leider können normale Netzwerk-Hubs oder Router nicht verwendet werden, da es sich um ein eigenständiges Übertragungsprotokoll handelt. Die maximale Kabellänge darf 100 m nicht überschreiten.

Behringer Core und Shake in der Praxis

Zum Test habe ich ein älteres Sony Vaio-Notebook, ein iPhone II, eine Gitarre nebst Amp und das ein oder andere Shure SM57/58 und ein U87 verwendet. Zunächst verbindet man den Computer mit dem 32-Kanal-Audiointerface auf der Rückseite des Behringer X32 Core. Die Netzwerkbuchse verbinde ich im der Remote-Buchse. Hier muss nur auf die richtigen Netzwerkeinstellungen am Computer geachtet werden. Alle VPN-Tunnel und Einwahlverbindungen müssen deaktiviert werden und die IP-Adresse auf automatisch stehen, ebenso wie DNS-Serveradresse, um Ärger zu vermeiden. Zur drahtlosen Kontrolle muss die Remotebuchse mit einem WLAN-Router verbunden werden und das Notebook oder das iPhone muss mit diesem verbunden werden. Falls es nicht sofort funktioniert, empfiehlt es sich zunächst die IP-Adressen neu zuzuordnen, zu ändern oder sich Klarheit darüber zu verschaffen. Standardmäßig lautet die IP des X32 0.0.0.0. Wenn man das Pult direkt mit dem Rechner verbindet, sollte man eine feste IP und Subnetzmaske angeben. Nur bei dem Betrieb mit einemRouter, welcher über DHCP verfügt, kann man die Einstellung auf „Automatisch“ lassen. Jeder, der schon einmal mehrere Rechner oder Drucker an einen Router angeschlossen hat, sollte genügend Erfahrung besitzen, um auch hier erfolgreich eine Verbindung herstellen zu können. Mit unserer Fritzbox neueren Datums gab es keine Probleme, mit einem älteren Huawei oder über einen Hub ebenso nicht. Das iPhone ist allerdings wenig mickrig für den geballten Funktionsumfang, den es zu bedienen gilt. Ein iPad oder Tablet-PC ist hier deutlich besser geeignet.

netzwerk

Die Konfigurationssoftware findet das X32 automatisch. Nur der USB-Treiber für die 32×32-Card hakte ein wenig bei mir. Allerdings befinden sich mittlerweile inflationär viele USB-Treiber auf meinem Rechner. Ferner sollte man auch nicht zu viele USB-Geräte gleichzeitig betreiben, jedenfalls weniger als 12. Dafür ist USB anscheinend nicht ausgelegt.
Als Monitore dienten mir unsere aktiven 12“ RCFs. Auf dem S16 ist für den allgemeinen Fall Mode 1 auszuwählen. Das X32 ist immer die Masterclock. Obwohl Gain und Phantomspeisung am S16 sehr einfach einzustellen ist, ist es empfehlenswert, diese Einstellungen am PC oder iPhone zu machen, einfach der Praktikabilität halber. Um klarzustellen, dass der FoH-Mensch das Sagen hat, gibt es eine Lock-Funktion, die man gegen unqualifizierte Benutzung aktiviert. Nun geht es zum Routing Menü, um den richtigen AES50-Input des Behringer X32 Core auszuwählen: A oder B. Weiter geht es mit den Outputs. Die voreingestellten Settings passen erstmal. Sollte etwas nicht passen, so kann es hier rekonfiguriert werden. ADAT interessiert hier erstmal nicht. 16 Outputs des S16 können frei auf alle Ausgänge des X32 geschaltet werden.

Und wie klingen die neuen Behringer X32 Core und Snake?

Am Klang gibt es gerade in anbetracht des Preises nichts zu meckern: Ein wenig höhenlastig vielleicht. Die Mixe, die ich erreichen konnte, klangen klar und durchsichtig. Klangästhetisch ist das S16/X32 exemplarisch für Geräte der neuen Generation: sehr neutral. Es gibt sicher Systeme, die den Bassbereich und die höchsten Höhen besser auflösen, aber das ist im alltäglichen Livebetrieb und dazu noch für Festinstallationen in Multifunktionshäusern oder Häusern ohne FoH-Platz ohnehin nicht von großem Interesse.

Fazit

Das Behringer X32 Core gibt dem Tontechniker ein ziemlich massives Werkzeug an die Hand, das bereits mit allem ausgestattet ist, was man im Showalltag benötigt und das alles in einer einzigen Höheneinheit. Die Bestückung mit 32×32-USB-Soundkarte, AE50-Ports mit 96 Kanälen über ein Cat5-Kabel und dazu noch ein ordinärer USB-Anschluss zur schnellen WAV-Aufzeichnung empfinde ich als absolut konkurrenzlos. Dazu hat schon dieses kleine System mit der S16 Digital Snake mit max. 40 Kanälen und 25 Bussen das Zeug dazu, ziemlich große Shows zu fahren. Geht es nur um kleine bis mittlere Besetzungen von Bands oder Theaterensembles oder um größere Kongresse, ist man hiermit für lange Zeit bestens gerüstet. Ein vergleichbares Yamaha LS-9 beispielsweise kann das alles auch nicht besser, auch wenn es nicht zuletzt preislich in einer anderen Liga spielt. Noch ein kleiner Tipp für Interessierte: Um sich einen Überblick über Bedienung und Funktion zu verschaffen, kann man die Remotesoftware auch ohne angeschlossene Hardware downloaden und starten.

Plus

  • Preis
  • Bedienbarkeit
  • Flexibilität

Minus

  • USB-Treiber (siehe Text)

Preis

  • Behringer X32 Core Straßenpreis: 980,- Euro
  • Behringer S16 Digital Snake Straßenpreis: 849,- Euro
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Hallo,

    muss an das X32 Core das S16 angeschlossen werden? Ich finde das S16 im Vergleich zum Core sehr teuer. Gibt es preiswertere alternativen?

    Danke.

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Dann doch lieber ein richtiges x32, so viel Platz muss dann doch sein. Da hab ich was zum anfassen drücken und kurbeln. Und finanziell gibt es sich nichts. Gerade für live am iPad rum drücken, neeeeee! Da schau ich mir lieber wie die Fader auf Kommando hüpfen, husch und ab ins Körbchen.

  3. Profilbild
    Kutscher  

    Hallo Malte,

    Ich danke für den Test.

    Natürlich ziehe ich ein anpassbares Pult einer reinen TabletBedienung vor. Aber ich denke dass esdurchaus Anwendung dafür. Man schaue auf die Produkte von Mackie.

    Auch habe ich sowohl im Festeinbau als auch im DryHire für an Messe Laien Tabletlösungen gesehen. In diesem Fall war es ein Yamaha MTX.

    wenn wenn ich dem Rack für solche Anwendungen den Vorzuggeben würde aufgrund Vorhandener Inputs. Ist die Teilung von Logik und Wandlung nicht schlecht.

    Auch ist für Sensible Produktion auch die Anwendung als Master möglich. So das ein X32 als Controller läuft. Auch wenn’s schon teuer ist. Ab das gute Gefühl dass wenn das LAN Kabel kracht man auch noch immer Knackfrei das Tablet nutzen kann ist unbezahlbar.

    Weiterhin ist das Core auch ein Preisgünstiger AES50 wandler. Obwohl ich gerade nicht sicher weiß ob es mit dem Profis AES50 kompatibel ist.

    Gruß Kutscher

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