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Test: Behringer XR18, XR16, Digitalmixer, Teil 2

Vorbereitung

Doch nun zu unserem Live-Test. Da möchte ich so gut wie möglich vorbereitet sein, also wird der Mixer schon mal zuhause vorkonfiguriert.

Die Anforderungen: ca. 25-köpfiger Chor mit Begleitband aus Drums, Bass, E-Gitarre, Akustikklampfe, Keyboards, Violine, dazu 3x Gesang. zwei Monitorwege, einmal für den Chor, den Zweiten für die Band. Aufgenommen soll das Ganze auch noch werden, mit Einzelspuren.

Für den Chor plane ich vier Mikros, das Drumset wird Kick, Snare, OH abgenommen, die Keys stereo, das macht dann 16 Kanäle, die kann das XR18 liefern. Stattfinden soll das Ganze in einer kleinen Kirche, circa 250 Zuhörer werden erwartet.

Also beginne ich mit der Kanalbeschriftung. Hier sind auch verschiedene Farben wählbar, was die Übersicht unterstützt.

Vorkonfiguration

Vorkonfiguration

Schritt 2 ist, das Pult schon soweit wie möglich vorzubereiten, das beginnt mit Phantomspeisung einschalten, Panorama, die Effektblöcke belegen, dann folgen die Kanal-EQs. Hier bastle ich mir zuerst ein EQ-Preset für die Chormikros. Für meine Presets mache ich einen eigenen Preset-Ordner im X-Air Ordner. Das wird nun auf die anderen drei Chormikros geöffnet. Leider wird der LowCut nicht mit übernommen, obwohl ich am Mac arbeite und der hier mit auf derselben Seite liegt. Auch kann sich die X Air Edit meinen ausgewählten Ordner nicht merken, ich muss jedes Mal von Neuem da hin navigieren. Einfacher geht es dann wohl mit Copy and Paste, auch das wird geboten, hier kann ich dann auch wählen, welche Parameter übernommen werden sollen.

Für Vox, Drums, Bass und akustische Gitarre wähle ich jeweils das vorgegebene Preset des Compressors aus, das war es dann vorerst in den Kanälen. Der Chor wird noch auf die DCA Group 1 zusammengefasst, die Instrumentalisten auf DCA 2. Auch Mute-Gruppen für Chor, Band und Effekte werden noch gleich gesetzt.

Nun mache ich mir eine Vorgabe für meinen Monitor-EQ. Auch hier speichere ich ein Preset ab und möchte es im zweiten Weg auch laden. Geht leider nicht, auch die Copy and Paste Methode scheitert hier. Also eben Handarbeit, bei zwei Wegen geht das ja, bei sechs wäre es eine arge Zeitverschwendung.

Soweit so gut, an diesem Punkt angelangt beschließe ich auf jeden Fall Rechner und iPad zum Gig mitzunehmen, sicher ist sicher. Übersichtlicher wird die Sache auch, der Mac soll für meine Summe da sein, das iPad will ich für die Monitore und Effekte und Darstellung der Meterbridge nutzen. Für die Aufnahme wird ein zweites Macbook mitgenommen, sonst könnte ich mich mit dem Pultplatz ja nur auf USB-Kabellänge von dem schwarzen Block entfernen. Zur Sicherheit wird noch ein Ethernet-Kabel eingepackt, falls es Probleme mit der WLAN-Anbindung geben sollte, kann ich mich immer noch mit Rechner neben den XR18 setzen, dann fällt allerdings das iPad weg, LAN und WLAN gleichzeitig kann der Router nicht.

Forum
  1. Profilbild
    gaffer  AHU

    Gut vorbereitet, Armin

    Die Lösung erscheint mir innovativ, der grösste Schwachpunkt erscheint mir das WLAN Modul, nur 2,4 GHz, ohnehin überall knackevoll und kein WPA2. Da haben sie nicht ganz zu Ende gedacht. Auch die gleichzeitige Verwendung von LAN und WLAN ist ja eigentlich kein Hexenwerk

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Ich sehe das so, als Bandmixer an der Bühne dürfte der Router ausreichen.
      Wer aus dem Saal mixen will wird sich optional einen externen Router besorgen, da ist dann auch LAN und WLAN gleichzeitig möglich.

  2. Profilbild
    vssmnn  

    Danke für den Praxistest.
    Konntest Du auch die Android App testen, z.B. auf einem Galaxy Tab etc?

  3. Profilbild
    Papastone

    Wollen uns dieses Teil zulegen. Wie funktioniert das mit den Monitorwegen? Kann jeder Musiker sich seinen Sound abmischen?

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Ja, jeder Musiker kann auf seinen Monitorweg per Tablet oder Smartphone zugreifen (auf die anderen natürlich auch, wenn man bösartige Kumpels in der Band hat).
      Oder gleich die Behringer Hardware Alternative P-16M über Ultranet nutzen.

  4. Profilbild
    hghannam

    Frage an die Gruppe: Haben XR18, XR16 und XR12 die gleichen features (nur weniger Kanäle?) finde keinen sinnvollen vergleich im Netz der mir das eindeutig beantwortet. Habe irgendwo gelesen, dass der XR12 kein eingebautes Audio Interface hat.

    Überlege, das XR12 für meine paar analogen synths zu nutzen – da würde der XR12 reichen – und die in die DAW zu „übernehmen“.

    Funktioniert bei Effekten und beim Mischen eine externe Midi gesteuerte Automation die ich mit aufzeichnen kann?

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