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Test: Beyerdynamic DTX50 individual

(ID: 2606)

Und auch der Rest klappt vorzüglich: Nach einer Woche liegen die Ohrpassstücke zur Abholung bereit. Bei der Abholung gibt’s noch eine kurze Anleitung zum Einführen der Adapter. Für wahr muss man es zwei, dreimal gemacht haben, bevor man dem Gehörgang intuitiv von selber folgt. Schon nach kurzem Tragen wird klar, was die Standardadapter nicht leisten konnten. Die individuellen Adapter wirken wie ein Maßanzug. Weder drücken sie, noch machen sie Anstalten, einfach aus dem Ohr zu plumpsen. Stellt sich noch die Frage nach dem Klang.

Bewertung

Test: Beyerdynamic DTX50 individual

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Anpassen im Ohr

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Die fertige Rohform

Die fertige Rohform

Spaßmacher

Um eines vorweg zu nehmen. Auch die DTX50 reichen nicht an das Niveau Ohr umschließender High End Kopfhörer heran. Aber gerade im PA-Bereich sind kompakte Lösungen gefragt. In Ear Kopfhörer sind eben eine andere Gattung, und innerhalb dieser Gattung schlagen sich die DTX50 hervorragend. Schon mit den Standardadaptern spielen sie dynamisch auf und machen Spaß. Ohne den Individual Gutschein gehen die Hörer ja bereits für 50 Euro über die Theke. Es gibt in dieser Preisklasse keinen In Ear Kopfhörer, der den Beyerdynamic das Wasser reichen kann. Auch die wesentlich teureren und sehr beliebten Ultimate Ears Superfi 5 pro können weder in der Standard noch der EB (Extended Bass) Version mithalten.

Der Bassbereich ist Beyerdynamic-typisch etwas rund aber dennoch mit sauberen Transienten. Die Kopfhörer sind zwar eher auf Musikgenuss als auf Analyse getrimmt, dennoch ist eine gute Beurteilung des Frequenzbandes möglich. Als PA-Monitorlösung verrichten sie einen ordentlichen Dienst. Auch die Ortung der Instrumente innerhalb einer Mischung gelingt ohne Probleme. Der Hochtonbereich ist etwas zurückhaltend. Ehrlich gesagt, weiß ich das bei In Ears aber zu schätzen. Lieber so, als wenn das Ohr aufgrund der Schreihöhen bereits nach kurzer Zeit ermüdet.

Neben dem Einsatz als PA-Hörer, habe ich den DTX50 individual auch unterwegs am Laptop zum Mischen und am MP3-Player eingesetzt. Beim „Fairground Attraction“ Stück „Perfect“ springen einem die Saiten des Akustikbasses regelrecht an. Stimmt etwas im Bassbereich eines Mixes nicht, decken diese kleinen Biester es gnadenlos auf. Gerade bei moderner Tanzmusik offenbart sich der oftmals produzierte tontechnische Schrott. Wer den DTX50 an den Player stöpselt und elektronische Musik mag, wird beim ein oder anderen Stück feststellen, wie da gepfuscht wurde. Aber der DTX hilft durch seinen sauberen Bass, dass die positiven Beispiele um so besser zur Geltung kommen. Genannt sein hier stellvertretend: Trentemöllers Last Resort und Booka Shades Movements. Alben dieser Qualität sind auf dem DTX50 ein Genuss.

Schirm mich ab

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Wer die Umwelt gern ausblendet, findet im DTX50 individual ebenfalls einen potenten Partner. Schon mit den mitgelieferten Adaptern ist die Abschirmung von Außengeräuschen hoch. Traumhaft wird sie aber mit den Passstücken vom Akustiker. Was auf der Bühne ein gutes Abhören ermöglicht, werden auch Vielreisende in öffentlichen Verkehrsmitteln zu schätzen wissen. Im Gegensatz zu aktiven System, die oft nur den tiefen und unteren Mittenbereich kappen, halten die DTX auch den meistens nervenderen Teil fern: plappernde, telefonierende und sonst irgendwie akustisch auffällige Zeitgenossen. Dieser hohe Abschirmungsgrad macht sie aber für die aktive Teilnahme am Straßenverkehr zum no go. Wer damit Fahrrad fährt, ja sebst zu Fuß unterwegs ist, bekommt definitiv zu wenig von seiner Umwelt mit, um auf Ereignisse adäquat reagieren zu können.

Fazit

Mit den DTX50 individual präsentiert Beyerdynamic einen bezahlbaren Kopfhörer, der speziell an den eigenen äußeren Gehörgang angepasst wird. Schon mit den normalen Standardadaptern überzeugt der DTX als gelungener In Ear Hörer. Mit den speziell angefertigten Ohrpassstücken gerät er zu einem gelungenen Gesamtpaket: Lästiges Gefummel oder das Fremdkörpergefühl der Industriestöpsel gehören der Vergangenheit an. Obendrein gibt es einen angenehmen Klang, der vor allem durch einen definierten Bassbereich zu gefallen weiß. Zudem gibt es diesen individuell hergestellten Kopfhörer zu einem Preis, wo sich die vermeintliche Oberklasse der In Ears tummelt. Diese ist dann aber in der Passform nur von der Stange und klanglich keinen Deut besser.

Plus

+++ hervorragender Klang

+++ individuelle Ohrstücke weisen ein sehr gutes Tragegefühl auf

++ sehr gute Schallabsorption (siehe aber auch Minus)

Minus

— konstruktionsbedingte hohe Eigenwahrnehmung des Körpers

— hohe Schallabsorption (Nachteil im Straßenverkehr etc.)

Preis: 180 EUR

 

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Über den Autor
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s.luedde

Fachmann für Studiotechnik und Synthesizer.

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