Test: Bitwig Studio, Digitale Audio Workstation

25. August 2014

Zwei Jahre und nun ist es da: Bitwig Studio

Es hat ja doch ein wenig gedauert: Zwei ganze Jahre, aber nun ist Bitwig Studio in der Version 1.0 endlich in den Regalen des Musikalienhändlers unseres Vertrauens angekommen. Selbstverständlich werfen wir einen Blick auf den Kandidaten aus Berlin, dessen Eltern teilweise aus den Reihen der Ableton Live Entwickler kommen. Endlich eine Sequencer-Software, die dem bekannten Vorbild Ableton Live ähnlich ist und mit den etablierten Features und neuen Ideen dem großen „Idol“ das Fürchten lehren soll.

So startet ein Debütant!

So startet ein Debütant!

Mit System

Gleich hier fällt Bitwig positiv auf! Nebst der üblichen Version für Windows und MacOS ist auch eine Version für Linux verfügbar. Das ist insofern bemerkenswert, da es ansonsten praktisch keine mit ernsthaft kommerziellen Absichten vertriebene DAW gibt, die mit Linux zusammenarbeitet. Allerdings ist so ein Audio-Linux-Port eher eine Sache des Idealismus, da nur sehr wenige Audiointerfaces mit Treibern für Linux verfügbar sind: Die wenigsten Hersteller supporten Linux, oft gibt es nur „Community-Treiber“, die von Anwendern programmiert wurden. Hoffentlich ist Bitwig hier nur der längst überfällige Anfang.
Ansonsten sind die Anforderungen an den Rechner sehr überschaubar: Mehrkern-CPU mit 2 GB RAM. Als Betriebssystem wird nur eine aktuelle Version von Windows, MacOS oder Linux gefordert. Vereinfacht könnte man die Systemanforderungen auf einen halbwegs aktueller Rechner mit einem halbwegs aktuellen Betriebssystem reduzieren. Sehr zeitgemäß. Sehr schön. Erfreulicherweise läuft das System dazu noch ohne Dongle.

Alles schön im Blick behalten...

Alles schön im Blick behalten…

Klangbeispiele
Forum
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    BA6  

    Zum Fazit: Die ersten drei Pluspunkte sind identisch mit den drei ersten Minuspunkten?

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    vaikl  

    Vielleicht hätte man bei Bitwig schon in der ersten Konzeption einen großen Schritt weiter machen und das Ganze als mehr modulares System mit InApp-ähnlichen Zukäufen von wirklich benötigten Features planen sollen. So ist es in der 1er Version eindeutig zu teuer.

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    John Doe

    Hm – ein unmotivierter Test von einem Menschen den das Produkt nicht interessiert ?

    Schade – da wäre mehr drin gewesen.

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      AMAZONA Archiv

      Woran machst du die fehlende Motivation und das fehlende Interesse fest?

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        John Doe

        Ich hätte mich über einen differenzierteren Beitrag mit mehr Hintergrundwissen gefreut, z.B. von einem aktiven Live User oder Performer.
        Da der Tester diese Art DAW nicht nutzt und offensichtlich auch nicht wirklich etwas damit anfangen kann sind die Einschätzungen alle sehr beliebig. „Die getestete Yacht hat Segel, aber ich fahre lieber Auto“…
        Schade.

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      SpotlightKid  

      Den gleichen Eindruck habe ich auch.

      Eine komplexe DAW-Software auf 4 Seiten, von denen 3 nur 1-2 Textabsätze haben, zu „testen“, ist m.E. auch nicht möglich. Ich habe nach dem Lesen, ehrlich gesagt, keine Ahnung, wie denn nun die Arbeit mit Bitwig konkret von statten geht. Oder was denn nun im Detail die Unterschiede gegenüber Live sind, wegen denen es sich lohnen würde, Bitwig auszuprobieren. Ähnlich ging es mir aber auch schon beim „Review“-Video von sonicstate.com. Viele Fragezeichen, wenig Erkenntnis.

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    bobs world  

    Bitwig ist für das was es kann, eindeutig zu teuer, und zudem zu spät auf dem bereits durch Platzhirsche besetzten Markt.
    Mit einem Cubase 7.5 kann man z.B. erheblich mehr mit einer besseren Qualität als quasi Industriestandard machen.
    Selbst die vielen VST Plugin und Effekttools – Beigaben bei Cubase wiegen den Preis von Bitwig locker auf.
    Bitwig Studio für 100 € wäre für Neueinsteiger oder Studenten interessant gewesen.
    Der hohe Preis macht aber Bitwig nur für einen kleinen Kundenkreis zugänglich, die mal was anderes ausprobieren wollen, ohne es dann tatsächlich langfristig zu nutzen.

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      maciste

      Also ich habe mir Bitwig jetzt gekauft und bin ziemlich begeistert. Die haben genau die richtigen Ansätze. Macht voll spass damit zu arbeiten.
      Und den Preis finde ich auch angemessen. 400 €, 500 € wären zu viel, 200€ wären toll,
      aber 300 € für eine voll funktionsfähige DAW ist doch echt super.
      Und was ich noch viel geiler finde ist dass es nur einen Preis FÜR EIN BITWIG GIBT.
      Nicht diesen abgestuften quatsch, wie Ableton mit Suite, Lite… mir geht diese McDonald’sche
      Preismentalität so dermassen aufn Sack.
      Da hat es mal einer treffend beschrieben: „Ableton Suite ist das normale Ableton, die ‚Standard‘ Version
      ist schon abgespeckt, und Ableton Lite ist eher „Ableton verkrüppelt“.
      Für das vollständige Ableton zahlt man dann seine 600 €.
      Dagegen sind die 300 € für Bitwig ein klacks.

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    MidiDino  AHU

    Auch ich sehe keinerlei Bedarf. Seit es Reaper gibt, bin ich praktisch wunschlos glücklich, im Hinblick auf eine DAW-Software. — Mich würde etwas ganz anderes interessieren: Ein E4 ab 2 GB Sample-Speicher und mit einem separaten VSTi-Load ;-)

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    AMAZONA Archiv

    Ich bin froh, dass es endlich ein „Ableton Live“ gibt, das nicht diese beknackten Grain-Artefakte in Audio-Loops rein donnert :) Das modulare Konzept, dass da angekündigt ist scheint auch sehr interessant! Wenn es noch stabil läuft und nicht so extrem Resourcen-hungrig wie disableton ist, werd‘ ich sicher viel Spaß damit haben :) Danke für den Test!

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    Monoteur  

    Als alter Ableton Live User habe ich Bitwig auch mal getestet, da Mixing in Live total pain in the ass ist, aber Mixing ist zwar besser in Bitwig, aber da harkt es noch an vielen anderen Kleinigkeiten und fehlenden Features. Aber der „Grundsound“ von Bitwig bei Audio Spuren ist viel „runder“ als bei Live.
    Was mir auch aufgefallen ist, daß Bitwig deutlich weniger CPU Resourcen verbraucht als Live. Vielleicht schaffen sie es mit Vers. 2.0 die DAW erwachsener zu machen.

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    AMAZONA Archiv

    Prinzipiell interessant (vor allem das Timestretching klingt vielversprechend), aber ich komme mit dem Farbschema in Bitwig nicht zurecht… Ich habe die Testversion probiert, aber wegen der eigenartigen Kontraste Schwarz-Grau-Orange dann auch schnell aufgegeben… Ging mir beim Elastik2-Player ähnlich. Da lobe ich mir doch die dezenten Grautöne in Live… Es wird Zeit, dass die Hersteller dieses „helle Schrift auf dunklem Grund“-Design nicht mehr einsetzen… Bücher druckt man ja auch nicht auf schwarzem Papier :)

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    Pfau_thomas  

    Ich hatte ein Demo von Bitwig auf meinem Rechner .
    Gut für Linux User.
    Damit lassen sich gute Synths bauen.
    Gut währe also wenn man diese DAW als VST oder Rewire in andere DAW’s ala FL Studio einbauen könnte.

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    Saegezahntiger  

    Die 2 Sterne die Bitwig aktuell hat sind meiner Meinung nach gerechtfertigt, momentan.
    Ich finde die DAW hat das Potential in Zukunft ein best buy zu werden. Ich habe jetzt sogar mein Cubase verkauft,nach 4 Wochen Bitwig komme ich einfacher und schneller in die Nähe meiner Vorstellungen als 1 1/2 Jahre Cubase.
    Bitwig fehlt zwar noch so manches was andere DAWs haben, ich warte jetzt auch sehnsüchtig auf 1.2 um endlich auch mal ein wenig Ordnung in die Projekte zu bekommen z.B., aber Not macht auch erfinderisch und solange die Kreativität darunter nicht leidet, wird sie evtl. sogar gefördert.
    In diesem Sinne, mein Vertrauen hat Bitwig. Ich kann denjenigen, die neu anfangen oder wechselwillig sind, nur raten, testet Bitwig mal an. Ich schließe ab mit einem Zitat von Dada Life: „…if I was a young kid, coming to production with no baggage, I would definitely go with Bitwig.“

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    sonflex

    nachdem ich Bitwig ein Jahr lang ausgiebig getestet habe, ist meine anfängliche Euphorie wieder verschwunden und ich bin reuig zu Ableton Live zurückgekehrt. Ausschlaggebend war dabei, dass Bitwig einfach nicht stabil genug läuft. Hatte sehr viele abstürze und alles in allem scheint Bitwig einfach nicht nihct ausgereift zu sein. Meine größte Enttäuschung war aber der Service bei Bitwig. Ich habe den Kundencerfice mit der Frage konfrontiert, wieso mein Halion 5 plugin nicht in Bitwig funktioniert. Wenn man durch die Foren geht, ist dieses Problem allen beteiligten längere Zeit bekannt. Als ANtwort bekam ich nur in sehr kurzer Form: wenden Sie sich an Steinberg, das ist nicht unser Problem. Es ist aber eben doch auch ein Bitwig Problem, da Halion unter allen anderen DAWS stabil läuft! Klar bietet Bitwig keinen VST 3.0 Standard an, trotzdem hätte ich mehr erwartet wie ein laoidares: „wenden Sie sich an Steinberg“. Für mich jedenfalls, war dies der bekannte Tropfen, der das Fass zum überlaufen gebracht hat, um wieder bei der Konkurenz zu landen von der ich einen besseren Service gewöhnt bin!

  12. Profilbild
    kritik  

    bitwig ist eine gute daw .
    und ist in vielem besser als ab live.
    2fache ansicht von linear und scene
    horizontaler launch,
    bessere clips

    bitwig klingt auserdem viel durchsichtiger und nicht so zugemüllt wie ableton.
    also bitwig klingt feiner aufgelöst
    im vergleich bei photos vielleicht wie mit hdr (bitwig)und ohne (ableton)

    leider ist das programm immer noch im halbfertigem zustand.

    für meine ansprüche fehlen mir immernoch
    daw standarts wie :

    clipbasierte automation,also eine die sich nicht auf andere patterns auswirkt
    und das patch komplett bis zur nächsten automation verstellt
    groove templates,
    mixer snapshots inclusive vst ,
    programmchange ,
    legato scene wechsel,
    all channells (midi) per track,
    diverse midi funktionen wie etwa :trenne nach kanälen,
    untereinander ansicht von cc oder vst parametern ,
    recording in launch ohne vorherige cliperzeugung
    usw
    dartsellung von allen vst parameter regler unten gleichzeitig
    max for live integration

    nach 3 jahren erwarte ich mehr .
    grade weil mir die live oberfläche im stil von exel zuwider ist.

    ich habe auserdem den eindruck das das program im permanenten beta update zustand ist.
    bugs werden geheilt und neue kommen hinzu.
    jedesmal geht was anderes nicht.
    möglicherweise verdient mann an den permanenten downloads.

        • Profilbild
          Florian Scholz  RED

          ???
          Wie soll das gehen? Wen jemand von meiner Seite etwas herunterlädt, dann verdient höchstens mein Provider, in dem er mir den extra Traffic in Rechnung stellt. „Ich habe mal gehört…“ ist schon recht vage… ;-)

          • Profilbild
            kritik  

            mit werbung durch viele klicks.z.b

            kosten ersparniss durch user-betatester mit den als updates getarnten betaversionen.
            neuerdings soll ja betatest von bitwig jetzt geld kosten

  13. Profilbild
    kritik  

    ergänzung:
    der absturz schutz ist kein feature
    sondern eine not,da die pluguns halt dauernd abstürzen.
    wohingegen andere daws das nicht brauchen ,weil dort der kram halt eben nicht so oft abstürzt

  14. Profilbild
    Coin  AHU

    Hallo Leute, hab da mal ne Frage.
    Ich arbeite mit Ableton unter Win7 – 64 Bit seit der 8er Version und einige Benutzer klagen über fehlenden „Punch“, was ich so bestätige.
    Nun möchte ich deswegen entweder zu Cubase,
    oder zu Bitwig wechseln.
    Cubase klingt definitiv besser, aber ich hab ein bissl Angst
    wegen der langen Einarbeitungszeit.
    Wogegen Bitwig schon vertraut daher kommt.
    Also nun die Frage: Klingt Bitwig besser als Ableton ?
    Werde die Demo kommende Woche mal testen.
    Aktuelle Version ist 1.3.14
    PS: Kann man Bitwig gebraucht kaufen,
    verkaufen bzw. die Lizenz übertragen?
    Grüße – Coin

    • Profilbild
      kritik  

      darauf kann ich nur mit ja antworten .
      bitwig und cubase klingen etwa gleich besser als ableton
      durchsichtiger- transparanter- mehr höhen.
      eigenart der fx oder vstis ist stärker.
      vst-synthesizer und drums heben sich besser und durchsichtiger von einander ab.
      von samples ganz zu schweigen.
      der schlechte audio-export klang von ableton
      tut sein übriges.
      ansonsten ist ableton zusammen mit max den anderen beiden weit überlegen
      auser das es nach exel aussieht.

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