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Test: Blackstar BEAM Solo, Kopfhörerverstärker

Fetter Sound auf den Ohren

25. Januar 2026

Blackstar BEAM Solo Aufmacher

Kompakt, kabellos und sofort spielbereit: Der Blackstar BEAM Solo will das Üben und Aufnehmen unterwegs so einfach wie möglich machen – direkt in die Gitarre gesteckt, mit App, Effekten und Bluetooth.

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Blackstar BEAM Solo

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Kurz & knapp
Worum geht es? Der Blackstar BEAM Solo ist ein mobiler Plug-in-Kopfhörerverstärker mit Bluetooth, App-Steuerung, Effekten und USB-Recording.
  • Konzept: Direkt in die Gitarre steckbarer Übe-Amp für Kopfhörerbetrieb.
  • Funktionen: Amp-Modeling, Effekte, Bluetooth-Streaming und USB-Audiointerface.
  • Bedienung: Jog-Wheel und LED-Anzeige am Gerät, tiefere Editierung per App.
  • Zielgruppe: Gitarristen, die flexibel, leise und ohne Setup üben oder aufnehmen wollen.

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Blackstar BEAM-Solo
Blackstar BEAM-Solo
Kundenbewertung:
(10)

Blackstar BEAM Solo

Blackstar ist seit Jahren vor allem für Gitarrenverstärker mit praxisnaher Ausstattung und klarer Zielgruppenorientierung bekannt. Vom kleinen Übungscombo bis hin zu ausgewachsenen Bühnen-Amps deckt der britische Hersteller ein breites Spektrum ab, wobei sich viele Produkte explizit an Spieler richten, die ohne großen technischen Aufwand zu guten Sounds kommen möchten. In den letzten Jahren hat Blackstar dieses Konzept zunehmend auch auf portable Übungslösungen übertragen, etwa mit Kopfhörer-Amps, Bluetooth-Combos und kompakten Modeling-Lösungen für den Schreibtisch oder das Sofa.

Der Blackstar BEAM Solo geht dabei einen mobilen Weg: Statt als kleines Kästchen auf dem Boden oder auf dem Amp zu stehen, wird das Gerät direkt in die Ausgangsbuchse der Gitarre gesteckt. Damit folgt das Konzept eher klassischen Plug-in-Kopfhörerverstärkern, erweitert dieses Prinzip aber um Bluetooth-Streaming, Steuerung per App, integrierte Effekte und Presets. Ziel ist klar: ein möglichst unkompliziertes Setup, das jederzeit einsatzbereit ist – ohne Kabelsalat, Netzteile oder zusätzliche Geräte. Wir haben uns die kleine Kiste für einen ausführlichen Test zukommen lassen.

Blackstar BEAM Solo

Blackstar BEAM Solo

Facts & Features

Der BEAM Solo ist als stabiles, kompaktes Kunststoffgehäuse ausgeführt, das über einen drehbaren Klinkenstecker direkt in die Gitarre gesteckt wird. Dadurch hängt das Gerät seitlich am Instrument, was zunächst ungewohnt wirkt, sich in der Praxis aber als erstaunlich unproblematisch erweist. Das Gewicht ist gering genug, um die Balance der Gitarre in keiner Weise zu beeinflussen.

Auf ein Display verzichtet der Blackstar BEAM Solo komplett. Stattdessen dient ein seitlich verlaufender weißer LED-Lichtstreifen („BEAM“) als visuelles Feedback, der seine Länge verändert, je nachdem, wie hoch der aktuell gewählte Parameter eingestellt ist. Der Lichtstrahl bleibt dabei immer weiß, zeigt also keine unterschiedlichen Farben oder Modi an, sondern funktioniert wie eine Art „Füllstandsbalken“ für den gerade gewählten Wert.

An der Gehäuseseite befinden sich mehrere Drucktaster, mit denen zwischen Presets, Effektsektionen und Parametern gewechselt wird. Auf der Oberseite sitzt ein zentrales Jog-Wheel, über das sich die jeweiligen Werte verändern lassen. Das Prinzip ist simpel: Parameter anwählen, Wert mit dem Rad einstellen, die Länge des Lichtstrahls zeigt die Intensität an. Menüebenen im klassischen Sinn gibt es nicht, stattdessen wird zyklisch durch die verfügbaren Einstellungen geschaltet.

Blackstar BEAM Solo solo :)

Seitlich am Gerät befindet sich ein 3,5-mm-Kopfhörerausgang, über den sowohl das Gitarrensignal als auch per Bluetooth zugespieltes Audio ausgegeben wird. Backing-Tracks oder Songs lassen sich so direkt vom Smartphone oder Tablet zuspielen und gemeinsam mit dem Gitarrensound hören. Zusätzlich gibt es einen USB-Anschluss, der nicht nur zum Laden des integrierten Akkus dient, sondern den BEAM Solo auch als USB-Audiointerface nutzbar macht. In dieser Betriebsart kann das bearbeitete Gitarrensignal direkt in eine DAW aufgenommen werden. Damit eignet sich das Gerät auch für einfache Recording-Setups, zum Aufnehmen von Songideen oder für das Üben mit Software-Amps und Playbacks am Rechner.

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Der USB-Port dient außerdem für Firmware-Updates und die Kommunikation mit der App. Schließlich findet sich noch eine Taste, mit der die Bluetooth-Kopplung durchgeführt wird, eine kleine blaue LED zeigt hier den Status an.

Der interne Akku ist auf mehrere Stunden Betrieb ausgelegt und wird ganz klassisch über USB geladen, was das Gerät auch unterwegs problemlos mit einer Powerbank nutzbar macht. Ein separater Netzbetrieb ist nicht vorgesehen, der BEAM Solo ist klar als mobiles System konzipiert.

Die BEAM-App

Ein zentrales Element des Konzepts ist die Bluetooth-Anbindung an die Blackstar Beam App, die es für iOS und Android gibt. Über die App lassen sich sämtliche Amp-Modelle, Boxentypen und Effekte detailliert editieren, Presets abspeichern und verwalten sowie Sounds mit anderen Nutzern teilen. Während das Gerät selbst eine überschaubare Anzahl an Presets bietet, erweitert die App den Funktionsumfang deutlich und macht aus dem Blackstar BEAM Solo ein kleines, aber recht flexibles Modeling-System.

Im Angebot stehen sechs Verstärkermodelle, deren Spektrum von Ultra-Clean bis High-Gain reicht, sechs verschiedene Lautsprecher- und Mikrofontypen sowie 35 Effekte, die von Hall über Delay bis zu zahlreichen Modulationseffekten alles Nötige bieten. Zusätzlich verfügt der BEAM Solo über ein Stimmgerät sowie ein Metronom für die täglichen Übungseinheiten.

Firmware-Updates werden ebenfalls über die App eingespielt, sodass sich das Gerät bei Bedarf aktualisieren lässt. Im Test funktionierte die Kopplung mit meinem iPhone 17 problemlos, dazu kommen ein übersichtliches Layout der App und eine direkte Übermittlung der Daten (mit kaum spürbarer Latenz) an den BEAM Solo.

Blackstar BEAM Solo Beam App

Blick auf die Blackstar Beam App

In der Praxis

Kopfhörer rein, Smartphone koppeln – und schon kann es losgehen. Gerade für kurze Übungseinheiten zwischendurch senkt das die Einstiegshürde deutlich, denn man ist in wenigen Sekunden spielbereit, ohne erst ein Setup aufbauen zu müssen. Auch ergonomisch funktioniert das besser als zunächst erwartet. Die seitliche Position stört in keinem Fall die Anschlaghand, selbst bei sitzender Spielhaltung. Lediglich bei sehr flachen Klinkenbuchsen oder stark abgeschrägten Gitarrenkorpussen kann es je nach Instrument etwas enger werden, insgesamt ist die Konstruktion aber gut durchdacht.

Die Bedienung direkt am Gerät erfordert etwas Eingewöhnung, da man ohne Display und ohne klare Beschriftung auskommen muss. Nach kurzer Zeit versteht man jedoch das Prinzip: Parameter anwählen, Wert einstellen, Lichtbalken beobachten. Für schnelle Anpassungen reicht das völlig aus, für tiefere Eingriffe greift man ohnehin zur App. Diese ist in der Praxis fast schon der eigentliche Kern des Systems. Hier lassen sich Amp-Modelle, Gain-Struktur, EQ-Parameter und Effekte sehr präzise einstellen. Die grafische Oberfläche ist übersichtlich gestaltet und macht das Editieren deutlich komfortabler als am Gerät selbst. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, Presets sauber zu benennen, zu speichern und thematisch zu organisieren, etwa nach Stilrichtungen oder Songs.

Die Bluetooth-Verbindung erwies sich im Test als stabil, sowohl für Audio-Streaming als auch für die Steuerung der Parameter. Änderungen in der App werden unmittelbar am Gerät umgesetzt und sind sofort am LED-Beam sichtbar, was die Kopplung von Hard- und Software sehr transparent macht. Gerade dieser visuelle Abgleich sorgt dafür, dass man auch ohne Display stets eine grobe Vorstellung davon hat, wie stark ein Effekt gerade eingestellt ist.

Klanglich liefert der Blackstar BEAM Solo ein überraschend organisches Ergebnis, insbesondere über gute Kopfhörer. Die Clean-Sounds wirken offen und dynamisch, mit einer ordentlichen Ansprache auf Anschlagsstärke und den Volume-Regler der Gitarre. In den Crunch- und Lead-Bereichen bleibt der Ton kontrolliert und differenziert, ohne in harsche Digitalartefakte abzurutschen.

Natürlich darf man keine High-End-Modeler-Tiefe erwarten, aber für ein so kompaktes System ist das Klangniveau absolut überzeugend. Die Effekte sind praxisgerecht abgestimmt, insbesondere Reverb und Delay fügen sich gut in den Grundsound ein und wirken nicht aufgesetzt. Das Spielgefühl profitiert davon, dass die Latenz extrem gering ist. Auch bei Bluetooth-Streaming bleibt das Gitarrensignal selbst direkt und ohne spürbare Verzögerung, was für konzentriertes Üben essenziell ist. Dynamik und Artikulation lassen sich gut kontrollieren, was den BEAM Solo auch für Technikübungen oder sehr dynamisches Spiel tauglich macht.

Ein kleiner Nachteil des Konzepts ist die komplette Abhängigkeit von Kopfhörern oder externen Lautsprechern. Ein interner Speaker fehlt natürlich, was den Einsatz ohne Kopfhörer ausschließt. Auch für gemeinsames Musizieren im Raum ist das Gerät nicht gedacht. Es bleibt ein sehr persönliches, auf Einzelspieler fokussiertes Werkzeug, das aber viel Spaß machen kann.

Blackstar BEAM Solo plugged in

Klangbeispiele

Für die Klangbeispiele habe ich den Blackstar BEAM Solo über den Kopfhörerausgang direkt mit meinem UAD Audiointerface verbunden. Als Gitarre kam meine Music Man Silhouette Special zum Einsatz. Effekte sind (außer denen des BEAM Solo) keine weiteren zu hören.

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Mehr Informationen

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Klangbeispiele
Fazit

Der Blackstar BEAM Solo überzeugt im Test als extrem unkomplizierte Übungs- und Recording-Lösung, die ohne zusätzlichen Aufbau sofort spielbereit ist. Klanglich liefert das Gerät dynamische, gut spielbare Sounds, die in Verbindung mit den integrierten Effekten und der App-Anbindung deutlich mehr bieten, als man von dem Winzling erwarten würde. Die Bedienung am Gerät selbst bleibt bewusst rudimentär, während die App für detaillierte Klangformung und Preset-Verwaltung sorgt. Einschränkungen gibt es bei der Nutzung ohne Kopfhörer oder externe Abhöre, was dem klar auf Einzelspieler ausgelegten Konzept geschuldet ist und keinesfalls als Minuspunkt gewertet werden sollte.

Plus

  • breites Klangangebot
  • durchdachte Bedienung
  • clevere App-Integration
  • robustes Gehäuse

Preis

  • 139,- Euro
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Über den Autor
Profilbild

Stephan Güte RED

Seit den frühen 80ern an den Drähten, die die Welt bedeuten. Musikalisches Mädchen für alles, sei es nun das Produzieren im Studio oder für Engagements als Bühnenmusiker. Seit 2004 im Team von Amazona.

Klangbeispiele
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