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Test: BLEASS Everything Bundle, Effekt-Plug-ins

Ein überzeugendes Effekt-Bundle

20. Oktober 2025
BLEASS Everything Bundle test

BLEASS Everything Bundle, Effekt-Plug-ins

Teil 2 unseres Testberichtes zum BLEASS Everything Bundle beschäftigt sich mit dessen Effekt-Plug-ins. Hier lassen sich einige überraschende, clevere Features finden und entdecken. Gute Bedienbarkeit und ein auf Touchscreens oder Computer ausgerichtetes, modernes Interface, guter Sound und innovative Ideen sind außerdem, wie schon in den Instrumenten, zu finden, ebenso gute mitgelieferte Presets von Musikern.

Kurz & knapp

    • Vielseitigkeit: Breite Auswahl an Creative-, Vocal- und Classic-Effekten für Sounddesign und Produktion.
    • Innovationen: Spezielle Features wie Varispeed in Slow Machine oder flexible Delay-Optionen in Tides.
    • Bedienung: Moderne, touch-optimierte Interfaces sorgen für gute Übersicht und einfache Nutzung.
    • Klangqualität: Reverb, Delay und weitere Effekte überraschen positiv mit warmem, kreativem Sound.
    • Fazit: Rundes Gesamtpaket mit inspirierenden Tools, nur chirurgische EQs und spezielle Dynamik fehlen.

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Einführung

Teil 1 unseres Artikels, in dem es um die Instrumente des BLEASS Everything Bundles geht, findet ihr hier. Dort wurden bereits Gemeinsamkeiten der Plug-ins besprochen, die teilweise auch die Effekte betreffen. Dazu gehören der übersichtliche Browser, eine Randomize- sowie die Undo/Redo-Funktion.

Die grafischen User-Interfaces heben sich von eher altmodischen Hardware-Nachbau-GUIs positiv ab. Das hat auch damit zu tun, dass die meisten Effekte als separat erwerbbare iOS-Varianten erhältlich sind. Alles lässt sich auf bis zu fünf Computern installieren, was bislang für alle Plug-ins einzeln geschehen muss.

Übersicht: Effekt Plug-ins des BLEASS Bundles

Die BLEASS Effekte sind in die Bereiche Classic Effects, Creative Effects und Vocal Effects aufgeteilt. Hier liste ich zunächst alle Effekte kategorisiert auf, die im Bleass Everything Bundle enthalten sind. Nachfolgend bespreche ich zuvorderst die auf den ersten Eindruck interessantesten Plug-ins, andere dagegen werden nur kurz beschrieben.

Alle BLEASS Effekte sind sowohl einzeln als auch im großen Everything Bundle erhältlich. Das Bundle, das alle verfügbaren Plug-ins des Herstellers enthält (inkl. der Synthesizer Plug-ins), kostet derzeit 1.099,- Euro. Einzeln kosten die Effekt-Plug-ins zwischen 14,- und 69,- Euro. Der Hersteller bietet mit dem Vocal-, dem Innovation und dem Essential FX-Bundle noch weitere Plug-ins in einem Bundle an.

BLEASS Creative und Vocal Effects

Zuerst besprechen wir hier die etwas ausgefalleneren Creative Effects und Vocal Effects. Zu diesen beiden Gruppen gehören:

Die BLEASS Creative Effects:

  • BLEASS Dragonfly
  • BLEASS Fusion
  • BLEASS Granulizer
  • BLEASS Motion EQ
  • BLEASS Motion FX
  • BLEASS Multiband Compressor x
  • BLEASS Phase Mutant
  • BLEASS Sidekick
  • BLEASS Slow Machine
  • BLEASS Tides

Die BLEASS Vocal Effcts:

  • BLEASS Voices
  • BLEASS Vox

BLEASS Tides

Tides ist das neueste Effekt-Plug-in von BLEASS. In Tides lassen sich mit einer modernisierten BLEASS 2.0 Benutzeroberfläche Effekte anordnen und modulieren. Eine besondere Spezialität sind die für mich irgendwie nach französischer Elektronikmusik klingenden und sich nach oben transponiert fortsetzenden Echos. Diese entstehen nicht zuletzt dank eines integrierten Frequency-Shifters. Das Effektergebnis kann per Feedback-Regler stets wieder an den Anfang der Effektsignalkette geroutet werden.

Genauer gesagt lassen sich auf der Feedback FX Page in fünf Insert Slots ganze elf zusätzliche Effekte (inkl. Ring Modulator, diverse Filter, Dust, Bit Crusher und Pitch Shift) in die Feedback-Schleife einfügen und zusätzlich modulieren.

Tides ist sicher der aktuell spektakulärste BLEASS Effekt, hier die Ansicht der Feedback-FX-Page

Delays werden mittig spektral grafisch dargestellt, ein Frequency-Shifting geschieht auch bei einer Berührung des Displays nach oben via Touchscreen oder Maus.

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BleassFX Tides 1

Tides ist sicher der aktuell spektakulärste BLEASS Effekt, hier die Ansicht der Delay-Seite

Zudem lassen sich Delay-Zeiten ohne die üblichen Pitch-Effeke ändern. Typische Tape-Wobbling-Effekte sind dennoch möglich, die Umschaltung erfolgt im Inertia-Bereich. Hier lässt sich noch die Crossfade-Länge justieren, was Ergebnisse angenehm weich macht. Die Stereobreite eines Ping-Pong-Effekts ist  stufenlos skalierbar.

Weitere kreative Besonderheiten sind die Freeze- und Kill-Funktionen, die sich auch automatisieren lassen. Im Eingangsbereich und an den Insert-Punkten sind Filter verfügbar. In einem Modulationsbereich unten finden wir drei LFOs, drei Envelopes und zwei Macros, die skaliert jeweils bis zu vier Destinations modulieren. Bei den LFOs lässt sich die Kurvenform von Grundschwingungen verformen. Zusätzlich zu verschiedenen Sync-Optionen stehen Smooth-, Phase- und Offset-Parameter bereit.

Neben den Factory-Presets finden sich im Bundle ganze acht Preset-Folder von unterschiedlichen Künstlern. Tides ist ein heißer Kandidat für das flexibelste Delay im Plug-in Sortiment.

Um die Effektwirkungen vergleichen zu können, arbeite ich bei den folgenden Klangbeispielen zum Teil mit denselben Audio-/Ausgangsdateien.

BLEASS Voices

Voices ist ein kreativer Vocal-Effekt, der sowohl typische Tuning- als auch Chor-Funktionen besitzt. Voices kann aus einer Vocal-Spur zum Beispiel schnell einen vierstimmigen Chor machen, beherrscht aber noch mehr Stimmen. Zuvor gibt es noch eine Tuning-Vorstufe.

Die vier Voicing-Kanäle lassen sich nicht nur verstimmen, auch eine Formantkorrektur ist möglich und eine Flatten-Option vorhanden (siehe unten). Zusätzlich kann die Stereobreite oder Panoramaposition geregelt werden.

Im Transpose-Mode verstimmt man eine Voice, im Flatten-Mode kann man eingehendes Audiomaterial auf eine eingestellte Note korrigieren lassen.

In Logic ist Voices auch als AU MIDI-gesteuerter Effekt vorhanden, via VST ist die MIDI-Ansteuerung anderswo ohnehin möglich. In Ableton Live beispielsweise lade ich den Effekt und kann von einer separaten MIDI-Spur aus MIDI senden, um exakt mit dem Keyboard die Noten zu spielen, die „singen“ sollen. Ist nur eine Voice aktiv, kann man diese via Keyboard dennoch mehrstimmig anspielen, entsprechend werden es noch mehr Voices, wenn alle Voice-Module aktiv sind.

Zusätzlich ist eine komplexe Modulationsmatrix integriert. Hier lassen sich allemöglichen Parameter ansteuern. Im Klangbeispiel wird ein Chor-Sample verfremdet. Ein Sequencer ist ebenfalls noch integriert – und außerdem eine MIDI-Page mit ADSR-Einstellungen.

Voices ist zudem MPE-kompatibel. Der Effekt wurde auf der Superbooth 2024 vorgestellt und dort auf einem iPad vorgeführt.

Bleassfx voices^

Voices Ansicht im Voices Plug-in

Bleassfx voices 2

Performance Ansicht in Voices

Bleassfx Voices 3

MIDI Ansicht in Voices

BLEASS Vox

Vox bearbeitet und erzeugt eine Solo-Stimme mit den oben genannten Optionen einer Voice plus Vibrato-Einstellungen, die Modulationsmatrix fehlt jedoch. Eine Unison-Option ist integriert.

Bleassfx Vox

Vox

BLEASS Dragonfly

Hinter diesem Namen und dem blau/weiß flatternden Schmetterling steckt ein gut klingendes Tremolo-Plug-in mit Stereo-Variationsoptionen und integrierter Anpassungsoption an Audiosignale. Als Quelle lassen sich die Optionen Manual, MIDI, Self und Sidechain einstellen.

Ersteres nutzt eine manuell einstellbare Frequenz, Self nutzt einen Pitch-Tracking-Algorithmus, bezogen auf das eingehende Signal, Sidechain macht dasselbe für ein externes Signal. Es geht jeweils darum, das Tremolo zu steuern, was auch noch via MIDI geht. In Logic taucht Dragonfly als AU-MIDI-gesteuerter Effekt auf. In einem „Wild“-Mode ist zusätzlich ein Waveshaper integriert. Als Vorbild wird der Billy Eilish Track „Xanny“ genannt, wo Vocals von einem Bass moduliert werden.

BLEASS FX Dragonfly

BLEASS FX Dragonfly

BLEASS Fusion

Herzstück ist ein Waveshaper mit zahlreichen Modi und Schwingungsformen. Hier lässt sich, wie bei einem Wavetable-Synthesizer, die Schwingungsform des Waveshapers verformen. Dabei ist es sowohl möglich, durch verschiedene Schwingungsformen zu fahren, als auch diese via „Fold“ klassisch zu falten. Obendrauf lassen sich auf einer Mod Page noch automatisierte Modulationszuweisungen mit zwei LFOs und einem Envelope-Follower realisieren.

Ein Sequencer, als Modulator, ist außerdem integriert. Zusätzlich gibt es eine Filter-Page mit zwei Filtern.

Fusion ist ein krasses Sound-Design-Tool rund um Verzerrungen.

Bleassfx Fusion2

Fusion mit geöffnetem Modulations Tab

Bleassfx Fusion1

Fusion mit geöffnetem Waveshaper Tab

BLEASS Granulizer

Eine Besonderheit dieses Granulareffekts ist, dass vier (Stereo-) Busse verwendet werden können, um komplexe granulare Layer zu erschaffen. Diese sind als Inputs gedacht, um Audiomaterial aus der DAW in das Plug-in zu laden. Allerdings muss dabei die jeweilige DAW mitspielen, hierfür liefert BLEASS Anleitungen.

In Ableton Live ist es z. B. leicht möglich, das Signal an vier Eingänge von Granulizer zu routen. In FL Studio klappts mit etwas mehr Aufwand auch. Logic und Bitwig erlauben nur das Routing zweier Stereosignale in Granulizer, nämlich das von der Originalspur und das von einem Sidechain-Eingang.

Bleassfx granulizer

Bleass Granulizer

Bleassfx Granulizer In

Granulizer Input in Live

BLEASS Motion EQ

Hier kann das Signal mit drei EQ-Bändern bearbeitet werden, deren Bandbreite aneinander angepasst werden kann. Jedes davon kann von zwei LFOs moduliert werden.

Ähnlich wie der Granulizer arbeitet der Motion-EQ mit Routing-Bussen, das Signal kann an drei Busse geschickt werden, die sich, je nach DAW, unterschiedlich abgreifen lassen.

BLEASSfx Motion eq

Bleass Motion EQ

BLEASS Motion FX

Wir finden hier den bekannten Motion Sequencer mit Smooth und Randomness-Optionen. Intern integrierte Effekte wie Low Pass, High Pass, Band Pass, Volume, Pan, Frequency Shifter, Ringmod, Warmth, Crusher und Delay sind dessen mögliche Modulationsziele. Nur eines davon kann in einer Instanz gleichzeitig genutzt werden.

Bleassfx motionfx

Motion FX – im Bild sind zusätzliche Settings für das gewählten Highpass-Filter zu sehen

BLeassfx motionfx2

Hier moduliert Motion FX ein anderes Ziel, nämlich den internen Frequency-Shifter

BLEASS Multiband Compressor

Der Multiband Compressor wartet grundsätzlich mit den gleichen Features auf wie der Compressor, nur in einer 3-Band-Version. Allerdings kann hier, ähnlich wie in Ableton Live’s Multiband-Compressor auch Upward- und Downward-Expansion geregelt werden, um das Signal extrem zu verdichten (wie auch in Xfer’s OTT). Dabei sind ein Below- und ein Above-Threshold einstellbar. Wem so etwas bislang fehlt, der kann es hier nun unabhängig von der DAW finden.

Bleassfx multiband

Multiband Compressor

BLEASS Phase Mutant

Die Idee von Phase Mutant ist, Frequenzmodulation auf beliebiges Audiomaterial anzuwenden, sie entstand nach der Entwicklung des Omega FM-Synths. Ein Oszillator kann eingehendes Audiomaterial modulieren oder selbst von diesem moduliert werden. Das kennt man auch von NI’s FM8.

Besonders interessant finde ich dabei den wie in Omega vorhandenen Pitch-Tracker, der die Frequenz des Eingangssignals „nachverfolgen“ kann, die sich hier zudem multiplizieren bzw. skalieren lässt. Außerdem lassen sich die Schwingungsformen des Oszillators mit Hilfe von Offsets auch noch im Stereobild verteilen.

BleassFx Tides 1

BLEASS Sidekick

Sidekick ist eine Mischung aus einem Kickdrum-Instrument mit integrierter Lauflichtprogrammierung und einem Ducking-Effekt, der durch die Kick ausgelöst bzw. moduliert werden soll. Die Kick selbst kann dabei hörbar sein oder in einem Ghost-Modus stummgeschaltet werden.

Auch wenn das Plug-in primär als Effekt kategorisiert ist, ist es doch auch ein Instrument, denn es sind durchaus einige Einstellmöglichkeiten für das Sounddesign der Kick vorhanden.

Bleassfxsidekick

Sidekick

BLEASS Slow Machine

Slow Machine beherrscht nicht nur einen Tape-Stop-Effekt, sondern kann auch noch aus eingehendem Audiomaterial einen interessanten Loop generieren, für den eine Länge einstellbar ist. Dabei können auch Effekte im DJ-Stil herauskommen. Ändert man dabei noch die Speed-Einstellung, entstehen zusätzlich entsprechende Pitch-Effekte bzw. Tonhöhenänderungen wie bei einem Plattenspieler oder Sampler.

Die Tape-Stop-Option rechts kann in Grenzen auch wie ein Varispeed-Regler aus Geräten wie Make Noise Morphagene, Qu Bit Stardust oder Chompi Sampler verwendet werden. Denn hier lässt sich die Geschwindigkeit stufenlos verändern – allerdings nur verlangsamen, nicht beschleunigen.

Im Klangbeispiel läuft eine externe Zufallssequenz durch den Effekt, der ab ca. 10 s mit verschiedenen Einstellungen einsetzt.

Bleassfx slowmachine

Slow Machine

BLEASS Classic Effects

Nachfolgend findet ihr kurze Details zu den Classic Effects. Auch hier findet man einige interessante Details. Die folgenden Plug-ins gehören zu dieser Kategorie:

  • BLEASS Chorus
  • BLEASS Compressor x
  • BLEASS Delay
  • BLEASS Filter
  • BLEASS Flanger
  • BLEASS Phaser x
  • BLEASS Reverb
  • BLEASS Saturator
  • BLEASS Shimmer

BLEASS Chorus

Chorus hat eine Filtersektion vor dem Chorus und gleich vier Delay-Lines mit optionaler Trennung für links und rechts. Die Grafik zeigt hier mit sich entsprechend der Effektintensität verschiebenden acht farbigen Linien sehr schön an, was mit dem Signal passiert. Vorab ist eine Filterung möglich.

BLEASS Chorus

BLEASS Chorus

BLEASS Compressor

Der Compressor hat eine gut dargestellte Filtersektion mit HP und LP am Eingang, optional kann auf ein via Sidechain eingehendes Signal reagiert werden. Er hat zudem ein einstellbares Knee, so dass das Verhalten von Röhrenkompressoren nachgeahmt werden kann, wo gewissermaßen die Kompression bei stärkerer Überschreitung des Thresholds immer größer wird. Dort kommen allerdings noch Sättigung und Verzerrung hinzu. Eine schaltbarer Lookahead Option (0 ms, 2 ms, 5 ms) gibt es auch noch, um Transienten sicher abfangen zu können.

Bleassfx compressor

Bleass Compressor

BLEASS Delay

Es gibt die Sektionen Delay, Shifter und Filters (mit HP- und LP-Filter) sowie drei integrierte LFOs (für jede Sektionen einen) und einen Ping-Pong-Modus im Delay-Bereich.

Zum kompletten Glück fehlt mir nur eine Art Tape-Mode, um wie in Logics Tape Delay die Echos verwaschen zu können.

Bleassfx Delay

Bleass Delay

BLEASS Filter

Das Filter funktioniert mehr wie ein Autofilter und hat eine einstellbare Hüllkurve im Eingangsbereich. Dahinter warten die üblichen vier Optionen LP, HP, BP und Notch. Schlussendlich ist auch noch ein LFO mit sechs Schwingungsformen dabei – inklusive S&H-Schwingungsform.

Die Regelzeiten gehen von 50 ms bis 16 Sek. bzw. 1/32 bis 4 Takte im Sync-Mode.

Bleassfx05 Filter

Filter

BLEASS Flanger

Den oben genannten LFO gibt es auch hier und zwar gleich zweimal – plus Envelope und plus Delay-Einstellung. Auch hier findet man im Input wieder eine optionale Filterung. Der Mix kann hinzugemischt und in der Phase gedreht werden.

Bleassfx Flanger

Flabger

BLEASS Phaser

Der Phaser hat zwei LFOs, einen für die Frequenz und einen für die Positionierung in Panorama. Die Zahl der Phaser-Notches ist hier von 1-24 einstellbar, wodurch das Plug-in klanglich sehr variabel ist.

Frequency und Color Frequency für das (ebenfalls justierbare) Feedback sind separate Einstellungen, das erlaubt besonders präzise Justagen, um eigenen Klangvorstellungen nahezukommen.

Bleassfx Phaser

Phaser

BLEASS Reverb

Reverb kann sehr weich klingen, erlaubt Raumgrößen mit Nachhall von 0,2 bis 30 Sekunden und besitzt auch eine Freeze-Funktion. Kreativ wird es durch Bewegungen auf der Transform-Fläche rechts in der Reverb-Sektion, so kann es auch schnell nach einem rauschendem Wind klingen.

Eine Modulation der Raumgröße und ein Ducker sind ebenfalls möglich bzw. integriert. Es kann regulär nur der High-Frequency-Bereich gedämpft werden, allerdings lässt sich der Bass vorher in der Input-Sektion abschneiden.

Bleassfx Reverb

Reverb

BLEASS Saturator

Der Saturator hat es durchaus in sich, er ermöglicht Verzerrungen auf vielfältige Weise. Zunächst ist die Drive-Sektion in drei Frequenzbereiche Lo/Mid/Hi aufgeteilt. Zusätzlich kann Verzerrung via Master-Drive-Regler dosiert und mit LP und HP bearbeitet werden. On top gibt es eine Waveshaper-Sektion mit immerhin neun Modi. Schließlich sind noch ein Bitcrusher und ein LFO dabei.

Bleassfx Saturator

Saturator

BLEASS Shimmer

Das Shimmer Plug-in besitzt gleich zwei Pitch-Shifter und scheint vom gleichen tollen Hall wie das Reverb-Plug-in zu profitieren. Auch hier sind bis zu 30 Sekunden Nachhall möglich.

Die Pitch-Shifter sind pre/post schaltbar, sie erlauben +/-48 Halbtöne Transposition, zusätzlich sind Delay-Zeit und Feedback einstellbar.

Bleassfx shimmer

Shimmer

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Fazit

Die Effekte des BLEASS Everything Bundle sind ein überzeugendes Gesamtpaket. Hier erhält man interessante neue Effekt-Tools, um auf musikalische Weise Bewegung in Sounds zu bringen oder Sounds kreativ zu bearbeiten. Insbesondere in den Creative-FX und den Vocal-FX findet man immer wieder Besonderheiten, die man anderswo vergeblich sucht, z. B. eine Art Varispeed-Option in Slow-Motion. Zudem gibt es oft komplexere Modulationsmöglichkeiten als anderswo.

Darüber hinaus wird auf kreative Weise mit Modulation, Reverb, Delay, Special FX, EQ und Dynamics eigentlich alles abgedeckt, was man für eine Produktion braucht – mit Ausnahme vielleicht von chirurgischen EQs und Dynamik-Tools.

Klanglich erlebt man dabei einige positive Überraschungen – etwa beim Reverb. Die Bedienung über die für Touchscreens optimierten Interfaces macht Spaß.

Plus

  • intuitive Bedienbarkeit, kein Handbuch-Studium nötig
  • tolle Presets und Features von guten Sounddesignern
  • innovative Features und Performance-Konzepte
  • sehr guter Sound
  • günstiger Einzelpreis der Plug-ins

Minus

  • keine Installation des Packs in einem Rutsch möglich, Einzelinstallation und -Autorisation nötig (das soll sich allerdings demnächst ändern)

Preis

  • einzelne BLEASS Plug-ins: ab 14,- Euro
  • BLEASS Everything Bundle: 1.099,- Euro
  • Innovation Bundle: 111,- Euro
  • Essential FXs Bundle: 179,- Euro
  • Vocal Bundle: 205,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Kazimoto AHU

    Würde gern mehr über Bleass erfahren, mehr als es Franzosen sind kann ich nicht finden. Hoffentlich kein Arturia Spin Off. 😀

    • Profilbild
      Heiner Kruse (TGM) RED

      @Kazimoto hier nochmal der Link zu Teil 1
      https://www.amazona.de/test-bleass-everything-bundle-synthesizer/

      Ich hatte zwischendurch Kontakt mit Vianney von Bleass und die email-Antworten waren alle sehr persönlich, sieht mir mehr nach einem kleinen, feinen Projekt aus…..Jordan Rudess und Jean Michel Jarre zu involvieren ist ja auch nicht übel…. man erkennt auch irgendwie klanglich und optisch eine Handschrift finde ich…

      • Profilbild
        CDRowell AHU

        @Heiner Kruse (TGM) Es wirkt insgesamt sympathisch, funktionell orientiert auf mich…👍

        So wie ich es verstehe, gibt es durch den modularen Aufbau extrem schnelle Klangnavigation, ideal für Live-Einsatz und Sounddesign-Workflows mit touch-optimierung🫠.

        wirkt sehr ansprechend für live- und mobilsetups.😎

        Der Name BLEASS hat keinen Wörterbuch-Ursprung oder?!😱

        Bliss und Ease? Oder gar was zusammengesetztes französisches?🥖

        • Profilbild
          mort76 AHU

          @CDRowell Das Design ist mir wirklich zu nüchtern…ich brauchs nicht fotorealistisch, aber so freudlos muß das AUCH nicht sein.

          • Profilbild
            CDRowell AHU

            @mort76 Huch?!

            Ich bin davon ausgegangen, es ist funktional…🤩

            So bonbonmäßig benötige ich es auch nicht… Außer mir sieht´s doch keiner.🤣

            • Profilbild
              mort76 AHU

              @CDRowell Seit wann stehen Musiker auf einfache, funktionale Sachen?

              Das Auge ißt mit…wenn eine GUI so aussieht wie irgendetwas. was man im CERN verwendet, zieht mich das nicht an.

              Zuviel Realismus ist doof, aber sowas wie ABSYNTH gefällt mir einfach besser als dieser Ableton-Look…

              • Profilbild
                CDRowell AHU

                @mort76 wenn die bleass plugs bei elekto auf ne Videowall kommen und die Knöppe performen, fragt sich doch jeder der sich nicht auskennt (und davon gibt es ja viele) geil, was macht das coole zeug da?

                is doch besser, als wenn man gleich erkennt was es ist. Kontrastreich genug ist es ja…
                👍

                wichtig ist wie es klingt und ob es ankommt!😱

                • Profilbild
                  mort76 AHU

                  @CDRowell Wo Kazimito gerade Touchscreens erwähnt hat, könnte ich mir vorstellen, daß die GUI für sowas gemacht sein könnte, aber MEINE Touchcreen-Versuche liegen wieder ad acta.

                  Für Publikum würde ich aber annehmen, daß dieses eher etwas abstrakteres bevorzugen würde…mir fällt da spontan sowas wie der Reactabel von Mark Bell auf einem Riesen-Screen bei Björk ein…das war nett anzuschauen. In einer Stierkampf-Arena.

      • Profilbild
        Kazimoto AHU

        @Heiner Kruse (TGM) Klingt erstmal nicht so besonders, vieles kann ich so mit dem Audiothing Outer Space machen, anderes scheint an den Open Source Algorithmen von Mutable Instruments angelehnt zu sein, auf die man neuerdings überall trifft. Tides, Shimmer aus dem Clouds. Braids/Plaits ist mir kürzlich erst mit dem Flechtwerk-VST begegnet. Jarre hat auch mal so eine Touchscreen Performance, kann sein daß das die Koop mit Bleass war aber er supportet ja gerne und viel, was sehr nett von ihm ist.

        Da wir alle Jarre-Fans sind, manche mit etwas Hass & Liebe gleichzeitig aber unvermeidbar doch Fans, ich möchte mir nicht vorstellen was hier abgeht wenn seine Todesanzeige eines Tages erscheint, hier ein Video zum Kaffee am Morgen, er ist so handsome geworden im Alter. 😍

        https://www.youtube.com/watch?v=DKkOLvBf_D0

        • Profilbild
          Heiner Kruse (TGM) RED

          @Kazimoto Es gibt, soweit ich weiss, keinen Hinweis darauf, dass Bleass Tides an Tides von MI angelehnt ist. Flutwellen gab es schon vor MI…..

          Fan von Jarre bin ich ganz sicher auch.

          Hm, ich finde, man muss solche und manch andere Fantasien nicht aussprechen.

          Jetzt bemerke ich erst, dass Dein Profilfoto vom Meister selbst stammt…

          • Profilbild
            Kazimoto AHU

            @Heiner Kruse (TGM) Mein Foto? 😂😉
            Das geile, die Bilder-KI von Google erkennt ihn nicht. Da siehste mal was der Mist Wert ist, nix! KI-Blase für Milliardäre die Kohle von uns wollen.

  2. Profilbild
    ollo AHU

    Mit den Bleass Plugins wollte ich mich auch schon immer mal mehr beschäftigt haben. Grade solche Random Funktionen mit denen man sich neue Klänge erwürfeln lassen kann finde ich immer sehr spannend.

    Mal sehen was die Sachen so zum Black Friday kosten sollen.

    • Profilbild
      HG

      @ollo Den Monolit gibt es gratis und ich dachte erst, dass das Gewürfel sicher nur Quatsch erzeugt, aber es ist tatsächlich inspirierend. Man bekommt coole Sounds aus dem Plugin, mit und ohne würfeln.

  3. Profilbild
    Mixit

    Finde ich schon Recht interessant was Bleass so anbietet. Sehr possitiv finde ich es, dass die PlugIns einzeln gekauft werden können, was nicht immer möglich ist.

    Den Bleass Shimmer habe ich mir schon angeschafft. Der Effekt kann vielseitig eingesetzt werden, dass es nicht zu viel Shimmer im Projekt gibt, sollte einem im Gedanken bleiben.

  4. Profilbild
    Modellwelle

    Ich bin auf Bleass gestoßen, als ich angefangen habe, auch mit dem iPad Musik zu machen. Das Design ist für Touch-Funktionen optimiert, funktioniert aber auch gut mit der Maus auf einem Computer. Ich finde die Oberflächen durch die Farbwahl sehr übersichtlich. Außerdem ist es sehr praktisch, dass es die Plugins von Bleass für den Computer und iPad gibt, da kann man auf beiden Systemen mit den gleichen Effekten und Instrumenten arbeiten.

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