Test: Boss JS-10 Jamstation, Gitarren Workstation/Multieffekt

1. Januar 2013

BOSS Jamstation JS10

Wer übt, fällt seinen Kollegen in den Rücken, sagt man so. Aber insgeheim sitzen wir dann doch immer mal wieder zu Hause und trainieren unsere Chops, Licks, Riffs, Phrasierungen usw. Ich kann mich noch erinnern: Vor mehr als 20 Jahren hat man am Plattenspieler gesessen und die Nadel immer wieder zum Anfang des Songs oder Solos gesetzt, welches man unbedingt lernen und mitspielen wollte. Irgendwann gab es dann mal Tape-Vierspurgeräte, mit den man zumindest die Geschwindigkeit durch Verlangsamen des Abspielmotors etwas reduzieren konnte. Das hatte aber leider auch zur Folge, dass sich dadurch zwangsläufig die Tonart veränderte. Geschadet hat es nichts, aber manchmal hätte man sich ein YouTube-Tutorial gewünscht oder ein Gerät, das einem manche Mühe abgenommen hätte – und dass man einfach nur spielen konnte.

Heutzutage existiert geradezu ein Überangebot an Geräten, Möglichkeiten, Apps und natürlich Softwarelösungen für den Computer. Doch manchem ist das zu viel, denn irgendwie ist es doch immer wieder „anders kompliziert“. Für solche hat die Firma BOSS ein Gerät entwickelt: die JamStation JS-5, die Weiterentwicklung der BOSS eband JS-8, welche vor ca. zwei Jahren auf dem Markt erschien und auch hier bei Amazona gestestet wurde. Ja und heute steht der Nachfolger, die Boss JS-10 Jamstation auf dem Tisch. Mal schauen, was sich hier getan hat.

-- Boss eBand JS-10 --

— Boss eBand JS-10 —

Konstruktion/Lieferumfang

Die Boss JS-10 Jamstation ähnelt in den wesentlichen Zügen seinem Vorgängermodell, bis auf dass die Frontblende mit Silber, gegenüber dem sonst kompletten schwarzen Gehäuse, aufgepeppt wurde. Der erste Eindruck ist positiv, das ca. 1,8 kg schwere Plastikgehäuse mit den Maßen 264 x 169 x 209 mm macht einen soliden Eindruck und die Haptik der Taster, Knöpfe, Regler und Anschlußbuchsen ist in gewohnt guter BOSS-Qualität. Das Teil steht ohne zu wackeln auf vier relativ großen Gummifüßen, die Bedienfront ist leicht angeschrägt und somit gut zu erreichen. Für die Stromzufuhr befinden sich ein externes Netzgerät sowie ein USB-Kabel und eine Bedienungsanleitung mit im Lieferumfang des Gerätes.

-- Diverse Anschlussmöglichkeiten --

— Diverse Anschlussmöglichkeiten —

Schauen wir doch erst mal, was die Boss JS-10 Jamstation so zu bieten hat. Die Anschlussmöglichkeiten auf der Rückseite haben sich gegenüber dem Vorgängermodell nicht wirklich verändert. Hier finden wir einen SD-Karten-Slot mit einer im Lieferumfang enthaltenen SD/SDHC-Karte mit einem Speichervermögen von 2 GB, die sich aber durch eine bis zu 32 GB große austauschen lässt. Daneben befindet sich ein USB-Slot zum Anschließen eines USB-Sticks, von welchem man dann auch direkt Tracks abspielen kann. Ein weiterer Anschluss für eine USB-Computerverbindung und ein Stereoklinke-Eingang für einen Fußschalter, Doppelfußschalter oder ein Expressionspedal. An der Seite, direkt hinter dem rechten Speaker, gibt es noch einen Kopfhörerausgang im Miniklinken-Format sowie einen Stereo-Cinch-Ausgang zum Anschluss des Gerätes an eine Anlage, P.A. oder Monitorboxen.

Klangbeispiele
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